Autor Thema: Psychotherapie SOFORT! Sonst ist man immer hinten nach!  (Gelesen 5004 mal)

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hilde

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27/06/11 10:15, PAG

Studie: Psychotherapeutische Behandlung beginnt zu spät

Berlin – Eine psychotherapeutische Behandlung setzt in Deutschland im Schnitt erst knapp sechs Monate nach der Anfrage ein. Dies zeigt eine neue Umfrage der Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) unter mehr als 9.000 niedergelassenen Psychotherapeuten.

„Ein psychisch kranker Patient kann genauso wenig wie ein körperlich Kranker monatelang auf eine Behandlung warten“, sagt BPtK-Präsident Prof. Dr. Rainer Richter bei der Vorstellung der Studie. Monatelange Wartezeiten erhöhten das Risiko, dass sich psychische Erkrankungen verschlimmerten. „Die viel zu langen Wartezeiten schaden den Patienten“, so Richter.

Laut Studie beträgt die durchschnittliche Wartezeit auf ein erstes Gespräch bei einem Psychotherapeuten drei Monate. Nach diesem Gespräch beginnen rund 50 Prozent der Patienten eine Therapie. Zwischen Erstgespräch und Beginn der genehmigungspflichtigen Behandlung liegen nochmals fast drei Monate. Die Behandlung beginnt also im Schnitt erst knapp sechs Monate nach der Anfrage. „Viele Patienten geben während der wochenlangen Suche nach einem Psychotherapeuten entmutigt auf und verzichten auf eine Behandlung“, berichtet der BPtK-Präsident.

Die Umfrage widerlege die Behauptung der Krankenkassen, die psychotherapeutische Versorgung sei ausreichend, so Richter. Die Kammer fordert, dass ein psychisch Kranker nicht länger als drei Wochen auf das erste diagnostisches Gespräch warten muss. Dazu müsse es mehr ambulant tätige Psychotherapeuten geben. Eine genaue Zahl lasse sich jedoch nicht nennen, da dies von regionalen Besonderheiten abhänge. So würden in den Städten Menschen auf ein psychotherapeutisches Erstgespräch durchschnittlich 9,3 Wochen warten, in ländlichen Regionen 15,3.

Die BPtK befürchtet, dass http://www.univadis.de/medical_and_more/de_DE_Gesund_Detail?GRPid=28&GRPName=Gesundheitspolitik&articleItemId=a3607da5f28d3cf7f146962ad2288173

admin

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Zahl der Depressionen und Burn-out-Fälle steigt
« Antwort #1 am: 09. Juli 2012, 21:12 »


Zahl der Depressionen und Burn-out-Fälle steigt

Montag, 9. Juli 2012

Bonn – Immer mehr Deutsche werden psychisch krank. Wie die Krankenkasse KKH-Allianz heute in Bonn mitteilte, stieg zwischen 2009 und 2011 die Zahl ihrer Versicherten, die aufgrund etwa von Depressionen oder eines Burn-out ins Krankenhaus mussten, um 18,3 Prozent. Experten schätzten, dass psychische Erkrankungen bis 2030 neben Herz-Kreislauf-Erkrankungen die häufigste Krankheitsursache sein werden, hieß es.

In Nordrhein-Westfalen fiel der Anstieg in diesem Zeitraum mit 14,9 Prozent zwar weniger stark aus. Allerdings litten dort 65 von 10.000 Versicherten und damit mehr als im Bundesdurchschnitt derart unter psychischen Erkrankungen, dass sie stationär behandelt werden mussten. Der Bundesdurchschnitt liegt bei Versicherten der KKH-Allianz bei 59 von 10.000 Versicherten.

aerzteblatt.de

    Arzneimittelreport: Ärzte kritisieren Diskriminierung psychisch Kranker
    Neuropsychiatrische Erkrankungen: Weitere Ausbreitung in Europa
    Sport kein Heilmittel gegen Depressionen
    Psychische Belastungen am Arbeitsplatz: Ratgeber zur Vermeidung erschienen

Ein wesentlicher Grund für die Entwicklung seien Belastungen am Arbeitsplatz, so die KKH-Allianz. Deshalb müsse die Prävention und eine Gesundheitsförderung in Betrieben künftig eine deutlich größere Rolle spielen. Als Beispiel nannte die Krankenkasse Projekte zum Stressmanagement und zur Qualifizierung von Führungskräften beim Thema Gesundheit. Das könne dazu beitragen, dass es bei gefährdeten Mitarbeitern gar nicht erst zu einem Burn-out kommt.

Kritik äußerte die KKH-Allianz an einer zu langen Wartezeit auf einen Therapieplatz von durchschnittlich 4,6 Monaten. Auch würden Diagnosen häufig zu spät gestellt.

............... http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/50812

Josef

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Massiver Anstieg bei psychischen Krankheiten
« Antwort #2 am: 20. Juli 2012, 16:12 »


Thema: Gesunde Seele

Massiver Anstieg bei psychischen Krankheiten

Jeder Neunte ist wegen seelischer Leiden in Behandlung – Tendenz stark steigend. Psychotherapeuten schlagen wegen Sparplänen Alarm.

http://kurier.at/nachrichten/gesundheit/4503534-massiver-anstieg-bei-psychischen-krankheiten.php
Alles, was wir uns in der Vergangenheit schwer erkämpfen mussten,
hinterlässt gewisse Spuren auf unserer „zerbrechlichen“ Seele,
doch sollten wir deshalb die Hoffnung auf eine bessere Zukunft nicht verlieren.
Carola-Elke

Tanja

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Nach 20 Jahren noch immer kein Kassenvertrag für Psychotherapie!
« Antwort #3 am: 19. August 2012, 23:30 »


1992 - 2012: Recht auf kassenfinanzierte Psychotherapie - K)ein Grund zum Feiern?

Nach 20 Jahren noch immer kein Kassenvertrag für Psychotherapie!

Wien (OTS) - 1992 wurde mit der 50. Novelle des ASVG (Allgemeines
Sozialversicherungsgesetz) die psychotherapeutische Behandlung in den
Leistungskatalog der sozialen Krankenversicherung aufgenommen und der
ärztlichen Tätigkeit gleichgestellt, doch umgesetzt ist das Recht auf
kassenrefundierte Psychotherapie von den Krankenkassen erst
teilweise.
Präventivmaßnahmen und die zusätzlich hochwirksame
psychotherapeutische Diagnose, Behandlung und Nachsorge werden für
psychisch Kranke nicht oder nicht ausreichend finanziert.
"Wie lange noch sollen Menschen mit psychischen Erkrankungen vom
Gesundheitssystem benachteiligt werden?", konstatiert die Vorsitzende
des Wiener Landesverbandes für Psychotherapie, Leonore Lerch.
Jede/r Vierte in Österreich ist mindestens einmal im Leben von
einer psychischen Erkrankung betroffen. Das Angebot an Psychotherapie
auf Krankenschein ist kontingentiert und regional sehr uneinheitlich.
Der Zuschuss zur Psychotherapie in Höhe von Euro 21,80 wurde von
den Krankenkassen seit 1992 weder wertangepasst noch erhöht!
Damit verursachen die Kassen eine für PatientInnen unüberschaubare
Versorgungslandschaft und verunmöglichen die Behandlung für viele
psychisch Kranke.
Mindestens 170.000 Versicherte (ca. 2,1 Prozent) bekommen in
Österreich nicht die Hilfeleistung, die sie benötigen würden. Der
Versorgungsgrad bzgl. Psychotherapie liegt derzeit bei ca. 0,8
Prozent der Bevölkerung d.h. nur etwa ein Drittel der Menschen in
Österreich, die eine Psychotherapie brauchen, bekommen sie auch. Bei
unseren deutschsprachigen Nachbarländern erhalten immerhin rund 2,5
Prozent der Bevölkerung eine vollfinanzierte Psychotherapie.
Hier sparen die Österreichischen Krankenkassen jedoch am falschen
Ort.
Denn in weiterer Folge, so Lerch, muss die Politik bzw. müssen wir
SteuerzahlerInnen ein Vielfaches dieser eingesparten Gelder
aufbringen, um die Folgekosten nicht behandelter psychischer
Erkrankungen zu finanzieren (Invaliditätspensionen, Krankenstände,
Klinikaufenthalte, Arbeitslosenversicherung, AMS-Schulungen etc.). Zu
den besonderen Risikogruppen zählen Arbeitslose, Armutsgefährdete,
Frauen, MigrantInnen, alte Menschen, Jugendliche ohne
Zukunftsperspektiven etc.
Die Nicht-Behandlung von psychischen Erkrankungen verursacht laut
WIFO volkswirtschaftliche Kosten von geschätzten 2,8 Milliarden Euro.
Im Vergleich dazu wurden im Jahr 2009 in Österreich 250 Millionen
Euro für Psychopharmaka und lediglich 46,8 Millionen Euro für
Psychotherapie ausgegeben.
20 Jahre sind genug!
Der Wiener Landesverband für Psychotherapie fordert für 2012 die
Umsetzung des ASVG: Ausbau der psychotherapeutischen Versorgung und
gesamtheitliche Rahmenverträge mit dem Berufsverband.
Psychotherapie muss für alle Menschen zur Verfügung stehen, die sie
benötigen!

Tanja

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Psychotherapie SOFORT! Sonst ist man immer hinten nach!
« Antwort #4 am: 15. September 2012, 01:44 »

Psychische Probleme: Jeder dritte Österreicher betroffen

Über Herzinfarkte wird häufiger geredet als über Ängste. Dennoch steigt der Bedarf für psychiatrische Hilfe stetig.

Letztes Update am 03.09.2012, 17:30

Keine Angst: "Wenn jemand unter seinen Ängsten leidet, sollte er Hilfe aufsuchen", rät Fischer. Keine Angst: "Wenn jemand unter seinen Ängsten leidet, sollte er Hilfe aufsuchen", rät Fischer.

Depressionen, Burn-out, Angststörungen – die Zahl der Krankenstandstage wegen psychischer Erkrankungen hat sich österreichweit seit dem Jahr 2000 fast verdoppelt (auf 2,6 Millionen im Jahr). Allein im Wiener Raum werden jährlich etwa 10.000 Menschen stationär behandelt, dazu gibt es rund 200.000 ambulante Kontakte.

Probleme werden heute häufiger erkannt und behandelt, erklärt Univ.-Prof. Peter Fischer vom Sozialmedizinischen Zentrum Ost – Donauspital: "Wenn jemand schlecht schläft, weil er ständig an die Arbeit denken muss und Appetitstörungen hat, nennt man das schon Krankheit?"

90 Prozent der Patienten, die wegen einer Depression zu ihm kommen, erfüllen nicht alle Kriterien, sondern befinden sich in einem Vorstadium. "Psychiatrische Krankheiten sind oft Schwellenkrankheiten. Das Syndrom der Depression ist etwa noch nicht ganz erfüllt, aber es gibt schon einzelne Symptome. Diese Patienten sind erst ab einer gewissen Schwere medikamentös zu behandeln. Vorher ist das Ziel, dem Patienten mithilfe von Psychotherapie zu helfen, ohne Medikamente zurecht zu kommen."

Dasselbe gilt etwa auch für Alkoholiker oder für Bulimiker: Schwere Bulimiker brauchen eine ganz andere Behandlung als etwa ein Mädchen, das ab und zu erbricht, weil es das Gefühl hat, zu viel gegessen zu haben.

Ab wann ist es ratsam, ärztliche Hilfe aufzusuchen? "Wenn man darunter leidet – das ist sehr individuell", erklärt Fischer. Es gebe für viele Störungen bereits Ambulanzen, die über das Internet leicht zu finden sind. Auch der praktische Arzt sei ein guter Ansprechpartner. "Es ist wichtig, dass dieser weiß, wie er Symptome einer Störung erkennt und wo er Betroffene hinschicken kann", plädiert Fischer für mehr Fortbildungen unter den praktischen Ärzten. Nicht zuletzt brauchen auch Angehörige Unterstützung: "Sie werden oft alleine gelassen und leiden häufig viel mehr, weil sie mit der Situation überfordert sind."

Auch, wenn psychiatrische Störungen öffentlich immer öfter ein Thema sind: "Über einen Hexenschuss oder einen Herzinfarkt, die viel seltener vorkommen, wird viel mehr geredet. Das Thema Psychiatrie ist für viele noch immer ein Tabu – besonders am Land." Hilfreich bei der Entstigmatisierung sei dabei die Stationierung von psychiatrischen Ambulanzen in Spitälern. Auch die Frage der Finanzierung einer psychiatrischen Behandlung ist für viele oft eine Hemmschwelle. "Es gibt viele kostenfreie Anlaufstellen, wie etwa die Ambulanz des Psychosozialen Dienstes." (Beratung dazu gibt es auch am Tag der seelischen Gesundheit – Infos dazu siehe unten).

"Die niedergelassenen Ärzte sind leider häufig sehr stark ausgelastet und es gibt lange Wartezeiten – generell gibt es hier sicher mehr Bedarf." Generell plädiert Fischer dafür, dass Psychotherapie häufiger auf Krankenschein bezahlt wird, damit sozial Schwächere keinen Nachteil daraus haben, sich keinen privaten Therapeuten leisten zu können.

Nicht zuletzt sei Psychiatrie ein sehr "billiges Fach", meint Fischer: "Ein Brustkrebs-Patient kostet mehr als meine ganze Station an einem Tag. Da könnte ruhig mehr in die Psychiatrie investiert werden."
Info: Tag der seelischen Gesundheit

Programm Angeboten werden Vorträge, Beratung und Diskussionsrunden rund um das Thema Prävention und Behandlung von psychischen Erkrankungen – etwa Burn-out, Essstörungen, Missbrauch oder Sucht. Interessierte können Lachyoga, ein Genuss- oder ein Gedächtnistraining ausprobieren.

Veranstaltung Tag der Seelischen Gesundheit, Mittwoch, 5. 9., 10 bis 19 Uhr, Wr. Rathaus, Festsaal, Eingang Lichtenfelsgasse. Freier Eintritt. Veranstalter sind der Wiener Krankenanstaltenverbund und die Psychosozialen Dienste Wien (PSD). Programm und detaillierte Infos unter www.wienkav.at
« Letzte Änderung: 15. September 2012, 12:57 von admin »

admin

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Burn-out-Therapien nur für Wiener Beamte?
« Antwort #5 am: 15. September 2012, 13:02 »


OTS0056 5 CI 0261 NAW0001 Fr, 14.Sep 2012
Gesundheit/Krankenkassen/Ärztekammer/Wien

Ärztekammer befürwortet Kostenersatz bei Burn-out-Therapien
Utl.: Szekeres: "Fortschrittliches Signal im Umgang mit Stresserkrankungen"

Wien (OTS) - Der Präsident der Ärztekammer für Wien, Thomas Szekeres,
begrüßt ausdrücklich den Vorstoß der Krankenfürsorgeanstalt der
Bediensteten der Stadt Wien (KFA), die Kosten für die Psychotherapie
von Burn-out-Patienten
zu tragen. Er hofft, dass diesem Beispiel
schon bald auch andere Versicherungsträger folgen werden und
niedergelassene Ärztinnen und Ärzte diese Leistungen flächendeckend
abrechnen können.****
"Psychische Erkrankungen durch Stress und Überarbeitung sind im
Vormarsch. Wenn es um die Finanzierung geht, hat die Therapie von
seelischen Erkrankungen bei den Krankenkassen leider nach wie vor
einen geringeren Stellenwert als die Behandlung von körperlichen
Krankheiten", betont Szekeres. Das sei jedoch "keineswegs mehr
zeitgemäß", da man auf die gesellschaftlichen Veränderungen und die
immer häufiger auftretenden Stresserkrankungen entsprechend reagieren
müsse.
"Es ist in Österreich zwar kein Problem, rasche medizinische Hilfe
zu bekommen, wenn man mit einem gebrochenen Bein ins Spital
eingeliefert wird. Menschen, die unter massiven psychischen
Problemen, wie beispielsweise auch Burn-out, leiden, lässt man
hingegen mit monatelangen Wartezeiten für einen bezahlten
Beratungsplatz im Regen stehen", kritisiert der Ärztekammerpräsident.
Auch beim Thema Vorsorge wünscht sich Szekeres "mehr Initiativen
der politisch Verantwortlichen für die seelische Gesundheit der
Bevölkerung", zumal es auch darum gehe, Langzeitkrankenstände und
Folgekosten, die durch unbehandelte Burn-out-Erkrankungen entstehen,
zu vermeiden.
Die Initiative der KFA bezeichnet Szekeres als "einen guten
Anfang". "Mit einer vernünftigen Verlagerung der finanziellen
Ressourcen muss es möglich sein, dass auch die übrigen Krankenkassen
mit einem Kostenersatz für Burn-out-Therapien nachziehen", so
Szekeres. (ec)
~
Rückfragehinweis:
Ärztekammer für Wien - Pressestelle
Dr. Hans-Peter Petutschnig
Tel.: (++43-1) 51501/1223, 0664/1014222, F:51501/1289
mailto:hpp@aekwien.at
http://www.aekwien.at
~
Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/30/aom
*** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER
INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT ***
OTS0056 2012-09-14/09:50
140950 Sep 12
Link zur Aussendung:
http://www.ots.at/presseaussendung

Josef

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Psychotherapie senkt Gesundheitskosten drastisch
« Antwort #6 am: 28. April 2013, 23:37 »




Psychotherapie senkt Gesundheitskosten drastisch

Bis zu zwölf Mrd. Euro Einsparungen möglich, wenn umstrukturiert wird


Braunschweig (pte028/24.04.2013/13:55) - Verordnete Psychotherapie könnte die Kosten im Gesundheitswesen senken, wie eine Studie der Technische Universität Braunschweig http://tu-braunschweig.de errechnet hat. Pro investiertem Euro für eine Psychotherapie könnten zwischen zwei und fünf Euro eingespart werden, sagen Christoph Kröger, Geschäftsführender Leiter der Psychotherapieambulanz der TU Braunschweig und sein Team.

Nicht-Psychotherapie teuer

"Es geht in der Studie um den Vergleich zwischen 'mehr Psychotherapie' versus 'die aktuelle Situation'. Das heißt, momentan werden einige wenige Betroffene angemessen psychotherapeutisch behandelt und wir vergleichen nun ein Szenario, in dem alle, die dazu bereit wären sich behandeln zu lassen, auch behandelt werden, mit der aktuellen Situation", sagt Mitautorin Eva-Maria Wunsch, gegenüber pressetext.

Im Grunde sei es schon der Vergleich zwischen "Psychotherapie" und "Nicht-Psychotherapie". Dabei muss aber berücksichtigt werden, dass eine geringe Quote von drei Prozent schon behandelt wird. Die Kosten, die bei einer "Nicht-Therapie" entstehen, sind gesellschaftliche Kosten im Gesundheitssystem. Arzt- und Medikamentenkosten sind in der Studie hingegen nicht berücksichtigt. Denn bei vielen psychischen Störungen ist auch eine parallele medikamentöse Behandlung notwendig. Diese Kosten würden dann für die Gesellschaft nicht wegfallen.

50 Prozent haben Angststörungen

Rund 15 Prozent der Erwachsenen in Deutschland leiden jährlich an einer Angststörung. Zwölf Prozent der Betroffenen sind an einer affektiven Störung wie etwa einer Depression erkrankt. Nach Angaben der Gesundheitsberichterstattung des Bundes http://gbe-bund.de wurden 2008 rund 29 Mrd. Euro für die Behandlung ausgegeben - was hier medikamentöse Therapien betrifft. Dazu kommen Kosten durch Arbeitsunfähigkeit.

In ihrer Studie sind die Braunschweiger Forscher davon ausgegangen, dass sich 33 bzw. 50 Prozent aller Patienten mit Angststörungen oder affektiven Störungen behandeln lassen. "Nimmt man eine durchschnittliche Behandlungsdauer von 25 Sitzungen an, dann könnten - je nach Behandlungsquote - innerhalb eines Jahres zwischen eine und zwei Mrd. Euro durch die Behandlung affektiver Störungen und sogar rund acht bis zwölf Mrd. Euro bei Angststörungen eingespart werden", erklärt Kröger.

(Ende)
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Erste klinisch-psychologische Ambulanz bietet Hilfe ohne Wartezeit
« Antwort #7 am: 09. Oktober 2013, 21:29 »



Branchen/Wien/Wissenschaft/Finanzen und Dienstleistungen/Gesundheit/Medizin/Wirtschaft und Finanzen/Forschung/Dienstleistungen

2013-10-09 / 14:39:42 / Berufsverband österreichischer Psychologinnen und Psychologen

Erste klinisch-psychologische Ambulanz bietet Hilfe ohne Wartezeit


Utl.: Internationaler Tag der seelischen Gesundheit am 10. Oktober =
Wien (OTS) - Der Berufsverband Österreichischer Psychologen weist aus
Anlass des "Internationalen Tags der seelischen Gesundheit" am 10.
Oktober auf das Angebot in der "Ersten klinisch-psychologischen
Ambulanz" in Wien hin.
   Hier können Betroffene persönlich zur klinisch-psychologischen
Behandlung kommen. Der Behandlungszeitraum beträgt im Durchschnitt
zehn Stunden. Die Terminvergabe für ein Erstgespräch mit Klinischen
Psychologinnen erfolgt telefonisch über die BÖP-Helpline unter der
Nummer 01 / 504 8000.
   Darüber hinaus können Betroffene aus ganz Österreich an der
BÖP-Helpline anrufen und  kostenlose, telefonische und anonyme
Beratung in Anspruch nehmen. Neben einer Klärung möglicher
Problemstellungen werden Ansätze und Wege zu verschiedenen Beratungs-
und Behandlungsmöglichkeiten aufgezeigt und auf Wunsch an Psychologen
weiterverwiesen.
   Die klinisch-psychologische Behandlung in der Ambulanz ist
kostenpflichtig, nimmt jedoch auf die finanzielle Situation von
Betroffenen Rücksicht.
   "Der Berufsverband Österreichischer PsychologInnen erleichtert mit
diesem Hilfsangeboten Menschen den Zugang zu psychologischen
Leistungen, denn niemand muss mit seinen Problemen alleine bleiben",
so  Ulla Konrad, Präsidentin des Psychologenverbandes.
~
Rückfragehinweis:
   Mag. Monika Glantschnig
   Tel: 01 / 407 26 71-17
   Email: glantschnig@boep.or.at
   www.psychologie-ambulanz.at

Evi

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Psychotherapie: „Ein unerträglicher Zustand“
« Antwort #8 am: 10. Oktober 2013, 23:02 »


Psychotherapie: „Ein unerträglicher Zustand“

09.10.2013 | 18:31 |  von Karin Schuh (Die Presse)

Die neue Präsidentin des Österreichischen Bundesverbands für Psychotherapie, Maria-Anna Pleischl, plädiert für mehr Gerechtigkeit bei der Behandlung psychischer Störungen.

http://diepresse.com/home/panorama/wien/1462893/Psychotherapie_Ein-unertraeglicher-Zustand