Autor Thema: Nahrungsergänzungen, SELEN  (Gelesen 3505 mal)

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Josef

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Nahrungsergänzungen, SELEN
« am: 18. Mai 2007, 14:51 »
Urologe rät Männern über 50 zur Prophylaxe

Prostatakarzinom mit Selen vorbeugen
Medical Tribune Bericht
LEIPZIG - Tun Männer über 50 gut daran, ihren Selenhaushalt mit entsprechenden Präparaten aufzustocken? Ja, meint der Urologe Dr. Michael Zellner, denn niedrige Selenspiegel scheinen mit einem erhöhten Prostata-Karzinomrisiko einherzugehen.

Von den über 50-jährigen Männern weisen 30 % ein latentes Karzinom der Vorsteherdrüse auf. In 6 bis 8 % der Fälle entwickelt sich daraus ein manifester Krebs, erklärte der Kollege vom Klinikum Passauer Wolf in Bad Griesbach beim Fortbildungsforum Medizin aktuell. Das Argument, dass es sich in den meisten Fällen um einen harmlosen „Haustierkrebs“ handelt, ließ der Urologe nicht gelten. Immerhin steht das Prostata-Ca. bei der Krebssterblichkeit an dritter Stelle. Zudem könne bis heute niemand vorhersagen, wann ein latentes Karzinom wirklich als harmlos betrachtet werden darf.
Krebszellwachstum wird gehemmt
Angesichts der Häufigkeit und der immer noch sehr eingeschränkten Therapiemöglichkeiten bei fortgeschrittenen Karzinomen spielen seiner Überzeugung nach Früherkennung und Prophylaxe eine wesentliche Rolle. Aus epidemiologischen Studien könne man schließen, dass die Ernährung bei der Entwicklung des Prostatakarzinoms von Bedeutung sei. Neben Adipositas und fettreicher Nahrung scheint auch ein niedriger Selenspiegel mit einem erhöhten Krebsrisiko einherzugehen, sagte Dr. Zellner. In In-vitro-Untersuchungen und Tierexperimenten konnte unter anderem gezeigt werden, dass Selen dosis- und zeitabhängig das Wachstum von humanen Prostatakarzinom-Zelllinien hemmt, ohne in den verwendeten Konzentratio¬nen einen negativen Einfluss auf gesundes Prostatagewebe zu haben. Zudem werde der Zusammenhang zwischen niedrigen Selenspiegeln und höherem Prostatakarzinomrisiko durch mehrere epidemiologische Untersuchungen bestätigt. Groß angelegte prospektive Interventionsstudien (z.B. SELECT) zur protektiven Wirkung von Selen laufen noch. Mit Ergebnissen sei frühestens in zehn bis 15 Jahren zu rechnen, so der Kollege. Dennoch empfiehlt er seinen Patienten jenseits der 50 schon heute prophylaktisch Selen in physiologischen Dosierungen von 50 bis 100 ?g/d einzunehmen.
Serumspiegel messen nicht nötig?
Die teure Analyse der Serumspiegel zum Nachweis eines Mangels könne man sich dabei sparen, da Selen in diesen Dosierungen absolut unschädlich sei und die heutige Ernährung eine überdurchschnittliche Aufnahme mit der Nahrung eher unwahrscheinlich mache, meinte Dr. Zellner. Da die Kassen für die Übernahme der Kosten den laborchemischen Nachweis eines Selendefizits fordern, empfahl der Urologe, die relativ preiswerten Selenpräparate von vornherein auf einem blauen Rezept zu verschreiben.
Studiendaten zur Karzinomprävention

QUEBEC – Bietet die Seleneinnahme wirksamen Schutz vor Prostatakrebs?
Um diese Frage zu beantworten, durchforsteten kanadische Wissenschaftler systematisch die in den letzten 40 Jahren zum Thema publizierte Fachliteratur. Elf Kohorten- und fünf Fallkontrollstudien gingen in die Analyse ein.

Aus den gepoolten Daten berechneten sie schließlich, dass unter der Seleneinnahme das relative Risiko, ein Prostatakarzinom zu entwickeln, bei 0,72 bis 0,74 lag. Die bisher publizierten Studien legen also nahe, dass Selensupplementation das Risiko für Prostatakrebs senken kann, so das Fazit der Wissenschaftler.
Dr. M. Etminan et al., Cancer Causes Control. 2005; 16(9): 1125 –1131

MTD, Ausgabe 42 / 2005 S.6, MW
« Letzte Änderung: 19. Mai 2007, 09:59 von Josef »
Alles, was wir uns in der Vergangenheit schwer erkämpfen mussten,
hinterlässt gewisse Spuren auf unserer „zerbrechlichen“ Seele,
doch sollten wir deshalb die Hoffnung auf eine bessere Zukunft nicht verlieren.
Carola-Elke

Josef

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« Antwort #1 am: 18. Mai 2007, 14:54 »


Selen an die Prostata - Kampf dem Prostatakrebs!


BALTIMORE - Selen schützt möglicherweise vor Prostatakrebs.

In einer amerikanischen Studie mit 52 Patienten und 96 gematchten Kontrollen war ein niedriger Selenspiegel assoziiert mit einem vier- bis fünffach erhöhten Risiko für Prostatakrebs.

Da sich die Männer aus einer Langzeitstudie* rekrutierten, konnte man dabei auf Selenwerte zurückgreifen, die mehr als drei Jahre zurücklagen, heißt es im "Journal of Urology".

*Baltimore Longitudinal Study of Aging Registry

MTD, Ausgabe 1/2 / 2002 S.1

http://www.medical-tribune.de/patienten/news/10817/

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