Autor Thema: Stanzbiopsie  (Gelesen 3958 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

christina62

  • Global Moderator
  • Super - User
  • *****
  • Beiträge: 755
  • Geschlecht: Weiblich
Stanzbiopsie
« am: 19. Mai 2007, 18:48 »

Stanzbiopsie (Hochgeschwindigkeits-)[/size]

Mit einem Stanzgerät wird unter Ultraschallsicht (s. Bild) eine Stanz-Nadel mit hoher Geschwindigkeit durch den Tumor "geschossen". Durch die hohe Geschwindigkeit kann kein Schmerz entstehen. Es müssen mindestens drei Stanzbiopsien mit Ultraschall kontrolliert sicher aus dem Tumor gewonnen werden (s. Bild).

Dann ist die Diagnose genau so sicher wie die Entfernung des ganzen Tumors durch Operation.

Auf dem Bild ein gutartiges Fibroadenom der Brust, welches nach der Diagnosestellung nicht mehr operiert zu werden brauchte.

Durch die Stanzbiopsie können viele (unnötige) diagnostische Operationen vermieden werden.

Methode

Entnahme von größeren Zellverbänden (Gewebe) aus einem Tumor durch Punktion mit einer ca. 1,6 mm dicken Kanüle. Ein kleiner Apparat führt die Kanüle mit hoher Geschwindigkeit in den Tumor.

Entdeckungsmöglichkeit von bösartigen Tumoren

Bei erfahrenen und geübten Untersuchern sind Gewebeproben mit mehreren Stanzen fast so sicher wie die komplette Herausnahme des auffälligen Tastbefundes durch Operation.

Sicherheit der Diagnose

"Bösartige" Stanzergebnisse sind sicher (ca. 98%). Voraussetzung: Entnahme von mind. 10 Proben bei Kalk, 3 Proben bei sonstigen sichtbaren Veränderungen.

Qualität

Gute Ergebnisse erzielen spezialisierte Untersucher, insbesondere unter Ultraschallsicht z. B. in Mammazentren,-teams,-sprechstunden,-ambulanzen, Röntgenpraxen.

Risiken

Das Risiko ggf. Krebszellen zu verschleppen, ist bei der Stanze nicht ganz auszuschließen. Geringes Blutungs- und Infektionsrisiko.

Quelle: brustkrebs.info
Jeder Tag ist ein kleines Leben.



Betreue die Unterforen Brustkrebs, Eierstockkrebs, Gebärmutterhalskrebs