Autor Thema: NEWS: Zusammenhang zwischen Fettleber und Diabetes Typ 2  (Gelesen 4971 mal)

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christina62

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Die Verfettung der Leber, eine häufige Folge von Übergewicht, ist eng mit Diabetes Typ 2 verknüpft.


Einige Wissenschaftler betrachten sie sogar als Auslöser für die Insulinresistenz: die verminderte Wirkung des Blutzuckerhormons, die zum Diabetes führt. Darauf weist die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) anlässlich der Veröffentlichung neuer Studien hin.

Die Bedeutung der Fettleber wurde lange Zeit unterschätzt, meint Professor Dr. med. Michael Roden vom Hanusch-Krankenhaus, Wien. Der Grund: Die Diagnose war umständlich. Sie erforderte eine Gewebeprobe aus der Leber. Außerdem galt die Fettleber lange als harmlos. Zu Unrecht, denn neue Studien deuten nach Meinung des Hormon- und Stoffwechselexperten darauf hin, dass die Fettleber von zentraler Bedeutung für die Entstehung des Metabolischen Syndroms ist.


Das Metabolische Syndrom liegt bei bauchbetontem Übergewicht, erhöhten Blutfettwerten, Bluthochdruck und erhöhtem Blutzucker vor. Die Folgen dieser Erkrankung sind vorzeitige Gefäßverkalkung sowie eventuell Herzinfarkt und Schlaganfall. Allein dies sei Grund genug, die Fettleber ernst zu nehmen.

Die Verfettung kann aber auch der Leber selbst schweren Schaden zufügen, warnt Professor Roden. Die Folgen sind die gleichen wie beim übermäßigen Alkoholgenuss: Zunächst kommt es zu einer Leberentzündung, die Nicht-alkoholische Steatohepatitis (NASH). Später kann das Organ vernarben. Es kommt dann zur tödlichen Leberzirrhose.

Einer Leberverfettung beugt man am besten durch die gleichen Maßnahmen vor, die auch einen Diabetes verhindern. Ausgewogene Ernährung und viel Bewegung könnten der Verfettung vorbeugen, berichtet Professor Dr. med. Burkhard Göke vom Klinikum Großhadern der Universität München. Ist die Leber bereits verfettet, zeigen erste Studien eine Verbesserung durch Medikamente, die auch in der Behandlung des Diabetes Typ 2 eingesetzt werden. Die bisherigen Ergebnisse seien viel versprechend, so Professor Göke. Doch die Teilnehmerzahlen der Studien waren zu gering für eine endgültige Empfehlung. Angesichts der großen Bedeutung der Erkrankung müssten dringend weitere Studien folgen, fordert der Experte.

Ein anderer Behandlungsansatz ist hingegen gescheitert. Da das Fortschreiten der Fettleber zum NASH mit Sauerstoffradikalen in Verbindung gebracht wird, die bei vielen Stoffwechselreaktionen entstehen, sollten Radikalenfänger wie Vitamin E helfen. Die Studien haben nach Meinung von Professor Göke jedoch gezeigt, dass bei einer langfristigen Einnahme die negativen Effekte überwiegen.

Quellen:
M. Roden: Fettleber und Diabetes

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christina62

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NEWS: Diabetes Typ 2: Gesund essen statt Insulin spritzen
« Antwort #1 am: 23. Mai 2007, 11:38 »

23.05.2007

Diabetes Typ 2: Gesund essen statt Insulin spritzen 

Diabetiker vom Typ 2 sind häufig übergewichtig. Mehr als auf den Zucker müssen sie in ihrer Ernährung deshalb auf die Kalorienmenge achten. Denn abnehmen führt den Blutzucker wieder Richtung Normalniveau.

Diabetes Typ 2 zählt zu den Wohlstandskrankheiten. Der Patient erwirbt ihn sich durch Bewegungsmangel und Übergewicht. Mit jedem Kilo mehr auf der Waage wächst das Risiko, zuckerkrank zu werden. Da das Gewicht der Menschen in Industrieländern ständig zunimmt, wächst die Zahl der Diabetiker ungebremst weiter – um fünf Prozent pro Jahr. Rund 6,5 Millionen Menschen leben in Deutschland aktuell mit dieser Diagnose. 80 bis 90 Prozent von ihnen sind übergewichtig. Eigentlich wäre der Volkskrankheit der Moderne leicht beizukommen: Schon vier Kilo abzunehmen senkt das Diabetes-Risiko um 50 Prozent. „Die Ärzte nehmen Übergewicht häufig noch zu wenig wahr. Aber selbst Wissen schützt nicht: Viele Übergewichtige sind vorgewarnt und leben trotzdem so weiter wie bisher“, sagt Andreas Pfeiffer vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung (DIfE).

Die Folge ist Diabetes Typ 2. Diese Form der Zuckerkrankheit bringen zumindest im Anfangsstadium relativ einfache Maßnahmen wieder unter Kontrolle. Die wichtigste ist das Abnehmen. Manchmal pendelt sich allein dadurch der Blutzucker wieder ein, manchmal erreicht er so zumindest ein Niveau, das Ärzte besser medikamentös therapieren können. Eine weitere ist allen Diabetikern gemein: die Kontrolle des Blutzuckers.

 

  Quelle: Diabetes.austria
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christina62

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NEWS: Vollkorn verringert Diabetesrisiko
« Antwort #2 am: 23. Mai 2007, 11:40 »
15.05.2007

Vollkorn verringert Diabetesrisiko 

Ballaststoffe aus Vollkornprodukten bieten einer neuen Studie zufolge die beste Vorsorge gegen eine Erkrankung an Altersdiabetes.
Ballaststoffreiche Kost lässt den Blutzuckerspiegel nur langsam ansteigen.

Während Ballaststoffe aus Obst und Gemüse im Hinblick auf eine Erkrankung an Altersdiabetes keinen Schutz bieten, verhält es sich bei Vollkornprodukten umgekehrt: Diese bieten laut einer neuen Studie die beste Vorsorge. Dies meldet das Deutsche Institut für Ernährungsforschung (DIfE).

Vollkornprodukte enthalten den Angaben zufolge Substanzen, die sich höchstwahrscheinlich günstig auf den Blutzuckerstoffwechsel auswirken. "Verschiedene Studien lassen vermuten, dass Ballaststoffe aus Getreideprodukten die Insulinwirkung verbessern".

Keine Blutzuckerspitzen
Außerdem lässt eine ballaststoffreiche Kost den Blutzuckerspiegel nur langsam ansteigen, so dass Blutzuckerspitzen vermieden werden, die die Entstehung eines Diabetes begünstigen", sagte Mitautor Heiner Boeing. Deshalb sind Vollkorn-Produkte auch bei bereits diagnostistzierten Diabetikern eher zu empfehlen, Produkte aus raffiniertem weißen Mehl (Semmeln, Toast u.a.)

Die Daten wurden bei der seit 1992 laufendern EPIC-Studie (European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition) gewonnen. Dabei wird nach einem Zusammenhang zwischen Ernährung, Krebs und anderen chronischen Erkrankungen geforscht
 
diabetes.austria
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Evi

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Erhöhte Triglyzeridwerte durch ............
« Antwort #3 am: 11. Februar 2009, 23:02 »
11.02.2009
 
       Metabolisches Syndrom: Erhöhte Triglyzeridwerte durch LSR-Mangel in der Leber

Wissenschaftler am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) haben einen Mechanismus im Leberstoffwechsel entdeckt, der für die krankhaft erhöhten Blutfettwerte bei schweren Stoffwechselkrankheiten verantwortlich ist. Mäuse, die am Metabolischen Syndrom oder an Diabetes Typ 2 leiden, produzieren nur geringe Mengen des Moleküls LSR in der Leber, schreiben die Forscher um Dr. Stephan Herzig im Fachblatt "Diabetes". Infolgedessen wird nur wenig Fett aus dem Blut in die Leber transportiert und die Blutfettwerte steigen stark an. Stephan Herzig leitet am DKFZ die Abteilung Molekulare Stoffwechselkontrolle.

http://www.journalmed.de/newsview.php?id=24541