Autor Thema: Vorbeugung: Diabetes mellitus  (Gelesen 4131 mal)

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christina62

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Vorbeugung: Diabetes mellitus
« am: 23. Mai 2007, 11:19 »
Vorbeugen

Einem Typ-1-Diabetes kann nicht vorgebeugt werden.


 Der Typ-2-Diabetes lässt sich jedoch recht zuverlässig verhindern, wenn seine Hauptursache ausgeschaltet wird: Das Übergewicht.

Der beste Weg abzunehmen ist eine dauerhafte Umstellung der Ernährung mit viel Obst und Gemüse, weniger Fett und Kohlenhydraten, dafür mehr Vollkornprodukten. Mit Hau-Ruck-Diäten purzeln zwar zunächst die Pfunde, auf lange Sicht sind restriktive Abnehm-Kuren aber nicht erfolgreich. Sobald wieder zur ursprünglichen Ernährung zurückgekehrt wird, kommen auch die Kilos zurück, meist noch mehr als es ursprünglich waren.

Eine empfehlenswerte Diät ist ausgewogen und abwechslungsreich, kommt ohne teure Spezialprodukte aus, kann dauerhaft eingehalten werden und schmeckt.

Ernährung ist aber nur eine Seite der Gleichung. Wer abnehmen und sein Normalgewicht halten will, muss fast zwangsläufig auch seine körperliche Aktivität steigern. Optimal zur Fettverbrennung sind etwa eine halbe Stunde Ausdauertraining pro Tag mit niedriger bis mittlerer Intensität. Auch Krafttraining mit Muskelaufbau ist beim Abnehmen hilfreich, da Muskelzellen sogar in Ruhe viele Kohlenhydrate verbrennen.

Mit Bewegung ist gezielte Diabetes-Vorbeugung möglich. Das Training macht die Zellen empfänglicher für Insulin, und der Teufelskreis aus erhöhten Insulinspiegeln und Insulinresistenz der Zellen wird durchbrochen.

Wenn die Gewichtsabnahme aus eigener Kraft nicht gelingt, lohnt es sich den Arzt um Hilfe zu bitten. Er kann auf vielfältige Weise helfen, vom guten Rat bis zur medikamentösen Behandlung der Adipositas.

Stress scheint die Entwicklung eines Typ-2-Diabetes zu fördern. Vielen Menschen helfen Entspannungstechniken wie Tai Chi oder Yoga dabei, ruhiger zu werden und mit den Belastungen des Alltags entspannter umzugehen.

Quelle: omeda
« Letzte Änderung: 30. Mai 2008, 21:36 von admin »
Jeder Tag ist ein kleines Leben.



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Werner

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Diabetes Mellitus - Diagnostik unbzureichend
« Antwort #1 am: 30. Mai 2008, 21:36 »
Diabetes Mellitus: Diagnosekriterien unzureichend
Freitag, 30. Mai 2008

Baltimore – Eine hohe Zahl von Diabetesfällen bleibt aufgrund diagnostischer Kriterien unerkannt. Darauf weisen Wissenschaftler der John Hopkins School of Medicine hin. Sie publizierten ihre Untersuchungen im Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism (doi:10.1210/jc.2007-2174).

„In den Vereinigten Staaten bleiben annähernd 30 Prozent der Menschen mit Diabetes undiagnostiziert“, schätzt Erstautor Christopher Saudek. „Dies deutet auf ernste Defizite der aktuellen Diagnosekriterien hin.

Diese Unzulänglichkeiten tragen zu vermeidbarer .........http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=32539

Sissi

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Diabetes: Prävention senkt Risiko drastisch
« Antwort #2 am: 24. März 2013, 18:03 »




Diabetes: Prävention senkt Risiko drastisch

Veränderter Lebensstil reduziert Gefahr um 58 Prozent

Normalgewicht ist beste Prävention

Düsseldorf (pte025/18.03.2013/15:09) - Das National Institute of Health http://nih.gov und das Center for Disease Control and Prevention http://cdc.gov haben belegt, dass Präventionsprogramme äußerst effektiv sind, wenn es um die Vermeidung von Diabetes geht. Die Änderung des Lebensstils kann das Risiko von Diabetes um 58 Prozent reduzieren. "Es ist effektiver, die Menschen innerhalb ihrer Gemeinden zu unterstützen, ihre Lebensgewohnheiten zu ändern - dann brauchen sie keine medizinische Versorgung mehr", so Studienleiter Jeff Katula.

26 Mio. Fälle in den USA

Adipositas ist der größte Risikofaktor für Diabetes. In den USA leiden fast 26 Mio. Menschen an Diabetes, rund 79 Mio. Erwachsene haben Prädiabetes. Diese Personen haben einen Blutzuckerspiegel, der höher als normal ist, aber noch nicht hoch genug, als dass Diabetes diagnostiziert werden könnte.

In der auf zwei Jahre angelegten Studie wurden über 300 Menschen in Forsyth County untersucht, die von Sozialarbeitern beraten wurden. Diese hatten die Menschen dabei unterstützt, Übergewicht zu reduzieren. Die Ergebnisse zeigen, dass etwa die Hälfte der Testpersonen über fünf Prozent ihres ursprünglichen Körpergewichts verloren hat.

Gewicht halten oft schwer

"Viele Studien haben gezeigt, dass ........... http://www.pressetext.com/news/20130318025

Richi

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Diabetes: Obst senkt Diabetesrisiko, Obstsäfte aber nicht
« Antwort #3 am: 31. August 2013, 15:26 »





Obst senkt Diabetesrisiko, Obstsäfte aber nicht

Freitag, 30. August 2013

dpa

Boston – Der Verzehr von Obst, insbesondere von Heidelbeeren, Äpfeln und Wein­trauben, Bananen und Grapefruit war in drei prospektiven Beobachtungsstudien im Britischen Ärzteblatt (BMJ 2013; 347: f5001) mit einer verminderten Rate von Erkran­kungen am Typ 2-Diabetes assoziiert. Der Konsum von Fruchtsäften steigerte dagegen das Risiko.

Der Einfluss von Obst auf den Typ 2-Diabetes ist ein beliebtes Thema von epidemio­logischen Untersuchungen, deren Ergebnisse in der Vergangenheit jedoch uneinheitlich waren. Mit 187.382 Teilnehmern und einer Nachbeobachtungskapazität von 3,4 Millionen Personenjahren, dürfte die aktuelle Untersuchung des Teams um den Ernährungs­wissenschaftler Qi Sun von der Harvard School of Public Health in Boston aber die bisher umfangreichste Unternehmung dieser Art sein.

Das Team fasste die Ergebnisse aus drei prominenten US-Beobachtungsstudien zusammen. Die Teilnehmer von Nurses' Health Study, Nurses' Health Study II und Health Professionals Follow-up Study wurden regelmäßig nach ihren Lebens- und Ernährungs­gewohnheiten befragt. Die Epidemiologen setzten die Angaben dann mit der Erkrankung an einem Typ 2-Diabetes in Beziehung. Die hohe Zahl von Erkrankungen – ein Typ 2-Diabetes wurde im Verlauf der Studie bei insgesamt 12.198 Teilnehmern (6,5 Prozent) diagnostiziert – ermöglichte relativ detaillierte Untersuchungen.

Für alle Obstsorten zusammen konnte Sun keine protektive Wirkung nachweisen. Personen, die drei oder mehr Portionen Obst pro Woche verzehrten, erkrankten zu 2 Prozent seltener am Typ 2-Diabetes. Die Hazard Ratio von 0,98 war mit einem 95-Prozent-Konfidenzintervall von 0,96 bis 0,99 zwar statistisch signifikant, praktisch aber ohne Bedeutung.

Interessanter sind die Ergebnisse zu den einzelnen Obstsorten. Am größten war der Effekt für den Verzehr von Kulturheidelbeeren. Drei Portionen in der Woche senkten das Risiko um 26 Prozent (Hazard Ratio HR 0,74), für Weintrauben und Rosinen wurde eine Verminderung um 12 Prozent (HR 0,88) gefunden. Der Verzehr von Äpfeln und Birnen war mit einem um 7 Prozent niedrigeren Diabetesrisiko assoziiert (HR 0,93), Bananen und Grapefruit könnten das Risiko jeweils um 5 Prozent (HR 0,95)(0.91 to 0.99) senken.

zum Thema

    zur Studie im BMJ
    Pressemitteilung des BMJ
    Pressemitteilung der Harvard School of Public Health

aerzteblatt.de

    Beeren halten das Gehirn jung
    Blau- und Erdbeeren senken Herzinfarktrisiko von Frauen

Honigmelonen waren dagegen mit einem Anstieg um 10 Prozent assoziiert (HR 1,10). Die gleiche Menge Obst in Säften konsumiert erhöhte das Diabetesrisiko um 8 Prozent (HR 1,08), wobei der Ersatz der Säfte durch die Originalfrüchte für jede Obstsorte das Risiko senkte (um 33 Prozent für Heidelbeere, um 19 Prozent für Weintrauben und Rosinen, um 13 Prozent für Bananen und um 14 Prozent für Äpfel und Beeren).

Beobachtungsstudien können keine Kausalität herstellen, und die Frage, ob der Obst­konsum oder etwaige andere günstige Ernährungs- und Verhaltensweisen von Obstliebhabern für das niedrige Risiko verantwortlich sind, lässt sich letztlich nicht klären. Ein plausibler Wirkungsmechanismus könnte die Argumentation stützen.

Heidelbeeren, Äpfel und Weintrauben enthalten größere Mengen Anthocyanine, die nach einer Hypothese die Glukoseverwertung verbessern könnten. In einer früheren Studie hatte Sun eine inverse Assoziation mit dem Anthocyaningehalt, also eine potenziell protektive ....... http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/55690