Autor Thema: Hodenkrebs Selbstuntersuchung  (Gelesen 6618 mal)

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Siegfried

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Hodenkrebs Selbstuntersuchung
« am: 28. Mai 2007, 10:08 »
Die meisten Hodenkrebspatienten mit denen ich gesprochen habe sind über zwei Arten auf ihre Erkrankung aufmerksam geworden:
1.)   Schmerzen im Hoden bei eng anliegender Kleidung oder wenn der Hoden in der Hose durch eine schlechte Bewegung leicht eingezwickt wird.
2.)   Im Zuge der Intimpflege-  Reinigung wenn Mann eine Veränderung der Hodenoberfläche bemerkt.
In beiden Fällen muss es sich nicht um Hodenkrebs Handeln es gibt auch andere Gründe für  beide Symptome beginnend bei einer kleinen Quetschung bis hin zu Krampfadern an den Hoden. Letztere sind zwar nicht wirklich gefährlich  aber können unter anderem einem Kinderwunsch im Wege stehen.
Um Gewissheit über die Ursache von Beschwerden zu bekommen gibt es nur eine einzige Möglichkeit, der Besuch beim Arzt und das bitte umgehend.
Jede Verzögerung kann bei Hodenkrebs zu Metastasenbildung führen. Es ist ein gewaltiger Unterschied ob die Behandlung aus zwei Zyklen leichter Chemotherapie besteht oder aus einer langen Serie von schweren Therapien und das möglicherweise auch noch Bestrahlungen nötig werden.
Zum Thema Selbstuntersuchung habe ich einen Link für ein Video  angeheftet, es ist zwar in englischer Sprache aber wie ich meine für Alle gut verständlich.
Selbstuntersuchungen des Hodens sollten Männer bis zu ihrem Vierzigsten Lebensjahr regelmäßig durchführen, auch ohne Symptome die einen Anlas dazu geben.

http://www.thefamilygp.com/self_examination.aspx
« Letzte Änderung: 07. Oktober 2007, 20:26 von Siegfried »

Jutta

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Re: Hodenkrebs Selbstuntersuchung
« Antwort #1 am: 14. Juli 2009, 22:12 »
Selbstuntersuchung

Hodenkrebs früh erkennen

02. Juli 2009, 11:37

Urologen raten jungen Männern zur Selbstuntersuchung - Ab 14 Jahren sollten alle vier Wochen die Hoden abgetastet werden

Düsseldorf/Dresden - Schamgefühl ist fehl am Platz: Mit etwa 4.750 Neuerkrankungen jährlich ist Hodenkrebs in Deutschland ein seh häufiger bösartiger Tumor bei jungen Männern, in Österreich erkranken jährlich rund 350 Männer daran. Die meisten Fälle treten im Alter zwischen 25 und 45 Jahren auf. Eine gesetzliche Früherkennungsuntersuchung gibt es nicht. Deshalb sei es umso wichtiger, dass Eltern ihre Söhne frühzeitig zu einer regelmäßigen Selbstuntersuchung anhalten, teilt die Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) in einer Aussendung mit. Ganz besonders gelte dies für junge Männer, die im Kindesalter an Hodenhochstand litten und dadurch ein höheres Risiko haben, an Hodenkrebs zu erkranken.

Selbstuntersuchung ab 14 Jahren sinnvoll

Damit die Eigenuntersuchung nicht zum Tabuthema gerät, ist es ratsam, dass Eltern rechtzeitig das Gespräch mit ihren Söhnen suchen. Weder falsche Scham, noch übertriebene Ängste sind angebracht. "Unter 15 Jahren ist der bösartige Hodentumor sehr selten. Wann Jungen mit der Selbstuntersuchung beginnen sollten, hängt sehr vom Entwicklungsstand der Kinder ab. Normalerweise ist ein Alter von 14 Jahren vernünftig", sagt DGU-Präsident Manfred Wirth. Das Prozedere ist unkompliziert: "Man sollte regelmäßig alle vier Wochen die Hoden abtasten und dabei auf Verhärtungen und Vergrößerungen achten." Da Hodenhochstand im Kindesalter als gesicherter Risikofaktor für Hodenkrebs gilt, ist es besonders wichtig, dass die betroffenen jungen Männer über dieses erhöhte Risiko informiert sind.

Fast 100-prozentige Heilungschance

Auch das sollten Männer wissen, um verbreiteten Ängsten zu begegnen: Hodenkrebs hat eine Heilungsrate von nahezu 100 Prozent. "Selbst bei bereits metastasierten Tumoren haben die Patienten bei einer Leitlinien gerechten Behandlung noch eine gute bis exzellente Heilungschance", so Wirth. Impotenz in Folge einer Hodenkrebserkrankung müssen Männer heute nicht mehr fürchten. Der DGU-Präsident: "Eine Impotenz ist bei Hodenkrebs nicht zu erwarten. Hormone kann man, wenn nötig, gut substituieren." Möglicher Unfruchtbarkeit lässt sich sicher mit der so genannten Kryokonservierung, also dem Einfrieren vor einer Operation gewonnener Spermien vorbeugen. Bei psychischen Problemen aufgrund des Verlustes des Hodens können Hodenprothesen eingesetzt werden. Diese sind medizinisch unbedenklich. "Gerade wegen der sehr guten Behandlungsmöglichkeiten, sollten wir alles daransetzen, damit Hodenkrebs bei unseren Söhnen kein Tabuthema wird, denn je früher eine mögliche Behandlung einsetzt, umso weniger belastend ist sie für die Betroffenen", appelliert der Urologe. (red, derStandard.at)

Der 61. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Urologie findet vom 16. bis 19. September 2009 in Dresden statt