Autor Thema: Prostatakrebs - Medikamente  (Gelesen 4502 mal)

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Prostatakrebs - Medikamente
« am: 05. März 2012, 10:02 »


07.09.2011

Zytiga® (Abirateronacetat) erhält Zulassung der EU zur Behandlung des metastasierten kastrationsresistenten Prostatakarzinoms

Janssen-Cilag International NV gab am 7. September 2011 bekannt, dass die Europäische Kommission in einem beschleunigten Revisionsverfahren die Zulassung von Zytiga® (Abirateronacetat), dem ersten und einzigen steroidalen Androgen-Biosynthese-Inhibitor, erteilt hat. Zytiga® ist indiziert in Kombination mit Prednison oder Prednisolon zur Behandlung des metastasierten kastrationsresistenten Prostatakarzinoms (CRPC) bei erwachsenen Männern, deren Erkrankung während oder nach einer Docetaxel-haltigen Chemotherapie progredient verläuft .

Quelle: http://www.journalonko.de/newsview.php?id=5086
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Prostatakrebs - Medikamente - Abirateronacetat
« Antwort #1 am: 05. März 2012, 10:03 »


19.10.2011

Abirateronacetat: Neue Therapieoption beim metastasierten, kastrationsresistenten Prostatakarzinom

Die Europäische Kommission hat im September in einem beschleunigten Revisionsverfahren die Zulassung von Abirateronacetat (Zytiga®) erteilt. Der erste und einzige steroidale Androgen-Biosynthese-Inhibitor ist in Kombination mit Prednison/Prednisolon eine neue Behandlungsoption für erwachsene Männer mit metastasiertem, kastrationsresistentem Prostatakarzinom, deren Erkrankung während oder nach einer Docetaxel-haltigen Chemotherapie progredient ist.

Beim metastasierten Prostatakarzinom ist die in der aktuellen EAU-Leitlinie empfohlene konventionelle antihormonelle Therapie zwar zunächst hocheffektiv, doch bei den meisten Männern lässt deren Ansprechen mit Fortschreiten der Erkrankung nach [1]. Für dieses Stadium gab es in der Vergangenheit verschiedene Bezeichnungen, unter anderem hormonrefraktäres Prostatakarzinom (HRPC). Heute ist jedoch bekannt, dass die Tumorzellen nach wie vor empfindlich auf Androgene reagieren, obwohl deren Spiegel unter der Kastrationsgrenze liegen. Daher wurde der Begriff HRPC inzwischen durch den des kastrationsresistenten Prostatakarzinoms (CRPC) ersetzt.

Quelle: http://www.journalonko.de/newsview.php?id=5178

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Re: Prostatakrebs - Medikamente - Abirateronacetat
« Antwort #2 am: 05. März 2012, 10:04 »


16.11.2011


Metastasiertes, kastrationsresistentes Prostatakarzinom: Verlängertes Überleben und verbesserte Palliation mit Abirateronacetat

Auf zwei deutschsprachigen Kongressen im Herbst, dem 63. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Urologie (DGU) und der Gemeinsamen Jahrestagung der Deutschen (DGHO), Österreichischen und Schweizerischen Gesellschaften für Hämatologie und Onkologie, die von zentraler Bedeutung für den klinischen Alltag und die Praxis sind, spielte die Uro-Onkologie eine wichtige Rolle. Denn 2011 konnten in der Therapie des metastasierten, kastrationsresistenten Prostatakarzinoms seit langem erstmals Fortschritte erzielt werden. So steht mit Abirateronacetat (Zytiga®) seit September der erste steroidale Androgen-Biosynthese-Inhibitor EU-weit zur Verfügung. Seine Entwicklung hat dazu beigetragen, dass die Pathomechanismen im fortgeschrittenen Stadium heute völlig neu gesehen werden. Zudem wirft dies Fragen zum künftigen Therapiealgorithmus auf.

Das Prostatakarzinom (PCa) gilt inzwischen als eine der wichtigsten Erkrankungen des männlichen Geschlechts. In Deutschland ist es mit etwa 60.000 Neuerkrankungen jährlich die häufigste Krebserkrankung des Mannes. Die relativen 5-Jahres-Überlebensraten konnten in den letzten Jahren zwar vor allem durch Früherkennung erheblich verbessert werden und liegen heute bei 83% bis 94% . Doch vor allem im fortgeschrittenen Stadium stellt die Behandlung noch immer eine große Herausforderung dar. Daher versterben hierzulande nach wie vor pro Jahr etwa 11.500 Männer an den Folgen des Prostatakarzinoms .

Denn bei Vorliegen von Metastasen spricht das Prostatakarzinom zunächst zwar noch sehr gut auf die konventionelle antihormonelle Therapie an, die nach den aktuellen Leitlinien der European Association of Urology (EAU) und der Deutschen Gesellschaft für Urologie (DGU) bevorzugt aus Androgendeprivation (LHRH-Analoga oder Orchiektomie) bzw. maximaler Androgenblockade (Kombination von LHRH-Analoga und Antiandrogenen) besteht. Aber meist lässt deren Wirksamkeit im Laufe der Zeit nach. Anschließend wird versucht, durch weitere Hormonmanipulationen das Ansprechen wieder zu verbessern. Doch auch dies wirkt in der Regel nur bei einem Teil der Patienten und zudem nur für eine begrenzte Zeit, so dass dann letztendlich oft eine Chemotherapie erfolgt – Standard ist Docetaxel .



Quelle: http://www.journalonko.de/newsview.php?id=5230

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Prostatakrebs - Medikament - Abirateron
« Antwort #3 am: 05. März 2012, 10:06 »

Ärzte Zeitung online, 03.01.2012


"Daumen hoch" für Prostata-Ca-Mittel

Abirateron punktet bei Männern mit metastasiertem hormonrefraktärem Prostata-Ca, für die Docetaxel keine Option mehr ist, so das IQWiG. Es gebe Hinweise auf höhere Lebenserwartung und verzögerte Krankheitsfolgen.

Das IQWiG hat mit einer frühen Nutzenbewertung gemäß AMNOG überprüft, ob die Therapie mit Abirateron bei Prostata-Ca im Vergleich zur bisherigen Standardtherapie einen Zusatznutzen bietet.
Es kommt zu dem Ergebnis, dass es bei Patienten, für die eine weitere Therapie mit Docetaxel nicht infrage kommt, einen Hinweis auf einen beträchtlichen Zusatznutzen von Abirateron gibt.
Abirateron (Zytiga®) von Janssen ist in Kombination mit Prednison oder Prednisolon für Männer mit metastasiertem Prostata-Ca zugelassen, bei denen der Krebs durch eine Hormontherapie nicht mehr beeinflusst werden kann und während oder nach Therapie mit Docetaxel weiter fortschreitet.


Quelle: http://www.aerztezeitung.de/medizin/...spx?sid=800204

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Prostatakrebs - Medikament - Abirateron
« Antwort #4 am: 05. März 2012, 10:06 »
28.02.2012

DKK 2012: Metastasiertes kastrationsresistentes Prostatakarzinom: Signifikante Lebensverlängerung und Palliation unter Abirateron

Beim Prostatakarzinom konnten in letzter Zeit große Fortschritte erzielt werden. So hat im September 2011 Abirateronacetat (Zytiga®) in Kombination mit Prednison/Prednisolon die europaweite Zulassung für die Therapie des metastasierten kastrationsresistenten Prostatakarzinoms (mCRPC) bei erwachsenen Männern erhalten, deren Erkrankung während oder nach einer Docetaxel-haltigen Chemotherapie progredient verläuft. Aktuelle Daten, die beim diesjährigen Deutschen Krebskongress (DKK) vorgestellt wurden, zeigen nicht nur eine signifikante Verlängerung des Gesamtüberlebens, sondern auch positive Effekte auf den Schmerz, das Frakturrisiko, die Fatigue und die Lebensqualität. Darüber hinaus wirkte sich Abirateronacetat günstig auf die Zahl der zirkulierenden Tumorzellenaus, die womöglich ein neuer Marker für das Ansprechen der Therapie beim mCRPC werden könnten.


Quelle: http://www.journalonko.de/newsview.php?id=5475
« Letzte Änderung: 05. März 2012, 10:07 von admin »

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Patienten mit Prostata­karzinom könnten von ASS profitieren
« Antwort #5 am: 02. September 2012, 00:52 »

Patienten mit Prostata­karzinom könnten von ASS profitieren

Freitag, 31. August 2012

Dallas – Regelmäßig Acetylsalicylsäure (ASS) einzunehmen, könnte Patienten mit einem therapierten Prostatakarzinom nützen. Das haben Wissenschaftler des Southwestern Medical Centers der University of Texas in einer neuen, multizentrischen Studie heraus­gefunden. Wie sie im Fachmagazin Journal of Clinical Oncology (doi: 10.1200­/JCO.­2011.41.0308) beschreiben, profitieren nach ihren Ergebnissen vor allem Patienten mit schweren Formen der Erkrankung von der regelmäßigen Einnahme des ASS.

Experimentelle Studien hatten laut den Forschern im Vorfeld Hinweise darauf gegeben, dass ASS und andere Antikoagulantien das Wachstum von Tumoren bremsen und mitunter sogar Metastasen verkleinern können. Bislang fehlten laut den Autoren dazu aber ausreichende klinische Daten. Die Wissenschaftler aus Dallas unter der Leitung von Kevin Choe wollten jetzt prüfen, ob die Einnahme von Antikoagulanzien mit dem Mortalitätsrisiko nach einem Prostatakarzinom assoziiert ist.
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Dazu analysierten sie die Datenbank der Cancer of the Prostate Strategic Urologic Research Endeavor Database (CaPSURE), einer longitudinalen Studie zu mehr als 14.000 Patienten mit bioptisch nachgewiesenem Prostatakrebs. Für ihre Studie untersuchten sie eine Probandenzahl von 6.000 Patienten, die entweder eine Operation oder eine Strahlentherapie ihres Prostatakarzinoms erhalten hatten. Von diesen Patienten nahm mit 37 Prozent mehr als ein Drittel Antikoagulanzien, zu denen neben der Acetylsalicylsäure auch Warfarin, Enoxaparin und Clopidogrel zählten.

zum Thema

    Abstract der Studie im Journal of Clinical Oncology
    Cancer of the Prostate Strategic Urologic Research Endeavor Database (CaPSURE)
    Southwestern Medical Center, University of Texas

aerzteblatt.de

    Krebssterblichkeit: ASS weniger präventiv
    Warum Aspirin und Metformin vor Krebs schützen
    ASS senkt Risiko von Krebs und Metastasen

Die Autoren verglichen die Überlebensraten dieser medikamentös behandelten Patienten mit denen der Patienten ohne antikoagulatorische Medikation. Dabei stellten sie fest, dass nach zehn Jahren die Mortalität unter den Patienten, die Antikoagulantien einnahmen, signifikant niedriger war. Während in dieser Zeit nur drei Prozent dieser Patienten starben, lag die Mortalitätsrate bei den Patienten ohne Arzneimittel bei acht Prozent.

Unter den verschiedenen Medikamenten war vor allem die regelmäßige Einnahme der ASS mit weniger Todesfällen assoziiert. Diese Patienten hatten weniger Rezidive, außerdem nahm laut den Forschern die Zahl der Knochenmetastasen ab. Besonders Patienten mit schwereren Formen des Prostatakarzinoms ...... http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/51463