Autor Thema: Leberkrebs - Chemo  (Gelesen 3443 mal)

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Gitti

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Leberkrebs - Chemo
« am: 09. März 2012, 01:09 »
Lokale Chemotherapie
Chemo-Staubsauger bekämpft Leberkrebs
08. März 2012 10:49

Lokale Chemotherapie reduziert Nebenwirkungen

Am Klinikum der J.W. Goethe-Universität in Frankfurt sind Ende Februar zwei Patientinnen mit der Chemosaturation-Therapie behandelt worden. Die in den USA gemeinsam mit der Firma Delcath entwickelte Anwendung wurde zum ersten Mal in Deutschland durchgeführt. Es handelt sich bei dem Verfahren um eine lokal begrenzte Chemotherapie. Das chemisch behandelte Blut der Leber wird über ein Kathetersystem abgesaugt, in einem Filter außerhalb des Körpers gereinigt und dann der Leber wieder zugeführt. Durch diese Vorgehensweise kann die Chemotherapie sehr hoch dosiert eingesetzt werden. Weil die Chemikalien jedoch nicht in andere Organe gelangen, treten maximal minimierte Nebenwirkungen auf. Die medizinische Betreuung der beiden Patientinnen mit Krebs in fortgeschrittenem Stadium ist erfolgreich verlaufen und sie konnten nach kurzer Zeit das Krankenhaus verlassen.

Thomas J. Vogl, Direktor des Instituts für Diagnostische und Interventionelle Radiologie: „Diese Technologie hat signifikantes Potenzial, Krebs in der Leber zu kontrollieren. Wir sind bestrebt, die Rolle des Verfahrens bei multiplen Tumorarten einschließlich Brustkrebs weiter zu untersuchen." Das Frankfurter Uniklinikum will sein Leberzentrum und das Universitäre Centrum für Tumorerkrankungen (UCT) am Uniklinikum Frankfurt UCT zu dem Referenzzentrum für die Chemosaturation in Deutschland und Nordeuropa machen.

Die Chemosaturation-Therapie richtet sich vorerst an Patienten, bei denen alle anderen Behandlungsoptionen ausgeschöpft wurden. In Zukunft könnte das Verfahren aber auf zusätzliche Anwendungsfelder ausgeweitet werden. (red)