Autor Thema: Bessere Überlebenschancen bei Eierstockkrebs  (Gelesen 3965 mal)

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christina62

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Bessere Überlebenschancen bei Eierstockkrebs
« am: 03. Juni 2007, 12:05 »

Bessere Überlebenschancen bei Eierstockkrebs


 

New York (APA/dpa) - Eine bekannte, aber selten angewandte Behandlung verbessert die Überlebenszeit von Frauen mit Eierstockkrebs im fortgeschrittenen Stadium um 16 oder mehr Monate. Das berichten Forscher der Johns Hopkins Universität in Baltimore im "New England Journal of Medicine".

 

Ihre Studie erfasste 415 Patientinnen in 40 US-Kliniken, von denen die Hälfte intravenös mit einer Chemotherapie behandelt wurde und die andere Hälfte die Chemostoffe in die Bauchhöhle gepumpt bekam. Die Frauen in der ersten Gruppe lebten nach der (herkömmlichen) Behandlung im Schnitt noch 49,7 Monate, die anderen durchschnittlich noch 65,5 Monate.

 

Eierstockkrebs kommt zwar seltener vor als Brust-, Prostata- oder auch Darmkrebs, ist aber weitaus gefährlicher. Mehr als die Hälfte der Patientinnen sind fünf Jahre nach der Diagnose nicht mehr am Leben. Dagegen erliegen zwölf Prozent aller Brustkrebspatientinnen ihrem Leiden. "Dies ist wirklich die beste Nachricht, die wir seit geraumer Zeit vernommen haben", kommentierte Richard Barakat, Leiter der gynäkologischen Onkologie am Memorial Sloan-Kettering Krebskrankenhaus.



Quelle:meduniqa
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Werner

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Eierstockkrebs: Unwirksames Medikament?
« Antwort #1 am: 07. Februar 2008, 14:34 »
Erklärung für unwirksames Medikament bei Eierstockkrebs
   Fehlen des Proteins TGFBI führt zu Immunität

   Cambridge (pte/17.12.2007/06:00) - Wissenschaftler der University of
   Cambridge http://www.cam.ac.uk haben herausgefunden, warum ein Medikament
   gegen Eierstockkrebs nur bei der Hälfte der Patientinnen wirksam ist.
   Paclitaxel führt zu einer Schrumpfung der Tumore. Betroffene, denen ein
   bestimmtes Protein fehlt, neigen jedoch dazu, dagegen immun zu sein.
   Cancer Research UK, die auch die Studie finanzierten, versprachen,
   sicherzustellen, dass das Medikament nur jenen Frauen verabreicht wird,
   die auch wirklich davon profitieren. Allein in Großbritannien wird laut
   BBC jährlich bei 7.000 Frauen Eierstockkrebs diagnostiziert. Paclitaxel
   gehört zu den so genannten Taxanen, Medikamenten, die ursprünglich aus
   der Eibe gewonnen wurden.

   Die Wissenschaftler des Cambridge Research Institute
   http://www.cambridgecancer.org.uk analysierten Krebszellen und Daten von
   20 Patientinnen. Es zeigte sich, dass die Frauen, die auf das Medikament
   nicht ansprachen, über geringere Mengen des Proteins TGFBI verfügten. Die
   weitere Untersuchung ergab, dass mehr Krebszellen nach der Behandlung
   abstarben, wenn diese Proteinwerte hoch waren. Der leitende
   Wissenschaftler James Brenton erklärte, dass das Protein bei einem
   Drittel der primären Erkrankungen an Eierstockkrebs verschwunden ist.
   Dieses Protein könnte daher als Marker dafür genutzt werden, welche
   Patientinnen am ehesten auf das Medikament ansprechen. "Unsere
   Studienergebnisse bedeuten nicht nur die Hoffnung auf einen verbesserten
   Behandlungsansatz. Zusätzlich könnte auch die Erfolgsrate anderer Taxane
   bei der Behandlung von Lungen- und Brustkrebs verbessert werden."

   Mitautor Ahmed Ashour Ahmed betonte, dass diese Ergebnisse zeigten, dass
   manche Proteine wie TGFBI, die Krebszellen umgeben, Botschaften an die
   Mikrotubuli in der Zelle schicken und sie so empfänglich für Paclitaxel
   machen. "Das Entschlüsseln des Codes durch den diese Nachrichten gesendet
   werden, wird die Entwicklung neuer Behandlungsansätze ermöglichen, die
   die kodierten Nachrichten simulieren und so die Reaktionen auf das
   Medikament verbessern."

kabesie

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Bessere Überlebenschancen bei Eierstockkrebs (Ovarialkarzinom)
« Antwort #2 am: 16. Juni 2011, 14:46 »
http://www.journalonko.de/newsview.php?id=4855

Anmerkung mit Text von Admin, da oft der Link nach kurzer Zeit "abgeschalten" wird:
07.06.2011
ASCO 2011: Bevacizumab verlängert das progressionsfreie Überleben bei rezidiviertem Ovarial-, Peritoneal- und Eileiterkarzinom
Die multizentrische, randomisierte Phase-III-Studie OCEANS zu Bevacizumab (Avastin®) in Kombination mit einer Platin-basierten Chemotherapie zeigte, dass Frauen mit rezidiviertem Eierstockkrebs mit Bevacizumab länger lebten, ohne dass sich ihre Krankheit verschlechterte. Das Progressionsrisiko konnte um 52% reduziert werden..................
Am Schluss heißt es dann:
„Die Daten der OCEANS-Studie zeigen eine klares Ansprechen auf Bevacizumab“, so Aghajanian. „Diese Ergebnisse sind sehr bedeutungsvoll für Patientinnen, für die derzeit nur wenige Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen.“
Der nächste Schritt wird sein, die Rolle von Bevacizumab in Kombination mit einer Chemotherapie bei Platin-resistenter Krankheit zu evaluieren und Bevacizumab mit anderen neuen Therapien, wie den PARP-Inhibitoren, zu kombinieren.
Quelle: Aghajanian C, et al. ASCO Annual Meeting 2011, Abstract #LBA5007
Somit:
Viele, viele Wirkstoffe sind in der Forschungs-Pipeline; ob und wann sie für Krebspatienten verwendet werden können ist immer sehr fraglich.
Gruß aus Tirol,
Dietmar
« Letzte Änderung: 17. Juni 2011, 00:30 von admin »
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