Autor Thema: Darmkrebs - Früherkennung  (Gelesen 35461 mal)

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Jutta

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Darmkrebs - Früherkennung
« am: 04. Juni 2007, 12:30 »


Darmkrebs: Verhindern - Heilen - Lindern Medizinische Fortschritte nehmen der Krankheit ihren Schrecken


   Wien (OTS) - Jährlich erkranken mehr als 5.000 Österreicher an Darmkrebs. Durch die heutzutage völlig schmerzlose Vorsorgeuntersuchung kann die Entstehung bösartiger Tumore zum größten Teil verhindert werden. Moderne Therapien erhöhen in jedem Tumorstadium die Heilungschancen und sind dennoch wesentlich schonender für den Patienten. Ein künstlicher Darmausgang ist nur noch selten erforderlich.

   Darmkrebs ist die häufigste Krebserkrankung in den Ländern der westlichen Welt. Bei jedem 20. Menschen besteht die Wahrscheinlichkeit, an Dickdarmkrebs zu erkranken. Selten tritt der Tumor vor dem 40. Lebensjahr auf. Das mittlere Erkrankungsalter liegt bei Männern bei 67 Jahren und bei Frauen bei 72 Jahren. Neben erblichen Faktoren spielen Umwelt und vor allem Ernährungsgewohnheiten eine wesentliche Rolle in der Darmkrebsentstehung.

   "Durch ausgewogene Ernährung mit viel Obst und Gemüse, körperliche Bewegung, Gewichtsreduktion sowie das Vermeiden von Alkohol kann jeder Mensch sein individuelles Krebsrisiko senken", erklärt die Wiener Krebsspezialistin Ass.-Prof. Dr. Irene Kührer im Vorfeld des internationalen EFR-Kongresses (European Federation for ColoRectal Cancer), der vom 13. bis 14. April in Wien stattfindet.

Darmkrebs-Kongress in Wien

   Die EFR ist eine im Jahre 2003 vom Wiener Chirurgen Univ.-Prof. Dr. Béla Teleky gegründete grenzüberschreitende Vereinigung zur Erforschung bösartiger Darmtumore. Ihre Hauptziele sind die Intensivierung von Präventionsprogrammen mit entsprechender Qualitätssicherung sowie die Verbesserung der Behandlungsmöglichkeiten. Die internationale fächerübergreifende Zusammenarbeit trägt bereits Früchte: Trotz weiterhin steigender Erkrankungszahlen ist erstmals ein anhaltender Rückgang der Sterblichkeit bei Darmkrebs erkennbar. Selbst Patienten mit fortgeschrittener Tumorerkrankung und Metastasen haben heutzutage eine 30-prozentige Chance, in fünf Jahren noch zu leben.

Früherkennung verhindert Krebs

   Dickdarmkrebs entwickelt sich langsam und meist unbemerkt, weil er lange Zeit keine Beschwerden verursacht. Es dauert etwa fünf bis sieben Jahre, bis aus harmlosen kleinen Schleimhautpolypen ein invasives Karzinom mit Tochtergeschwulsten in Lunge und Leber entsteht. Vorsorgeuntersuchungen sind daher besonders wichtig. Empfohlen wird eine erste Darmspiegelung (Koloskopie) ab dem 50. Lebensjahr - ein heutzutage völlig schmerzloser Eingriff. Ist das Ergebnis unauffällig, genügt eine Wiederholung alle fünf bis zehn Jahre. Finden sich Krebsvorstufen, so genannte Darmpolypen, können diese schmerzlos entfernt werden.

   Im Frühstadium ist Dickdarmkrebs zu 90 Prozent heilbar. Leider wird die Erkrankung jedoch derzeit oft zu spät erkannt. Jeder vierte Patient weist bereits bei der Erstdiagnose Metastasen auf. Aber auch diese Patienten haben mittlerweile eine hohe Heilungschance. "Wir sind heute in der Lage, unseren Patienten innovative Therapien zur Verfügung zu stellen und bieten dadurch häufig eine deutliche Verbesserung der Lebensqualität, der Lebensdauer und damit der Gesamtprognose", betont der Wiener Onkologe Univ.-Prof. Dr. Christoph Zielinski.

   Die besten Ergebnisse werden durch eine Kombination aus Chemotherapie und neuen zielgerichteten Therapien, den so genannten monoklonalen Antikörpern, sowie einer chirurgischen Entfernung der befallenen Darmabschnitte erzielt. Bei Erkrankungen des Enddarms (Rektum) wird zusätzlich eine Strahlentherapie durchgeführt. "Während früher in den meisten Fällen ein bleibender künstlicher Darmausgang erforderlich war, ist dies dank der medizinischen Fortschritte heutzutage nur mehr bei jedem zehnten Patienten notwendig",  erklärt Prof. Dr. Béla Teleky. Die EFR hat eine Hotline zum Thema Darmkrebs installiert. Ab Samstag, dem 13. April, 12 Uhr, können Betroffene, Angehörige und Interessierte unter der Telefonnummer 0664/320 35 38 Kontakt mit den Krebsspezialisten Ass.-Prof. Dr. Irene Kührer und Univ.-Prof. Dr. Béla Teleky aufnehmen. Die Experten werden etwa drei Monate lang für Fragen zur Verfügung stellen.

Tanja

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Darmkrebs - Früherkennung, ABER .....
« Antwort #1 am: 31. Januar 2008, 09:29 »
Blut im Stuhl, diese 3 Testbriefchen, sind eine Kontrolle ob vielleicht Darmkrebs vorliegt.

WARNUNG: Laut Beipackzettel ist aber vorher die Ernährung tagelang zu ändern, nicht nur kein Vit. C, sonst
gibt es ein falsch positives Ergebnis, wie bei mir. Gesagt hat es mir vorher NIEMAND!

Nun heißt es, wenn ich sicher sein will, komme ich über eine Darmspiegelung nicht herum, zudem in der "direkten Linie" bereits Darmkrebs gewesen ist.

Wer hat Erfahrung mit einer Darmspiegelung, mit welcher Untersuchungsart?

Besten Dank!

Tanja


 
 
Auf der "Europäischen Konferenz zur Darmkrebsprävention" in Brüssel verabschiedeten die Teilnehmer eine entsprechende Deklaration.

In der Bundesrepublik ist die Sterblichkeit nach Angaben der Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland e.V. zwar seit Mitte der 70er Jahre rückläufig. Dennoch beträgt sie immer noch etwa 38 Prozent. Dabei sei Darmkrebs bei rechtzeitiger Diagnose und Behandlung grundsätzlich heilbar, heißt es in der Brüsseler Erklärung.

Dass es in Europa immer noch viele Defizite bei der Darmkrebs-Prävention gibt, liegt auch daran, dass nicht alle Länder Screening-Maßnahmen anbieten. Dort, wo es entsprechende Programme gibt, werden sie wiederum nicht immer von der Bevölkerung ausreichend wahrgenommen.

Auch variiert die Qualität der angebotenen Früherkennungsuntersuchungen. Das geht aus einer aktuellen Befragung der nationalen Gastroenterologen-Verbände in 39 europäischen Ländern hervor. "Leitlinien für Vorsorgemaßnahmen existieren nur in 21 Ländern", berichtete Professor Meinhard Classen vom Deutschen Netzwerk gegen Darmkrebs. Nur 15 Staaten würden zusätzlich Screening-Programme anbieten.

Viele Länder setzten dabei lediglich auf Tests auf okkultes Blut im Stuhl (FOBT). Andere Staaten, darunter sind auch Deutschland, Österreich, Luxemburg, Polen und Italien wendeten zusätzlich endoskopische Maßnahmen wie die Koloskopie und Sigmoidoskopie an. Die Experten forderten daher die Europäische Kommission auf, darauf zu drängen, dass die EU-Länder die bereits 2003 verabschiedeten Empfehlungen zur Einführung von Früherkennungsuntersuchungen auf nationaler Ebene endlich umsetzen. Bislang ist nur knapp die Hälfte der Staaten der Aufforderung der Kommission gefolgt.

Jaroslaw Waligóra von der Generaldirektion Gesundheit und Verbraucherschutz kündigte zudem an, dass die EU-Kommission 2009 evidenzbasierte europäische Leitlinien für das CRC-Screening vorlegen wolle.

 

hilde

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Darmkrebsscreening: US-Leitlinie akzeptiert DNA-Test und virtuelle Koloskopie

Washington – 6.3.08 - Eine Reihe von US-Fachgesellschaften hat sich auf eine neue Leitlinie zur Früherkennung des Kolorektalkarzinoms geeinigt, zu der allen über 50-Jährigen geraten wird. Erstmals werden DNA-Stuhltests und die virtuelle Koloskopie mit der Computertomografie (CT) in die Empfehlungen aufgenommen, die in CA A Cancer Journal for Clinicians (2008; doi: 10.3322/CA.2007.0018) publiziert wurden.

In diesem Jahr werden knapp 150.000 US-Amerikaner an Darmkrebs erkranken und 50.000 daran sterben, heißt es in dem 30-seitigen Dokument, das die American Society of Cancer zusammen mit Fachgesellschaften von Radiologen, Gastroenterologen und Endoskopikern herausgegeben hat. Welches Potenzial das Screening hat, ergibt sich aus dem Vergleich der Fünf-Jahresüberlebensraten. Sie beträgt bei lokalisierten Tumoren 90 Prozent, fällt bei regionalen Metastasen auf 68 Prozent, während bei metastasierten Erkrankungen die Überlebenschancen mit zehn Prozent nach fünf Jahren sehr gering sind.

Die Leitlinien unterscheiden Stuhltests, die in den Lage sind, ein Kolorektalkarzinom zu erkennen, von den invasiven Darmuntersuchungen, die in vielen Fällen eine Vorsorge ermöglichen, indem dabei Polypen und andere präkanzeröse Läsionen entfernt werden können.

Die Leitlinien lassen keinen Zweifel daran, dass die endoskopischen Untersuchungen erste Wahl sind. Stuhltests werden eigentlich nur noch deshalb empfohlen, weil viele Erwachsene die Unannehmlichkeit einer endoskopischen Darmuntersuchung scheuen. Sie sind nach Ansicht der US-Experten auch nur dann sinnvoll, wenn sie regelmäßig wiederholt werden, und die Patienten im Fall eines positiven Ergebnisses bereit sind, sich einer Koloskopie zu unterziehen.

Die Fachgesellschaften bezweifeln, dass die Mehrzahl der Patienten diese Bedingungen erfüllt. Die Ärzte sollten den Patienten klarmachen, dass ein einmaliger Stuhltest ineffektiv ist. Empfohlen wird ein jährlich zu wiederholender FOBT (Guaiak-Test) oder alternativ ein immunologisches Stuhltestverfahren, beide mit hoher Testsensitivität. Erstmals werden Stuhluntersuchungen auf DNA-Veränderungen als Alternative akzeptiert. Das von den Herstellern vorgeschlagene Intervall von fünf Jahren stößt bei den Fachgesellschaften jedoch nicht auf Zustimmung. Das optimale Intervall sei noch nicht bestimmt, heißt es, womit diese Empfehlung ein wenig in der Luft hängt.

Zu den bevorzugten invasiven Tests zählen die flexible Sigmoidoskopie (Intervall alle fünf Jahre), die Koloskopie (Intervall alle zehn Jahre), die Barium-Kolonkontrastuntersuchung (Intervall alle fünf Jahre) und – neu – die CT-Koloskopie (Intervall alle fünf Jahre). Die Empfehlung zur Barium-Kolonkontrastuntersuchung dürfte deutsche Experten überraschen, da keine randomisierte kontrollierte Studie die Effektivität beim Screening untersucht hat.

Die US-Experten sehen im Barium-Kontrast dennoch eine „akzeptable Option“, wenn die Patienten dies wünschen und die Untersuchung von einem ausreichend erfahrenen Radiologen durchgeführt wird. Die Aufnahme der CT-Koloskopie in die Empfehlungen stützt sich auf neuere Studien, in denen der Nachweis von Polypen ab einer Größe ab sechs Millimeter Durchmesser mit hoher Sensitivität gelang. Die CT-Koloskopie ist ebenso wie der Barium-Kontrast nur dann sinnvoll, wenn die Patienten beim Nachweis von Polypen einer Folge-Endoskopie zustimmen.

Eindeutiger Favorit der US-Fachgesellschaften ist die Koloskopie, die in den USA jährlich 14 Millionen Mal durchgeführt wird. Streng genommen gebe es auch hier keine randomisierte kontrollierte Studie, die belegt, dass die komplette Darmspiegelung Inzidenz und Mortalität am Kolorektalkarzinom senke, heißt es in der Leitlinie. Die indirekten Belege aus Studien zur Reduktion der Polypenbildung sprächen jedoch für eine „substanzielle Evidenz“.

Auch das optimale Intervall der Koloskopie ist nach Ansicht der US-Experten nicht ausreichend untersucht. Die Leitlinien halten – wohl auch in Hinblick auf die Belastung der Patienten und damit auf die Akzeptanz der Untersuchung – ein Intervall von zehn Jahren für ausreichend.

Sie fordern, dass der Patient über die (geringen aber realen) Risiken dieser Untersuchung aufgeklärt wird. Dazu gehört die Gefahr einer Darmperforation, deren Inzidenz mit 1:500 bis 1:1000 angegeben wird. Nach der US-Leitlinie sollte der Patient auch erfahren, dass bei der Koloskopie nicht selten selbst große Adenome (zu sechs bis 12 Prozent) und selbst Karzinome (zu fünf Prozent) übersehen werden können. © rme/aerzteblatt.de


http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=31614

Links zum Thema

» PDF der Leitlinie

» Pressemitteilung der American Cancer Society

» Pressemitteilung der American Gastroenterological Association

» Pressemitteilung der American College of Radiology

» American College of Gastroenterology

» American Society for Gastrointestinal Endoscopy

» Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten

http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=31614


PS: Endlich gibt es in Österreich für die Koloskopie eine Art Leitlinie mit "Pickerl" für die Ärzte. Fragen Sie Ihren Arzt danach. Nur wenn er diese Vorgaben einhält, haben Sie eine gewisse Sicherheit für die Vorsorgeuntersuchung. Sonst gehen Sie zu einen anderen Arzt bzw. fragen Sie hier im Forum.
 

Gitti

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Darmkrebsfrüherkennung: Adenom-Rezidiv nach Polypektomie und US-Leitlinien für Kontroll-Koloskopie, 2008

Studie (1): Nach 4 Jahren wurden die fortgeschrittenen Adenome bei 9% der Hochrisiko-Patienten, und 5% der Niedrig-Risiko-Patienten festgestellt.

US-Leitlinien (2) empfehlen eine Kontroll-Koloskopie nach drei Jahren bei Patienten, bei denen ein fortgeschrittener Adenom, oder drei oder mehr nicht-fortgeschrittene Adenome bei Darmkrebsfrüherkennung mittels Koloskopie festgestellt und entfernt wurde (Polypektomie). Für ein bis zwei nicht-fortgeschrittene-Adenome werden 5- bis 10-Jähriges Intervall empfohlen.

Eine aktuelle Studie in Annals of Internal Medicine (1) überprüfte jetzt den Adenom-Rezidivrate bei 1905 Erwachsenen, die bei der Basisuntersuchung (baseline screening) mindestens einen Kolonpolyp hatten und nach 4 Jahren sich einer Kontroll-Koloskopie unterzogen.

Als fortgeschrittener Adenom wurden alle Polypen von einer Größe von mehr als ein Zentimeter gewertet oder solche mit villöser Oberfläche oder einer hochgradigen Dysplasie in der histopathologischen Untersuchung.

Bei der Kontroll-Koloskopie nach 4 Jahren hatten 7% der Teilnehmer fortgeschrittene-Adenome, 33% nicht-fortgeschrittene-Adenome, und 60% keine Adenome.

Bei den Patienten, die entsprechend der anfänglichen Adenom-Klassifizierung (fortgeschrittener Adenom oder ≥3 nicht-fortgeschrittene-Adenome) als Hoch-Risiko-Gruppe betrachtet wurden, wurden 9% fortgeschrittene-Adenome bei der Koloskopie-Kontrolle diagnostiziert. In der Niedrig-Risiko-Gruppe gab es im Vergleich 5% fortgeschrittene-Adenome.

Fazit: Die Ergebnisse der Studie stellt die Hypothese in Frage, nach der die Patienten mit fortgeschrittenen Adenomen in der Basisuntersuchung auch in der Postpolypektomie-Phase ein höheres Rezidiv-Risiko für fortgeschrittene Adenome haben. Die Ergebnisse der aktuellen Studie zeigte jedoch, dass selbst die Niedrig-Risiko-Patienten ein nicht-zu-unterschätzendes Risiko für fortgeschrittene Adenome im Verlauf hatten

Daher ist hier die entscheidende Frage, ob die derzeitigen US-Leitlinien-Empfehlungen zu Koloskopiekontrolle-Intervallen anhand dieser Ergebnisse erneut überprüft und womöglich verkürzt werden müssten: wie z.B. Koloskopie-Kontrolle nach drei Jahren für alle Adenom-Typen. Die aktuelle Studie liefert leider keine Daten über Morbidität und Mortalität durch Dickdarmkrebs, sodass weitere Studien mit klinischen Endpunkten durchgeführt werden müssten, um hier weitere Klarheit zu bringen.

   1.

      Laiyemo AO et al. Postpolypectomy colonoscopy surveillance guidelines: Predictive accuracy for advanced adenoma at 4 years. Ann Intern Med 2008 Mar 18; 148:419
   2.

      Guidelines for Colonoscopy Surveillance After Polypectomy: A Consensus Update by the US Multi-Society Task Force on Colorectal Cancer and the American Cancer Society, 2006
   3.

      Siehe auch: Koloskopie: Häufige präkanzeröse Polypen bereits vor dem 50. Lebensjahr, 2. Juni 2008. Mehr... 

http://www.medknowledge.de/abstract/med/med2008/06-2008-22-polypektomie.htm

Werner

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Darmkrebs - Koloskopie interessiert mich nicht, denn .........
« Antwort #4 am: 12. November 2008, 23:47 »
Ärzte Zeitung, 12.11.2008

Die ärztliche Empfehlung ist entscheidend für den Erfolg des Darmkrebs-Screenings


Die Bevölkerung weiß über Darmkrebs Bescheid, so eine Allensbach-Umfrage.
Ein Grund, doch nicht zur Vorsorge zu gehen, ist die Angst vor Komplikationen.

Von Philipp Grätzel von Grätz

85 Prozent der Bevölkerung wissen, dass es die Darmkrebsvorsorge gibt, aber nur ein Viertel der Menschen über 55 lässt sich untersuchen.

Was wissen Menschen über Darmkrebs? Nehmen sie die Vorsorgeuntersuchungen in Anspruch? Solchen Fragen ist das Allensbach-Institut für Demoskopie im Auftrag der Stiftung Lebensblicke in einer repräsentativen Umfrage nachgegangen. Die Ergebnisse wurden jetzt bei einer Veranstaltung in Berlin vorgestellt.

Insgesamt 1808 Bundesbürger ab 16 Jahren wurden befragt. Wie sich herausstellte, sind sich 85 Prozent bewusst, dass es beim Darmkrebs die Möglichkeit zur Vorsorge gibt. "Das ist ein guter Wert. Mehr ist es nur beim Brustkrebs, wo 90 Prozent erreicht werden", sagte der Vorsitzende des Fördervereins Stiftung LebensBlicke, Dr. Franz Wuppermann aus Mannheim.
Die Aufklärungsbotschaften sind angekommen

Immerhin 60 Prozent der Befragten gaben an, dass sie die Darmkrebsvorsorge für hilfreich halten.
Das heißt: Wesentliche Botschaften zur Darmkrebsfrüherkennung kommen an, aber .........http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/krebs/kolorektales-karzinom/default.aspx?sid=520722




Werner

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Wir waren rechtzeitig beim Arzt und deshalb leben wir noch
« Antwort #5 am: 05. Januar 2009, 10:25 »

Darmkrebs entwickelt sich immer aus diesen Polypen („kein Krebs ohne Polyp“) Anlass
der Vorsorge: Familiäre Fettstoffwechselstörung mit extrem hohem ...


Vorsorgeuntersuchungen
Von KERSTIN QUASSOWSKY, FRANK SCHWEBKE, Volker Weinl

Man schiebt es raus, weil man Angst vor dem Arzt oder der Diagnose hat oder weil man denkt: „Mich erwischt es schon nicht“. Hier sehen Sie vier Gründe, gleich morgen einen Termin zur Vorsorgeuntersuchung zu machen. Es sind vier Menschen, die heute vielleicht nicht mehr unter uns wären, hätten sie so gedacht wie oben

Medizinische Vorsorge rettet Leben. Sie ist die Chance, gesundheitliche Risiken so früh aufzudecken und rechtzeitig gegenzusteuern, dass Krankheiten erst gar nicht entstehen. Oder beispielsweise Krebsvorstufen zu erkennen und zu entfernen, bevor die bösartige Erkrankung ausbricht. Allein die gesetzlichen Krankenkassen bezahlen 22 Vorsorgeuntersuchungen ............
http://www.bild.de/BILD/ratgeber/gesund-fit/bams/2009/01/04/vorsorgeuntersuchungen/wir-waren-rechtzeitig-beim-arzt-und-leben-noch.html

Evi

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Re: Darmkrebs - Früherkennung
« Antwort #6 am: 05. Februar 2009, 13:34 »
Darmkrebs: Früherkennung durch Immuntest

Die Untersuchung auf verborgenes Blut im Stuhl ist ein wichtiger Bestandteil der Früherkennung von Darmkrebs. Wissenschaftler zeigten nun, dass einige immunologische Tests dem gebräuchlichen Verfahren, HaemOccult, überlegen sind. 04.02.2009

Die Krankenkassen in Deutschland bieten allen Versicherten vom 50. Lebensjahr einen kostenfreien Test auf verborgenes ("okkultes") Blut im Stuhl an, der Hinweise auf Vorstufen von Darmkrebs geben kann. Der gebräuchliche HaemOccult-Test hat jedoch entscheidende Nachteile: Er ist wenig empfindlich, außerdem kann das Testergebnis, das auf einem enzymatischen Nachweis des Blutfarbstoffs beruht, durch Nahrungsbestandteile - etwa Fleisch oder Vitamin C - verfälscht werden. Immunologische Nachweisverfahren dagegen beruhen auf einem sehr spezifischen Nachweis von Blutbestandteilen durch Antikörper.

Um die Aussagekraft verfügbarer Tests zu vergleichen, hat Professor Hermann Brenner, Leiter der Abteilung für Klinische Epidemiologie und Alternsforschung im Deutschen Krebsforschungszentrum eine Studie durchgeführt. Er und sein Team untersuchten Stuhlproben von 1319 Menschen, die sich zu einer normalen Vorsorge-Endoskopie angemeldet hatten.

Alle Proben wurden mit dem HaemOccult-Verfahren sowie mit sechs verschiedenen immunologischen Tests untersucht. Bei den untersuchten Verfahren handelte es sich um sogenannte Schnelltests, deren Ergebnis ohne aufwändige Laboranalytik in jeder Praxis direkt ermittelt werden kann. Die Testergebnisse wurden anschließend mit den Resultaten der Darmspiegelung abgeglichen.

Die Forscher fanden heraus, dass die immunologischen Tests dem HaemOccult-Verfahren eindeutig überlegen waren, was das Aufspüren von Krebsvorstufen betrifft. So entdeckten sie durchweg einen mehr als doppelt so hohen Anteil der Darmkrebsvorstufen. Allerdings gab es große Unterschiede zwischen den Immuntests, ein Teil der Tests gab zu häufig "falschen Alarm". Für die Früherkennung eignen sich solche Tests am besten, die eine hohe Entdeckungsrate haben und gleichzeitig bei unauffälligem Befund zuverlässig Entwarnung geben.

Quelle: Deutsches Krebsforschungszentrum

Werner

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Frauen werden in Wien Frauen zum Brustkrebsscreening schriftlich eingeladen!

Warum nicht auch Männer zur Prostatakrebsvorsorge?


Frauen werden im AKH Wien neben der Operation, Chemo, Strahlen auch in der Komplementärmedizinischen Abteilung

im AKH bestens betreut!

Männer aber setzt man dort seit 2 Jahren vor die Tür, obwohl es 10 Jahre bestens florierte!

Warum?


Dienstag, 24. Februar 2009

Medizin Studie: Briefe motivieren zur Darmkrebsfrüherkennung

Boston – Vor allem ältere Menschen lassen sich durch schriftliche Benachrichtigungen für eine Darmkrebsfrüherkennung motivieren. Eine elektronische Erinnerung durch den Praxiscomputer der Hausärzte erzielte in einer Studie in den Archives of Internal Medicine (2009; 169: 364-371) dagegen nur eine bescheidene Wirkung.

Obwohl ein Hämocculttest (FOBT), besser noch eine Sigmoidoskopie und im Idealfall eine Koloskopie viele Kolorektalkarzinome rechtzeitig entdecken kann, wird die Darmkrebsfrüherkennung nur von einer Minderheit der Bevölkerung angenommen. Bei vielen fehlt vielleicht nur der letzte Anstoß, vermutet Thomas Sequist vom Brigham and Women’s Hospital in Boston, der deshalb den Einfluss von zwei Benachrichtigungen in einer randomisierten kontrollierten Studie untersucht hat.

http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=35548
« Letzte Änderung: 21. Februar 2011, 16:41 von admin »

admin

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Darmkrebs - Früherkennung
« Antwort #8 am: 14. Februar 2011, 18:37 »
14.02.2011
   
Gesundheitspolitik   
   
EU-Leitlinien zur Darmkrebsfrüherkennung: Empfehlung für alle Mitgliedstaaten

Im Rahmen ihrer Bemühungen um die Verbesserung der Darmkrebsvorsorge und -erkennung hat die Europäische Kommission anlässlich des Weltkrebstages eine Europäische Leitlinie für Qualitätssicherung in der Krebsvorsorge und -erkennung veröffentlicht.

Der Europäische Kommissar für Gesundheit und Verbraucher, John Dalli, betonte, dass die Patienten dank der Darmkrebsfrüherkennung eine Chance hätten, rechtzeitig behandelt zu werden. Für einen Patienten könne von Vorsorge und Früherkennung Leben oder Tod abhängen.
Ein Skandal ist vor diesem Hintergrund die Tatsache, dass mit dem neuen Gesundheitsreformgesetz die "kurative" Darmspiegelung mengenmäßig begrenzt werden soll. "Medizinisch gesehen ist die Unterscheidung zwischen kurativ und präventiv in diesem Fall nicht nachvollziehbar", betont bng-Sprecherin Prof. Dr. Birgit Kallinowski. "Viele Darmspiegelungen, die als kurativ abgerechnet werden, dienen ausschließlich der Prävention."
Das gilt insbesondere für Kontrolluntersuchungen nach Darmkrebs, Untersuchungen von Patienten mit Nachweis von okkultem Blut im Stuhl, Untersuchungen bei Patienten mit familiärem Risiko oder mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen. Es gilt darüber hinaus für die 25 bis 30 Prozent der Patienten, bei denen im Rahmen der präventiven Darmspiegelung Polypen entfernt wurden und die spätestens nach drei Jahren zur Kontrolle eine kurative Darmspiegelung erhalten.
Darmkrebs ist nach EU-Angaben in Europa die zweithäufigste Krebsart bei den neu diagnostizierten Fällen und die zweithäufigste Todesursache durch Krebs. Er ist für jeden siebten neuen Krebsfall und jeden achten Todesfall durch Krebs verantwortlich. "Die Verbesserung der Vorsorge und Früherkennung ist der Schlüssel für die Senkung der Zahl der Todesfälle durch Darmkrebs", heißt es in der aktuellen Erklärung der EU-Kommission. Die Bundesregierung täte gut daran, dies nicht durch eine undifferenzierte Gesetzgebung, die zu Mengenbegrenzung und Mindervergütung bei der Darmspiegelung führt, zu konterkarieren.


Angebot an die Redaktionen: Wir bieten kompetente Gesprächspartner zu den Themen Darmkrebs, Hepatitis, Morbus Crohn und allen anderen Erkrankungen des Verdauungstraktes. Die Mitglieder des Berufsverbandes engagieren sich mit zahlreichen Projekten zur Versorgungsforschung für die Verbesserung der Behandlungsqualität der Patienten. Es gibt umfangreiche Datenerhebungen zu Darmkrebs, Hepatitis und chronisch entzündlichen Darmerkrankungen. Gerne beantworten wir bei Bedarf Fragen für Ihre Berichterstattung. Regelmäßige Informationen finden Sie auch auf unserer Internet-Seite: www.gastromed-bng.de.

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Darmkrebs - Früherkennung
« Antwort #9 am: 01. März 2011, 22:51 »


Darmkrebs-Früherkennung

(Stand: 12. November 2010)

Unter einer Darmkrebs-Früherkennung versteht man verschiedene Vorsorgeuntersuchungen, mit deren Hilfe Darmkrebs (kolorektales Karzinom) möglichst früh erkannt werden kann. Darmkrebs ist in den Deutschland die zweithäufigste Krebserkrankung und auch die zweithäufigste Todesursache.

Meist entsteht Darmkrebs aus zunächst gutartigen Schleimhautwucherungen (Darmpolypen bzw. Adenomen). Diese Wucherungen wachsen sehr langsam, deshalb stehen die Heilungschancen dank der zur Verfügung stehenden Vorsorgeuntersuchungen umso besser, je früher die Erkrankung bemerkt wird. Wer regelmäßig zur Darmkrebs-Früherkennung geht, hat im Falle einer Erkrankung daher gute Aussichten auf eine Heilung.

Im Rahmen der Darmkrebs-Früherkennung können folgende Vorsorgeuntersuchungen zum Einsatz kommen:

    * Tastuntersuchung (digitale Rektumuntersuchung)
    * Test auf verstecktes Blut im Stuhl (Hämocculttest)
    * Darmspiegelung (Koloskopie)

http://www.onmeda.de/arztbesuch/vorsorge/krebsvorsorge/darmkrebs_frueherkennung.html


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NÖGKK: Über 15 000 Untersuchungen zur Darmkrebs-Vorsorge pro Jahr
« Antwort #10 am: 25. April 2012, 16:55 »
NÖGKK: Über 15 000 Untersuchungen zur Darmkrebs-Vorsorge pro Jahr

Dritthäufigster Krebserkrankung wirksam vorbeugen


St. Pölten (OTS) - Mit einer Schwerpunktaktion im Rahmen der
Vorsorgeuntersuchung hat die NÖ Gebietskrankenkasse auf das Thema
Darmkrebsvorsorge aufmerksam gemacht. Konkret wurde gezielt die
Generation 50plus zum Gesundheits-Check inklusive Koloskopie
(Darmspiegelung) zur Früherkennung von Darmkrebs eingeladen.
Dickdarmkrebs ist nach Prostata- und Brustkrebs sowie Lungenkrebs
eines der häufigsten Tumorleiden. Rund 1500 Patientinnen und
Patienten hatten im Vorjahr auf Grund dieser Diagnose in NÖ einen
Krankenhausaufenthalt. Stark steigend auch die Verweildauer dieser
Patienten in NÖ Spitälern (siehe Grafik 1) - ein weiterer Grund zur
empfohlenen Darmkrebsvorsorge.
Die Darmspiegelung ist laut Medizinern eine der sinnvollsten
Vorsorgemaßnahmen überhaupt: Mit der mittlerweile schmerzfrei
möglichen Koloskopie können Risikopolypen im Darm identifiziert und
diese möglichen Darmkrebsvorstufen entfernt werden. Auf Grund der
langen Entwicklungsdauer der "Risikopolypen" könnten durch
regelmäßige Untersuchungen und Entfernung der Polypen (fünfjährige
Wiederholung) die meisten schweren Krankheitsverläufe und Todesfälle
vermieden werden. Im Vorjahr wurden auf Rechnung der NÖ
Gebietskrankenkasse mehr als 15 500 Darmspiegelungen durchgeführt
(siehe Grafik 2), davon rund ein Sechstel im Rahmen der
Vorsorgeuntersuchung (Steigerung in diesem Bereich den letzten fünf
Jahren um 162 %). Die Koloskopie wurde im Zuge der Neukonzipierung
der Vorsorgeuntersuchung zusätzlich zum so genannten Hämoccult-Test
(Stuhluntersuchung auf Blut) für Personen ab dem 50. Lebensjahr ins
Programm aufgenommen. Ab diesem Alter steigt das Erkrankungsrisiko
stark an.
Bereits davor wird die diagnostische Koloskopie bei verschiedenen
Parametern - z. B. unklare Darmblutungen, unstillbare Durchfälle oder
bei familiärer Disposition - durchgeführt.
Nähere Informationen zur Vorsorgeuntersuchung sind von Montag bis
Freitag von 8:00 - 18:00 Uhr unter der kostenlosen Serviceline 0800
501 522 erhältlich oder können im Internet unter www.noegkk.at im
Bereich "Vorsorge" abgerufen werden.

Jutta

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Darmkrebs? Früherkennung
« Antwort #11 am: 18. Mai 2012, 16:54 »

Sissi

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Einladungsverfahren zur Darmkrebsvorsorge sinnvoll
« Antwort #12 am: 14. Juli 2012, 18:33 »


Einladungsverfahren zur Darmkrebsvorsorge sinnvoll

Freitag, 13. Juli 2012

Ulm – Schriftliche Einladungen zur Darmkrebsvorsorge nach dem Vorbild des Mammo­graphie-Screenings sind geeignet, um mehr Menschen zu dieser Vorsorgeuntersuchung zu bewegen. Das berichtet der Berufsverband der niedergelassenen Gastroenterologen (bng) im Hinblick auf die Früherkennungs-Koloskopien in Baden-Württemberg.

Dort nehmen offenbar wieder mehr Menschen an der Untersuchung teil. Besonders hervorzuheben ist laut dem bng, dass die Zahl in der Altersgruppe der 55- bis 74-Jährigen nicht weiter gesunken ist. Die Teilnahmerate habe sich nach übereinstimmenden Zahlen des Zentralinstitutes für die Kassenärztliche Versorgung (ZI) und der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg im Jahr 2011 entgegen dem bundesweiten Trend sogar geringfügig erhöht. „Der Zuwachs ist vor allem durch die Inanspruchnahme in der Altersgruppe der 55- bis 59-Jährigen bedingt“, erklärte Lutz Altenhofen vom ZI.

„Diese positive Entwicklung dürfte auch der Einladungskampagne der AOK Baden-Württemberg zu verdanken sein“, sagte Leopold Ludwig vom bng. Die Kasse hatte 2011 rund 45.000 Informationsschreiben an ihre Versicherten im Alter zwischen 55 und 59 Jahren verschickt. „Die vorliegenden Ergebnisse sind sehr ermutigend und legen nahe, dass der Erfolg der Darmkrebsprävention in Deutschland in erster Linie von der Realisierung eines flächendeckenden Informations- beziehungsweise Einladungs­verfahrens abhängen wird“, so Ludwig.

© hil/aerzteblatt.de

http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/50888

Edi

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D - Neues Aktionsbündnis gegen Darmkrebs
« Antwort #13 am: 15. Juli 2012, 20:54 »


Neues Aktionsbündnis gegen Darmkrebs

Montag, 2. Juli 2012

Berlin – Ein „Aktionsbündnis gegen Darmkrebs“ starten die Betriebskrankenkassen (BKK) zusammen mit der Felix Burda Stiftung. Schirmherr ist Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP). Hintergrund ist, dass jährlich rund 27.000 Menschen in Deutschland an Darmkrebs sterben. Die 2002 eingeführte Vorsorge-Koloskopie nutzen laut der BKK jährlich nur rund drei Prozent der Berechtigten.

Im Rahmen der neuen Initiative wollen die BKKen Versicherte, die das 55. Lebensjahr erreicht haben, schriftlich zur Koloskopie einladen. Vorbild für dieses Einladungs­verfahren ist das Mammographie-Screening.

Die Betriebskrankenkassen wollen aber auch die Gruppe der 50- bis 54-Jährigen ansprechen und zu einem Vorsorgetest motivieren. Dieser neue Test entspreche den Empfehlungen der Europäischen Union sowie den aktuellen Leitlinien des Berufs­verbandes niedergelassener Gastroenterologen Deutschlands. Die Nachweisquote bei diesem immunologischen Test liege mit 90 Prozent mehr als doppelt so hoch wie beim alten Papiertest.

Darüber hinaus ......... http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/50728

Geri

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Koloskopie senkt Inzidenz und Sterberate an Darmkrebs
« Antwort #14 am: 26. Juli 2012, 00:46 »


Koloskopie senkt Inzidenz und Sterberate an Darmkrebs

Mittwoch, 25. Juli 2012

dpa

Altdorf – Eine Studie aus dem abgelegenen Schweizer Kanton Uri zeigt, dass die Kolos­kopie effektiv Kolorektalkarzinomen vorbeugen kann. Laut der Publikation in Gastro­intestinal Endoscopy (2012; 76: 110-117) hat das Screening dort die Darmkrebs­inzidenz um fast 60 Prozent und die Sterberate um fast 90 Prozent gesenkt.

Der Kanton Uri in der Zentralschweiz ist überwiegend ländlicher Natur. Die Bevölkerung­smigration spielt eine untergeordnete Rolle. Die erweiterte medizinische Grundver­sorgung der etwa 35.000 Bewohner erfolgt durch das Kantonsspital Uri im Hauptort Altdorf. Chefarzt der Inneren Medizin ist Urs Marbet, der zwischen Juni 2000 und 2001 eine Studie zur Vorsorgekoloskopie durchführte. Die drei ortsansässigen Gastroen­terologen wurden dabei von 10 Nachwuchsärzten der Universitäten Zürich und Basel unterstützt, die alle über eine Erfahrung von mindestens 200 Koloskopien verfügten.

zum Thema

    Abstract der Studie
    Pressemitteilung der American Society for Gastrointestinal Endoscopy

Die Ärzte fanden bei 65 von 1912 untersuchten Urnern Polypen, darunter waren 374 mit fortgeschrittenen Adenomen. Insgesamt wurden 1279 Polypen entfernt. Dennoch erkrankten 12 Gescreente (0,6 Prozent) bis Ende Mai 2007 an einem Darmkrebs. 67 Prozent der Tumoren waren im Stadium I oder II. Nur eine Person starb am Krebs. Unter der nicht-gescreenten Bevölkerung (20.774 Personen) kam es zur gleichen Zeit zu 213 Darmkrebserkrankungen (1,0 Prozent), an denen 51 starben. Die Rate von Tumoren im Stadium I oder II mit guten Heilungschancen betrug 20 Prozent.

Die Analyse der Daten, die wegen der genauen Aufzeichnungen Risikofaktoren wie Lebensstil, Rauchen, Body-Mass-Index (BMI) und die Familienanamnese berücksichtigte, ergab eine Odds Ratio von 0,31 (95-Prozent-Konfidenzintervall 0,16-0,59), mithin eine Reduktion der Darmkrebsinzidenz um 69 Prozent. Für die Darmkrebssterblichkeit errechnet das Team eine adjustierten Odds Ratio von 0,12 (0,01-0,93), was einer Reduktion um 88 Prozent entspricht.

Trotz der geringen Teilnehmerzahl und der ethnischen Vielfalt – der Kanton Uri liegt im Schnittbereich des deutschen, französischen, italienischen und rätoromanischen Kultur­kreises – sprechen die Ergebnisse für eine hohe Effektivität des Screenings. Der American Society for Gastrointestinal Endoscopy war die Studie jedenfalls eine Pressemitteilung wert. © rme/aerzteblatt.de

Tanja

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Habe ich Darmkrebs
« Antwort #15 am: 16. September 2012, 12:14 »




Magen-Darm » Blähungen | Expertenfrage an Experte-Ohlert
11.09.2012 | 11:03 Uhr | Von DavidBrighton
Habe ich schon einen Tumor?

Sehr geehrter Herr Dr.Ohlert,

Ich bin 38 Jahre - Nichtraucher -sehr wenig Alkohol - 1,80m und 96 kg.

bei mir wurde 2009 eine Darmspiegelung gemacht ,und ein Reizdarmsyndrom festgestellt,da ich immer wieder ein ziehen und brennen im Magen und Darmbereich verspürte.

Nach der Spiegelung waren die Beschwerden wie verschwunden.

Nun habe ich seit Januar 2012 wieder Probleme bekommen die sich in einem stechen und brennen hinterm Brustbein äüßerten,sowie manchmal auch ich meine heiser zu werden,meistens in Streßsituationen.Da ich Morgens immer einen üblen Mundgeruch hatte und Magenprobleme trotz guter Mundhygiene rat mir ein Kollege mal eine Magenspiegelung zu machen.Diese wurde dann im Juni 2012 gemacht wo leichter Helicobacter Befall und eine Cardiagastritis festgestellt wurde und ich eine Trible Therabie mit Omep Plus gemacht habe.Danach war der Helicobacter Atemtest negativ.Die Probleme aber immer noch vorhanden.Danach wurden noch folgende Untersuchungen gemacht.CT von der Halsweichteilen und Lunge.Und weil ich auch kurze Zeit ein Ziehen im Rücken hatte,und um größere Krankheiten Der Bauchspeicheldrüse auszuschliesen ein CT Abdomen Bauch + Pancreas.Auch jedoch laut Röntgenarzt ohne Befund.Danach war mir es ca 3 Wochen sehr viel besser,nun aber seit ca 1 Woche wieder der Rückschlag.Habe auch schon 3 Tage strenge Diät gemacht,was aber auch nicht geholgen hat,bzw. mir es sogar besser ging wenn ich was gegessen habe.Nun habe ich seit 1 Woche ca einen zielmlichen breiigen ,übel richenden glänzenden Stuhl.
Woraufhin ich heute ein Stuhlrörchen abgegeben habe zum die Pancreas zu testen.

Eine Frage währe nun: kann es sein das ich Bauchspeicheldrüsenkrebs habe,den mann mit CT nicht erkennen konnte oder das er sich in ca 10-12 Wochen gebildet hat??

Beim letzten Bluttest vor ca 10 Wochen waren alle meine Werte völlig in Ordnung.

Medikamente nehme ich folgende ein:
Iberogast,Medacalm (gegen den Reizdarm),Pantoprazol (gegen die Cardiogastritis).

Was mich nun halt sehr stark beunruhigt ist der breiige Fettstuhl und das ich meine das die Nahrung nicht so richtig verdaut.

Anfang des Jahres hatte ich einen grippalen Infekt und bekamm 3 x Antibiotika da manche eine Restistenz aufwiesen.
Hat dies vieleicht dein darm durcheinandergebracht?

Habe nun schon seit 2-3 Tage schlaflose Nächte,da ich mir Gedanken mache vieleicht Ende des Jahres nicht mehr zu leben da ich vieleicht ein Pancreaskarzinom in mir drin habe.???

Wir haben ein kleines Kind und ich bin auch auf meine Arbeit angewiesen,da meine Frau nicht mehr arbeiten kann aus gesundheitlichen Gründen.

warte nun den Paobencreastest (stuhlprobe ab) und hoffe doch das es nichts schlimmes ist.

Essen kann ich alles ohne direkt danach Durchfall zu bekommen.Appetit habe ich auch,wenn auch durch die aktuelle Situation nicht ganz so starken.

Währe sehr schön wenn Sie mir da weiterhelfen könnten.

ich danke Ihnen vielmals!
liebe Grüße
David

--------------------------------------------------

 12.09.2012, 18:26 Uhr
Antwort von Experte-Ohlert
Vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne beantworte. Zunächst aber eine Vorbemerkung: Es erscheint mit wichtig darauf hinzuweisen, dass ich hier natürlich nur ganz allgemein zu den aufgeworfenen Themen Stellung beziehen kann.
Der Komplexität des Krankheitsbildes eines jeden einzelnen Patienten wird eine Stellungnahme im Rahmen einer "Internetkonsultation" sicherlich nicht gerecht.
Bitte verstehen Sie daher meine Ausführungen auch immer nur als "Denkanstoß" für die weiteren Gespräche mit Ihren behandelnden Ärzten.
Es wird letztlich "Bücherwissen" reproduziert und keinerlei individuelle Beratung in Bezug Ihr Krankheitsbild vorgenommen.
Dies wäre nach der Berufsordnung nämlich auch gar nicht zulässig.

Nun aber zu Ihrer Frage:

Ein Reizdarm ist eine Ausschlussdiagnose, d.h. Beschwerden trotz unauffälliger Befunde. Die Therapie ist mühsam, einen verbindlichen Ansatz gibt es nicht. Man sollte den psychotherapeutischen Ansatz hierbei aber nicht vergessen.
Ein Pankreaskarzinom ist durch bildgebende Verfahren relativ sicher auszuschliessen. Man muß sicher aber bewußt machen, dass jedem bildgebenden Verfahren Grenzen in der Kleinheit des zu sehenden Objektes gesetzt sind. Ob ein unter der Nachweisgrenze liegender Tumor allerdings klinische Beschwerden macht, ist eher zu bezweifeln.
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12.09.2012, 21:37 Uhr
Kommentar von DavidBrighton
vielen Dank erstmal für Ihre Antwort!

hatte wie gesagt vor 3 Jahren eine Darmspiegelung dieohne Befund verlief,es mußte noch nichtmal eine Probe entnommen werden da der Darm im einwandfreien Zustand gewesen sein soll.Weder Polypen noch sonst irgendetwas beunruhigendes waren zu erkennen.Diagnose war Reizdarmsyndrom und Krebsangst.Beruflich habe ich immer sehr viel Stress unh Hektik.
Können solche Ursachen mir solche Probleme bereiten?
Oder kann es sein das die Trible Therapie im Bezug auf Helicobacter nicht richtig angeschlagen hat? der Atemtest verlief zwar negativ aber die Probleme habe nich immer noch.Kann mann eine Entzündung im Magen oder Darm auch per Blutbild feststellen? Momentan liegt der Schmerz eher ein leichtes brennen unterm Brustbein und Nahe des Blinddarms,wobei der Blinddarm schon ausgeschlossen wurde.Was seltsam ist,ist das ich eigentlich alles essen kann und erst bei der Verdauung die Probleme bekommen.Heute hatte ich wieder einen braunen breiigen,schmierigen,übel richenden Stuhl.
Aus Angst hatte ich gestern Nacht sogar Stuhlgang,dies ist eigentlich unüblich bei mir.
Manchmal habe ich auch das Gefühl bei Stress das ich Heiser werde und mir die Stimme wegbleibt bzw. ich mehrmals am Tag Wasser trinken muß da ich meine das alles in mir trocken ist,obwohl ich ca. 3 Liter am tag trinke.
was kann ich essen um wieder festen Stuhl zu bekommen? Bananen haben mir nicht geholfen.Gibts da was was mann probieren kann?

vielen Dank nochmals für Ihre Antworten!!

admin

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Re: Darmkrebs - Früherkennung
« Antwort #16 am: 16. Dezember 2012, 21:47 »




EANS-News: Epigenomics AG / Epigenomics' blutbasierter Test Epi proColon® zeigt Äquivalenz bei der Erkennung von Darmkrebs zum immunochemischen Stuhltest in einer direkten Vergleichsstudie

Corporate News übermittelt durch euro adhoc. Für den Inhalt ist der Emittent/Meldungsgeber verantwortlich.

Forschung/Entwicklung/Forschung/Entwicklung/Molekulardiagnostik

Berlin, Deutschland, und Seattle, WA, USA (euro adhoc) - Pressemitteilung

Epigenomics' blutbasierter Test Epi proColon® zeigt Äquivalenz bei der Erkennung von Darmkrebs zum immunochemischen Stuhltest in einer direkten Vergleichsstudie

Berlin, Deutschland und Seattle, WA, USA, 04. Dezember 2012 - Das deutsch-amerikanische Krebsdiagnostik-Unternehmen Epigenomics AG (Frankfurt Prime Standard: ECX) gab heute die Ergebnisse einer direkten Vergleichsstudie zwischen seinem blutbasierten Test zur Erkennung von Darmkrebs, Epi proColon®, und dem immunochemischen Stuhltest ("fecal immunochemical testing", FIT) bekannt. Die Studie hatte das Ziel, Äquivalenz ("non-inferiority") von Epi proColon® zu FIT als Methode zur Erkennung von Darmkrebs zu demonstrieren.

Dr. Thomas Taapken, Vorstand der Epigenomics AG, erklärte: "Basierend auf der gezeigten Äquivalenz unseres Tests bei der Erkennung von Darmkrebs, sind wir davon überzeugt, dass Epi proColon® sein Potenzial als anwenderfreundliche, nicht-invasive Alternative zur Früherkennung von Darmkrebs unter Beweis gestellt hat. Die Markteinführung eines blutbasierten, nicht-invasiven Produkts wie Epi proColon® wird das Bewusstsein für die Notwendigkeit der Darmkrebs-Früherkennung unter den Personen schärfen, die derzeit nicht an Screening-Maßnahmen, wie FIT, teilnehmen."

In der vorliegenden Studie ............ http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20121204_OTS0186/eans-news-epigenomics-ag-epigenomics-blutbasierter-test-epi-procolon-zeigt-aequivalenz-bei-der-erkennung-von-darmkrebs-zum-immunochemischen-stuhltest-in-einer-direkten-vergleichsstudie

Geri

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Darmkrebs - Früherkennung
« Antwort #17 am: 17. März 2013, 23:28 »



 Darmspiegelung rettet Leben – Experten empfehlen qualitätsgesicherte Vorsorgekoloskopie

Seit Einführung der Vorsorgekoloskopie lassen sich in Österreich hunderte Darmkrebsneuerkrankungen und -todesfälle pro Jahr verhindern. Es könnten noch mehr sein – denn es macht einen Unterschied, ob die Untersuchung qualitätsgesichert durchgeführt wird oder nicht. Internationale Erfahrungen zeigen: Qualitätsgesicherte Einrichtungen finden mehr Krebsvorstufen bei Untersuchungen, was das Erkrankungsrisiko noch einmal deutlich herabsenkt. In Österreich ist jede zweite untersuchende Stelle mit einem Qualitätszertifikat ausgestattet. Bei einem Symposium in Wien diskutieren Experten/-innen den möglichen Nutzen verpflichtender Qualitätssicherung und gezielter Einladungsprogramme für die Darmkrebsvorsorge.

weiter lesen ... http://www.vorsorgekoloskopie.at/

Tanja

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Darmkrebs: Immunologische Tests sind Guajak-Test überlegen
« Antwort #18 am: 27. Mai 2013, 22:21 »


Darmkrebs: Immunologische Tests sind Guajak-Test überlegen

Montag, 27. Mai 2013

Heidelberg – Immunologische Stuhltests können okkultes Blut im Stuhl deutlich besser nachweisen als der Standardtest auf Enzymbasis. In einer direkten Vergleichsstudie im European Journal of Cancer (2013; doi: 10.1016/j.ejca.2013.04.023) lag die Sensitivität auf Darmkrebs oder seine Vorstufen von drei kommerziell erhältlichen immunologischen Tests zwei bis dreimal so hoch wie beim traditionellen Guajak-Test.

Hermann Brenner und Sha Tao vom Deutschen Krebsforschungszentrum ließen Stuhlproben, die 2.235 Erwachsene vor der Vorsorgekoloskopie abgegeben hatten, gleichzeitig mit dem Guajak-basierten Stuhltest, den die Krankenkassen ab dem 50. Lebensjahr einmal jährlich anbieten, und drei immunologischen Tests untersuchen, die in der Regel eine Selbstzahlerleistung sind. Dabei wurden die Schwellenwerte für die quantitativen immunologischen Tests so gesetzt, dass beide Verfahren die gleiche Anzahl an positiven Ergebnissen erbrachten.
Anzeige

Vor dem Hintergrund der zuverlässigen Koloskopie spürte der enzymatische Test 33,3 Prozent aller Darmkrebserkrankungen auf. Daneben wurden 8,6 Prozent der fortgeschrittenen Adenome und 5,5 Prozent der frühen Vorstufen erkannt. Die Spezifität lag jeweils bei etwas über 95 Prozent.

zum Thema

    Abstract der Studie
    Pressemitteilung des DKFZ

Mit den drei untersuchten immunologischen Tests wurden mit 60,0, 53,3 und 73,3 Prozent etwa doppelt so viele der Krebserkrankungen gefunden. Bei den fortgeschrittenen Krebsvorstufen war die Sensitivität sogar dreimal höher. Dabei lag die Spezifität der immunologischen Tests sogar noch etwas höher als beim enzymatischen Test, das heißt die Zahl der „Fehlalarme“ war geringer.

Brenner zufolge handelt es sich http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/54552
« Letzte Änderung: 03. Juni 2013, 23:12 von Jutta »

hilde

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Darmkrebs­früherkennung wirkt
« Antwort #19 am: 23. Juli 2013, 23:55 »



Darmkrebs­früherkennung wirkt


http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/55264

admin

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Darmkrebsfrüherkennung: Gastroenterologen empfehlen ......
« Antwort #20 am: 07. September 2013, 23:47 »



 03.09.2013
   
   
Darmkrebsfrüherkennung: Gastroenterologen empfehlen immunologische Tests als Kassenleistung

Etwa 63.000 Menschen in Deutschland erkranken pro Jahr neu an Darmkrebs, rund 26.000 sterben daran. Das kolorektale Karzinom ist bei Frauen und Männern hierzulande die zweithäufigste Tumorerkrankung. Dabei gibt es kaum eine andere Krebsart, die so gut in einem frühen Stadium erkannt und behandelt werden kann, betonen Experten der Deutschen Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS). Allerdings gehen immer noch zu wenig Menschen zur Darmspiegelung, die den Krebs früh entdecken könnte. Neue und einfach zu handhabende immunologische Tests sollten deshalb in den Leistungskatalog der Gesetzlichen Krankenversicherung aufgenommen werden, empfiehlt die DGVS im Vorfeld der Tagung "Viszeralmedizin 2013", die vom 11. bis 14. September in Nürnberg stattfindet.


"Eine Darmspiegelung ist noch immer die zuverlässigste Methode, um Krebs in einem frühen Stadium zu entdecken", betont Prof. Dr. med. Jürgen F. Riemann, Sprecher der Arbeitsgruppe zur Weiterentwicklung der Darmkrebsfrüherkennung im Nationalen Krebsplan und Vorstandsvorsitzender der Stiftung LebensBlicke aus Ludwigshafen. "Während dieser Koloskopie ist es bereits möglich, Polypen, also Vorstufen von Krebs, zu entfernen." Rechtzeitig diagnostiziert, könne Darmkrebs in 95% der Fälle geheilt werden.
 
Seit 2002 haben gesetzlich Krankenversicherte ab 55 Jahren Anspruch auf eine Koloskopie. "Erhebungen zeigen jedoch, dass nur etwa 20% dieses Angebot wahrnehmen", so Riemann. Die Bereitschaft, einen einfachen Labortest durchführen zu lassen, ist deutlich höher: "Rund vier Millionen Menschen machen jährlich den Guajak-basierten Stuhltest (gFOBT)", sagt Professor Riemann. Der Test findet verborgenes Blut im Stuhl, das auf eine Darmkrebserkrankung hinweisen kann. Die Kassen finanzieren diesen Stuhltest Mitgliedern, die 50 Jahre und älter sind. "Doch die Aussagekraft dieser Methode ist begrenzt", gibt der Experte zu Bedenken.
 
Immunologische Tests (iFOBT), die den roten Blutfarbstoff Hämoglobin im Stuhl über Antikörper nachweisen, bieten eine Alternative: "Es sind bereits einige immunologische Tests auf dem Markt, die in Studien deutlich bessere Ergebnisse erzielen als der Guajak-Test", erklärt Riemann. Sie erreichen, ebenso wie der Guajak-basierte Stuhltest, eine Spezifität von über 90% Das heißt, bei mehr als 90 von 100 Anwendern mit negativem Testergebnis finden die Ärzte auch bei einer anschließenden Darmspiegelung keine Anzeichen von Krebs. Die immunologischen Tests haben darüber hinaus aber eine deutlich höhere Sensitivität, sie erkennen also häufiger, wenn ein Tester tatsächlich erkrankt ist. Riemann verweist auf die im Juni veröffentlichten neuen S3-Leitlinien zum kolorektalen Karzinom, die immunologische Tests als Alternative zum Standardtest empfehlen. "Es ist höchste Zeit, dass die Krankenkassen die Kosten für diese immunologischen Tests übernehmen", fordert Riemann im Vorfeld der "Viszeralmedizin 2013". Bisher müssen Patienten iFOBT aus eigener Tasche bezahlen.
 
Guajak- und immunologische Tests laufen ähnlich ab: Der Patient trägt Proben aus drei aufeinanderfolgenden Stuhlgängen auf je einen Teststreifen auf. Diese werden dann im Labor ausgewertet. Fällt der Test positiv aus, sollte der Betroffene zur weiteren Abklärung eine Darmspiegelung wahrnehmen.

Quelle: Viszeralmedizin 2013


http://www.journalmed.de/newsview.php?id=41421



Richi

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Darmkrebs - Früherkennung - Tumormarker
« Antwort #22 am: 12. Januar 2015, 00:36 »


Wer kennt das?


Kolon-/ Rektumkarzinome- sensitiver Kombinationstest

Die Bestimmung von Hämoglobin, Hämoglobin/Haptoglobin-Komplex, M2-PK sowie Calprotectin im Stuhl stellt eine wertvolle Hilfe zur Frühdiagnostik des Darmkrebses dar.

Immunologische Verfahren:

Immunologische Verfahren zur Untersuchung auf Hämoglobin im Stuhl weisen eine hohe Sensitivität (85 %) und Spezifität (95 %) für Karzinome auf. Die zusätzliche Bestimmung des mit Haptoglobin komplexierten Hämoglobins (Hb/Hp-Komplex; Sensitivität für Karzinome 77 %) ergibt
eine signifikante Erhöhung der Sensitivität für kolorektale Adenome (je nach Größe des Adenoms und Dysplasiegrad: von ca. 5% bis auf 33 % bzw. von 40 % auf 80% bei einer Spezifität von 95 %).

M2-PK: Pyruvatkinase-Isoenzym Typ M2:
In allen bisher untersuchten Tumorzellen kommt es zu einer Überexpression der Pyruvatkinase, wobei hier eine Gleichgewichtsverschiebung zum Isoenzym M2-PK, das sonst nur in der Lunge zu finden ist, erfolgt. Die Tumor M2-PK besitzt keine Organspezifität – bisher konnte bei Lungen-, Mamma-, Nieren-, Prostata-, Hoden-, Magen-, Kolon-, Rektum- und Pankreaskarzinomen eine signifikante Erhöhung der Serumkonzentrationen beobachtet werden. Die Untersuchung der Tumor M2-PK im Stuhl ist unabhängig von okkultem Blut, daher können blutende und nicht blutende Polypen oder Darmtumoren erkannt werden. Aus zwei Studien ergaben sich signifikante Verbesserungen zur Früherkennung von Tumoren, kolorektalen Adenomen und Polypen gegenüber dem Test auf okkultes Blut.

Der Test erkennt auch akut und/oder chronisch entzündliche Darmerkrankungen (Colitis ulcerosa, Morbus Crohn), die ein wesentliches Risiko für Darmkrebs darstellen.

Calprotectin:
Bei Entzündungen und tumorösen Veränderungen des Darmgewebes gelangen vermehrt Granulozyten in das Darmlumen, wo das Calprotectin aus den Granulozyten freigesetzt wird. Calprotectin zeigt eine hohe Sensitivität beim Nachweis sowohl blutender als auch nicht-blutender Polypen sowie kolorektaler Karzinome, aber auch bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen, wie z. B. Morbus Crohn. Die Sensitivität von Calprotectin für kolorektale Karzinome und adenomatöse Polypen beträgt 79 %, die Spezifität 72 % und ist damit dem Nachweis von okkultem Blut blutender Darmtumoren mit dem Hämoccult-Test bzgl. der
Sensitivität (43%) deutlich überlegen.


Sinnvolle Untersuchung bei
Vorsorgeuntersuchung
Präventivdiagnostik

http://www.ganzimmun.at/seiten/test.php?test_id=783


 
 


Gitti

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Darmkrebs - Regelmäßige Darmspiegelung kann ihn verhindern
« Antwort #23 am: 14. März 2015, 21:26 »


Medizinische Universität Wien


Regelmäßige Darmspiegelung kann Darmkrebs verhindern

März 2015 ist „internationaler Darmkrebsmonat“

Wien (OTS) - Darmkrebs zählt zu den häufigsten Krebsarten beim Menschen. Die Prognose hängt entscheidend vom Stadium ab, in dem der Tumor entdeckt wird. Die Darmspiegelung gilt als die beste Methode Vorstufen von Krebs zu identifizieren. Werden diese rechtzeitig behandelt, kann der Ausbruch der Krankheit verhindert werden. Die ExpertInnen der MedUni Wien empfehlen anlässlich des bevorstehenden "internationalen Darmkrebsmonats" im März 2015 allen Männern bereits ab 45 Jahren, Frauen ab 50 Jahren dringend eine Darmspiegelung.

In Österreich erkrankt jede 17. Person im Laufe Ihres Lebens an einem bösartigen Tumor des Dickdarms. Konkret sind das bis zu 5.000 Menschen pro Jahr, die mit dieser Diagnose konfrontiert werden. Auf Grund der Etablierung neuer Operationstechniken und der Weiterentwicklungen im Bereich der medikamentösen Therapie verbessert sich die Prognose aber zusehends.
Darmspiegelung ist sicher und schonend

Monika Ferlitsch von der Klinischen Abteilung für Gastroenterologie und Hepatologie der Universitätsklinik für Innere Medizin III der MedUni Wien und des AKH Wien und Mitglied des CCC (Comprehensive Cancer (enter): "Man könnte einen Großteil dieser Erkrankungsfälle durch eine Darmspiegelung verhindern. Damit können Vorstufen des Darmkrebs‘, sogenannte Adenome, entdeckt und im Zuge der Darmspiegelung auch gleich entfernt werden."

Bei der Darmspiegelung (Koloskopie) handelt es sich um eine risikoarme Vorsorgemethode, bei der die Darmschleimhaut untersucht wird. Dies geschieht mit einem Endoskop, einem schlauchförmigen Spezialgerät in dem unter anderem eine Videokamera integriert ist, die das Bild des Darminneren für den/die EndoskopikerIn auf einen Monitor projiziert.
Besser als andere Testverfahren

Ferlitsch: "Wir legen einen starken Schwerpunkt auf das Thema Darmkrebsvorsorge. Daher setzen wir uns in vielen Forschungsarbeiten intensiv damit auseinander. Natürlich untersuchen wir auch, welche Vorsorgemethode am günstigsten ist und wann man sie am besten einsetzen sollte." Ferlitsch und ihr Team verglichen zum Beispiel in einer aktuellen Studie die Koloskopie mit einem Test, bei dem nach verstecktem Blut im Stuhl gesucht wird (FOBT - Fecal Occult Blood Test, Hämoccult Test). "Das Ergebnis hat uns erstaunt, denn es hat gezeigt, dass fast 37 Prozent der Männer, selbst wenn ihr Test negativ war, ein höheres Risiko hatten, ein Adenom zu entwickeln, als Frauen mit einem positiven Test", so Ferlitsch. Das Ergebnis legt also den Schluss nahe, dass das Geschlecht mehr über das Risiko, Darmkrebs zu entwickeln, aussagt, als ein positives FOBT-Ergebnis, und dieser somit eigentlich wertlos ist.
In Facharztpraxis gut aufgehoben

Die Koloskopie ist eine Vorsorgeuntersuchung, die von vielen niedergelassenen FachärztInnen angeboten wird. Daher raten ExpertInnen dazu, für diese Routinekontrolle vom Krankenhaus in die Facharztpraxis auszuweichen. Das verkürzt die Wartezeiten für die Untersuchung, da in Spitälern wie dem AKH Wien PatientInnen mit akuten Notfällen vorrangig behandelt werden.
Service: Medical Oncology

"Sex is a stronger predictor of colorectal adenoma and advanced adenoma than fecal occult blood test". M Ferlitsch, G Heinze, P Salzl, M Britto-Arias, E Waldmann, K Reinhart, C Bannert, E Fasching, P Knoflach, W Weiss, M Trauner, A Ferlitsch
Med Oncol. 2014 Sep;31(9):151. doi: 10.1007/s12032-014-0151-0. Epub 2014 Aug 14.
Rückfragen & Kontakt:

Medizinische Universität Wien
Mag. Johannes Angerer
Leiter Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit
+431 40160 - 11 501
Mobil: +43 664 800 16 11 501
johannes.angerer@meduniwien.ac.at
http://www.meduniwien.ac.at

Gitti

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Darmkrebs - Hausärzte für gute Patienteninformation entscheidend
« Antwort #24 am: 14. März 2015, 21:30 »



Hausärzte für gute Patienteninformation zur Darmkrebsvorsorge entscheidend

Dienstag, 10. März 2015

Berlin – Anlässlich des Darmkrebsmonats März hat die Kassenärztliche Bundes­vereinigung (KBV) aufgerufen, die Vorsorgeangebote stärker wahrzunehmen. „Nach wie vor nutzen zu wenige die angebotenen Maßnahmen zur Früherkennung von Darmkrebs“, sagte Regina Feldmann aus dem KBV-Vorstand. Bei der Entscheidung des Patienten für oder gegen eine Untersuchung sei es wichtig, dass er gut informiert sei. „Hier fällt gerade auch den Hausärzten eine wichtige Rolle zu“, sagte Feldmann.

Laut einer aktuellen Analyse des Zentralinstitutes für die kassenärztliche Versorgung in Deutschland (Zi) haben bis zum Jahr 2013 nur etwa 5,4 Millionen anspruchsberechtigte Versicherte das Angebot genutzt. Dies entspricht einer über alle Jahre seit Einführung des Angebotes kumulierten Teilnahmerate von 20,8 Prozent der Männer und 23 Prozent der Frauen. „Das ist deutlich zu wenig“, betonte Feldmann. Schließlich lasse sich Darmkrebs früh erkannt sehr gut heilen und durch die frühzeitige Erkennung und Entfernung von Vorstufen vielfach sogar vermeiden.

Auch die Deutsche Krebshilfe ruft ........ http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/62093