Autor Thema: Gender: Medik. für Männer - nichts für Frauen, Kinder ?  (Gelesen 3219 mal)

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Gitti

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Hallo!

Ich habe mir schon oft gedacht, wie ist das mit der Medikamentenprüfung?

Im Beipackzettel sieht man selten eine unterschiedliche
Einnahmemenge zwischen Männer und Frauen, vielleicht
noch - hin und wieder - Differenzierung für Kinder.


Neulich las ich:

Gender Medizin forcieren


Medizinische Unterschiede zwischen Männern und Frauen sind groß


   Wien (SK) - "Der Körper eines Mannes tickt anders als der einer Frau", betonte SPÖ-Frauensprecherin Gabriele Heinisch-Hosek am Freitag anlässlich des ersten "Gender-Medizin-Gesundheitstags" in Baden, der im Rahmen des zweiten internationalen Kongresses für Gender Medizin stattfindet. "Ich bin froh darüber, dass dem so wichtigen Bereich der Gender Medizin ein immer breiterer Raum zugeteilt wird", sagte die SPÖ-Frauensprecherin und erinnerte daran, dass in Folge einer parlamentarischen Enquete im April letzten Jahres das Thema auch Eingang ins Regierungsprogramm gefunden hat.

   Die beiden Geschlechter reagieren auf Medikamente verschieden oder weisen bei gleicher Erkrankung unterschiedliche Symptome auf. Trotzdem ist Frauengesundheit in der klinischen Forschung lange kein Thema gewesen. Umso mehr begrüßt Heinisch-Hosek, dass Gender Medizin im Regierungsprogramm verankert ist, und zwar insofern, dass Gender Medizin als durchgehendes Prinzip auf allen Ebenen des Gesundheitswesens berücksichtigt werden soll.






Gitti

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Gender: Medik. für Männer - nichts für Frauen, Kinder ?
« Antwort #1 am: 07. Juni 2007, 21:01 »


Unerwünschte Arzneimittelwirkungen bei Kindern

Pressemitteilung 07.06.2007

Leitfaden soll Qualität der Meldungen verbessern

Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) hat in einer aktuellen Mitteilung festgestellt, dass Meldungen zu Verdachtsfällen von unerwünschten Arzneimittelwirkungen (UAW) bei Kindern in ihrer Datenbank im Vergleich zu Meldungen bei erwachsenen Patienten deutlich unterrepräsentiert sind.

Als mögliche Gründe werden mangelnde Kenntnisse über die Ziele der Abgabe von Verdachtsmeldungen auf Seiten der behandelnden Ärzte, aber auch fehlende Informationen über die damit verbundenen Formalien, Meldeinhalte und Meldewege diskutiert.

Um das Meldeaufkommen und die Qualität der UAW-Meldungen bei Kindern zu verbessern, haben die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) und die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) einen gemeinsamen Leitfaden zur Meldung unerwünschter Arzneimittelwirkungen bei Kindern erarbeitet.

Quelle: AkdÄ Newsletter 2007-107 vom 01.06.2007 >>>
http://www.akdae.de/49/884-2007-107.html

Der Leitfaden zur Meldung unerwünschter Arzneimittelwirkungen bei Kindern ist u.a. im Deutsches Ärzteblatt 104, 2007; A1533-A1534 (pdf.) veröffentlicht.
>>> http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/pdf.asp?id=55810

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Gender: Spezielle Medizin für den kleinen Unterschied
« Antwort #2 am: 11. Mai 2010, 20:09 »
"Immer öfter: Spezielle Medizin für den kleinen Unterschied" =

~
   München (ots) - Die Unterscheidung zwischen weiblichem und
männlichem Körper bei der Diagnose und Therapie entwickelt sich zum
aufregenden Forschungsgebiet. Erste größere Bedeutung erhielt die
Gender Medicine, die Humanmedizin unter geschlechtsspezifischen
Gesichtspunkten, bei Herzerkrankungen der Frauen. Die häufig
unterschiedlichen Symptome werden öfter missinterpretiert und
weibliche Patienten zu spät, falsch oder weniger aufwändig
therapiert. Im Gegensatz dazu wird bei Männern Osteoporose
unterdiagnostiziert, obwohl sie an Häufigkeit massiv zunimmt.
Vernachlässigt werden bei ihnen auch psychologische Aspekte einer
Krebserkrankung, etwa beim Prostatakarzinom, die zum Beispiel bei
Brustkrebs stärker berücksichtigt werden.

   Der weibliche Organismus weist heftigere Entzündungsreaktionen
auf. Frauen werden häufiger wegen Depressionen behandelt, Männer
führen bei Suchterkrankungen. Wissenschaftlich bewertet, stellt sich
der kleine Unterschied immer größer und schicksalshafter dar. In der
zweiten Lebenshälfte übertrifft die Frau den Mann an Lebenserwartung
und ist dabei geistig fitter, aktiver und gesünder. Dem steht eine
höhere Störanfälligkeit gegenüber. Im sehr hohen Alter treten beim
weiblichen Geschlecht Demenzleiden zahlreicher auf. Schwerpunkt der
Gender Medicine (englisch: gender, Geschlecht) ist auch das
Gesundheitsbewusstsein: Viele Männer halten sich für umso männlicher,
je seltener sie zum Arzt gehen. Mit Schrittzählern fordert man sie
noch am ehesten heraus. Weniger erfolgsversprechend sind Appelle und
Erklärungen. Zunehmend stellen sich darauf spezialisierte Ärztinnen
und Ärzte immer besser ein.

   Wie die GSAAM e.V., die Deutsche Gesellschaft für Prävention und
Anti-Aging Medizin, betont, hat die nicht geschlechtsspezifische
Medikamentenerprobung vorwiegend an jungen Männern in der
Vergangenheit auch zu Fehlinterpretationen von Wirkungen und
Nebenwirkungen geführt. Heute sind ihre "Experten für gesundes
Altern" an der Entwicklung von Präparaten beteiligt, etwa für
maßgeschneiderte Unterstützung während der Wechseljahre der Frau und
der entsprechenden  Veränderungen im Körper des Mannes, der
Andropause.
~

Rückfragehinweis:

  Pressekontakt:
  Erika J.M. Bürk
  GSAAM e.V.
  e.buerk@gsaam.de
  T +49 (0)178 54 606 52
  www.gsaam.de