Autor Thema: Zweitmeinung - Ich habe ein Recht darauf  (Gelesen 8910 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

admin

  • Administrator
  • Super - User
  • *****
  • Beiträge: 4.433
  • Geschlecht: Männlich
Zweitmeinung - Ich habe ein Recht darauf
« am: 06. Juli 2012, 12:08 »


Ja, ich habe ein Recht darauf!

Aber es braucht Mut, und am besten eine Begleitperson,
oder/und Infprmationen in/aus der Selbsthilfegruppe,
z. B. "Krebnspatienten für Krebspatienten", jeden 1. Do. im Monat am Praterstern, sowie .... (Krebshotline, Tel. 0650-577-2395, täglich 9-21 Uhr)
http://www.krebsforum.at/index.php/topic,5945.msg14044.html#msg14044



KrebsdiagnostikZweitmeinung Krebs

Ihr Arzt hat bei Ihnen eine Krebserkrankung diagnostiziert. Jetzt ist weniger ein schneller Therapiebeginn wichtig, als vielmehr die sorgfältige Auswahl der richtigen Therapie.

Chemotherapie, Bestrahlung oder doch Operation – grundsätzliche und weitreichende Entscheidungen, die gerade in einer emotional belastenden Situation mit Bedacht getroffen werden müssen. Krebspatienten und ihre Angehörigen sollten daher maximale Sicherheit und Gewissheit bei der Auswahl von Therapie und Behandlungsmethoden haben. Doch welcher Weg ist der richtige? Selbst für Wissenschaftler und Ärzte ist es oft schwierig mit den rasanten Fortschritten in der Onkologie Schritt zu halten.

Experten empfehlen das Einholen einer qualifizierten Zweitmeinung.

Wie aber kommt man an eine aussagekräftige und fundierte Zweitmeinung? Der Gang zu einem zweiten Arzt, der auf die jeweilige Krebserkrankung ebenso wenig spezialisiert ist, wie der erste, bringt den Patienten nicht weiter. Erfahrungen zeigen, dass es daher gerade für Patienten abseits der großen Universitätskliniken oder Krankenhäusern der Maximalversorgung oftmals gar nicht so einfach ist, an eine hochqualifizierte Zweitmeinung zu gelangen.

In Zusammenarbeit mit der Felix Burda Stiftung wurde in einer erfolgreichen zweijährigen Pilotphase seit 2009 die Erstellung einer Zweitmeinung durch eine spezialisierte Klinik mittels einer elektronischen Patientenakte getestet. Ziel ist die unkomplizierte und schnelle Erlangung einer hochqualifizierten interdisziplinären Zweitmeinung für den Patienten.

Daraus entstanden ist unser Service Zweitmeinung Krebs. Wir unterstützen Sie.
Zweitmeinung Krebs hilft Ihnen dabei, mehr Sicherheit zu bekommen und die richtige Entscheidung zu treffen. Wir stellen ihren Fall einem anerkannten und hochspezialisierten Expertengremium vor. Dieses Tumorboard begutachtet Ihren Fall und Ihr Krankheitsbild nach den neuesten medizinischen und wissenschaftlichen Erkenntnissen und gibt eine Zweitmeinung ab. Zudem helfen wir Ihnen bei Bedarf die besten Spezialisten für Ihre Behandlung zu finden und stehen Ihnen über sechs Monate als Partner mit Rat und Tat zu Seite.
 

 
 
weiter
Seite 1 / 8
Übersicht: Krebsdiagnostik
Zweitmeinung Krebs Seite 1
Was ist eine Zweitmeinung? Seite 2
Vorteile der Zweitmeinung Seite 3
Wer braucht eine Zweitmeinung? Seite 4
In fünf Schritten zur Zweitmeinung Seite 5
Bedenken und Argumente Seite 6
Kosten Seite 7
Ihre persönliche Anmeldung Seite 8
...
Krebsdiagnostik: Zweitmeinung Krebs - weiter lesen auf FOCUS Online:
http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/tid-24406/krebs-zweitmeinung-hmo_aid_691817.html

Jutta

  • Global Moderator
  • Super - User
  • *****
  • Beiträge: 957
  • Geschlecht: Weiblich
Pathologe-Zweitmeinung ist wichtig! - Ich habe ein Recht darauf
« Antwort #1 am: 02. Mai 2013, 13:10 »




Ohne Pathologie keine moderne Krebs-Therapie
Frühjahrstagung der Österreichischen Gesellschaft für Pathologie (ÖGP)/Österreichische Division der IAP (International Academy of Pathology)

Wien (OTS) - Die diesjährige Frühjahrstagung der Österreichischen
Gesellschaft für Pathologie (ÖGP), die vom 18. bis 20. April in Wien
stattfand, beschäftigte sich schwerpunktmäßig mit dem Brustkrebs und
seinen Vorstufen. Weiters wurden rezente Entwicklungen in der
Untersuchung und Behandlung des Lungenkrebses und des Dickdarmkrebses
besprochen. Das Themenspektrum der Tagung machte einmal mehr die
unverzichtbare Rolle der Pathologie im diagnostischen und
therapeutischen klinischen Alltag deutlich.

Ohne Pathologie keine Therapie! Am Beispiel des Brustkrebses
Der Brustkrebs ist die häufigste bösartige Tumorerkrankung der Frau
und betrifft jährlich etwa 5.000 Österreicherinnen. Beinahe jede
zehnte Österreicherin hat das Risiko, an einem Mammakarzinom zu
erkranken. Früherkennung und verbesserte Therapie stellen die
Grundpfeiler für ein verbessertes Überleben dar. Die moderne Therapie
des Brustkrebses ist ohne Pathologen undenkbar, denn Pathologen
stellen die histologische (feingewebliche) Diagnose nach einer
Biopsie (Gewebeentnahme).

Mit modernen Untersuchungsmethoden am Gewebeschnitt führen die
Pathologen zusätzlich molekulare Klassifikationen durch, die
wesentlich über das weitere therapeutische Vorgehen entscheiden. Je
nachdem wie hoch der Gehalt an Östrogen- und Progesteronrezeptoren
und Her2/neu im Tumor ist, wird eine endokrine Therapie, eine
Chemotherapie oder eine Kombination aus beidem zur Bekämpfung des
Karzinoms angewandt. Zunehmend von Bedeutung für die Entscheidung für
eine Chemotherapie ist der Gehalt an Ki-67, das proliferierende
Zellen (im Zellzyklus) nachweist.

Diese Fragestellungen sind nicht nur für eine effektive Bekämpfung
des Tumors wichtig, sie helfen auch, Kosten zu sparen. Die
therapieentscheidende Rolle der Gewebeuntersuchungen durch die
Pathologie wurde im März 2013 auch auf der St. Gallener
Brustkrebskonferenz betont.
Auch beim Lungenkrebs: Therapieentscheidende Rolle der Pathologen

Der Lungenkrebs ist eine der häufigsten Krebstodesursachen,
insbesondere durch seine meist späte Diagnosestellung im
fortgeschrittenen Stadium. Für den schlecht chemo-sensiblen
nicht-kleinzelligen Lungenkrebs gab es bis vor wenigen Jahren
außerdem keine wirksame Behandlung. Daher wird in die Entwicklung
neuer Medikamente, wie sie für den Brustkrebs schon seit längerer
Zeit verwendet werden, große Hoffnung gesteckt. Diese neuen
Therapieformen ähneln der anti-Her2 Therapie beim Mammakarzinom,
indem sie über bestimmte Moleküle in wesentliche Funktionen der Zelle
eingreifen und diese entscheidend beeinflussen, z.B. deren
Zellwachstum stoppen. Damit unterscheiden sie sich ganz wesentlich
von einer Chemotherapie, die potenziell jede sich teilende Zelle
angreift und somit enorme Nebenwirkungen nach sich zieht.
"Molekulare Mikroskopie": Die Molekularpathologie als wesentliche Grundlage für die Onkologie

Die Aufschlüsselung des Genoms von Tumorzellen und der Nachweis
bestimmter genetischer Veränderungen ist bereits eine der
wesentlichen Grundlagen für eine moderne Tumortherapie, denn in
vielen Fällen genügt es nicht mehr, eine Tumordiagnose unter dem
Mikroskop zu erstellen.

Das genetische Erscheinungsbild eines Tumors gibt Aufschluss
darüber, welche Therapie zum optimalen Ergebnis führen wird. So
sprechen z.B. bestimmte Formen des Dickdarmkrebses weniger gut auf
eine bestimmte Chemotherapie an, Dickdarmkarzinome mit Mutationen im
K-RAS Gen sind wiederrum nicht geeignet für eine Therapie die den EGF
Rezeptor blockiert. Mittels molekularer Tests am Tumorgewebe kann der
Dickdarmkrebs dahingehend genau charakterisiert werden.

Im Laufe eines Jahrhunderts hat sich der Fokus der Pathologie
somit vom Seziersaal in das molekulare Labor verschoben. Die
Voraussetzungen für eine grundlegende Expertise im molekularen
Testing sind für Pathologen geradezu ideal, denn kein anderes Fach
vermag die Synthese von histologischen und molekularen Veränderungen
in gleicher Weise zu schaffen. Pathologen erkennen und
diagnostizieren Tumore und führen im Anschluss die weiterführenden
molekularen Klassifikationen durch.
Pathologen sind wichtige Mitglieder des Tumorboards

Jeder Krebspatient sollte laut Vorgabe des Österreichischen
Strukturplans Gesundheit in einem Tumorboard besprochen werden. Das
Tumorboard ist eine interdisziplinäre Tumorkonferenz, in der alle an
Diagnose und Therapie von Krebserkrankungen beteiligten
Fachdisziplinen vorkommen. Dazu zählen die operativen onkologischen
Fächer wie Allgemeinchirurgie, Gynäkologie, HNO etc., die
internistische Onkologie, die Radioonkologie und Strahlentherapie,
die Radiologie und die Pathologie. Pathologen tragen mit ihren
Befunden ganz wesentlich zur Stellung einer zeitgemäßen Krebstherapie
bei.
Österreichische Gesellschaft für Pathologie/Österreichische Abteilung der Internationalen Akademie für Pathologie (ÖGP/IAP Austria)

Ziel der ÖGP ist die Pflege und Förderung der wissenschaftlichen
Medizin, insbesondere des Gesamtgebietes der Pathologie. Dazu gehören
Zell- und Gewebsuntersuchungen, hoch spezialisierte
molekularpathologische Untersuchungen in spezifischen
Fragestellungen, Infektionsdiagnostik und die Obduktionstätigkeit.
Mit Hilfe dieses Leistungsspektrums trägt die Pathologin/der
Pathologe wesentlichen zur Diagnostik von lebenden PatientInnen bei
und leistet durch die Diagnostik von Operationspräparaten und die
Obduktionstätigkeit einen entscheidenden Beitrag zur medizinischen
Qualitätssicherung. Durch die gynäkologisch- zytologische Diagnostik
und die Einbindung in die Vorsorgekolonoskopie und das im Herbst
beginnende Mammographiescreeningprogramm sind die Pathologen auch
entscheidend in die Vorsorgemedizin eingebunden. Die ÖGP/IAP Austria
bietet ihren Mitgliedern wissenschaftliche Tagungen und
Fortbildungsveranstaltungen, erstellt fachspezifische Lehrbehelfe und
fungiert als Österreichische Division der IAP (International Academy
of Pathology). Sie vertritt das Fach Pathologie auch in
standespolitischen Fragen nach außen. Derzeitiger Präsident der ÖGP
ist Prim. Univ. Prof. Dr. Sigurd Lax vom Institut für Pathologie am
Landeskrankenhaus Graz West. Weitere Informationen finden Sie unter
www.pathology.at.

Hintergrundtexte und Fotomaterial finden Sie unter
http://www.publichealth.at/p-68955.html