Autor Thema: Fruktose-Unverträglichkeit  (Gelesen 17539 mal)

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Dietmar E.

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Fruktose-Unverträglichkeit
« am: 05. Juni 2007, 09:48 »
Hallo,
ich hatte eine starke,
zur Zeit eine reduzierte

Fruktoseunverträglichkeit


Was bedeutet Fruktoseunverträglichkeit?

Bei der Fruktoseunverträglichkeit ("Fruktoseintoleranz") lassen sich drei verschiedene Störungen unterscheiden, denen eines gemeinsam ist: Fruktose (Fruchtzucker) wird nicht oder nur schlecht vertragen, und in der Folge treten mehr oder weniger starke Beschwerden auf.

   1. Fruktosurie (Fruktokinasemangel): Die Fruktosurie ist ein sehr seltener Defekt, bei dem die Aktivität des Enzyms Fruktokinase eingeschränkt ist. Diese Stoffwechselstörung wird vererbt und tritt mit einer Häufigkeit von etwa 1:120.000 auf. Durch die eingeschränkte Enzymaktivität wird ein Teil des Fruchtzuckers nicht abgebaut und ist deshalb im Urin nachweisbar. Da ein anderes Enzym die Aufgabe des defekten Enzyms zum Teil übernehmen kann, sind die Betroffenen klinisch gesund und bedürfen keiner besonderen Behandlung.

   2. Angeborene Fruktoseintoleranz (Fruktose-1-Phosphat-Aldolase-Mangel): Die angeborene (hereditäre) Fruktoseintoleranz wird durch eine mangelnde Aktivität der Fruktose-1-Phosphat-Aldolase verursacht. Auch diese Störung wird vererbt. Die Fruktose-1-Phosphat-Aldolase ist ein Enzym, das am Fruktose-Abbau beteiligt ist. Wenn zu wenig davon vorhanden ist, kommt es zur Anhäufung von Fruktose-1-Phosphat in der Darmwand, der Leber und der Niere. Die Enzymaktivität kann um 85 bis 100 Prozent vermindert sein. Die Häufigkeit dieser Störung wird für Deutschland auf 1:20.000 geschätzt. Möglicherweise ist jedoch die Dunkelziffer hoch. Bei der Fruktoseintoleranz treten als Begleiterscheinungen Zittern, Übelkeit, Erbrechen, Schweißausbrüche und Benommenheit bis hin zur Bewußtlosigkeit auf.

   3. Fruktose-1,6-Bisphosphatase-Mangel: Die Fruktose-1,6-Bisphosphatase ist ein zentrales Enzym im Stoffwechsel der Kohlenhydrate, das für die Aufrechterhaltung des Blutzuckers sorgt, wenn keine Glukose zur Verfügung steht. Ist dieses Enzym nicht oder nur in geringen Mengen vorhanden, so kann der Körper keine Glukose aus anderen Nährstoffen bilden. Bei fehlender Nahrungsaufnahme kommt es zu einer Unterzuckerung, die bis zur Bewußtlosigkeit führen kann. Anders als bei der angeborenen Fruktoseintoleranz ist hier ein lebensbedrohlicher Zustand möglich. Der Fruktose-1,6-Bisphosphatase-Mangel ist jedoch selten.

Bei der häufigsten dieser drei Störungen, der angeborenen Fruktoseintoleranz, kommt es zu einer Anhäufung von Stoffwechselprodukten, die sich negativ auf die Leber- und die Nierenfunktion auswirken. Bei Nichtbehandlung beziehungsweise bei andauernder Aufnahme von Fruktose kann es zu einer Vergrößerung der Leber, zu Wachstumsstörungen, Erbrechen, Leberzirrhose, Blutungen und Krämpfen kommen. Eine unbehandelte Fruktoseintoleranz kann sogar zum Tod führen. Bei frühzeitiger und konsequenter Ernährungstherapie können die Schäden an Niere und Leber wieder rückgängig gemacht werden.

Nicht zu verwechseln ist die Fruktoseintoleranz mit der Fruktosemalabsorption. Bei der Fruktosemalabsorption ist die Aufnahme von Fruktose im Dünndarm gestört. Warum und wodurch diese Störung auftritt ist noch nicht geklärt. Die Aufnahme von Traubenzucker zusammen mit Fruktose verbessert die Symptomatik.

Was ist bei der Ernährung zu beachten?
Allgemeines

Als Basis der Ernährungstherapie bei Fruktoseintoleranz dient eine den Empfehlungen entsprechende gesunde und abwechslungsreiche Ernährung, die alle Nährstoffe, Vitamine und Mineralstoffe in ausreichenden Mengen enthält. Energie, Eiweiß, Kohlenhydrate und Fett sollten in den für die jeweilige Altersstufe entsprechenden Mengen aufgenommen werden (siehe dazu das Kapitel "Richtlinien für eine gesunde Ernährung"). Nur bei der Art der zugeführten Kohlenhydrate sind Einschränkungen erforderlich.

 

Fruktose

Ziel der Ernährungstherapie ist ein möglichst weitgehender Verzicht auf Fruktose in der Nahrung. Dabei können Fruktosemengen von bis zu 1 Gramm pro Tag geduldet werden. Diese Grenze sollte jedoch nicht überschritten werden. Fruktose ist in reiner Form besonders in Obst enthalten. Zusammen mit Glukose (Traubenzucker) bildet sie aber auch den Zweifachzucker Saccharose (Haushaltszucker), der in den meisten süßen Lebensmitteln enthalten ist. Aus diesem Grund sollten zuckerhaltige Lebensmittel gemieden werden. Fruktose ist in Form von Mehrfachzuckern auch in Hülsenfrüchten enthalten. Der Verzehr dieser Lebensmittel sollte deshalb ebenfalls stark eingeschränkt werden. Außerdem wird Sorbit, ein Zuckeraustauschstoff, der in Diabetiker-Lebensmitteln häufig vorkommt, im Organismus in Fruktose umgewandelt. Auf Lebensmittel, die mit Sorbit gesüßt sind, sollten Betroffenen ebenfalls verzichten. Die Tabelle "Fruktosegehalt von Lebensmitteln" gibt Auskunft über den Fruktosegehalt wichtiger Nahrungsmittel.

Die Toleranzgrenze von einem Gramm Fruktose ist ein auf Erfahrungen basierender Richtwert. Bei jedem einzelnen Betroffenen sollte nach Möglichkeit die persönlich duldbare Fruktosemenge in Abhängigkeit von der Leberfunktion bestimmt werden. Da für den Erfolg einer fruktosearmen Diät jedoch biochemische Überwachungsmöglichkeiten fehlen, sollte man mit dem Verzehr fruktosehaltiger Lebensmittel in jedem Fall sehr vorsichtig sein, um die negativen Auswirkungen möglichst gering zu halten. Die Tabelle "Geeignete und ungeeignete Lebensmittel bei Fruktoseintoleranz" hilft bei der Zusammenstellung der Nahrung.

 

Vitamine

Da Obst fast vollständig aus der Speiseliste gestrichen werden muß und Gemüse nur in sehr eingeschränktem Maß verzehrt werden darf, ist eine bedarfsgerechte Versorgung vor allem mit den wasserlöslichen Vitaminen (besonders Vitamin C) nicht möglich. Deshalb sollte in Absprache mit dem Arzt zusätzlich ein Multivitaminpräparat eingenommen werden. Dieses Vitaminpräparat muß auf jeden Fall fruktose-, saccharose- und sorbitfrei sein.

 

Ballaststoffe

Wegen der geringen Aufnahme von Obst und Gemüse ist eine angemessene Ballaststoffzufuhr kaum zu realisieren. Die erlaubten Mengen an Produkten aus Vollkorngetreide, wie Haferflocken und Vollkornbrot, sollten daher im Rahmen der erlaubten Fruktosemengen unbedingt ausgeschöpft werden.

 

Spezielle Ernährungsempfehlungen für Säuglinge und Kleinkinder

Säuglinge sollten im ersten Lebenshalbjahr völlig fruktosefrei ernährt werden. Am einfachsten ist das zu erreichen, wenn das Kind mindestens vier bis sechs Monate voll gestillt wird, denn Muttermilch enthält keine Fruktose. Auch industriell hergestellte Anfangsmilchnahrungen für Säuglinge sind fruktose- und saccharosefrei. Vorsicht ist jedoch geboten bei teiladaptierten Nahrungen, denn sie enthalten Saccharose! Aus diesem Grund treten die Symptome erst nach Umstellen von Muttermilch auf eine saccharosehaltige (teiladaptierte) Milch auf. Selbst hergestellte Halb- oder Zweidrittelmilch aus Kuhvollmilch mit 2 Prozent Mondamin, 5 Prozent Glukose und pflanzlichem Öl ist dagegen eine gute Alternative.

Als Symptome treten bei Säuglingen Bauchschmerzen, Erbrechen und eine Fruktosurie auf. die betroffenen Kinder dürfen daher überhaupt keine Lebensmittel bekommen, die Fruktose enthalten, z. B. kein Obst mit Ausnahme von ein wenig Zitrone. Bei Gemüse sollte man fruktosearme Sorten auswählen (siehe dazu die Tabelle "Fruktosegehalt von Lebensmitteln" ). Fertigbreie sind nicht für die Ernährung von Säuglingen und Kleinkindern mit Fruktoseintoleranz geeignet, da sie meist Zucker enthalten. Fruktosefreie Breie können aus Vollmilch, Fleisch, Glukose (Traubenzucker), Mehl, Stärkeprodukten, Butter und Eiern selbst zubereitet werden. Wieviel Fruktose ein Säugling oder Kleinkind erhalten kann, hängt vom Ausmaß des Enzymdefektes ab. Die nachfolgende Tabelle gibt einen Anhaltspunkt für die duldbare Fruktosemenge in verschiedenen Altersstufen.

 

Richtlinien für die Fruktoseaufnahme bei vorliegender Fruktoseintoleranz im Säuglings- Kleinkindes- und Kindesalter:

Lebensalter   duldbare Fruktosemenge pro Tag    Bemerkung
bis 6 Monate   keine Fruktose    keine Fruktose in Form von Obst und Gemüse
7. bis 18. Monat   1 g Fruktose    auf 2 Mahlzeiten verteilt
19. bis 48. Monat   2 g Fruktose    auf mehrere Mahlzeiten verteilt
5. bis 10. Jahr   4 g Fruktose    auf mehrere Mahlzeiten verteilt

Quelle: nach Wachtel, U. u. R. Hilgarth, 1995

Ohnehin meiden Kinder ab dem 2. Lebensjahr meist instinktiv fruktosehaltige Nahrungsmittel, weil sie wissen, daß sie nach dem Verzehr dieser Lebensmittel Bauchschmerzen bekommen.
Ebenso wie bei Erwachsenen ist eine zusätzliche Vitamingabe in Form eines Multivitaminpräparates notwendig. Diese Vitaminergänzung sollte jedoch mit dem Arzt besprochen werden.


Weiteres kann man lesen unter:

http://www.loewenapo.com/ernaehr/allergien/fruktoseunvertraeglichkeit/index.html


Ein guter Beitrag im TV siehst du unter:

http://www.br-online.de/umwelt-gesundheit/sprechstunde/200707/st20070709_3.shtml



« Letzte Änderung: 06. Juli 2007, 13:09 von Dietmar E. »
"Zu meiner Zeit gab es Dinge, die tat man, und Dinge, die man nicht tat, ja, es gab sogar eine korrekte Art, Dinge zu tun, die man nicht tat." (Sir Peter Ustinov)

Gitti

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Fruktose-Unverträglichkeit
« Antwort #1 am: 28. Mai 2008, 17:28 »
Fruchtzuckerunverträglichkeit
Strikter Verzicht auf Obst häufig unnötig
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(aid) - Etwa drei von zehn Deutschen leiden unter einer Fruktosemalabsorption und vertragen Fruchtzucker nur eingeschränkt. Warum diese Krankheit häufig unterschätzt und falsch behandelt wird, erläuterte die Ernährungsberaterin Christiane Schäfer, Hamburg, auf der Frühjahrstagung des Verbandes für Unabhängige Gesundheitsberatung (UGB) Mitte Mai 2008 in Gießen.

Fruchtzucker kommt nicht nur in Früchten vor, sondern auch in Haushaltszucker, Honig und anderen Süßungsmitteln. Die Lebensmittelindustrie setzt seit einiger Zeit vermehrt solche fruktosereichen Süßungsmittel ein, beispielsweise in Diabetikerlebensmitteln, Wellnessgetränken oder Ketchup. Auch in Produkten mit der Aufschrift "zuckerfrei" darf Fruchtzucker enthalten sein oder der Zuckeraustauschstoff Sorbit. Auf diesen sollten Menschen mit Fruktosemalabsorption möglichst ganz verzichten.

Viele Patienten meinen es jedoch zu gut und streichen auch den Fruchtzucker komplett aus ihrer Ernährung, berichtete Schäfer aus ihrer Beratungspraxis. Das führt zu einem unnötig geringen Obstverzehr und kann die Magen-Darm-Beschwerden sogar verschlimmern. Bei der Fruktosemalabsorption bildet die Dünndarmschleimhaut zu wenig von einem spezifischen Transporteiweiß für Fruchtzucker. Dieses befördert die Fruktose aus dem Speisebrei in die Darmzelle und damit ins Blut. Sobald die Nahrung jedoch keinen Fruchtzucker mehr enthält, stellt der Dünndarm die Produktion des Transporteiweißes ganz ein.

Häufiger Grund für den strikten Verzicht auf Fruchtzucker ist eine Verwechslung mit der ähnlich klingenden Fruktoseintoleranz. Bei dieser seltenen, angeborenen Stoffwechselstörung fehlt den Betroffenen ein Leberenzym, so dass sie sich lebenslang streng fruchtzuckerfrei ernähren müssen. Menschen, die an der sehr viel harmloseren Fruktosemalabsorption leiden, stoßen bei eigenen Internetrecherchen häufig auf die Ernährungsvorschriften bei Fruktoseintoleranz und begehen so Diätfehler, warnte Schäfer.

Nach der Diagnose Fruchtzuckerunverträglichkeit empfiehlt die Expertin einen schrittweisen Kostaufbau in drei Phasen: In den ersten zwei Wochen ernähren sich die Patienten deutlich fruktose- und sorbitreduziert. Zudem verzichten sie auf Lebensmittel, die häufig schwer bekömmlich sind und führen ein Ernährungs- und Symptomtagebuch. In der anschließenden Testphase finden die Betroffenen gemeinsam mit einer Ernährungsfachkraft heraus, wie viel Fruktose sie individuell vertragen. Daraus erarbeiten sie Regeln für den dritten Schritt, eine langfristige Ernährungsumstellung mit möglichst geringen Einschränkungen im Alltag.
aid, Monika Heinis

Weitere Informationen: www.was-wir-essen.de, Rubrik Ernährungsinfos/Empfehlungen bei Krankheiten/Fruktose-Malabsorption


Jutta

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Nahrungsmittel - Unverträglichkeit
« Antwort #2 am: 03. Juni 2008, 11:53 »
Histamin-Intoleranz: Mehr Information, neue Hoffnung für Betroffene

   20 Prozent der Menschen leiden an Nahrungsmittelintoleranzen

   Wien (pts/29.05.2008/14:55) - So stark die Fälle von
   Nahrungsmittelintoleranzen in den vergangenen Jahren gestiegen sind, so
   wenig geklärt sind die Mechanismen, die dahinter stecken. Diese Lücke
   wollen nun die Gründer einer neuen Fachgesellschaft schließen: NutriDis,
   die Wissenschaftliche Gesellschaft zur Forschung und Weiterbildung im
   Bereich nahrungsmittelbedingter Intoleranzen, dient ab sofort dazu, Ärzte
   und Therapeuten zu schulen und neue Therapien zu erarbeiten. Aktuelles
   Thema: Histamin-Intoleranz. Gegen diese allgemein noch eher unbekannte,
   aber weit verbreitete Unverträglichkeit, ist seit kurzem auch ein Kraut
   gewachsen.

   In der westlichen Welt leiden 10 bis 20 Prozent der Menschen an einer
   oder mehreren Nahrungsmittelintoleranzen: an Glutensensitivität,
   Histamin-Intoleranz, Fructose- oder Laktose-Unverträglichkeit.
Alle vier
   gehören zu den Top-Themen in der Medizin - dennoch ist bis heute nicht
   vollkommen geklärt, wie Intoleranzen genau entstehen.
   Höchstwahrscheinlich werden sie durch ....... http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=080529041

Gitti

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Jeder dritte Mensch in Deutschland leidet unter Reizdarm- oder Reizmagen-Beschwerden

(Köln – 16. Juni 2008): Unter dem Titel „Wenn Süßes Bauchweh macht – Fruktose Freund oder Feind“ klärt Privatdozent Dr. med. Hans-Joachim Thon, wissenschaftlicher Beirat des Deutschen Kompetenzzentrum Gesundheitsförderung und Diätetik, auf, dass Fruchtzucker (Fruktose) ein Problemzucker und bei vielen Menschen für Magen-Darm-Beschwerden verantwortlich ist. Der Chefarzt der Abteilung für Innere Medizin des St. Josef-Hospital Bonn-Beuel macht auf der Internetseite des Vereins www.dkgd.de seinen Vortrag, den er aus Anlass des „Forum für Innere Medizin“ im April gehalten hat, kostenlos verfügbar.

Privatdozent Thon gehört als renommierter Gastroenterologe zu den Vorreitern der Aufklärung von Patienten und Medizinern im Bereich Fruktose. Das Reizdarmsyndrom gehört mit einer Prävalenz von 10 bis 15 Prozent zu den Volkskrankheiten, und bisher erhalten die meisten Patienten durch die herkömmliche Therapie keine zufrieden stellende Hilfe. Mit Zunahme des Fruktosekonsums in den letzten 50 Jahren steigt auch die Zahl der Reizdarm-Patienten kontinuierlich an.

Bereits 1969 zeigte ein erster Bericht auf, dass Fruktose zu reizdarmartigen Beschwerden führt. Aktuellen Untersuchungen zufolge verträgt mindestens jeder dritte Reizdarm-Patient Fruktose schlecht und die Meidung des Zuckers vermindert die Magen-Darm-Beschwerden. In einer Studie mit 37 Teilnehmern wies Thon nach, dass 51 Prozent der Probanden einen krankhaft veränderten Fruktose-Wasserstoff-Atemtest mit dyspeptischen Beschwerden im Testverlauf aufweisen. 30 Prozent der Versuchsteilnehmer litten unter Milchzucker-Unverträglichkeit und bei 21 Prozent war eine kombinierte Frucht-Milchzucker-Unverträglichkeit festzustellen. Bei 88 Prozent der Patienten mit Fruktose-Unverträglichkeit besserten sich die Beschwerden nach kurzer Zeit der verminderten Fruktoseaufnahme.

Privatdozent Thon bedauert in Anbetracht der vorliegenden Studienergebnisse, dass Ärzte dem Thema Fruktose in der Behandlung des Reizdarmsyndroms zu wenig Beachtung schenken. Nach Aussagen des Experten ist Fruktose nicht grundsätzlich ungesund, sondern die Dosis und die individuelle Verträglichkeit sind entscheidend. Den Therapeuten empfiehlt Thon, bei Reizdarm-Patienten mithilfe des Wasserstoff-Atemtests zu prüfen, ob eine Fruktose-Malabsorption vorliegt und in diesem Falle die Fruktoseaufnahme zu reduzieren.

Die jährlichen Kosten der Behandlung eines Reizdarm-Patienten liegen derzeit bei rund 1000 Euro jährlich und erreichen bei vielen keine Linderung der Symptome. Vor diesem Hintergrund kritisiert Thon, dass die aktuelle Leitlinie zur Diagnostik und Therapie des Reizdarms keine Ernährungstherapie oder Maßnahmen der nutritiven Medizin vorsieht. Während in der Normalbevölkerung 20 bis 25 Prozent unter Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten leiden, sind es bei Reizdarm-Betroffenen 50 bis 70 Prozent. Die Laktoseintoleranz (Milchzucker-Unverträglichkeit) kommt häufig bei Reizdarmsyndrom vor und lässt sich wie auch die Fruktose-Malabsorption mit einem Wasserstoff-Atemtest relativ leicht diagnostizieren.

Der häufig als „Naturzucker“ und Alternative zum Haushaltszucker angepriesene Fruchtzucker findet reißenden Absatz in der Lebensmittelindustrie. Viele Getränke sind neuerdings mit Fruktose gesüßt. Aktuelle Studien zeigen, dass ein reichlicher Fruchtzucker-Konsum neben Magen-Darm-Problemen auch zu Fettstoffwechselstörungen einem erhöhten Gichtrisiko, Insulinresistenz, Fettleber und dem metabolischen Syndrom führen kann. Problematisch ist auch, dass parallel mit dem Fruktosekonsum in den USA auch die Übergewichts- und Adipositas-Häufigkeit deutlich anstieg, zeigt Privatdozent Dr. Thon auf.

VISPR: Vorstand des Deutschen Kompetenzzentrum Gesundheitsförderung und Diätetik e.V., kompetenzzentrum@email.de, 0177/2353525, Deutsches Kompetenzzentrum Gesundheitsförderung und Diätetik e.V., c/o Dipl. theol. Mareike Carlitscheck, Adolphstraße 5, 50679 Köln.

Deutsches Kompetenzzentrum Gesundheitsförderung und Diätetik e.V., kompetenzzentrum@email.de, 0177/2353525, c/o Dipl. theol. Mareike Carlitscheck, Adolphstraße 5, 50679 Köln

Das Deutsche Kompetenzzentrum Gesundheitsförderung und Diätetik e.V. ist http://www.openpr.de/news/219749.html

Jutta

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Re: Fruktose-Unverträglichkeit
« Antwort #4 am: 02. August 2008, 11:24 »

30/07/08,13:43, Elsevier Von Mary Ann Moon
Einschränkung von Fruktose und Fruktanen bei der Ernährung verbessert möglicherweise Symptome des Reizdarmsyndroms

Patienten mit Reizdarmsyndrom und Fruktose-Malabsorption scheinen von einer Ernährung mit eingeschränkter Fruktose- und Fruktanaufnahme zu profitieren, wie Susan J. Shepherd und ihre Kollegen in einem Artikel berichten, der in der Juli-Ausgabe von Clinical Gastroenterology and Hepatology erschienen ist.

In der Studie an 25 Patienten führte die Ernährung zu einer "deutlichen und anhaltenden Verbesserung der gastrointestinalen Symptome", schreiben die Wissenschaftler.

Eine nachfolgende Untersuchung der Patienten ergab, dass der Rückgang von Symptomen nicht speziell auf eine eingeschränkte Aufnahme von Fruktose zurückzuführen war, sondern durch die Beschränkung der Aufnahme schlecht absorbierter kurzkettiger Kohlenhydrate im Allgemeinen herbeigeführt wurde.

Diese Ergebnisse “stellen den ersten hochwertigen Beweis dar", dass schlecht absorbierte kurzkettige Kohlenhydrate - Fruktose und Fruktane - als Nahrungsbestandteile Symptome des Reizdarmsyndroms (irritable bowel syndrome, IBS) bei solchen Patienten auslösen, die auch an einer Fruktose-Malabsorption leiden.

Die Ergebnisse zeigten auch, dass ein eingeschränkter Konsum dieser Substanzen zu einer dauerhaften symptomatischen Verbesserung führe, schreiben die Wissenschaftler ...  weiter auf http://www.univadis.de/medical_and_more/de_DE_News_Article_Medical?profileAOI=8&profileAOIName=Allgemeinmedizin&articleItemId=8710c5511426c5e97c73c041692a44e8

Dietmar E.

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Re: Fruktose-Unverträglichkeit
« Antwort #5 am: 09. Oktober 2008, 14:44 »

Auch mich hat`s erwischt, nur dauerte es sehr viele Jahre von der Diagnose gereizter Darm/Magen durch Stress,
bis schließlich: Fruktose-Unverträglichkeit.

Der Test ist einfach und wird bei (fast) jedem Allergielabor gemacht.


Fruchtzucker-Unverträglichkeit kann unangenehm sein 

Schon in den 80er-Jahren wurde erforscht, dass in Mitteleuropa mehr als 30 Prozent der Menschen an Fruchtzucker-Unverträglichkeit (Fruktose-Malabsorption) leiden. Dieses Wissen scheint im Laufe der Zeit aber wieder in Vergessenheit geraten zu sein.

Während die Laktose-Intoleranz vielen bekannt ist, denken Ärzte und Patienten offenbar nur selten daran, dass auch Fruchtzucker hartnäckige Beschwerden auslösen kann. Diese äußern sich durch Bauchkrämpfe, Völlegefühl, Durchfall oder Verstopfung.

Mediziner des Bonner St. Josef-Hospitals testeten in einer aktuellen Untersuchung 58 Reizdarm-Patienten auf Fruktose-Malabsorption. Davon fiel bei 59 Prozent der Betroffenen der Test positiv aus.

Mithilfe einer Ernährungsumstellung besserten sich die Beschwerden innerhalb kürzester Zeit.

 
 
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Dietmar E.

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Re: Fruktose-Unverträglichkeit
« Antwort #6 am: 11. November 2008, 16:48 »

11.11.08
 
Fructoseintoleranz - Aufruhr im Verdauungstrakt#

Obst steht ganz oben auf der Hitliste gesunder Nahrungsmittel. Wenn ein paar Trauben oder ein Schluck Apfelsaft aber Bauchschmerzen verursachen, kann der Einfachzucker Fructose der Übeltäter sein.

Von FOCUS-Online-Autorin Petra Peschel

Wer Fruchtzucker nicht toleriert, kann nur geringe Mengen Obst essen-

Blähungen, krampfartige Bauchschmerzen und laute Bauchgeräusche plagten Sabine S. ihr halbes Leben lang. Um ihrer Verdauung Gutes zu tun, aß sie möglichst gesund – vor allem Obst und Gemüse. Doch die Probleme verstärkten sich im Lauf der Zeit sogar. Erst im Gespräch mit einer Freundin erinnerte sie sich, dass sie schon als Kind von Obst oft Bauchweh bekam. Dann stellte ein Arzt die richtige Diagnose: intestinale Fructoseintoleranz, auch Fructosemalabsorption genannt.

Große Mengen von über 35 Gramm Fruchtzucker wirken im gesündesten Verdauungssystem abführend. Soviel
steckt zum Beispiel in sechs getrockneten Feigen oder in zwei Gläsern Apfelsaft. Doch reagieren 30 Prozent der Deutschen
schon auf viel geringer ........ http://www.focus.de/gesundheit/ernaehrung/nahrungsunvertraeglichkeit/tid-12020/fructoseintoleranz-aufruhr-im-verdauungstrakt_aid_337561.html
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Tanja

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Re: Fruktose-Unverträglichkeit
« Antwort #7 am: 24. April 2009, 15:24 »
Übergewicht, Gicht, Diabetes

Fructose in größeren Mengen schädlich

23.04.09 - Fructose stammt aus Obst und muss demnach gesund sein? Von wegen! Zwar ist die in ein bis zwei Portionen Obst verpackte Menge tatsächlich unschädlich, nicht aber größere Mengen von Fruchtsäften und Produkten, die mit Fruchtzucker gesüßt sind.


Darauf weist die in Aachen ansässige Fachgesellschaft für Ernährungstherapie und Prävention (FET) hin. Das verbreitete Vorurteil, Fruchtzucker müsse gesund sein, komme der Industrie gerade recht. Produkte, denen statt Haushaltszucker die süßere und preiswertere Fructose zugesetzt ist, ließen sich dadurch einfach besser verkaufen.

Doch nach FET-Einschätzung ist Fruchtzucker ein Wolf im Schafspelz. Die Menge in ein bis zwei Portionen Obst am Tag sei unbedenklich. "Doch die Kombination aus Fruchtsäften und mit Fructose gesüßten Produkten lässt uns zum Teil hohe Mengen aufnehmen."

Fruchtzucker zieht im Vergleich mit der Glucose eine geringere Insulinausschüttung nach sich und galt daher jahrelang als geeignet für Diabetiker. Doch gerade dieser vermeintliche Vorteil macht hohen Konsum schädlich.

Insulin signalisiert dem Körper Sättigung. Dieses Gefühl fehlt beim Fruchtzucker. Nicht nur das: Fructose verstärkt das Hungergefühl eher.

Die Ursache liegt darin, dass die beiden Zucker unterschiedlich verstoffwechselt werden. Während die Aufnahme von Glucose in die Zellen vom Insulin reguliert wird, überschwemmt Fruchtzucker die Zellen ungehindert. Der Körper verstoffwechselt alles, was er bekommt.

Da unser Organismus keine Fructosespeicher aufweist, müssen wir den Zucker sofort abbauen. Heißt: Bei hohem Konsum wandelt die Leber Fructose direkt in Fett um. Auf längere Sicht sind dadurch Fettleber und Übergewicht programmiert.

Die Bilanz sieht damit reichlich ungünstig aus: In größeren Mengen genossen,

    * begünstigt Fructose die Entstehung von Übergewicht,
    * wirkt diabetogen und
    * fördert die Harnsäurebildung und auch Gichtanfälle.

me / FET

http://www.aerztlichepraxis.de/artikel_allgemeinmedizin_ernaehrung_fruchtzucker_124049468763.htm

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