Autor Thema: Laktose Unverträglichkeit  (Gelesen 8317 mal)

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Dietmar E.

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Laktose Unverträglichkeit
« am: 05. Juni 2007, 09:55 »


Milchzuckerunverträglichkeit -  Laktoseintoleranz


Was bedeutet Milchzuckerunverträglichkeit?

Milchzuckerunverträglichkeit wird in der Fachliteratur auch als Laktoseintoleranz oder Laktasemangel-Syndrom bezeichnet. Es handelt es sich dabei um eine Unverträglichkeit gegenüber dem in der Milch vorkommenden Zucker, der Laktose. Menschen, die Milchzucker nicht vertragen, haben einen Mangel an Laktase, einem Enzym, das in der Dünndarmschleimhaut gebildet wird. Dieses Enzym baut den Milchzucker, der mit der Nahrung aufgenommen wird, im Darm in seine Bestandteile Glukose und Galaktose ab. Wird zu wenig Laktase im Darm gebildet, so kann der verzehrte Milchzucker nur teilweise abgebaut und in Form seiner Spaltprodukte ins Blut aufgenommen werden. Ein erheblicher Teil gelangt unverdaut in den Dickdarm. Dort wird er von den Bakterien, die den Darm besiedeln, zu Milchsäure, Essigsäure und Kohlendioxid abgebaut. Diese Abbauprodukte, vor allem das gasförmige Kohlendioxid, erhöhen den Druck im Darm, und es sammelt sich vermehrt Wasser an. Die entstehenden Säuren regen zusätzlich die Darmbewegungen an. Als Folge treten wäßrige, schäumende und sauer riechende Durchfälle auf. Die Betroffenen leiden außerdem unter Blähungen und kolikartigen Bauchschmerzen. Wie stark die Beschwerden sind, hängt vom Umfang des Laktasemangels und von der aufgenommenen Menge an Milch und Milchprodukten ab. Bei Säuglingen kann es zu Erbrechen und unter Umständen zu schweren Entwicklungsstörungen kommen.
Der Laktasemangel ist weltweit gesehen in der erwachsenen Bevölkerung sehr weit verbreitet. Man schätzt, daß bis zu 90 Prozent der erwachsenen Weltbevölkerung betroffen sind. Bei vielen afrikanischen, asiatischen und lateinamerikanischen Völkern ist die Milchzuckerunverträglichkeit keine Besonderheit. In den europäischen Ländern liegen die Häufigkeiten zwischen drei Prozent in Schweden und 40 Prozent in Frankreich. In Deutschland sind etwa 15 Prozent der Bevölkerung betroffen. Ein angeborener Laktasemangel kommt äußerst selten vor. Meist wird er irgendwann im Laufe des Lebens erworben.

Die verschiedenen Formen der Milchzuckerunverträglichkeit

Während eine Allergie auf einer Antigen-Antikörper-Reaktion beruht, hat eine Lebensmittelintoleranz keinen immunologischen Ursprung. Ein bestimmter Stoff, in diesem Fall Milchzucker, wird vielmehr deshalb schlecht vertragen, weil der Körper ihn nicht richtig abbauen kann. Anders als bei einer Allergie, die sich in der Regel langsam entwickelt, kann es bereits beim ersten Kontakt mit der unverträglichen Substanz zu Beschwerden kommen.

Bei der Milchzuckerunverträglichkeit lassen sich verschiedene Formen unterscheiden:

   1. Primärer Laktasemangel (kongenitaler Laktasemangel):
      Hier handelt es sich um eine angeborene Stoffwechselstörung. Den betroffenen Säuglingen fehlt die Laktase vollständig. Nach dem Verzehr von laktosehaltigen Speisen treten schwere Durchfälle und Erbrechen auf. Es besteht die Gefahr von Wachstumsstörungen.

   2. Sekundärer Laktasemangel:
      Dieser Enzymmangel tritt infolge verschiedener Erkrankungen des Dünndarms auf, beispielsweise als Folge der Einheimischen Sprue (Zöliakie). Ein solcher Laktasemangel bildet sich wieder zurück, wenn die Grundkrankheit therapiert wird. Nicht selten entwickelt sich eine Laktoseintoleranz auch nach einer teilweisen Entfernung des Magens. Bei solchen Patienten wird der Dünndarm überbelastet und kann deshalb den Milchzucker nicht oder nur unvollständig verdauen.

   3. Erworbener Laktasemangel:
      Die erworbene Laktoseintoleranz beruht auf einer Abnahme der Laktaseaktivität, die verschieden stark sein kann. Ein langsamer Rückgang der Laktaseaktivität bereits ab dem Kindesalter stellt einen normalen physiologischen Vorgang dar, der beim überwiegenden Teil der Weltbevölkerung zu beobachten ist. Die genauen Mechanismen für die abnehmende Enzymaktivität sind noch nicht geklärt. Je nachdem, wie stark der Rückgang der Laktase ist, können mit der Zeit Symptome einer Unverträglichkeit auftreten. Da jeder Betroffene über eine unterschiedlich große Restmenge des Enzyms verfügt, ist die vertragene Laktosemenge verschieden hoch.

Wird eine Milchzuckerunverträglichkeit bei einem Patienten vermutet, so führt der Arzt einen Laktosebelastungstest durch. Dabei werden etwa 50 g Laktose in Form einer 10prozentigen wäßrigen Lösung verabreicht. Anschließend wird der Anstieg des Zuckerspiegels im Blut beobachtet. Steigt der Zuckerspiegel um weniger als 20 mg pro 100 ml an, so liegt eine Laktoseintoleranz vor. Darüber hinaus gibt es weitere Methoden, die zur Diagnose verwendet werden, wie zum Beispiel die Bestimmung der Wasserstoff-Ausatmung oder die Vergrößerung des Darmvolumens.

Ernährungsempfehlungen bei Milchzuckerunverträglichkeit
Allgemeines

Laktose ist ein Zucker, der speziell in der Milch vorkommt. Daher ist er in allen Milchprodukten in mehr oder weniger großen Mengen enthalten. Die Behandlung einer Laktoseintoleranz besteht somit darin, Milchprokukte ganz oder teilweise zu meiden. Da auch bei einer Unverträglichkeit meist noch eine gewisse Menge Laktase im Dünndarm gebildet wird, werden kleine Mengen an Milchprodukten in der Regel vertragen. Diese sollten dann auch bis zu der verträglichen Menge verzehrt werden, da sie unsere besten Calciumlieferanten sind. Eine optimale Calciumversorgung ist ohne den Verzehr von Milch und Milchprodukten sehr schwierig.
Der erste Schritt zur Auswahl einer geeigneten Ernährung besteht somit darin, die vertragene Menge Milchzucker auszutesten. In Abhängigkeit davon muß dann entweder eine laktosefreie Diät mit maximal einem Gramm Laktose pro Tag oder eine laktosearme Diät mit acht bis zehn Gramm Laktose pro Tag eingehalten werden. Ein Teil der Betroffenen reagiert bereits bei Laktosemengen von weniger als drei Gramm pro Tag mit heftigen Beschwerden, während der größte Teil der Patienten auch bei einer Kost, die lediglich laktosearm ist, symptomfrei bleibt.


Milchzucker in Lebensmitteln

Milch und Milchprodukte:
Der Gehalt von Milchzucker in Milch und Milcherzeugnissen ist in der Tabelle "Laktose in Milch und Milcherzeugnissen" übersichtlich dargestellt. Mit Hilfe dieser Tabelle können Milchprodukte entsprechend ihrem Laktosegehalt bis zur verträglichen Menge ausgewählt werden. Häufig vertragen Personen, die an einer Laktoseintoleranz leiden, heiße Milch recht gut. Bei vielen von ihnen kommt es nur nach der Aufnahme von kalter Trinkmilch zu den typischen Beschwerden. Jeder Patient muß daher selbst ermitteln, welche Lebensmitteln für ihn verträglich sind und welche Milchprodukte er in welchen Mengen verzehren kann.

Produkte mit zugesetztem Milchzucker:
Lebensmittel, denen Milchzucker bei der Verarbeitung zugesetzt werden, sind beispielsweise Brot, Wurst, Fertiggerichte, Fertigprodukte (Suppen, Soßen, Streuwürze, Boullion) und Backwaren. Wurstwaren können zum Beispiel ein bis vier Gramm Milchzucker pro 100 Gramm enthalten. Man sollte also bei solchen Lebensmitteln die Zutatenliste auf der Verpackung genau durchlesen bzw. bei unverpackten Produkten im Geschäft nachfragen.

Laktose als Trägersubstanz:
Wird Laktose als Trägersubstanz (zum Beispiel in Süßstofftabletten) eingesetzt, muß sie auf der Verpackung nicht kenntlich gemacht werden. Es ist aber möglich, die Hersteller solcher Produkte nach den verwendeten Zutaten zu fragen. Auch Arzneimittel enthalten häufig Laktose als Trägersubstanz. Hier kann der Apotheker Auskunft geben oder beim Hersteller nachfragen.

Fermentierte Milchprodukte:
Den von einer Laktoseintoleranz Betroffenen können fermentierte Milchprodukte wie Joghurt, Kefir, Sauermilch in der Regel empfohlen werden. Obwohl diese Produkte relativ viel Milchzucker enthalten, werden sie meistens sehr gut vertragen. In Untersuchungen hat man festgestellt, daß mit Hilfe der Bakterien, die in diesen Produkten enthalten sind, die Laktose abgebaut werden kann (siehe dazu auch den Abschnitt "Einsatz von probiotischen Lebensmitteln").


Deckung des Calciumbedarfs

Calcium ist ein wichtiger Mineralstoff, der nicht nur für das Wachstum der Knochen, sondern auch für die Blutgerinnung, die Reizentstehung und die Herztätigkeit notwendig ist. Wird Calcium in zu geringen Mengen aufgenommen, kommt es insbesondere zu Störungen im Knochenstoffwechsel: Wird im Kindes- und Jugendalter nicht genügend Calcium aufgenommen, so bildet sich nicht ausreichend Knochenmasse als "Rücklage" für spätere Jahre. Später leiden solche Patienten häufig an Osteoporose (siehe dazu auch Kapitel "Osteoporose"). Zur Deckung des Calciumbedarfs müssen Kinder ab dem Alter von einem Jahr bis zum 15. Lebensjahr täglich 600 bis 1000 mg Calcium aufnehmen. Bei Jugendlichen im Alter von 15 bis 19 Jahren ist der Calciumbedarf mit 1200 mg pro Tag am höchsten. Ab dem 19. Lebensjahr wird ein Calciumbedarf von 1000 mg und im höheren Lebensalter von 800 mg empfohlen.

   1. Deckung des Calciumbedarfs bei laktosearmer Diät:
      Bei der laktosearmen Diät kann der Calciumbedarf größtenteils durch den Verzehr von Milchprodukten mit niedrigem Laktosegehalt gedeckt werden. Insbesondere viele Käsesorten sind gute Calciumlieferanten, die gleichzeitig nur wenig Laktose enthalten. Die Tabelle "Calciumgehalt von Milchprodukten mit niedrigem Laktosegehalt" gibt hier einen Überblick.

   2. Deckung des Calciumbedarfs bei laktosefreier Diät:
      Bei der laktosefreien Diät wird es sehr problematisch, Calcium in ausreichenden Mengen aufzunehmen. Auf jeden Fall ist es empfehlenswert, ausreichend Gemüse mit hohem Calciumgehalt in den Speiseplan aufzunehmen. Darüber hinaus sollte man darauf achten, calciumreiches Mineralwasser zu trinken. Die Tabellen "Calciumreiche, milchfreie Lebensmittel" und "Calciumreiche und natriumarme Mineralwässer" geben Unterstützung bei der richtigen Lebensmittelauswahl.
      Bei der Calciumzufuhr ist darüber hinaus zu beachten, daß es zahlreiche Faktoren gibt, die die Aufnahme von Calcium fördern beziehungsweise hemmen. So unterstützen Vitamin D, Laktose und eine normale Eiweißzufuhr die Calciumaufnahme aus dem Darm, während Oxalsäure, Phytinsäure und Ballaststoffe sich hemmend auswirken. Oxalsäure ist beispielsweise enthalten in Kakao, Spinat, Rote Beete, Rhabarber, schwarzem Tee und Pfefferminztee, Phytinsäure in Vollkornprodukten. Außerdem kann Calcium bei der Zubereitung von Lebensmitteln mit dem Kochwasser verloren gehen. Deshalb ist es empfehlenswert, Gemüse zu dünsten anstatt es in reichlich Wasser zu kochen.


Spezielle Empfehlungen für Säuglinge

Säuglinge, bei denen eine Milchzuckerunverträglichkeit festgestellt wurde, müssen laktosefrei ernährt werden. Sie dürfen auch keine Muttermilch erhalten, da diese hohe Mengen Laktose enthält. In Apotheken gibt es einige Milchersatzprodukte, die laktosefrei sind. Außerdem kann Sojamilch als Ersatz dienen. Für die Ernährung ab dem 5. Monat gibt es von verschiedenen Herstellern löffelfertige Breie, die milchfrei sind. Mit Hilfe dieser Produkte kann der Nährstoffbedarf des Säuglings gedeckt werden. Insbesondere liefern sie auch Calcium in ausreichenden Mengen. Man sollte aber auch bei diesen Produkten die Zutatenliste genau lesen. Aus Sojamilch können ebenfalls milchfreie Mahlzeiten zubereitet werden.
Bei Säuglingen ist auch streng darauf zu achten, daß sie keine laktosehaltigen Medikamente erhalten. Besprechen Sie daher jede Medikamenteneinnahme mit dem Arzt oder Apotheker!


Praktische Ernährungstips bei Laktoseintoleranz

    * Beim Verzehr von Fertigprodukten sollten Sie vorsichtig sein. Sie sollten beim Einkauf immer die Zutatenliste durchlesen.

    * Im Restaurant sollten Sie nur solche Speisen auswählen, die garantiert laktosefrei oder laktosearm sind, wie zum Beispiel Fisch mit Gemüse und Kartoffeln. Wenn Sie sich nicht ganz sicher sind, fragen Sie nach.

    * Beim Einkauf von unverpackten Lebensmitteln wie Wurst, Fischerzeugnissen und anderen fragen Sie nach, ob das Produkt nicht unter Zusatz von Milchzucker hergestellt wurde.

    * Testen Sie für sich selbst, welche Mengen Sie an Milchprodukten beziehungsweise an laktosearmen Käsesorten oder probiotischen Milchprodukten vertragen. Da Milch der wichtigste Calciumlieferant in unserer Ernährung ist, sollten Sie auf jeden Fall die verträglichen Milchprodukte täglich verzehren.

    * Oft sind vier bis fünf kleine laktosehaltige Portionen besser verträglich als eine Mahlzeit mit einer großen Menge an Laktose.

    * Manche Betroffene vertragen heiße Milch ohne Beschwerden. Manchmal vertragen sie auch kalte Milch in Verbindung mit fester Nahrung.

    * Wenn Sie ein Medikament einnehmen, sprechen Sie mit Ihrem Arzt, ob das Präparat laktosefrei ist.

    * Wenn Sie Getränke auswählen, bevorzugen Sie calciumreiche Mineralwässer und calciumangereicherte Fruchtsäfte.

    * Kuchen und Gebäck können Sie verzehren, wenn diese ohne Milch zubereitet sind. Bei der Herstellung von Biskuit, Mürbe- und Strudelteig wird meist keine Milch verwendet.


weiteres kann man nachlesen
unter:
http://www.loewenapo.com/ernaehr/allergien/milchzucker/index.html

"Zu meiner Zeit gab es Dinge, die tat man, und Dinge, die man nicht tat, ja, es gab sogar eine korrekte Art, Dinge zu tun, die man nicht tat." (Sir Peter Ustinov)

Dietmar E.

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Milchzuckerunverträglichkeit: Ratgeber klärt auf
« Antwort #1 am: 26. Juli 2007, 22:14 »

Die Neuauflage der Broschüre „Wenn Milch krank macht...“ soll Betroffenen von Laktoseintoleranz einen Weg zeigen, mit der Unverträglichkeit leichter zu leben. Die Broschüre bietet neben Ernährungsempfehlungen sowie Therapiemöglichkeiten ebenso eine praktische Einkaufshilfe an.

Wenn Verdauungsstörungen, Bauchschmerzen, Durchfall und Übelkeit nach dem Verzehr von Milch auftreten, handelt es sich meist um eine Milchzuckerunverträglichkeit (Laktoseintoleranz). Derzeit leiden rund zehn Millionen Menschen in Deutschland an dieser Unverträglichkeit. Bei einer Laktoseintoleranz mangelt es den Betroffenen an dem Enzym Laktase, das normalerweise Milchzucker in seine Bestandteile Glukose und Galaktose aufspaltet. Ist diese Funktion gestört, gelangt der Milchzucker ungespalten in den Dickdarm und dient den dort lebenden Bakterien als Nahrung. Die dabei entstehenden Gase und kurzkettigen Fettsäuren lösen die typischen Beschwerden aus.

Mit einem Wasserstoff-Atemtest lässt sich die Laktoseintoleranz einfach nachweisen. Als einzigste Ernährungstherapie empfiehlt sich die Reduzierung beziehungsweise Meidung von Milch- und Milchprodukten. Wie viel Milchzucker jeder Patient verträgt, hängt vom Schweregrad seines Laktasemangels ab und muss jeder Betroffene individuell austesten.

Milch- und Milchprodukte enthalten Eiweiße mit einer hohen biologischen Wertigkeit sowie leicht verdauliches Fett. Daneben sind Milchprodukte gute Lieferanten von Calcium und enthalten essentielle Mineralstoffe wie Kalium, Magnesium und Jod, fettlösliche Vitamine E, D, K und A sowie die wasserlöslichen Vitamine Riboflavin (B2), Pyridoxin (B6) und Cobalamin (B12). Um nicht auf den Genuss von Milch verzichten zu müssen, gibt es alternativ laktosefreie Milch im Handel. Zusätzlich eignet sich ein ausreichender Verzehr an Fleisch, Fisch, Sojaprodukten und Nüssen um den Bedarf an Eiweiß zu decken. Lebensmittel wie Grünkohl, Spinat, Brokkoli und Sojabohnen können zu einer guten Versorgung an Calcium beitragen – aufgrund der enthaltenen Oxalsäure ist Calcium aus pflanzlichen Nahrungsmittel jedoch schlechter für den menschlichen Organismus verfügbar.

Die Broschüre "Wenn Milch krank macht...- Wissenswertes rund um das Thema Milchzuckerunverträglichkeit (Laktoseintoleranz)" gibt Antworten auf die dringlichsten Fragen bezüglich Symptomatik, Ursachen, Therapiemöglichkeiten und Ernährung. Darüber hinaus befindet sich im Innenteil eine Übersicht mit Angaben zum Laktosegehalt gängiger Lebensmittel und erleichtert dadurch den täglichen Einkauf der Betroffenen.




Der Ratgeber steht kostenlos auf www.fet-ev.eu zur Verfügung oder ist unter info@fet-ev.eu. erhältlich. 2.712 Zeichen

Redaktion: Anja Baustian

Fachgesellschaft für Ernährungstherapie und Prävention (FET) e.V.
Frau Anja Baustian
Mariahilfstr. 9, 52062 Aachen
Tel.: 0241 - 96 10 30
Fax.: 0241 - 96 10 322
presse@fet-ev.eu
www.fet-ev.eu

Die Fachgesellschaft für Ernährungstherapie und Prävention (FET) e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, der die Ernährungssituation in Deutschland im Hinblick auf die Ernährungstherapie und Prävention ernährungsmitbedingter Erkrankungen analysiert und bestrebt ist, diese mit geeigneten Methoden fächerübergreifend zu verbessern.

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Jutta

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Laktose Unverträglichkeit
« Antwort #2 am: 24. April 2008, 13:54 »
Das kleine Laktoseintoleranz 1x1 für das Büro

 Laktoseintoleranz-Betroffene haben es ohnehin nicht leicht im Leben, aber im Büroalltag noch etwas schwerer als die Kollegen. Denn wo Milchschokolade und Latte Macchiato die Stimmung aufheitern sollen, hat der laktoseintolerante Bauch oft das Nachsehen. Einige einfache Tipps und Kniffe, wie die alltäglichen Laktose-Fallen umschifft werden, gibt die Molkerei Weihenstephan.

Laktosefreie Milch auch im Büro-Kühlschrank
Wer Milchkaffee und Milchgetränke liebt oder sein Frühstücksmüsli gerne mit Milch zu sich nimmt, der sollte auch im Büro immer laktosefreie Milchprodukte zur Hand haben. Die haltbare laktosefreie Milch von Weihenstephan beispielsweise ist auch für stark laktoseintolerante Menschen gut verträglich. Egal ob der Latte Macchiato mit der 1,5 oder 3,5 prozentigen Milch verfeinert wird – der Milchschaum gelingt garantiert und krönt den unbeschwerten Genuss in der Kaffeepause. Wer nicht von Laktoseintoleranz betroffen ist, aber auf die Figur achtet, kann mit laktosefreier Milch Zucker einsparen: diese schmeckt nämlich von Haus aus süßer, als normale Milch. Man kommt also mit weniger Zucker im Kaffee aus und hat trotzdem den vollen Milchgenuss.


Leckere Zwischenmahlzeit – nicht nur für Betroffene
Gut gekühlt ist die haltbare laktosefreie Milch von Weihenstephan auch eine prima Zwischenmahlzeit. Egal ob pur getrunken oder als Shake mit frischen Früchten verfeinert liefert sie neben wertvollen Vitaminen auch den für Knochen und Zähne so wichtigen Mineralstoff Kalzium – da probieren die Kollegen bestimmt auch gerne mal. Als Zwischenmahlzeit sind natürlich auch immer Obst und Gemüse geeignet, das ist nicht nur gesund, sondern freut auch die schlanke Linie. Ein laktosefreier Müsliriegel ist eine kernige Alternative.

Vorsicht bei Fertiggerichten
Fertiggerichte haben es in sich, denn oft sind Saucen mit Milchzucker, also Laktose, gebunden. Bei einer starken Laktoseintoleranz empfiehlt es sich, auf die Packungshinweise zu achten oder auf Nummer Sicher zu gehen und zu Hause vorzukochen. Außerdem kann man auf Salate oder nicht fertig zubereitete Mahlzeiten wie Gemüse, Reis, etc. ausweichen. Ein Einkaufsratgeber, zum Beispiel aus dem Trias Verlag, gibt außerdem Aufschluss über eine Reihe von Lebensmitteln und ihre Verträglichkeit bei Laktoseintoleranz. Für das Vorkochen zuhause gibt es bereits Anbieter laktosefreier Rezepte, so sind beispielsweise auf www.DasKochrezept.de oder www.molkerei-weihenstephan.de zahlreiche laktosefreie Rezepte zu finden, die schnell und einfach nachzukochen sind.

Kantinenbesuche ohne Bauchgrummeln
Wenn man im Büro eine Kantine zur Verfügung hat, sollte man sich die Mühe machen und mit dem Koch sprechen, welche Gerichte für laktoseintolerante Menschen geeignet sind. Vielleicht kommt er den Betroffenen auch entgegen und entwickelt ein laktosefreies Gericht zur Auswahl – sicherlich ist im Betrieb nicht nur eine Person von Milchzuckerunverträglichkeit betroffen.
Ansonsten gilt: Finger weg von paniertem Fleisch, Fisch oder Gemüse, ebenso Pommes Frites oder Kroketten. Fertige Saucen, egal ob warm oder kalt, können ebenfalls Laktose enthalten. Desserts auf Milchbasis sollte man generell meiden. Bei Salat, Gemüse und nicht paniertem Fleisch oder Fisch muss man hingegen keine Bedenken haben und kann beherzt zugreifen.

Sissi

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Re: Laktose Unverträglichkeit
« Antwort #3 am: 07. Dezember 2008, 12:02 »

24.10.08, 14:29

 
Laktoseintoleranz - Wenn Milch krank macht

Milch, Joghurt, Käse gehören zu den Grundnahrungsmitteln. Jeder Siebte in Deutschland leidet allerdings an einer Laktoseintoleranz und bekommt durch Milchprodukte Blähungen oder Durchfall.

Von FOCUS-Online-Autorin Petra Peschel

Kinder vertragen Milch meist gut, eine Intoleranz entwickelt sich mit den Jahren.

Milch ist das erste Nahrungsmittel von Säugetieren inklusive dem Menschen. Genetisch war es ursprünglich nicht vorgesehen, dass Erwachsene die Säuglingskost trinken sollten. Mit dem Abstillen verloren unsere Vorfahren deshalb die Fähigkeit, den enthaltenen Milchzucker (Laktose) im Darm zu spalten und Milch zu verdauen. Erst mit der Einführung der Viehwirtschaft in Europa entwickelten die Menschen durch Mutation ein Gen, das die Produktion von Laktase (Enzym zur Laktosespaltung) im Darm von Erwachsenen möglich machte. Noch verfügt nicht jeder Mensch über dieses Gen. In Südostasien fehlt demnach 98 Prozent der Bevölkerung das Enzym Laktase, in Südamerika 70 Prozent, in Deutschland 17 Prozent.

............ http://www.focus.de/gesundheit/ernaehrung/nahrungsunvertraeglichkeit/tid-12025/laktoseintoleranz-wenn-milch-krank-macht_aid_337584.html

auch zu ..........

Fructoseintoleranz:
Wenn Obst den Darm stresst
Zöliakie:
Gluten stresst den Darm
Histamin-Intoleranz:
Probleme durch Fisch und Käse
„Die Laktoseintoleranz ist relativ leicht zu erkennen“, sagt

Tanja

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Medikamente, Generikum - Laktose Unverträglichkeit
« Antwort #4 am: 28. Februar 2009, 01:42 »
Milchzucker häufig als Hilfsstoff verwendet

Lactose-Intoleranz = Tabletten-Intoleranz?

17.02.09 - Rund 15 bis 20 Prozent der Bevölkerung leiden an einer Intoleranz gegenüber Lactose. Letztere wird bei der Herstellung von Tabletten häufig als Hilfsstoff verwendet. Ist da die Tabletten-Intoleranz programmiert?

Die meisten Menschen mit Lactose-Intoleranz verfügen noch über eine Restaktivität des abbauenden Enzyms Lactase - ausreichend, um mit 6 bis 12 g Milchzucker pro Mahlzeit fertig zu werden. Eine Tablette wiederum enthält nur selten mehr als 200 mg Milchzucker. Folglich können die meisten Menschen mit Lactose-Intoleranz Tabletten ohne Probleme einnehmen.

Diejenigen, die auch mit ganz geringen Lactosemengen Probleme haben (Blähungen, Durchfall und Bauchschmerzen), können vor oder direkt bei der Einnahme des Medikaments zusätzlich ein rezeptfreies Lactase-Präparat einnehmen.

ABDA / me