Autor Thema: Kuhmilch - Allergie  (Gelesen 4101 mal)

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Dietmar E.

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Kuhmilch - Allergie
« am: 05. Juni 2007, 10:34 »

So ist es! Ich dachte Kühmilchallergie ist Latoseunverträglichkeit, aber nein!


Kuhmilchallergie bei Säuglingen - Leid für die ganze Familie

   London, 5.6.07 - Beinahe 2/3 der Eltern geben an, dass sich Erkrankung negativ auf Familienleben auswirkt(1)

   Kuhmilchallergie (KMA) hat beträchtliche negative Auswirkungen auf die ganze Familie, wie die Ergebnisse einer internationalen Umfrage zeigen. Neben der Konfrontation mit den belastenden körperlichen Auswirkungen der Erkrankung auf das Kind (u.a. Erbrechen, Durchfall, keine Gewichtszunahme und Ekzem), gaben 70% der Eltern von Kindern mit KMA an, dass sie sich schuldig und verzweifelt fühlen. 82% gaben an, wegen KMA an Schlafmangel zu leiden. (1)

   Kuhmilch ist die häufigste Ursache von Lebensmittelallergie bei Säuglingen und Kleinkindern. Etwa 2-3% aller Säuglinge weltweit sind davon betroffen.(2) Zu den Hauptsymptomen der Kuhmilchallergie zählen Hautausschlag, keuchender Atem, Erbrechen, Durchfall, Verstopfung, keine Gewichtszunahme sowie Unwohlsein.(3)

   Dr. Martin Brueton, Mitglied des Beirates von Act Against Allergy und emeritierter pädiatrischer Gastroenterologe am Chelsea and Westminster Hospital, London, Grossbritannien, dazu: "Ein Kind mit Kuhmilchallergie kann für Eltern eine enorme Belastung darstellen. Der durchschnittliche Säugling mit Kuhmilchallergie leidet an einer Reihe von Symptomen, von Hautausschlägen bis zu Magenbeschwerden, schreit viel und hat oft Probleme mit der Gewichtszunahme. Eltern fühlen sich hilflos, da ihre instinktive Reaktion, dem Säugling noch mehr Milch - in der Regel die einzige Nahrungsquelle des Säuglings - zu geben, das Problem verschlimmert, anstatt es zu lösen. Bis zur korrekten Diagnose und Umstellung auf einen geeigneten Milchersatz haben Eltern und die Familie insgesamt unter beträchtlichen Auswirkungen der Erkrankung zu leiden."

   Die von Act Against Allergy in Auftrag gegebene Studie deckte auch noch weitere Auswirkungen auf das Familienleben auf. Als direkte Konsequenz eines Kindes mit KMA gab die Hälfte (49%) der befragten Eltern an, arbeitsverhindert gewesen zu sein, über ein Drittel (38%), Streit mit dem Partner gehabt zu haben und 39%, dass auch der Lebensrhythmus anderer Kinder in der Familie gestört wurde.(1)

   Diese Ergebnisse sind keineswegs überraschend für Natalie Hammond aus Hertfordshire, Grossbritannien, bei deren Sohn Joe KMA im Alter von 6 Monaten diagnostiziert wurde. Aufgrund einer falschen Erstdiagnose wurde Joe sogar einer Darmrissoperation unterzogen, bevor die Ärzte schliesslich erkannten, dass KMA die Ursache seines Leidens war. "Es war herzzerreissend und beängstigend, Joe so krank zu sehen - er erbrach und hatte Blut im Stuhl. Wir fühlten uns völlig hilflos und konnten nicht glauben, dass ein so einfaches Nahrungsmittel wie Milch derartiges verursachen kann. Es erforderte viel Zeit, über diese schreckliche und belastende Erfahrung hinwegzukommen", so Frau Hammond.

  Kuhmilch ist neben Gluten, Eiern, Fisch, Erdnüssen, Soja, Walnüssen und Muscheln eines der "grossen acht" Allergie verursachenden Nahrungsmittel in der EU. (4) Eine echte Milchallergie, schwerwiegender als Laktoseunverträglichkeit, wirkt sich auf mindestens eines der folgenden drei Organsysteme aus:

   - Magen-Darm (Erbrechen, Durchfall, Bauchkrämpfe, Blähungen) - betrifft ca. 50-60% der Kinder mit KMA

   - Haut (Ausschläge, mit Ekzem und atopischer Dermatitis) - 50-70%

   - Atemwege (Keuchen, Husten, rinnende Nase) - 20-30%(3)

   Weitere Informationen zu Kuhmilchallergie erhalten Sie unter:
www.actagainstallergy.com

     Act Against Allergy ist ein interaktives Kommunikationsprogramm zur Sensibilisierung der Öffentlichkeit für Kuhmilchallergie bei Säuglingen, das von einer internationalen Arbeitsgruppe aus Fachexperten angeführt und von SHS gesponsert wird.

   Die Website von Act Against Allergy lautet www.actagainstallergy.com und bietet eine Fülle an Informationen über KMA, u.a. interaktive Tools für Eltern, wie etwa ein klinisches Tagebuch zur Verfolgung des Fortschrittes ihres Kindes, ein Forum für betroffene Eltern sowie den Bereich "Fragen Sie den Fachmann", der eine direkte Kommunikation mit dem Vorsitzenden der Arbeitsgruppe von Act Against Allergy ermöglicht.

   Informationen zur Elternbefragung

   Die von Act Against Allergy in Auftrag gegebene telefonische Umfrage wurde von einem unabhängigen Marktforschungsinstitut unter 1000 Eltern von Kindern im Alter von 0-3 Jahren aus Grossbritannien, Frankreich, Deutschland, Italien und Spanien, von denen 219 Eltern von Kindern mit bekannter KMA waren, durchgeführt.

   Die Ergebnisse der Studie zeigten, dass:

   - 82% der Eltern angeben, dass sie infolge der KMA ihres Kindes an Schlafmangel leiden

   - 70% der Eltern angeben, dass sie Schuldgefühle wegen der KMA ihres Kindes haben

   - die Hälfte (49%) der Eltern angibt, dass sie aufgrund der Allergie ihres Kindes arbeitsverhindert war

   - die Hälfte (49%) der Eltern angibt, dass ihr Kind infolge von KMA nicht zunimmt

   - 39% angeben, dass auch der Lebensrhythmus anderer Kinder in der Familie gestört wurde

   - 38% aussagen, dass KMA Anlass für Streitigkeiten mit ihrem Partner  war(1)

   Informationen zu SHS International

   SHS International, Marktführer auf dem Gebiet klinische Ernährung, ist eine Geschäftssparte von Royal Numico. SHS ist weltweit anerkannter Lieferant von massgebenden, hochwertigen klinischen Nahrungsprodukten sowie Aufklärungsmaterial für Konsumenten und Gesundheitsexperten. Produkte von SHS helfen bei der Behandlung genetisch bedingter Stoffwechselerkrankungen, schwerer allergischer und Magen-Darm-Erkrankungen sowie anderer Leiden, die eine Ernährungstherapie erfordern.

   Quellenangabe

   1) Telefonische Umfrage unter 1000 europäischen Eltern von Kindern im Alter von 0-3 Jahren sowie 505 Gesundheitsexperten, mit gleichmässiger Verteilung auf Grossbritannien, Frankreich, Deutschland, Italien und Spanien. KRC Research, November/Dezember 2005

   2) Niggemann B et al. Prospective, controlled, multi-center study on the effect of an amino acid based formula in infants with cows' milk allergy/intolerance and atopic dermatitis. Pediatr Allergy Immunol 2001;12:78-82

   3) Host A et al. Dietary products used in infants for treatment and prevention of food allergy. Arch Dis Child. 1999;81:80-84

   4) Lehrer SB et al. Current understanding of food allergens. Ann N Acad Sci. 2002: 964; 69-85.

Rückfragehinweis:
  Presseanfragen richten Sie bitte an: Dimple Natali,
  +44-(0)207-331-5381, dimple_natali@uk.cohwolfe.com bzw. Tara Jacquin,
  +44-(0)207-331-5361, tara_jacquin@uk.cohnwolfe.com

"Zu meiner Zeit gab es Dinge, die tat man, und Dinge, die man nicht tat, ja, es gab sogar eine korrekte Art, Dinge zu tun, die man nicht tat." (Sir Peter Ustinov)

Josef

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Mo. 30.7.12, 22h im ndr-TV: Die Milch-Lüge
« Antwort #1 am: 30. Juli 2012, 21:25 »


http://www.ndr.de/fernsehen/epg/epg1157_sid-1208827.html

45 Min - Die Milch-Lüge: Dokumentation
 


Montag, 30. Juli 2012, 22:00 bis 22:45 Uhr [VPS 22:00]
 
Man kennt sie, die Werbeslogans über die "Milch, die munter macht". Kaum ein Produkt hat ein besseres Image. Die Deutschen sind Weltspitze im Verzehr von Milchprodukten. Doch mittlerweile mehren sich die kritischen Stimmen. Die Milch steht unter Verdacht, Krankheiten wie Neurodermitis, Asthma oder Diabetes auszulösen. Problematisch wird es, wenn der Milchkonsum spät oder gar nicht als potenzielle Ursache für ein Leiden hinterfragt wird.

Milch als Grundnahrungsmittel, insbesondere für Erwachsene, ist unter Wissenschaftlern nicht unumstritten. Die einen behaupten, ohne Milch fehle dem Menschen ein wichtiger Kalziumlieferant, andere warnen vor möglichen Nebenwirkungen und Folgeschäden. Dennoch konsumieren die Deutschen immer mehr Frischmilchprodukte. Jährlich sind es durchschnittlich 85 Kilo Quark, Joghurt, Käse oder Vollmilch pro Person. Die Milchindustrie ist auf Hochleistung getrimmt. Für "45 Min- Die Milch-Lüge" macht sich Mirko Tomic auf Recherchereise und fragt: Macht`s die Milch wirklich?
 
Zur Homepage der Sendung

Autor/in: Mirko Tomic,  Redaktion: Fabian Döring,  Regie: Mirko Tomic

Alles, was wir uns in der Vergangenheit schwer erkämpfen mussten,
hinterlässt gewisse Spuren auf unserer „zerbrechlichen“ Seele,
doch sollten wir deshalb die Hoffnung auf eine bessere Zukunft nicht verlieren.
Carola-Elke

Geri

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Milch-Lüge
« Antwort #2 am: 31. Juli 2012, 21:01 »

Tanja

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Heute 21 Uhr: Milch – Heilmittel oder Krankmacher?
« Antwort #3 am: 23. August 2012, 19:26 »
Hauptsache gesund | 23.08.2012 | 21:00 Uhr

Milch – Heilmittel oder Krankmacher?

Milch kann den Blutdruck senken, bei Diabetikern kurbelt sie den Insulin-Stoffwechsel an und dank ihres Melatonin-Anteils hilft sie beim Ein- und Durchschlafen. Weltweit suchen Wissenschaftler nach Stoffen in der Milch, die eines Tages vielleicht Medikamente ersetzen könnten. Andere halten Milch für einen Mitauslöser von Kankheiten. Wir durchleuchten die Mythen und erklären die Fakten.

Woraus besteht Milch?
Wenn wir hierzulande von Milch reden, meinen wir meist Kuhmilch, und diese besteht zu 86 Prozent aus Wasser. Der Rest sind Milchzucker, Fett und Eiweiß. Dazu kommen  Kalzium und andere Mineralien, Vitamine und Aminosäuren, die unser Körper nicht selbst bilden kann. Gerade für die Knochen- und Zahnbildung spielt Kalzium eine wichtige Rolle.

Warum ist das Kalzium so wichtig für die Knochen?
Knochen bestehen zu einem Drittel aus organischen und zu zwei Dritteln aus anorganischen Substanzen, wie Mineralsalzen. Wichtigstes Mineralsalz ist Kalksalz, das in Form von Kalzium im Knochen steckt. Kalzium ist für den Aufbau der Knochen von entscheidender Bedeutung. Deshalb muss der Mensch über die Nahrung genügend Kalzium zu sich nehmen. Wichtigster Lieferant sind Milch und Milchprodukte.

Der tägliche Kalziumbedarf
Der Kalziumbedarf eines Menschen ist vom Alter abhängig: 220 bis 300 mg pro Tag empfiehlt die WHO für Babys und Kleinkinder und bis zu 1.300 mg pro Tag für Jugendliche. Erwachsene sollten 1.000 mg Kalzium am Tag zu sich zu nehmen, Frauen in den Wechseljahren sowie Männer über 65 Jahre 1.300 mg. Milch ist das Lebensmittel mit dem höchsten Kalziumgehalt.

Experten-Chat
Ihre Fragen beantworten AOK-Ernährungsexpertin Mandy Heider und Nicole Lins, Diätassistentin aus Magdeburg.

http://www.mdr.de/hauptsache-gesund/milch104.html