Autor Thema: 30.10.12, 14-20h, Wien: Reflux - Center  (Gelesen 8204 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

admin

  • Administrator
  • Super - User
  • *****
  • Beiträge: 4.774
  • Geschlecht: Männlich
30.10.12, 14-20h, Wien: Reflux - Center
« am: 28. Oktober 2012, 21:58 »


Erstes Reflux-Excellence-Center in Europa eröffnet in Wien vergrößern


Wien (OTS) - Individualisiert und standardisiert: Die RM-Methode
revolutioniert die Reflux-Behandlung:
Reflux-Spezialist Univ.-Prof. Dr. Martin Riegler ermöglicht im Reflux
Medical Diagnose- und Therapiezentrum in Wien eine umfassende
Diagnostik und Therapie aller Folgeerscheinungen dieser häufigen
Erkrankung nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen.

"Reflux ist kein harmloses Symptom", warnt Martin Riegler. "Der
Rückfluss von Mageninhalt, also Säure, Gallenflüssigkeit und Nahrung,
in die Speiseröhre kann nicht nur die Lebensqualität erheblich
beeinträchtigen, sondern - in seltenen Fällen - auch zu
Krebserkrankungen wie dem Speiseröhrenkarzinom führen." Riegler, der
sich seit mehr als 20 Jahren sowohl wissenschaftlich als auch in
seiner täglichen ärztlichen Praxis mit den Themen Reflux und
Gastrooesophageale Refluxkrankheit (GERD) befasst, will mit seinem
heute eröffneten Reflux Medical Center in Wien diese
Zivilisationskrankheit, von der in Österreich immerhin zwischen 20
und 30 Prozent aller Erwachsenen betroffen sind, nach neuesten
wissenschaftlichen Erkenntnissen diagnostizieren und therapieren.
Dabei steht die von ihm entwickelte "RM-Methode" (Reflux Medical
Methode) im Mittelpunkt der Bemühungen. "Dieses standardisierte
Behandlungskonzept ist die erste individualisierte,
Lebensqualitätsbasierte Methode zur Diagnostik und Therapie der
Refluxerkrankung", erläutert Riegler: "Zudem ermöglicht die
RM-Methode eine wirksame Vorsorge gegen Speiseröhrenkrebs."
Krebsvorstufen beseitigen

Etwa 20 bis 30 Prozent aller ÖsterreicherInnen leiden unter
Refluxsymptomen, wie saurem Aufstoßen, Sodbrennen, aber auch
Heiserkeit, Husten, Asthma, Halsschmerzen sowie Kiefer- und
Ohrenschmerzen. 20 Prozent der Betroffenen weisen zudem eine
Gewebeveränderung in der Speiseröhre auf, die als Barrett-Ösophagus
bezeichnet wird. "Eine von zehn Personen mit Barrett-Oesophagus
entwickelt innerhalb von 20 Jahren ein Karzinom", sagt Univ.-Prof.
Dr. Para Chandrasoma, Pathologe am Krankenhaus der University of
Southern California. Das sind in Österreich etwa 300 Neuerkrankungen
pro Jahr. Dies wäre vermeidbar, wenn regelmäßig auf das Vorhandensein
dieser Gewebeveränderung untersucht wird. Ein eigens dafür von
Riegler entwickeltes Gewebe-Entnahme-Protokoll erleichtert den
Nachweis von Krebsvorstufen/Gewebeveränderungen in der Speiseröhre.
"Deswegen sollte jede und jeder, auch wenn sie oder er keine
Beschwerden aufweist, ab 50 Jahren wenigstens einmal eine Spiegelung
der Speiseröhre vornehmen lassen", so Riegler: "Wird eine solche
Gewebeveränderung entdeckt, kann sie rasch entfernt und das
Krebsrisiko damit gebannt werden."
Zu viel, zu süß, zu fett

Schuld am Reflux ist übrigens vor allem der Lebensstil: Zu viel,
zu süß, zu fett zu essen, rauchen und Alkohol zu trinken, trägt
maßgeblich dazu bei, dass der Schließmuskel der den Magen gegen die
Speiseröhre abschließt, "ausleiert wie ein Gummiband", was zu den
bereits beschriebenen Beschwerden führt. Am Beginn der RM-Methode
steht allerdings immer erst einmal die Feststellung der
Krankheitswertigkeit, ob also der Reflux durch die auftretenden
Symptome die Lebensqualität beeinträchtigt, oder ob gar bereits ein
Krebsrisiko vorhanden ist. "In einem individuellen Beratungsgespräch
werden die aktuellen Lebensumstände und der akute Gesundheitszustand
analysiert", berichtet Riegler. "Dabei legen wir großen Wert auf eine
ganzheitliche Sichtweise auf den Patienten und seine Lebensumstände."
Die Symptome werden mit Hilfe von Fragebögen quantifiziert und
eingegrenzt. Erst dann werden weitere diagnostische Schritte gesetzt.
Dazu gehört die Endoskopie der Speiseröhre ebenso wie die Messung des
Drucks im Ösophagus und die Refluxmessung. "All das wird im Reflux
Medical Diagnose- und Therapiezentrum nach den neuesten
wissenschaftlichen Erkenntnissen und mit den besten auf dem Markt
erhältlichen Geräten durchgeführt", zeigt sich Riegler stolz.
Antirefluxventil "reparieren"

"Im Anschluss werden die Befunde besprochen und die Therapie
geplant", erläutert der Chirurg die Strategie hinter der RM-Methode.
Liegt eine Gewebeveränderung mit Krebsrisiko in der Speiseröhre vor,
so kann diese mittels Radiofrequenzablation entfernt werden. Dabei
wird der Patient/die Patientin in einen Kurzschlaf versetzt. Über den
Mund wird ein Ballonkatheter in die Speiseröhre eingeführt. Über
Elektroden auf der Oberfläche des Ballons wird mittels
Radiofrequenzenergie die erkrankte Schleimhaut zerstört.
Aber auch wenn kein Barrett-Ösophagus vorliegt, sollte die
Refluxkrankheit nicht ignoriert werden. In der Behandlung des
Refluxes spielt die bereits erwähnte Lebensstiländerung eine ebenso
große Rolle, wie die medikamentöse Behandlung oder operative
Eingriffe zur "Reparatur" des Antireflexventils am Ausgang der
Speiseröhre. So stellt etwa eine Fundoplicatio das Antirefluxventil
wieder her. "Dieser und auch alle anderen Eingriffe zur Behandlung
der Refluxkrankheit können mittlerweile minimalinvasiv durchgeführt
werden", sagt Martin Riegler.
Verschluss mit Magnetring

Eine andere Möglichkeit zur Wiederherstellung des
Magenschließmuskels ist die Linx(R)-Methode. "Dabei wird ein
magnetischer Ring aus Titanperlen um den Ausgang der Speiseröhre
gelegt. Die Perlen ziehen sich im Ruhezustand zusammen und schließen
den Oesophagus gegen den Magen, sodass keine Speisereste mehr in die
Speiseröhre gelangen können. Sie öffnen den Ausgang der Speiseröhre
nur zur Nahrungsaufnahme", berichtet Univ.-Prof. Dr. Luigi Bonavina,
Vorstand der Abteilung für Allgemeinchirurgie an der Universität von
Milan, der den "Linx(R)-Ring" entwickelt hat. In etwa 85 bis 90
Prozent aller Fälle besteht auch drei Jahre nach der Operation noch
Beschwerdefreiheit. "Diese Methode ist eine ausgezeichnete
Alternative zur - manchmal jahrelang notwendigen - medikamentösen
Behandlung mit Protonenpumpenhemmern", hält Bonavina fest.
Gewicht reduzieren

Eine der wichtigsten Maßnahmen zur Reduktion refluxbedingter
Beschwerden ist die Gewichtsabnahme. Auch mäßiges Übergewicht
belastet den ohnehin bereits überlasteten Magenschließmuskel. "Auch
hier können wir ein neues, innovatives Konzept anbieten", freut sich
Martin Riegler: "Im Zuge der RM-Methode können wir einen neuen
Magenballon anbieten, mit dem man innerhalb von drei bis vier Monaten
40 bis 50 Prozent des Übergewichts abnehmen kann." Dieser neue
Magenballon sieht aus wie eine Weintraube mit einem fadendünnen
Schlauch. Diese Traube wird geschluckt und über den angebrachten
winzigen Schlauch durch das Einbringen von Stickstoff im Magen
entfaltet. Wenn der Ballon gefüllt ist, wird der Schlauch abgetrennt.
Der Ballon enthält etwa 250 ml Stickstoff. Er ist somit viel kleiner
als bisher verwendete Modelle. "Das verhindert Übelkeit und Erbrechen
der PatientInnen", so Riegler. Einmal geschluckt, dockt der Ballon am
Fundus des Magens an und verringert über die Regulation des Hormons
Ghrelin das Hungergefühl. Nach drei Monaten kann der Ballon
endoskopisch wieder entfernt werden.
Tag der offenen Tür

Im neuen Reflux Medical Center in der ehemaligen Polyklinik im
neunten Bezirk Wiens steht den PatientInnen ein Team von Experten zur
Verfügung. "Wir legen sehr viel Wert auf ein angenehmes Umfeld,
fürsorgliches und kompetentes Personal sowie die modernste
medizinische Ausstattung", sagt Riegler abschließend. Am 30. Oktober
können sich Interessierte im Rahmen eines "Tages der offenen Tür"
selbst ein Bild vom neuen - und europaweit ersten - Reflux Medical
Centers machen. Von 14 bis 20 Uhr wird das Expertenteam mit Martin
Riegler für Gespräche zur Verfügung stehen.
Dieser Tag richtet sich an Betroffene, Interessiert und Ärzte.
Weitere Informationen finden Sie unter www.refluxmedical.com.

Hinweis: Am 30.10. 2012 (14-20:00 Uhr) ist Tag der Offenen Tür im
Reflux Medical Diagnose- & Therapiezentrum (siehe Anhang).

Tanja

  • Global Moderator
  • Super - User
  • *****
  • Beiträge: 932
  • Geschlecht: Weiblich


Antazida könnten vor Kehlkopf- und Rachenkrebs schützen

Freitag, 24. Mai 2013

Providence – Ein häufiger gastro-ösophagealer Reflux kann auch die Schleimhaut im Bereich von Rachen und Kehlkopf in Mitleidenschaft ziehen. Eine mögliche Spätfolge ist nach einer Fall-Kontrollstudie in Cancer Epidemiology, Biomarkers & Prevention (2013; doi: 10.1158/1055-9965.EPI-13-0183) ein Plattenepithelkarzinom.

Anzeige

Das Team um Scott Langevin von der Brown University in Providence/Rhode Island hat 468 Patienten mit einem Pharynxkarzinom und 163 Patienten mit einem Larynxkarzinom interviewt und die Antworten mit 1,234 Kontrollen verglichen. Nach Berücksichtigung der bekannten Risikofaktoren – im Wesentlichen Rauchen, Alkohol und Infektionen mit onkogenen humanen Papillomaviren – fiel eine erhöhte Rate von gastro-ösophagealen Refluxerkrankungen bei den Krebspatienten auf.

zum Thema

    Abstract der Studie
    Pressemitteilung der American

Langevin ermittelt eine Odds Ratio von 1,78 auf ein laryngopharyngeales Platten­epithelkarzinom, das mit einem 95-Prozent-Konfidenzintervall von 1,00 bis 3,16 statistisch signifikant war. Bemerkenswert war, dass die Einnahme von Antazida, nicht aber von verschreibungspflichtigen Refluxmedikamenten mit einer verminderten Krebsrate verbunden war.

Die Odds Ratio von 0,59 (0,38–0,93) für die Einnahme von Antazida könnte bedeuten, dass   http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/54530


Werner

  • Global Moderator
  • Super - User
  • *****
  • Beiträge: 866
  • Geschlecht: Männlich
Reflux?
« Antwort #2 am: 01. Juli 2014, 21:43 »
x



Ich habe gestern eine sehr informative Info-Veranstaltung besucht.

Ich kann jeden Betroffenen empfehlen diese Info-Veranstaltung zu besuchen!

Reflux Medical GmbH
Mariannengasse 10
1090 Wien
Österreich/Austria/Europe
Tel.: +43 (0)1 33 66 565 (für Info und Anmeldung zur Veranstaltung)
wien@refluxmedical.com
FbNr. 380620k
ATU67307078
Reflux Medical GmbH ist im Handelsregister eingetragen
http://www.refluxmedical.com/de/impressum/

Gitti

  • Global Moderator
  • Super - User
  • *****
  • Beiträge: 1.339
  • Geschlecht: Weiblich
Reflux - Info
« Antwort #3 am: 23. Februar 2015, 15:02 »