Autor Thema: Mistel in Österreich  (Gelesen 24056 mal)

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Josef

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Mistel in Österreich
« am: 07. Juni 2007, 18:48 »

Eine neue Presseaussendung zur Mistel:


Die Kraft der Mistel

   Wien (OTS) - Zahlreiche Studien beweisen, dass Krebspatienten von der Misteltherapie profitieren: Die Verbesserung ihrer Lebensqualität äußert sich in besserem Schaf, erhöhten Appetit, gesteigerter Vitalität und Lebensfreude.

   Neben Strahlen- und Chemotherapie erhalten immer mehr Patienten ergänzende komplementärmedizinische Behandlungen. Eine wichtige Rolle kommt hierbei der Misteltherapie zu. Eine Therapie mit Mistelpräparaten bedeutet für Patienten eine nachweisliche Verbesserung der Lebensqualität. Prof. Dr. Leo Auerbach, Leiter der Ambulanz für komplementäre Medizin, Universitätsklinik für Frauenheilkunde im AKH Wien: "KrebspatientInnen suchen zunehmend nach Methoden, die einerseits durch Anregung von Selbstheilungsprozessen die Heilungschancen verbessern und andererseits ein lebenswertes Leben mit der Krankheit ermöglichen. Mistelpräparate gehören zu den am häufigsten verschriebenen komplementären Therapien. Vor allem kann die Mistel bei den meisten Tumoren eingesetzt werden."

   Schon in der Antike und im Mittelalter wurde die Mistel als Heilpflanze verwendet. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts begannen erste chemische Untersuchungen der Mistelinhaltsstoffe. Die Mistel ist ein immergrüner Halbschmarotzer und nistet sich auf verschiedenen Bäumen ein. Mistelextrakte unterscheiden sich daher - je nach Wirtsbaum (z.B. Apfel, Tanne, Kiefer) - in Inhaltsstoffen und Indikationen.

   1917 stellte Rudolf Steiner (Begründer der Anthroposophie) ein erstes Arzneimittel aus der Mistel her - zur Behandlung von Krebs! Seit damals wurde die Misteltherapie kontinuierlich weiterentwickelt und wissenschaftlich erforscht. Allgemeinmediziner Dr. Christian Plaue: "Die Mistel ist eine der am besten untersuchten Heilpflanzen und hat ein breites Spektrum an Inhaltsstoffen. Die wichtigsten sind dabei die Lektine, die die körpereigene Immunabwehr anregen und die Viscotoxine, die auf Krebszellen zytotoxisch wirken."

   Mistelpräparate (z.B. Helixor) werden entweder während einer Chemo- oder Strahlentherapie verabreicht, um die Nebenwirkungen möglichst gering zu halten oder in den Behandlungspausen, um die Phasen der Regeneration zu unterstützen. Dabei werden zwei- bis dreimal wöchentlich subkutane Injektionen verabreicht, entweder vom Arzt oder vom  Patienten selber. Bei Patienten, die eine Misteltherapie erhalten, kommt es zu einer Besserung des Allgemeinzustandes und damit zu einer deutlichen Steigerung der Lebensqualität. Sie entwickeln wieder Appetit und können besser schlafen. Zahlreiche Gründe, die dafür sprechen, dass immer mehr Ärzte Mistelpräparate verordnen.

Weitere Infos: www.misteltherapie.at

Seit 2006 wird die Misteltherapie im Rahmen einer onkologischen Basistherapie von den Krankenkassen bewilligt.

Hinweis: Wer als Krebspatient Schwierigkeiten bei der Bewilligung/Kostenübernahme hat: kontakt@krebspatient.at




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Carola-Elke

admin

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Misteltherapie ..... Beitrag mit Literaturtip von Andy
« Antwort #1 am: 07. Juni 2007, 18:59 »
Hallo liebe Österreicher,

anbei ein Literaturhinweis, ein Buch, welches für jeden normalen Patienten sehr anschaulich die Misteltherapie bei Krebs erläutert.

titel: Misteltherapie bei Krebs
autor: Dr. med. Johannes Wilkens, Oberarzt an dr Alexander-von-Humbold-Klinik Bad Steben
Co-Autor Gert Bähm
erschienen bei Kösel-Verlag München, Verlagsgruppe Random House, ISBN 10-:3-466-34500-6

http://www.medizinverlage.de/detailseiten/9783830491415.html

andy

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AndyAugenzwinkern
« Letzte Änderung: 24. Juli 2007, 01:01 von admin »

Dietmar E.

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MISTELTHERAPIE bei Krebserkrankung, aber wie?
« Antwort #2 am: 23. Juli 2007, 12:14 »
118 mal


Hallo,

ich verwende, nach Blasenkrebs. pT2aG3, die Mistel seit fast 8 J., nämlich Iscador von Weleda.
Es ist die Bezeichnung Qu (Wirtsbaum).

Ich komme noch immer mit einer geringen Konzentration aus,
nämlich der Serie I, mit je 2 x 0,1 und 1,0 mg, sowie 3 x 10 mg.
Also 7 Ampullen/Packung, die es in Ö. auch als (3er) Bündelpackung gibt; dadurch zahlt man für
die 3 x 7 Ampullen nur 1x Rezeptgebühr, wenn es der Arzt richtig aufschreibt. Letzteres
ist auch notwendig, um die Misteltherapie überhaupt auf Rezept zu bekommen (Infos auf Wunsch).

Zurück:
Der Sprung von 1 auf 10 mg macht(e) bei mir eine zu große Reaktion (Rötung, erhaben, Größe). Daher lasse ich
mir zusätzlich noch die Bündelpackung (nur) von 5 mg verschreiben (gibt es!!!), und nehme daher
zwischen der Injektion von 1 mg und 10 mg ca. 3x die 5 mg her.
Somit 2 x 0,1 mg, dann 2 x 1,
dann 3 x und öfter 5, und schließlich 3 x 10 mg,
dann Pause von ca. 2 Wochen.

Ich reinige zuerst die Einstichstelle mit einem Alko-Tupfer (bekommt man, wie die Spritzen,
in 100er Packungen gratis dazu), breche die Ampulle auf (roter Punkt nach vorne, drücken nach hinten) ziehe
die Mistelflüssigkeit auf, und spritze mir die Mistel unter die Haut - Nadel ca. 30 Grad - im
Abstand von ca. 5 - 10 cm im Kreis um den Bauchnabel,
jeden 2. bis 3. Tag.

Am besten komme ich mit der 5 ml Spritze und einer kleinen Nadel (0,40x20 mm) zu recht. 

Nach ca. 6 Wochen mache ich eine Pause von ca. 2 Wochen.

Weleda hat auch eine (Hautschutz) Salbe; beim Komplementärmediz. Kongress wurde ich darüber informiert!

Übrigens: Es gibt auch noch Mistelmischungen mit weiteren Zusätzen, glaublich Gold, Silber etc.! Diese
werden in Ö. (fast) nie verwendet; gerne verschreiben dies aber
Heilpraktiker in Deutschland.

Achtung:
Anfangs und in regelmäßigen Abständen, bespreche ich die Misteltherapie mit meinem Arzt,
der meine onkologische Nachsorge betreut.

Gute Auskünfte bekommt man auch von Weleda Niederlassungen. Manchmal erfährt man dort auch spezielle Ärzte, wo man (kostenfrei) Fragen stellen kann.
In Wien wäre die Tel. Nr. von Weleda: 01-2566060.

Im Internet kann man vieles nachlesen unter:
http://www.weleda.de/Arzneimittel/Therapie-Felder/Therapie-Felder/IntegrativeKrebstherapie/Misteltherapie/Index.html

LG.

Dietmar


PS: Noch Fragen? Bitte sehr!
« Letzte Änderung: 23. Juli 2007, 12:23 von Dietmar E. »
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Dietmar E.

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Misteltherapie und Depressionen
« Antwort #3 am: 23. Juli 2007, 22:38 »

Wer rechts oben bei "Suche im Forum" die "Mistel" eingibt, kann viel über die
Misteltherapie bei Krebserkrankungen in Erfahrung bringen.

In Erinnerung möchte ich bringen, dass auch eine "netter Nebeneffekt" gegeben ist,
nämlich ein deutlicher "Stimmungsaufheller". Herr Prof. Auersbach hat mir
bei der Pressekonferenz bestätigt, dass wissenschaftlich bei Krebspatienten
festgestellt wurde: Mit einer Misteltherapie kommt es seltener zu Depressionen,
bestehende werden geringer!

Ich darf das für mich bestätigen!
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Gitti

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Krebspatienten und das "Salzamt", am Beispiel Misteltherapie
« Antwort #4 am: 04. Februar 2008, 12:07 »

Ich bin enttäuscht, dass ich die Miteltherapie nicht von der GKK bekomme.

Mir wurde auch bekannt, dass das nicht nur in der Steiermark ist, sondern

scheinbar auch in Kärnten und Tirol, sowie .......


Der Hauptverband der Sozialversicherungsträger, also das Oberhaupt der gesetzlichen Versicherungen,
setzte die Pressekonferenz mit der Zustimmung zur Bewilligung der Misteltherapie auf Rezept
auf die eigene Homepage!

Und dann bekommt man es nicht! Eine große Sau.......


Auf der Homepage einer großen Versicherung fand ich gerade folgendes:

Misteltherapie erhöht Lebensqualität von Krebspatienten
 
 
Über ein Jahr lang waren sie aus dem Erstattungscodex der Krankenkassen verbannt. Seit 1. April sind Mistelpräparate als komplementäre Krebstherapie wieder auf Kassenrezept erhältlich. "Auch wenn der wissenschaftliche Nachweis nicht erbracht ist", heißt es beim Hauptverband. Mistelpräparate können u.a. Müdigkeit und Antriebslosigkeit reduzieren und Schmerzen lindern. Eingesetzt werden sie bei fast allen Krebserkrankungen, ausgenommen sind Leukämien bzw. hämatoonkologische Tumore.
 
Etwa 30 Prozent aller Krebspatienten greifen zu komplementärmedizinischen Therapien, "wobei Mistelpräparate sowohl unterstützend als auch palliativ, alleine oder ergänzend mit anderen Behandlungsformen eingesetzt werden", erklärte Univ. Ass. Prof. Dr. Leo Auerbach, Leiter der Ambulanz für komplementäre Medizin am AKH Wien, bei einer Pressekonferenz in Wien. "Misteltherapie ist in Mitteleuropa die am häufigsten verschriebene komplementärmedizinische Therapie, 40 bis 60 Prozent der onkologischen Patienten erhalten sie", so Auerbach. Die Vorteile seien in über 70 wissenschaftlichen Studien abgesichert: "Weniger Nebenwirkungen durch Chemo- und Strahlentherapie, weniger Schmerzen, die Patienten brauchen während der Chemotherapie weniger Begleitmedikamente und können selbst etwas zur Therapie beitragen." Auch stimmungsaufhellende Effekte wurden beobachtet. "Und es konnte sichergestellt werden, dass keine Nebenwirkungen auftreten."
 
Tanne oder Apfelbaum?
Mistel ist nicht gleich Mistel. Ihre Wirkung hängt vom Wirtsbaum ab: Tannenmisteln sind milde Immunmodulatoren und besonders für geschwächte Patienten geeignet oder für Menschen, die übermäßig auf stärkere Präparate reagieren. Präparate von Misteln des Apfelbaums haben eine starke Wirkung und werden Patienten mit gutem Allgemeinzustand verschrieben. Mittelstark wirken Kiefermisteln.
 
Injektionen über maximal fünf Jahre
Mistelpräparate werden zwei- bis dreimal wöchentlich injiziert. Derzeit sei nicht klar, so Auerbach, ob eine Wirkung auch nach fünf Jahren vorliege, daher endet die Behandlung nach dieser Zeitspanne. Begonnen wird die Therapie in der Regel nach einer Operation, Chemo- oder Strahlentherapie. "Derzeit wird aufgrund fehlender Informationen der gleichzeitige Einsatz einer Misteltherapie und einer Chemotherapie mit Taxanen bzw. mit neuen Antikörpersubstanzen nicht empfohlen", so Auerbach.
 
"Misteltherapie hat mir zwei bis drei Jahre geschenkt"
"Durch die Misteltherapie wurde der Anstieg meines PSA-Werts gestoppt, er ging sogar leicht zurück", erzählt Ekkehard Büchler, ehemals Prostatakrebspatient und derzeit Vorsitzender der Selbsthilfe Prostatakrebs. Nach etwa zweieinhalb Jahren wurde dennoch eine Strahlentherapie notwendig. "Ich kann sagen, ich bin derzeit geheilt. Es ist mir natürlich bewusst, dass dieser Erfolg wissenschaftlich nicht der Misteltherapie zugeschrieben werden kann", sagt Büchler im Hinblick auf die allseits gefragte evidenzbasierte Medizin, "ich persönlich bin aber überzeugt, dass mir die Misteltherapie zwei bis drei Jahre geschenkt hat bis zur nächsten schulmedizinischen Therapie."
 
bb, 11.04.2006


Josef

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Mistel in Österreich
« Antwort #5 am: 22. Februar 2008, 21:33 »


Misteltherapie, Verbesserung der   Lebensqualität für Krebspatienten


6. April 2006 | 10:00 Uhr | Presseclub Concordia, 1010 Wien

   Wien (OTS) - Die Mistel als Heilpflanze ist seit mehreren Jahrtausenden bekannt. Für den onkologischen Patienten bedeutet die ergänzende Misteltherapie eine Verbesserung der Lebensqualität, beispielsweise durch das Nachlassen der tumorbedingten Schmerzen bzw. durch eine Verbesserung der Stimmungslage.
+ + + Seit 1. April werden Mistelpräparate erstattet. +++

Statements von der Pressekonferenz:


Stellvertretend für:
Mag. Beate Hartinger, Stv. Generaldirektorin des
Hauptverbandes der Österreichischen Sozialversicherungsträger
Die Aussage von:
Franz Bittner, Vorsitzender der Trägerkonferenz des Hauptverbandes der Sozialversicherungsträger und Obmann der WGKK:
„Die Selbstverwaltung in der Sozialversicherung will in bestimmten Bereichen – auch wenn der wissenschaftliche Nachweis nicht erbracht ist – sehr wohl auf die Erfahrungen der behandelnden Ärzte vertrauen und den Versicherten Zugang zu Therapien ermöglichen, die (noch) ohne ausreichende Evidenz sind.
Das heißt in diesem Fall, dass die Misteltherapie additiv zu einem onkologischen Therapiekonzept vom behandelnden Arzt, sofern er es für notwendig erachtet, verordnet werden kann. Die daraus entstehenden Kosten werden von der Sozialversicherung übernommen und der Patient wird damit nicht belastet.“


Interessant die Aussagen von:

Univ.-Ass.Prof.Dr. Leo Auerbach, AKH Wien, Med. Univ. Wien, Leiter der Kopl. Mediz. Abt.:

"Auch die Enzymtherapie, sowie die antioxidative Behandlung mit Vitaminen und Selen, würden eigentlich in den Erstattungskodex gehören."

"Ja, uns ist bekannt, dass die Misteltherapie sich positiv auf die psychische Situation des Krebspatienten auswirkt, z. B. Psychopharmaka weniger verschrieben werden müssen."
Alles, was wir uns in der Vergangenheit schwer erkämpfen mussten,
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Carola-Elke

Dietmar E.

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WILLKÜR bei Misteltherapie, Enzymtherapie, Selentherapie
« Antwort #6 am: 26. Februar 2008, 13:37 »

Leider häufen sich die Mitteilungen bei den Selbsthilfegruppen, dass

einige Kassen von der Vereinbarung mit dem Hauptverband der Sozialversicherungsträger

nichts wissen wollen.

Diese KK berufen sich auf ihre Autonomität, sie seien frei jeglicher Weisung, entscheiden wie sie wollen.

Dadurch kommt es zum Beispiel bei der Misteltherapie zu Ablehnungen in etlichen Bundesländern, manchmal

aber auch nur in gewissen Bezirken!

Wir verweisen auf die Pressekonferenz vom 6.4.2006:

Franz Bittner, Vorsitzender der Trägerkonferenz des Hauptverbandes der Sozialversicherungsträger und Obmann der WGKK:
„Die Selbstverwaltung in der Sozialversicherung will in bestimmten Bereichen – auch wenn der wissenschaftliche Nachweis nicht erbracht ist – sehr wohl auf die Erfahrungen der behandelnden Ärzte vertrauen und den Versicherten Zugang zu Therapien ermöglichen, die (noch) ohne ausreichende Evidenz sind.
Das heißt in diesem Fall, dass die Misteltherapie additiv zu einem onkologischen Therapiekonzept vom behandelnden Arzt, sofern er es für notwendig erachtet, verordnet werden kann. Die daraus entstehenden Kosten werden von der Sozialversicherung übernommen und der Patient wird damit nicht belastet.“


Interessant die Aussagen von:

Univ.-Ass.Prof.Dr. Leo Auerbach, AKH Wien, Med. Univ. Wien, Leiter der Kopl. Mediz. Abt.:

"Auch die Enzymtherapie, sowie die antioxidative Behandlung mit Vitaminen und Selen, würden eigentlich in den Erstattungskodex gehören."

"Ja, uns ist bekannt, dass die Misteltherapie sich positiv auf die psychische Situation des Krebspatienten auswirkt, z. B. Psychopharmaka weniger verschrieben werden müssen."


Bitte gebt uns bekannt, wo es keine bzw. masssive Ablehnungen gibt: kontakt@krebsforum.at


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Gitti

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Welche Mistel in Österreich
« Antwort #7 am: 14. April 2008, 10:35 »
Hallo,
bitte welche der Mistelhersteller sind zu empfehlen?
Danke!
Gitti

Jutta

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Komplementärmedizin für Krebspatienten
« Antwort #8 am: 14. April 2008, 19:53 »

Hallo Dietmar,

in Anlehnung an den heutigen ganzseitigen Kurierartikel über Komplementärmedizin, übrigens du hattest ein prima Statement, möchte ich fragen, wie lange soll ein Krebspatient die Misteltherapie nehmen?

Danke!

Werner

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Komplementärmedizin
« Antwort #9 am: 14. April 2008, 19:55 »

Ist die Misteltherapie mit der Enzymtherapie kombinierbar, oder
muss man da auf irgend etwas achten?

Tanja

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Mistelspritzen
« Antwort #10 am: 15. April 2008, 00:04 »

Meine Bekannte hat mich vor kurzer Zeit gefragt, wie schräg sie die Mistelspritze
beim Spritzen ansetzen soll und ob die ganze Nadel "verschwinden" soll?

Weiß das wer?

Dietmar E.

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Misteltherapie! Aber wie?
« Antwort #11 am: 16. April 2008, 10:26 »
Servus Tanja,

ich empfehle, dass zuerst der Onkologe oder (üblicherweise) der Hausarzt die ersten Mistelspritzen gibt, dann unter Anleitung 2 bis 3 x selbst und schließlich, nach 5-10 Spritzen, kann man es alleine.

Ich spritze 8 bis 12 cm rund um den Bauchnabel; lieber in der unteren Hälfte dieses Kreises.
Zuerst reinige ich die Einstichstelle mit dem Alkoholtupfer (Spritzen, Nadeln, Tupfer kostenfrei von der Kasse).
Dann ziehe ich die Mistelflüssigkeit aus der Ampulle auf.
Mit 2 Fingern mache ich eine Falte bei der Einstickstelle.
Die Nadel setze ich sehr schräg an, schiebe sie bis fast zum Anschlag an die Haut und spritze die Hälfte hinein.
Dann die Nadel ca. 1 cm heraus und den Rest hinein gespritzt.

Selten blutet es ein wenig, wenn ich die Nadel heraus ziehe.

Gerne beantworte ich dir/euch weitere Fragen.

Dietmar
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Dietmar E.

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Komplementärmedizin, begleitend zur Schulmedizin
« Antwort #12 am: 16. April 2008, 11:43 »
Es wäre vorteilhaft, sofort nach der Diagnose Krebs einen Onkologen aufzusuchen.
Es ist schwer einen zu finden, ich weiß!

In Wien, im AKH, für Frauen:
Komplementärmedizinische Abteilung 01-40400-2804, 2912, für eine Terminvereinbarung.
Die bekannte Komplementärmedizinerin Frau MR. Dr. Jutta Hellan ist auch dort erreichbar, aber nur mehr an einem Tag, ansonsten in ihrer Ordination. Ähnlich auch der Vorstand, Herr Prof. Leo Auersbach. Beide sind auch durch zig Vorträge vor Krebspatienten, aber auch Ärzten bei Kongressen, sehr bekannt.

In Wien, im AKH, für Männer:
Keine Kompl. Abt. mehr vorhanden, seit ca. 2 Jahren!
Eine Homöopathische Beratung, eigentlich nur für Krebspatienten die auch am AKH behandelt werden,
erhält man auf der Onkologie: Herr Prof. Michael Frass, Termin unter 01-40400-4466.

Der Ärztliche Direktor vom AKH, Dr. Krepler, hat - lt. eben geführten Telefonat - seit rund 2 Jahren verboten, Männer weiterhin auf der Kompl. Mediz. Abteilung zu beraten. Dies nach über 10 Jahren äußerst zufriedenstellender Hilfen für die Krebspatienten. Er sagt, die entsprechenden Fachabteilungen sind für die Kompl. Mediz. Beratungen zuständig, doch das ist unwahr, das geschieht nicht, wie uns die Mitglieder der Selbsthilfegruppen berichten.


Auch andere Krankenhäuser in Wien, aber auch sonst wo in Österreich,
sollen angeblich Komplementärmedizinische Beratungen durchführen.
Bitte Mitteilungen darüber an: kontakt@krebsforum.at





« Letzte Änderung: 16. April 2008, 11:50 von Dietmar E. »
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Josef

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ährlich erkranken in Österreich rund 39.000 Personen
an Krebs und 18.000 sterben an dieser Krankheit. Etwa zwei Drittel
der Krebspatienten
erhalten zur Strahlen- und Chemotherapie eine
ergänzende komplementärmedizinische Behandlung beispielsweise mit
Mistelpräparaten. Diese Therapie wird seit mehreren Jahrtausenden
eingesetzt und bedeutet für den onkologischen Patienten nachweislich
eine Verbesserung der Lebensqualität.
Seit 1. April werden alle
Mistelpräparate in Österreich finanziert. +++

   "Ich persönlich kann nur sagen, mir hat die Misteltherapie
geholfen. Mein Hausarzt hat mir die Misteltherapie vorgeschlagen,
nachdem bei mir vor 13 Jahren ein Prostatakrebs diagnostiziert wurde.
Durch die Misteltherapie wurde der Anstieg meines PSA Wertes gestoppt
und ging sogar leicht zurück", erklärt Ekkehard F. Büchler,
Vorsitzender der Selbsthilfegruppe Prostatakrebs. Den Stellenwert der
Misteltherapie kann auch Allgemeinmedizinerin, Dr. Barbara Degn,
bestätigen: "Aus den Ausführungen der Betroffenen und der Experten
ist zu entnehmen, welch große Bedeutung die Misteltherapie bei der
Behandlung von Patienten mit verschiedenen Krebserkrankungen hat. Sie
ist eine sinnvolle und wirkungsvolle Ergänzung der schulmedizinischen
Therapie."

   Bereits 1917 wurden die ersten Mistelinjektionen bei Patienten mit
inoperablen Karzinomen durchgeführt. Das Ergebnis: überraschende
Verbesserung des Allgemeinbefindens, der Schmerzen und anderer
tumorbedingter Beschwerden. Mistelpräparate gehören heute zu den
seriösesten und wissenschaftlich am Besten untersuchten Methoden der
Komplementäronkologie.

   Studien bestätigen die Verbesserung der Lebensqualität
Der überwiegende Teil der Krebspatienten leidet an dem so genannten
Fatigue-Syndrom, also unter Erschöpfungszuständen wie Müdigkeit und
Antriebslosigkeit.

Eine Umfrage unter 419 Krebspatienten zur Häufigkeit und Schwere
des Fatigue-Syndroms zeigte, dass fast 80 Prozent der Befragten über eine starke Beeinträchtigung
der Lebensqualität durch Müdigkeit und Antriebslosigkeit klagen, nur 27 Prozent wurden jedoch
entsprechend behandelt.



Patienten, die mit Mistelpräparaten behandelt wurden, profitierten bereits nach vier bis
zwölf Wochen. Sie fühlten sich weniger müde und waren deshalb
aktiver, ihre Stimmungslage hatte sich wesentlich verbessert.
Außerdem konnten viele durch die Behandlung mit dem Mistelpräparat
Helixor(R) (Anm.: auch andere Mistelpräparate möglich wie Iscador, Isorel, ....)
auf die Einnahme von Schmerzmitteln verzichten.
Ähnliches bestätigen auch klinische Studien. So erhielten in einer klinischen
Studie aus 2004 rund 233 Patienten mit Brust-, Eierstock- oder nicht
kleinzelligem Lungenkrebs begleitend zur Standard-Chemotherapie
entweder einen standardisierten Mistelgesamtextrakt oder eine weit
verbreitete Standardbegleitmedikation. Patienten, die mit Mistel
behandelt wurden, fühlten sich besser, die Abend-Körpertemperatur
stieg an und die physiologischen Rhythmen der Köpertemperatur
normalisierten sich.
"Wissenschaftlich wurde nachgewiesen, dass es
mit der Misteltherapie zur Verbesserung der Lebensqualität, zum
Nachlassen tumorbedingter Schmerzen bei Verminderung des
Schmerzmittelverbrauchs und zur Steigerung der Leistungsfähigkeit
kommt.

Die Misteltherapie kann bei fast allen Tumoren eingesetzt
werden, jedoch sollten Leukämien bzw. andere so genannte
hämatoonkologische Tumoren
ausgenommen werden", erklärt
Univ.Ass.Prof. Dr. Leo Auerbach.

Misteltherapie in der Praxis: Unterschiedliche Wirtsbäume mit
unterschiedlichen Inhaltsstoffen

   Je nach Hersteller wird aus der Mistel ein kaltwässriger Auszug
(Helixor(R)) bzw. eine wässriger Mistellektin-Extrakt erstellt oder
die Pflanzenteile fermentiert. Hinsichtlich der Inhaltsstoffe weisen
Misteln von unterschiedlichen Wirtsbäumen Unterschiede in der
Zusammensetzung auf. Tanne - Abies eignet sich aufgrund ihrer milden
Immunregulation besonders für geschwächte Patienten oder bei
übermäßiger Reaktion auf die stärkeren Präparate. Apfelbaum - Malus
ist nur für Patienten mit gutem Allgemeinzustand einsetzbar, da es
die stärkste Immunregulation besitzt. Kiefer - Pinus liegt im Bezug
auf die Immunregulation in der Mitte der beiden oben genannten.
Kiefer eignet sich daher für den Wechsel von einer schwächeren auf
eine stärkere Immunregulation bzw. wenn nach längerer Behandlung mit
den anderen Sorten ein neuerlicher Immunanreiz erfolgen soll. Derzeit
wird aufgrund noch fehlender Erfahrungen der gleichzeitige Einsatz
einer Misteltherapie und einer Chemotherapie mit Taxanen bzw. mit
neuen Antikörpersubstanzen nicht empfohlen. "Der Synergieeffekt der
Misteltherapie bedeutet für viele Krebspatienten eine Linderung der
Nebenwirkungen anderer Therapien. Das Aktivieren der
Selbstheilungskräfte, Gefühle wie Hoffnung und Lebensmut wirken sich
positiv auf den Krankheitsverlauf aus und steigern das Wohlbefinden
und die Lebensqualität der Betroffenen", erklärt Angelika
Krauss-Rirsch, MAS von der Dachorganisation Meditia. Und weiter: "Die
Möglichkeit, eine ergänzende Misteltherapie in Anspruch nehmen zu
können, ist eine Option zur Verbesserung der Lebensqualität von
Krebspatienten. Der Entzug dieser Option, also das Verwehren der
Misteltherapie steht im Widerspruch zum Versprechen der bestmöglichen
Therapie."

Dauer der Therapie

   Üblicherweise empfiehlt sich eine Anwendung der Injektionen von
zwei- bis dreimal wöchentlich. Abhängig ist dies vom Allgemeinzustand
des Patienten und seiner individuellen Reaktion. Begonnen wird mit
der kleinsten Dosis und schrittweiser Steigerung, je nach
Verträglichkeit und entzündlich-immunologischer Reaktion. Ziel der
Therapie ist die bestmögliche Unterstützung des Tumorpatienten zur
Verbesserung seiner Lebensqualität. Die Misteltherapie kann, zur
Verminderung der Nebenwirkungen einer Chemo- oder Strahlentherapie,
schon während einer adjuvanten Therapie eingesetzt werden. "Die
Überlegung, dass eine zusätzliche Misteltherapie bei laufender
Chemotherapie angewendet wird, sollte mit dem therapieführenden
Onkologen besprochen werden", so Auerbach. Weitere Informationen zur
Misteltherapie unter www.misteltherapie.at.

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Carola-Elke

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Aktive Krebsnachsorge im Sinne der Komplementärmedizin
« Antwort #14 am: 10. Juni 2008, 19:42 »
Kurzfassung von Dr.med.H.Mastall
 
Konzept der Aktiven Krebsnachsorge im Sinne der Komplementärmedizin

nach Dr. H. Mastall - Vizepräsident der GfBK = ( Gesellschaft für biolog. Krebsbekämpfung )
www.biokrebs.de
 
In Deutschland erkranken jedes Jahr ca. 350 000 Menschen an Krebs, wovon lediglich 150 000 durch konventionelle Therapien geheilt werden können. Bei fortgeschrittenen epithelialen Tumoren (diese sind für mehr als 80 % aller Krebstodesfälle verantwortlich) bringt die Chemotherapie laut Auswertung weltweiter Onkologenbefragung durch den Statistiker Dr. Abel (von Deutschen Krebsforschungszentrum Heidelberg) keine Lebensverlängerung.
Diese Zahlen zeigen, weswegen eine aktive, komplementärmedizinische Onkologie medizinisch notwendig ist.
Zu den Verfahren im Sinne der Komplementäronkologie gehören die psychische Stabilisierung, die körperliche Aktivierung die Stoffwechselaktivierung und die Immuntherapie.
 
1. Psychische Stabilisierung
     Die engen Wechselbeziehungen in der Psychoneuroimmunologie werden zunehmend bekannter: Angst, Trauer, Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung sowie Dauerstreß beeinflussen das Immunsystem negativ; positive Gedanken, freudige Ereignisse sowie Zuversicht hingegen können die Zahl der Abwehrzellen erhöhen und ihre Aktivität steigern. Spontanremissionen ( 1:200 000 ) sind hiermit erklärbar.
     Beispiel: Studie von Dr. David Spiegel an der Medical School der Stanford University/USA. Aufteilung von Patientinnen mit metastasierendem Brustkrebs in eine Gruppe mit der üblichen medizinischen Behandlung und eine Gruppe mit zusätzlich einmal pro Woche 90 Minuten therapeutische Gruppensitzung. Nach fünf Jahren Beobachtung lebten in der psychotherapeutisch behandelten Gruppe doppelt so viele Patienten wie in der unbehandelten Gruppe.
     In der bereits erwähnten Umfrage der GfBK von 1998 konnten die signifikante protektive Faktoren hinsichtlich der Erstmanifestation von Rezidiven bei Mamma - CA bestätigt werden.

 
   Mögliche Therapieverfahren: Streßmanagementverfahren, Autogenes Training, Psychotherapie, Visualisierung nach Simonton, "Fighting Spirit" - Programm nach Jane Hranicky
     
Dr.Mastall + C.Simonton MD,PhD
Dr.med.Heinz Mastall & Carl Simonton MD, PhD
Sitzungssaal der Stadt Wiesbaden 1999
2. Körperliche Aktivierung
     

Eine der körperlichen Verfassung angepaßte sportliche Betätigung kann das Immunsystem positiv beeinflussen: In Steven Blairs Studie (USA) starben Personen (einschließlich Krebspatienten) ohne körperliche Tätigkeit doppelt so häufig vorzeitig wie Personen, die intensiv körperlich Sport trieben. Erstaunlich war, daß Personen, die sich nur mäßig betätigten, genauso lange lebten wie Intensivsportler.
     Fazit: Körperliche Bewegung von geringer bis mittlerer Aktivität, z. B. ein Spaziergang mindestens 30 Minuten pro Tag oder eine Stunde jeden zweiten Tag reichen aus, um das Risiko eines vorzeitigen Todes zu halbieren.
 
3. Ausgeglichene Ernährung
     Bis zu 80 % der Krebserkrankungen entstehen durch falsche Ernährung und Giftstoffe in Nahrung, Wasser und Luft.
 
     Die zehn Gebote der gesunden Ernährung:
       1 . Verzicht auf Nikotin
       2. Reduktion von gepökelten, geräucherten und gegrillten Produkten
       3. Reduktion von Alkohol
       4. Kalorienbewußte, ballaststoffreiche, vollwertige Ernährung
       5. Ersatz raffinierter Produkte durch komplexe Kohlenhydrate
     

  6. Reduktion der Nahrungsfette auf 25 %
       7. Ausreichende Zufuhr essentieller Fettsäuren, besonders Omega-3-Fettsäuren
       8. Ausreichende Zufuhr von Vitaminen durch Obst und Gemüse
       9. Zufuhr von Spurenelementen
     10. Bevorzugung von Produkten aus ökologischem Landanbau und Fleisch aus Naturlandhaltung
 
Überblick über Methoden der ONKOLOGISCHEN KOMPLEMENTÄRMEDIZIN
 
Empfohlene Immuntherapie
1  · Thymus (Extrakte / Peptide)
2  · Milz / Leber (Extrakte / Peptide)
3  · Mistel (Extrakte / Peptide)
4  · Enzyme
5  · Sauerstoff
6  · Orthomolekulare Therapie (Vitamine, Mineralien etc.)
 
Erweiterte Immuntherapie
  · Lektinblockade (Galaktose) etc.
  · Tumorvaccination (ASI)
  · Hyperthermie (Regional / Ganzkörper)
 
Immunschonende Chemotherapie
  · Regionale Chemotherapie
 
4. Immuntherapien
 
1
   — Die Thymustherapie
         ist die Basis-Immuntherapie in der Krebsnachsorge.
 
Dr.Ellis Sandberg ist der Vater der Thymustherapie
Dr.Sandberg + Dr.Mastall
Dr.Ellis Sandberg, Dr.med.Heinz Mastall, Aneby, Sweden 1981
 
     Unter Thymustherapie versteht man die serienmäßige Applikation von Thymusgesamtextrakten (z.B. nach Dr. Sandberg aus Schweden) von Thymuspeptiden oder isolierten Thymushormonen.
     Die verschiedenen Thymusprodukte haben eine sehr unterschiedliche Zusammensetzung an einzelnen Thymushormonen und damit ein unterschiedliches Wirkungsspektrum.
     Thymusextrakte bewirken eine Anregung, Aktivierung und Balancierung von immunkompetenten Zellen auf verschiedenen Ebenen.
     Die wichtigsten Zellen im Kampf gegen Krebszellen, die durch Thymushormone aktiviert werden, sind Natural-killer-cells, zytotoxische T-Lymphozyten und Makrophagen.
     Moody et.al konnten nachweisen, dass Thymushormone aber auch direkt das Wachstum von Krebszellen stoppen können.
     Zahlreiche Untersuchungen belegen die deutliche Verlängerung der Überlebenszeit bei besserer Lebensqualität durch Thymushormontherapie. Rezidive können erfolgreich verhindert werden. Infektionskrankheiten können durch Thymustherapien begleitend zu aggressiven Therapien verhindert werden. Zur Thymustherapie kann beobachtet werden: Thymusextrakte haben einen leicht euphorisierenden und verjüngenden Effekt.
 
2
   — Milzpeptidtherapie
     Wirkung auf die zelluläre Abwehr, bessere Verträglichkeit von Chemotherapie.
 
3
   — Misteltherapie:
     Die in Deutschland am häufigsten angewendete begleitende Immuntherapie des Krebspatienten ist die Behandlung mit Mistelextrakten bzw. Mistellektinen. Sie ist effektiv und nebenwirkungsarm.
     Durch eine Aktivierung körpereigener Botenstoffe und direkter Aktivierung der großen Freßzellen (Makrophagen) und der natürlichen Killerzellen kann mit der Misteltherapie bei allen epithelialen Tumoren folgende Wirkung nachgewiesen werden :
     · Hemmung des bösartigen Wachstums ohne Beeinträchtigung gesunder Zellen .
     · Steigerung der körpereigenen Abwehr
     · Hebung des Allgemeinbefindens
     · Verminderung tumorbedingter Schmerzen.
     

Die meisten Präparate werden je nach Tumorart in unterschiedlichen Dosierungen - individuell auf den Patienten abgestimmt - verabreicht. Standardisierte Mistellektinpräparate werden, pro kg Körpergewicht berechnet, appliziert.
     Neueste Untersuchungen zeigen, daß neben den Mistellektinen 1 / 2 / 3 ein weiteres Mistellektin VIS ALB CBA therapeutisch wirksam ist. Weiterhin wirken Polysaccharide, Visocotoxine sowie Membranvesikel immunmodulierend.
     Weiterhin bewirken die Zusammensetzung der Mistellektine verschiedener Wirtsbäume verschiedene selektive Eigenschaften.
     So haben Tannenmistelextrakte (A) mehr protektive Eigenschaften auf immunkompetente Zellen, Apfelbaummistelextrakte (M) ein mehr zytoxisches Potential. Die Kiefermistelextrakte (P) sind zwischen A (Tanne) und M (Apfel) einzuordnen.
     Welche Mistelpräparate sinnvoll eingesetzt werden, sollte dem Therapeuten vorbehalten werden.
     Es existieren über 1.000 Veröffentlichungen zur Misteltherapie, die deutlich einen Behandlungsvorteil belegen.
 
4
   — Enzymtherapie
     Einsatz in der Krebstherapie als proteolytische bzw. eiweißspaltende Enzyme, z. B. zum Abbau postoperativer Ödeme und zur Verhinderung des Anhaftens von metastatischen Krebszellen (nach Prof. Wrba).
 
5
   — Sauerstoff- und Ozontherapie
     Aktivierung von Abwehrzellen durch Sauerstoff und Minderung des Tumorzellwachstums.
     Die verschiedenen Sauerstofftherapieverfahren werden meist in Kombination mit Immuntherapeutika durchgeführt und kann z. B. in Form der HOT mit Sauerstoffmehrschritttherapie kombiniert oder einzeln verabreicht werden.
 
6
   — Orthomolekulare Therapie
     Abfangen freier Radikale, welche an der Entstehung und am Weiterschreiten von Krebserkrankungen beteiligt sind.
     Die wichtigsten Antioxidantien ( Tabelle nach Ralph Moss)
       1. A
       2. ß-Carotin
       3. C
       4. E
       5. Selen
       6. Zink
       7. Anthocyanine (Grape Seed Extracts)
       8. Melatonin
       9. Coenzym Q 10
     10. Gluthation & Glutamin
     Die Zahl der antioxidativ, apostostisch oder cancerostatisch wirkenden Phytochemikalien ist groß und noch längst nicht erforscht.
     Es seien einige genannt wie Indole, Phenole, Terpene, Kieferrindenextrakte, Flavinoide, aromatisierte Isothiocyanide, Genistein aus Soja.
 
Erweiterte Therapiemethoden der Komplementäronkologie
 
     · Tumorimpfung (ASI-Therapie = aktiv spezifische Immuntherapie) zur Rezidivprophylaxe.
       Hilfe für das Abwehrsystem, maligne Zellen von Normalzellen zu unterscheiden. Intraoperative Entnahme   von Tumorgewebe aus dem Op-Präparat. Therapiebeginn nach Abschluß der Primärbehandlung. Meist   kombiniert mit dentritischen Zellen. Wird später gewonnen aus dem Patientenblut.
 
     · Lektinblockade durch Galaktoseinfusionen
       Intraoperativ bei Magen- oder Dickdarmkrebs zur Verhinderung einer Lebermetastasierung. Die   Zuckermoleküle der Galaktoseinfusion besetzen bestimmte zuckerbindende Rezeptoren der   Leberoberfiläche, an die während der Operation angeschwemmte Krebszellen gebunden werden.
 
     · Regionale Chemotherapie
       Zur Minimierung gesundheitsschädlicher Nebenwirkung systemischer Chemotherapie bei regional   begrenzten inoperablen Tumoren oder Metastasen, sowie Erhöhung der Effizienz von Chemotherapien
 
     · Hyperthermieverfahren
       Schädigung der Tumorzellen bei 40 - 41,5 °C und Übersäuerung der Krebszellen und Bildung von   Hitzeschockproteinen an den Krebszellen, die es dem Abwehrsystem ermöglichen, die Krebszellen   besser zu erkennen. Die Ganzkörperhyperthermie wird u. a. in Kombination mit Chemotherapie stationär   eingesetzt.
     - Ganzkörperhyperthermie
     - transurethrale Prostatahyperthermie
     - lokoregionale Tiefenhyperthermie
 
     Bei örtlich begrenztem Tumorleiden erfolgt die lokoregionale Tiefenhyperthermie direkt auf inoperablen  Primärtumor/Metastasen. Die Effizienz wird erhöht, wenn die LTR mit systemischer Chemo oder regionaler Chemotherapie kombiniert wird. Chemotherapie resistente Tumoren können wieder sensibel werden. Immer sollten zusätzlich oben erwähnte suppostiven Maßnahmen eingesetzt werden.
 
     Die aktive Krebsnachsorge fordert die aktive Mitarbeit eines aufgeklärten Patienten darin, liebgewonnene, aber krankmachende Gewohnheiten zu überdenken, zu seinem Wohle zu ändern und damit bessere Chancen zu haben.

........... http://www.elbtal-ww.de/krebs-ns.htm
Alles, was wir uns in der Vergangenheit schwer erkämpfen mussten,
hinterlässt gewisse Spuren auf unserer „zerbrechlichen“ Seele,
doch sollten wir deshalb die Hoffnung auf eine bessere Zukunft nicht verlieren.
Carola-Elke

serenity

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Re: Mistel in Österreich
« Antwort #15 am: 10. Juni 2009, 21:06 »
eine frage....kann man diese therapie bei jedem tumor anwenden?
meine mama hat ein glioblastiom und ich bin auf der suche nach allen möglichen therapien die ihr helfen können!

lg serenity
WIESO, WESHALB, WARUM...WER NICHT FRAGT BLEIBT DUMM!

Dietmar E.

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Mistel Injekektions Therapie
« Antwort #16 am: 11. Juni 2009, 00:25 »
Ja,

die Misteltherapie ist bei jeder Tumorerkrankung anwendbar.
Dies vor, während nach Chemo- oder Strahlentherapie.
Einzig bei allen Blutkrebserkrankungen ist Vorsicht geboten.
Bist du in Österreich? Verschreibung und Rezeptur ist anders als in Deutschland.

Voraussichtlich kommt Iscador P cum Hg bei deiner Mutter zur Anwendung.
Daher je eine Bündelpackung mit "Iscador P, Serie O; 3 x 7" und gleich "Iscador P cum Hg, Serie 1, 3 x 7" verschreiben lassen.

Ideal wäre wenn zuerst rund 5 x der Arzt oder eine Krankenschwester spritzt; dann machen es alle selbst.
Ebenso sollte, was m. E. selten gemacht wird, das Allergierisiko des Patienten vorher abgeklärt werden. Das würde auch mich interessieren: wie?

Dies und auch das Nachstehende wurde mir beim 6. Kongress Krebs und Komplementärmedizin im AKH Wien vor 5 Tagen bestätigt. Infos dazu u . a. im Forum unter Verranstaltungen und direkt bei mir: kontakt@krebsforum.at

Selbstverständlich ist auch sonst immer Rücksprache mit dem Onkologen erforderlich.

Bei Gehirntumor würde ich jedenfalls sofort entsprechend Weihrauch einnehmen.

Bei jeglicher Tumorerkrankung zusätzlich auch

a) Enzymtherapie, z. B. Wobemugos NEM (2/2/2) mit Wobenzym (3/3/3) und ggf. Wobemugos (Österr. Ausführung, 3/3/3), um die Gesamtkosten zu mindern.

b) Selentherapie mit 200 mkgr (z. B. Selenase oder Selamin plus)

Jeder der angemeldet ist, bekommt 5 Anlagen hier unten zu sehen.

Jedes Mitglied, kostenfrei, bekommt weitere Emailanlagen, und ggf. Postzusendungen, sofort!

Besonders zu empfehlen die blauen Ratgeber der Deutschen Krebshilfe (Anlage), zu jeder Krebsart; auch neueste DVDs.




« Letzte Änderung: 11. Juni 2009, 11:34 von Dietmar E. »
"Zu meiner Zeit gab es Dinge, die tat man, und Dinge, die man nicht tat, ja, es gab sogar eine korrekte Art, Dinge zu tun, die man nicht tat." (Sir Peter Ustinov)

serenity

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Re: Mistel in Österreich
« Antwort #17 am: 11. Juni 2009, 08:38 »
danke!
WIESO, WESHALB, WARUM...WER NICHT FRAGT BLEIBT DUMM!