Autor Thema: KREBS, aber wie arg? - DNA-Zytometrie verlangen, nämlich ......  (Gelesen 1827 mal)

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Von: alfred.boecking@web.de [mailto:alfred.boecking@web.de]
Gesendet: Dienstag, 27. November 2012 09:36
An: info@krebspatienten.at
Betreff:
DNA-Zytometrie - wissenschaftlich aktuelle onkologische Kurzzusammenfassung


Sehr geehrter Herr Erlacher!

Bitte finden Sie als Anhang zu dieser Mail folgende kürzere Dokumente zur prognostischen DNA-Bildzytometrie beim Prostatakarzinom:
1.   Die Einladung zu einer diesbezüglichen Vortragsveranstaltung des Aachener Lions Clubs vom März diesen Jahres
2.   Einen Artikel über meine diesbezügliche Arbeit in der Kundenzeitschrift "Vigo" der AOK Rheinland
3.   Den Mitschnitt eines Beitrages des Westdeutschen Rundfunks über die o.g. Veranstaltung des Lions Clubs.
In Kürze wird es, herausgegeben vom Landesverband Baden-Württemberg des Bundesverbandes Prostatakarzinom Selbsthilfe, Herrn Josef Dietz aus Bretten bei Stuttgart, eine DVD mit Aufzeichnung der Vorträge auf o.g. Veranstaltung geben.

Auch die Ihnen geschickte 52-seitige Broschüre wird noch dieses Jahr in gedruckter Form vom Landesverband Baden-Württemberg des BPS herausgegeben.

Beste Grüße

Prof. Dr. Alfred Böcking
Montzenerstraße 1
52074 Aachen
Tel. 0049 (0)241 73395
Fax 0049 (0)241 7091790


Bitte sende ein Email an info@krebspatienten.at und wir senden dann sofort

diese zwei und eine weitere Anlagen.


         
                               K f K
       Verein Krebspatienten für Krebspatienten
         Netzwerk Onkologischer Selbsthilfegruppen
                            Österreich
      Wien, St. Pölten, Linz, Salzburg, Innsbruck, Graz
        Zentrale: 1220 Wien, Steigenteschg. 13-1-46
    Krebs-Hotline 9 bis 21 Uhr:  0650-577-2395
    info@krebspatienten.at    www.krebsforum.at
 Initiative Rauchfreie Lokale: www.rauchsheriff.at
                  NEU: www.unterzeichne.at
              Dietmar Erlacher, Bundesobmann


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KREBS, aber wie arg? - DNA-Zytometrie verlangen, nämlich ......
« Antwort #1 am: 29. November 2012, 01:31 »



.............. Informationen auf Anfrage mit Emailanlage: info@krebspatienten.at

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KREBS, aber wie arg? - DNA-Zytometrie verlangen, nämlich ......
« Antwort #2 am: 08. Dezember 2012, 23:14 »
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Josef Dietz, Landesverband Baden-Württemberg, Arbeitskreis Niedrigrisiko Prostatakarzinom im Bundesverband Prostatakrebs Selbsthilfe

Prostatakrebs: Übertherapie aus der Sicht eines Selbsthilfegruppenleiters

Übertherapie ist eine unnötige Behandlung mit den damit verbundenen Nebenwirkungen aufgrund einer Überdiagnose. Überdiagnose als Vorstufe zur Übertherapie entsteht, wenn ein nicht behandlungsbedürftiger Krebsbefund als behandlungsbedürftig dargestellt wird. Aus Unsicherheit wird daher bei der Diagnose i. d. R. eine Behandlung empfohlen.

Seit vielen Jahren befassen sich Männer aus der Prostatakrebsselbsthilfe damit, wie man unnötige Operationen oder Bestrahlung bei Prostatakrebs als Übertherapie mit allen negativen Begleiterscheinungen durch Nebenwirkungen vermeiden kann. Gleichzeitig möchten sie herausfinden, wer zwar die Eingangskriterien für eine aktive Überwachung erfüllt, aber wegen der Gefahr eines Progresses dafür trotzdem nicht geeignet ist.

Zur genaueren Unterscheidung dieser beiden Phänomene kann auf wissenschaftlicher Basis die DNA-Zytometrie als Leistung der gesetzlichen Krankenkassen die gesuchten Antworten liefern. Seit März 2011 wurde die DNA-Zytometrie zur Bestimmung der Bösartigkeit der Tumorzellen in der Anleitung zur pathologisch-anatomischen Diagnostik von Prostatatumoren mit Bezug zur S3-Leitlinie für das Prostatakarzinom aufgenommen. Dort heißt es: „DNA-zytometrische Untersuchungen können im Einzelfall als Zusatzuntersuchung bei bestimmten Fragestellungen,
z. B. Active Surveillance, neben dem Gleason-Grading durchgeführt werden, sind jedoch nicht als Standard anzusehen.“  DieUntersuchung wird schon seit vielen Jahren bei 16 pathologischen Instituten deutschlandweit ohne zusätzliche Belastung für den Patienten aus dem vorhandenen Gewebe der Biopsie erfolgreich durchgeführt.

Die DNA-Zytometrie stärkt die Indikationsstellung zur aktiven Überwachung. Ob ein harmloser oder ein lebensbedrohlicher Prostatakrebs vorliegt, kann die DNA-Zytometrie signifikant valider vorhersagen als der Gleason-Score (Pretorius et al., 2009) und dies mit über 90-prozentiger Reproduzierbarkeit (Engelhardt, 2012; Gleason-Score: 48 %). Die Publikationen zur prognostischen Validität der DNA-Zytometrie beim Prostatakarzinom belegen in Peer Reviewed Journals statistisch signifikant eine Korrelation mit sog. „patientenrelevanten Endpunkten“, wie dem Vorkommen von Metastasen und Kapsel-überschreitendem Wachstum, der Rezidiv-freien Überlebenszeit und der tumorspezifischen Sterblichkeit.

Ich bin daher der Meinung, man sollte Niedrigrisikopatienten mit Mikrokarzinomen der Prostata zur aktiven Überwachung mit Unterstützung der DNA-Zytometrie als Kassenleistung zur Vorhersage eines klinisch gutartigen Verlaufs ermutigen, statt ihnen Angst vor Tumorprogress und Tod zu machen und sicherheitshalber eine unnötige Therapie durch Operation oder Bestrahlung vorzuschlagen.

Weitere Hintergrundinformationen zur DNA-Zytometrie sind per Internet abrufbar unter:
www.prostata-shg.de/link/i


"Österreich-Infos" von

Dietmar Erlacher, Krebspatient, Bundesobmann von
Krebspatienten für Krebspatienten
Netzwerk Onkologischer Selbsthilfegruppen
1220 Wien
www.krebsforum.at (400.000 Zugriffe/Monat)
Tel. 0650-577-2395