Autor Thema: Depression, was kann ich tun, außer Psychopharmaka nehmen  (Gelesen 3762 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Tanja

  • Global Moderator
  • Super - User
  • *****
  • Beiträge: 932
  • Geschlecht: Weiblich



Depressionen: Helfen Sport und Bewegung?

Sport und Bewegung können bei einer Depression helfen, die Symptome zu lindern. Ob bestimmte Bewegungsformen geeigneter sind als andere, ist unklar.

Menschen mit einer Depression fallen über mehrere Wochen oder Monate in ein emotionales Tief, aus dem sie oft keinen Ausweg sehen. Depressionen können sich auf verschiedene Weise bemerkbar machen. Zu den wesentlichen Kennzeichen gehören eine anhaltend gedrückte Stimmung, Antriebs- und Freudlosigkeit sowie ein allgemeines Desinteresse – selbst an Hobbys und Aktivitäten, die zuvor Freude bereitet haben. Für Menschen mit Depressionen gibt es verschiedene Behandlungs- und Unterstützungsmöglichkeiten. Wichtige Bausteine der Behandlung sind Psychotherapie und Medikamente (Antidepressiva). Ausführliche Informationen dazu finden Sie in unserem Spezial zum Thema Depression.

Sport und Bewegung bei Depression

Wer eine Depression hat, ist oft antriebsarm und dadurch auch körperlich weniger aktiv. Bewegung und Sport – zum Beispiel Walking, Joggen, Radfahren, Schwimmen oder Wandern – werden häufig empfohlen, um depressive Beschwerden zu lindern oder ihnen vorzubeugen. Für viele Menschen, die ergänzend zu anderen Behandlungen Sport treiben, ist das Gefühl wichtig, selbst etwas gegen ihre Erkrankung tun zu können. Sport bietet die Möglichkeit, aktiv zu sein und auch mit anderen Menschen in Kontakt zu kommen. Zudem wird vermutet, dass Sport den Stoffwechsel im Gehirn und damit auch die Depression positiv beeinflusst.

Studien zu Sport und Bewegung bei Depression

Eine Forschergruppe der Cochrane Collaboration – einem internationalen Forschungsnetzwerk – hat den Nutzen von Sport und Bewegung bei Depression geprüft. Sie suchte nach allen Studien, in denen die Wirkung von Sport- und Bewegungsprogrammen mit anderen Maßnahmen gegen Depressionen verglichen wurde. Sie fanden 32 Studien mit knapp 1900 Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die an solchen Bewegungsprogrammen teilgenommen hatten. Die meisten Studien untersuchten Joggen und Walken, einige wenige Radfahren und Krafttraining. Die Programme liefen über eine bis 16 Wochen. An den Studien nahmen Menschen teil, bei denen eine Depression festgestellt wurde. Studien zu Menschen mit depressiver Verstimmung oder chronischer depressiver Verstimmung (Dysthymie) wurden nicht ausgewertet.

http://www.gesundheitsinformation.de/depressionen-helfen-sport-und-bewegung.1033.de.html

Tanja

  • Global Moderator
  • Super - User
  • *****
  • Beiträge: 932
  • Geschlecht: Weiblich
Tomaten verhindern Depressionen
« Antwort #1 am: 13. Dezember 2012, 23:50 »



Tomaten verhindern Depressionen´

Neben Nährstoffen auch Organoleptik stimmungserhellend

Tomaten: Gemüse kann Depression verhindern

Tianjin/Wien (pte003/06.12.2012/06:05) - Tomaten können das Risiko, eine Depression zu erleiden, um die Hälfte verringern. Zu dieser Erkenntnis sind Forscher der Tianjin Medical University http://tijmu.edu.cn gekommen. Die Wissenschaftler untersuchten die geistige Gesundheit und das Ernährungsverhalten von rund 1.000 Frauen und Männern ab 70 Jahren, da in diesem Alter die Gefahr für depressive Verstimmungen höher ist.

Diejenigen, die zwei bis sechs Mal pro Woche Tomaten aßen, hatten um 46 Prozent ein geringeres Risiko an einer Depression zu erkranken als diejenigen, die sie seltener als einmal wöchentlich zu sich nahmen. Tomaten haben reichlich antioxidante Chemikalien, die auch gegen viele andere Krankheiten schützen sollen.

Tryptophan als Stimmungsträger

"Es ist bekannt, dass sich Serotonin positiv auf die Stimmung auswirkt", erklärt die Leiterin der Landesgruppe Wien für österreichische Diätologen Barbara Angela Schmid http://iss-dich-frei.at im pressetext-Gespräch. "Das Hormon Serotonin hat Auswirkungen auf die Stimmungslage, den Schlaf-Wach-Rhythmus, die Schmerzwahrnehmung, die Körpertemperatur und die Nahrungsaufnahme.

Serotonin passiert nicht die Blut-Hirn-Schranke und wird erst im Gehirn aus Tryptophan, eine essentielle Aminosäure gebildet", sagt die Diätologin. Tryptophan-haltige Lebensmittel seien sehr vielfältig. Guten Quellen seien dabei unter anderem Milch, Topfen oder Eier, aber auch Fleisch und Fisch. "Das heißt, je mehr Menschen mit Tryptophan versorgt sind, umso besser können sie auch Serotonin herstellen", erläutert Schmid.

Eine gleichzeitige Aufnahme von kohlenhydrathaltigen Lebensmitteln sei zur effizienten Bildung von Serotonin jedoch notwendig. Denn erst die Insulinausschüttung bewirke den Übertritt von Tryptophan an der Blut-Hirn-Schranke und somit die Umwandlung in den Stimmungsaufheller Serotonin.

Melatonin ermüdend

Gegensätzlich dazu bewirkt Melatonin eine Ermüdung und ist der Antagonist von Serotonin. "Aus diesem Grund haben Menschen, die schlecht schlafen auch eine schlechte Stimmung", sagt Schmid. Ebenfalls verursacht das Hungern laut der Diätologin eine negative Laune. Generell würden eine defizitäre Ernährung sowie physiologische Mängelzustände zu Stimmungsschwankungen führen.

"Nicht nur Nährstoffe, sondern auch organoleptische Faktoren wirken sich auf das Wohlbefinden aus", so die Fachfrau. Dabei spiele die Aktivierung aller Sinne sowie das Essensverhalten, zum Beispiel in der Gemeinschaft, eine wesentliche Rolle. Bei Tryptophan-haltiger Milchschokolade beispielsweise sei das geschmackvolle Schmelzen auf der Zunge als physiologischer Faktor gleichermaßen wesentlich für eine positive Stimmung.

(Ende)
Aussender:    pressetext.redaktion

Richi

  • Global Moderator
  • Super - User
  • *****
  • Beiträge: 627
  • Geschlecht: Männlich
Gesundheit/Medizin/Psychologie/Forschung/Fotogalerie/Studie
2013-01-11 / 13:16:37 / pro mente Wien - Gesellschaft für psychische und soziale Gesundheit
Medizinisch-psychiatrische Rehabilitation rechnet sich! - BILD
 

Utl.: Medizinisch-psychiatrische Rehabilitation/psychosoziale
      Versorgung/ökonomische Effizienz =
Wien (OTS) - Medizinisch-psychiatrische Rehabilitation weist ein
fundiertes Kosten-Nutzen-Verhältnis auf. Sie wirkt vielfältig, führt
zu umfassenden Verbesserungen in klinischen und kostenbezogenen
Parametern und ist ökonomisch effizient. Dies belegt eine groß
angelegte Studie des Sonnenparks Bad Hall, einer von insgesamt vier
Standorten der pro mente Reha GmbH. So können bei den
RehabilitandInnen bsp. eine Steigerung des Funktionsniveaus und eine
Senkung der Symptombelastung festgestellt werden. Zudem werden die
Kosten bei Sozial- und Pensionsversicherungsanstalten gesenkt und
zusätzliche Einnahmen generiert. In Zahlen ausgedrückt: Jeder
investierte Euro in die 6wöchige Rehabilitation erzielt nach einem
Jahr einen Nutzen von 0,82 bis 1,32 Euro.
Weitere Bilder unter: http://www.apa-fotoservice.at/galerie/3793/
   Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM / Originalbild-Service
sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at
~
Rückfragehinweis:
   DSA Sina Bründler,
   Mobil: 0664 811 92 07
« Letzte Änderung: 09. Mai 2014, 23:34 von Jutta »

Jutta

  • Global Moderator
  • Super - User
  • *****
  • Beiträge: 957
  • Geschlecht: Weiblich
Diagnostik Antidepressiva
« Antwort #3 am: 09. Mai 2014, 23:35 »


22.04.2014
   
 
    DNA-Test "STADA Diagnostik Antidepressiva" erleichtert Therapiefindung bei der medikamentösen Behandlung der Depression


Die STADApharm GmbH erweitert ihr Angebot an DNA-Tests und bietet mit STADA Diagnostik Antidepressiva ab April eine weitere Option für die individualisierte Arzneimitteltherapie. "Unser Test unterstützt Ärzte und Patienten dabei, so früh wie möglich die passende Therapie einzuleiten und das zeitintensive Testen mehrerer Medikamente und die schwierige Dosisfindung möglichst zu erleichtern. Denn bislang mussten die Patienten, die oft ohnehin schon in einer sehr schwierigen Situation sind, häufig viel Geduld aufbringen bis ein passendes Präparat in entsprechender Dosis gefunden wurde", erläutert Lothar Guske, Geschäftsführer STADApharm.
Viele Antidepressiva werden sehr stark enzymabhängig verstoffwechselt, was diese Medikamente sehr empfindlich für Gen-Variabilitäten macht, wie sie jeder Mensch in sich trägt. Fehldosierungen und Therapieversagen sind gerade bei Therapiebeginn  eine große Herausforderung. Ausgehend von einer DNA-Analyse gibt der Test von STADA Diagnostik jetzt jedoch Aufschluss über empfehlenswerte Dosisanpassungen und Ausweichmedikationen, um eine optimale Behandlung bereits von Therapiebeginn an zu ermöglichen. Berücksichtigt werden dabei 16 verschiedene Substanzen der Wirkstoffklassen selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSRI), selektive Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer (SSNRI), Trizyklika und Tetrazyklika. Alle getesteten Wirkstoffe gehören derzeit zu den am häufigsten angewendeten Therapieoptionen bei Depressionen.

STADA Diagnostik Antidepressiva wurde von der humatrix AG entwickelt. Das Biotechnologie-Unternehmen aus Pfungstadt in Hessen übernimmt auch die DNA-Analyse. Dr. Anna Carina Eichhorn, Vorstand humatrix, erklärt: "Wie lange ein Antidepressivum im Körper bleibt, hängt vom Stoffwechsel der einzelnen Betroffenen ab. Wir untersuchen deshalb gezielt die Aktivität der Enzyme, die für den Abbau der Wirkstoffe im Körper verantwortlich sind. Auf dieser Basis geben wir Therapieempfehlungen, damit Nebenwirkungen möglichst vermieden werden und die Wirksamkeit gewährleistet ist. Somit bleiben wir unserem Anspruch treu, den behandelnden Arzt in der für den Patienten optimalen Therapiefindung zu unterstützen."

Alle STADA Diagnostik-Tests werden von der STADApharm GmbH vertrieben und sind exklusiv in Apotheken erhältlich. Der Patient kauft dort ein Testkit und nimmt es zum nächsten Arztbesuch mit. Im Anschluss an die ärztliche Beratung wird in der Praxis eine Blutprobe entnommen und diese an humatrix gesendet. Nach wenigen Tagen erhält der Arzt ein ausführliches Analyseergebnis, das aufzeigt, welche der 16 Substanzen normal eingenommen werden können, für welche eine Dosisanpassung empfohlen wird und welche für den Patienten ungeeignet sind.
Bereits im vergangenen Jahr wurden drei DNA-Tests von STADA Diagnostik zur individuellen Wirksamkeit und Verträglichkeit der Wirkstoffe Tamoxifen, Clopidogrel sowie verschiedener Statine eingeführt. Weitere Informationen zur gesamten Produktlinie finden sich auf
www.stada-diagnostik.de.
   

http://www.journalmed.de/newsview.php?id=42928

Jutta

  • Global Moderator
  • Super - User
  • *****
  • Beiträge: 957
  • Geschlecht: Weiblich
Depression ist im Blut nachweisbar
« Antwort #4 am: 09. Mai 2014, 23:36 »



Depression ist im Blut nachweisbar

Wien (OTS) - ForscherInnen der MedUni Wien haben die Möglichkeit
eines Bluttests zum Nachweis einer Depressionserkrankung
nachgewiesen. Während Bluttests für psychische Erkrankungen bis vor
kurzem noch für unmöglich gehalten wurden, zeigt eine aktuelle Studie
deutlich, dass eine Depressionsdiagnostik auf diese Art prinzipiell
möglich und in greifbare Nähe gerückt ist.
Der Serotonintransporter (SERT) ist ein Protein der Zellmembran, das
den Transport des Nervenbotenstoffs Serotonin (im Volksmund das
"Glückshormon") in die Zelle ermöglicht. Im Gehirn reguliert der
Serotonintransporter neuronale Depressionsnetzwerke. Depressive
Verstimmungen lassen sich neurochemisch häufig auf einen Mangel an
Serotonin zurückführen. Deshalb dient der Serotonintransporter auch
als Angriffspunkt für die wichtigsten Antidepressiva.
Der Serotonintransporter kommt aber auch in großer Menge in
zahlreichen anderen Organen wie dem Darm bzw. Blut vor. Studien der
vergangenen Jahre wiesen nach, dass der Serotonintransporter im Blut
genauso funktioniert wie im Hirn. Dort sorgt er an Blutplättchen für
die notwendige Serotoninkonzentration im Blutplasma.
ForscherInnen der Medizinischen Universität Wien haben nun mittels
funktioneller Magnetresonanztomographie des Gehirns und
pharmakologischer Untersuchungen nachgewiesen, dass ein enger
Zusammenhang zwischen der Serotoninaufnahmegeschwindigkeit an
Blutplättchen und der Funktion eines Depressionsnetzwerks im Gehirn besteht.
Dieses Netzwerk wird "Default Mode Network (deutsch:
Ruhezustandsnetzwerk)" bezeichnet, weil es vor allem in Ruhe aktiv
ist und Inhalte mit starkem Selbstbezug verarbeitet. Erkenntnisse der
vergangenen Jahre konnten zudem zeigen, dass es während komplexer
Denkaufgaben aktiv unterdrückt wird, was unabdingbar für eine
ausreichende Konzentrationsleistung ist. Interessanterweise fällt es
depressiven PatientInnen schwer, dieses Netzwerk bei Denkvorgängen zu
unterdrücken, was zu negativen Gedanken und Grübeln sowie einer
schlechten Konzentrationsleistung führt.
"Dies ist die erste Studie, die die Aktivität eines bedeutenden
Depressionsnetzwerkes im Gehirn mittels eines Bluttests vorhersagen
konnte. Während Bluttests für psychische Erkrankungen bis vor kurzem
noch für unmöglich gehalten wurden, zeigt diese Studie deutlich, dass
ein Bluttest zur Depressionsdiagnostik prinzipiell möglich und in
greifbarer Nähe ist", erklärt Studienleiter Lukas Pezawas von der
Abteilung für Biologische Psychiatrie an der Universitätsklinik für
Psychiatrie und Psychotherapie der MedUni Wien. Durch dieses Ergebnis
rückt eine Depressionsdiagnostik durch Blutabnahme in greifbare Nähe.
Die Studie wurde von Christian Scharinger und Ulrich Rabl unter der
Leitung von Lukas Pezawas an der Abteilung für Biologische
Psychiatrie, Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie
der MedUni Wien, in Zusammenarbeit mit Gruppen des
Sonderforschungsbereiches SFB-35 und anderen Institutionen der MedUni
Wien sowie internationalen Kooperationspartnern (Technische
Universität Dresden; Zentralinstitut für Seelische Gesundheit,
Mannheim) durchgeführt. An der MedUni Wien waren neben weiteren
KollegInnen der Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie
das Exzellenzzentrum für Hochfeld-MR, das Klinische Institut für
Labormedizin und das Institut für Pharmakologie an der Studie
beteiligt. Service: PLoS One Scharinger C, Rabl U, Kasess CH, Meyer BM, Hofmaier T, Diers K, Bartova L, Pail G, Huf W, Uzelac Z, Hartinger B, Kalcher K, Perkmann, T, Haslacher H, Meyer-Lindenberg A, Kasper S, Freissmuth M, ff. PLoS One 9: e92543