Autor Thema: Kuranstalten  (Gelesen 4945 mal)

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Kuranstalten
« am: 17. Dezember 2012, 23:05 »
http://kurier.at/chronik/niederoesterreich/waldviertel/rauchen-im-kurhaus-aerger-ueber-die-unxundheitswelt/1.925.204


Ärger über die „Unxundheitswelt“

Vor und im Kurhaus Harbach wird eifrig geraucht.

Das stört die Gäste
und den Gesundheitsminister.
   

Anm.: In den Medien stört dem Gsundheitsminister viel, aber in der Umsetzung gibt es keinen Nichtraucherschutz lt. Tabakgesetz!


Der riesige Aschenbecher ist übervoll. Vor dem Eingang stehen mehrere Personen und rauchen genüsslich ihre Zigaretten. Wer das Haus betreten oder verlassen will, muss durch die Rauchschwaden durch.

Diese Szenen spielen sich nicht irgendwo ab, sondern vor dem Kurhaus Harbach im Waldviertel. Im Haus gibt es ein eigenes Raucherkammerl und auch im Kurcafé darf geraucht werden.

Honorarfrei Herr Strandl… Franz Strandl protestierte – auch beim Gesundheitsminister
Ein Kurgast der „Xundheitswelt“ hat sich beschwert – bei der Leitung des Kurbetriebs Moorbad Harbach und beim Gesundheitsminister. Der Brief von Franz Strandl bleibt nicht ohne Folgen. Die Leitung des Hauses verspricht Änderungen. Der Gesundheitsminister sieht Verbesserungsbedarf.

Beschwerde

„Die Region Xundheitswelt sehe ich als Unxundheitswelt“, schimpft der pensionierte Unternehmer aus Linz. „Wie komme ich als Nichtraucher dazu, dass ich bei Haupt- und Nebeneingängen durch Rauchschwaden gehen muss, vorbei an und übervollen Aschenbechern, dass ich mich bereits beim Frühstücksbuffet gemeinsam mit übel riechenden Rauchern anstellen muss?“ Er pocht auf sein Recht, einen Kuraufenthalt ohne Rauchbelästigung zu absolvieren.

Moorbad Harbach Raucher und Kurgast … Hannes Azade: Kur wäre Chance, sich Rauchen abzugewöhnen
„Es ist natürlich die Aufgabe der Kurbetriebe, zu einem umfassenden Gesundwerdungsprozess beizutragen“, kommentiert Gesundheitsminister Alois Stöger die Angelegenheit. Da seien die Kuranstalten-Betreiber gefordert.

Silvia Bruckner von der Marketingabteilung des Kurhauses gibt zu: „Das Problem ist uns bewusst. Wir haben länger nach einer Lösung gesucht. Jetzt geben wir den Bau eines Raucherpavillons in Auftrag, der zentral erreichbar, aber abseits der Eingänge steht. Er soll 2013 errichtet werden“, erklärt sie. Einen solchen Raucherpavillon habe auch das Herz-Kreislauf-Zentrum Groß Gerungs gebaut und gute Erfahrungen damit gemacht.
Rauchgeruch

„Mich stört es nicht, wenn sie rauchen. Ist ja zu ihrem eigenen Schaden“, sagt ein Kurgast. Eine Frau, die ihre Kur vor Kurzem angetreten hat, hat weniger Verständnis: „Ich habe gerade starken Rauchgeruch in einem Gang wahrgenommen.“

Raucher Hannes Azade aus Wien urteilt differenziert: „Ich finde es kurios, dass im Kurcafé geraucht werden darf. Das Raucherkammerl direkt daneben ist sogar mit einem Zigarettenautomaten ausgestattet. Aber es gibt eben viele Raucher und man kann es mit der Empfindlichkeit auch übertreiben. Das Chlor vom Schwimmbad riecht man auch und keiner beschwert sich.“

Azade fügt jedoch hinzu: „Ich wäre willig, mir das Rauchen abzugewöhnen, wenn es so ein Angebot gäbe.“ Silvia Bruckner vom Kurhaus dazu: „Das haben wir im Programm, es wird nur wenig angenommen, weil es natürlich nicht gratis ist.“


   
Dietmar Erlacher
"Lungen-Selch-K­ammern" stehen auch unmittelbar neben jeden Ein-/Ausgang eines ÖBB-Bahnhofes. www.rauchsherif­f.at Ein Schelm der meint, der kanzerogene Tabakrauch bleibt vor der Türe. www.krebsforum.­at Selbst die Raucherzonen auf den ÖBB-Bahnsteigen­, meist nicht mit Bodenmarkierung eingegrenzt, werden von den Rauchern ignoriert. Mann/Frau raucht überall!
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Klaus Kritiker
wenn man schon eine Kur bezahlt bekommt vom Steuerzahler dann sollte man diese nur unter gewissen Voraussetzungen antreten dürfen. Auf der einen Seite gehen Sie wegen eines Herz-Kreislauf-­Leidens zur Kur und auif der anderen Seite werden Päckchenweise Zigaretten geraucht. Nicht gerade das sinnvollste.

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Tabakrauch in Xundheitswelt Moorbad Harbach, laut Kurier-Artikel
« Antwort #1 am: 18. Dezember 2012, 15:34 »

Von: Silvia Bruckner [mailto:silvia.bruckner@moorheilbad-harbach.at]
Gesendet: Dienstag, 18. Dezember 2012 14:16
An: Krebspatienten
Betreff: AW: info@xundheitswelt.at, Einladung zur dringenden Stellungnahme

Sehr geehrte Damen und Herren!
 
Gerne nehme ich auf den Beschwerdebrief und den im Kurier vom 18.12.2012 erschienenen Artikel Stellung. Festhalten möchten wir jedenfalls, dass dieser Artikel leider in seiner reißerischen Aufmachung nicht der gewohnten Recherchequalität und dem Anspruch eines Qualitätsmediums entspricht.
 
Der zitierte Beschwerdeführer bekrittelt in seinem Brief ua. auch, im Restaurant hinter einem „übel riechenden Raucher“ am Buffet stehen zu müssen und bezeichnet das Personal, das dem nicht Einhalt gebiete, wörtlich als „Trottel“, verstanden als „medizinischen Fachausdruck für geistige Unzurechnungsfähigkeit“ – so viel zum Niveau und zur Seriosität des Beschwerdebriefes, der den Anlass zum Artikel lieferte. Herr Strandl fordert weiters eine 500-Meter-Verbotszone für Raucher rund um das Grundstück und schlägt vor, Kuraufenthalte von Menschen, die während des Aufenthaltes rauchen, abzubrechen.
 
Das Gesundheits- und Rehabilitationszentrum Moorheilbad Harbach bemüht sich seit mehr als 30 Jahren, eine gesundheitsfördernde Umgebung für seine Gäste und PatientInnen zu bieten. Seit jeher lautet unser Motto: Gesundheit benötigt ein gesundes Umfeld, woran bereits seit 1990 mit der Gründung des „Ökologischen Kreislaufs Moorbad Harbach“ aktiv gearbeitet wird! Auch im Moorheilbad Harbach werden zahlreiche Maßnahmen, wie z. B. die Umsetzung der Umweltzeichenkriterien oder auch die Errichtung von Wohlfühlplätzen für Gäste und PatientInnen gesetzt.
 
Grundsätzlich ist festzuhalten: Es herrscht im gesamten Haus Rauchverbot und es darf somit in den Zimmern, in den Restaurants etc. nicht geraucht werden. Laut NÖ KAG unter § 16 1e müssen wir in unserer Anstaltsordnung Räume festlegen, in denen das Rauchen gestattet ist. Deshalb ist Rauchen bei uns in einem von zwei Kaffeehäusern und einem eigenen Raucherraum möglich.
 
Leider können wir nicht verhindern, dass außerhalb des Moorheilbades Harbach, wie z. B. vor den Eingängen, geraucht wird. Allerdings ersuchen wir unsere Gäste und PatientInnen dort nicht zur rauchen. Beim Eingang angebrachte Schilder weisen darauf hin, dass es uns als Gesundheitsbetrieb im Sinne unserer Gäste und Patienten ein Anliegen ist, den Eingangsbereich rauchfrei zu halten und verweisen auf die vorgesehenen Raucherplätze.  
 
Um das Problem der Raucher vor den Eingängen langfristig zu lösen wurde vom Moorheilbad Harbach bereits die Errichtung eines Raucherpavillons beschlossen. Dieser wird zentral erreichbar, aber abseits der Eingänge stehen und im Jahr 2013 errichtet.
 
Wir möchten außerdem nachdrücklich darauf hinweisen, dass alle Kur- und RehabilitationspatientInnen, die Raucher sind und die auf Kosten der Sozialversicherungsträger eine Kur oder einen Rehabilitationsaufenthalt bei uns verbringen, an einem verpflichtenden, kostenfreien Anti-Raucher-Programm mit psychologischer Unterstützung teilnehmen müssen. Diese Maßnahme ist Teil des Leistungsangebotes, das zwischen dem Moorheilbad Harbach und den Sozialversicherungsträgern vereinbart wurde und in unserem Haus als verlässlicher Vertragspartner natürlich kostenfrei für unsere Versicherungspatienten umgesetzt wird. Ich wurde, als angeführte Mitarbeiterin, im Kurier-Artikel diesbezüglich klar falsch zitiert. Die PatientInnen/RaucherInnen haben die Möglichkeit, die Teilnahme zu verweigern, was von uns entsprechend im Befund dokumentiert wird.
 
Bereits vor 12 Jahren wurden im Rahmen des Zentrums für Lebensstil-Medizin Angebote für gesundheitsförderndes Verhalten entwickelt, darunter auch Angebote zur Raucherentwöhnung. Dieses Know-how floss in die Betreuung und Beratung unserer Kurgäste ein, die so davon profitieren konnten. Für Privatgäste in unserem Lebensstilzentrum bieten wir nach wie vor entgeltliche Angebote, zur Förderung eines gesünderen Lebensstils in den Bereichen Ernährung, Bewegung, mentale Gesundheit sowie Programme zur Raucherentwöhnung an.
 
Wir hoffen, mit dieser Stellungnahme einerseits unser Bekenntnis zur Gesundheitsförderung dokumentiert zu haben, andererseits ein umfassendes Bild des Sachverhalts ermöglicht zu haben.
 
Xunde Grüße
Silvia Bruckner

Von Natur aus
gut für Gesundheit und Wohlbefinden.
 
Xunde Angebote: www.xundheitswelt.at

Silvia Bruckner

Marketing Moorheilbad Harbach
Projektleiterin Xundheitswelt
ARGE Öko Tourismus Moorbad Harbach
3970 Moorbad Harbach
tel: 02858/5255-1651
fax: 02858/5255-1605
www.xundheitswelt.at
mail: silvia.bruckner@xundheitswelt.at
 
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Von: Krebspatienten [mailto:info@krebspatienten.at]
Gesendet: Montag, 17. Dezember 2012 22:24
An: info@xundheitswelt.at
Betreff: info@xundheitswelt.at, Einladung zur dringenden Stellungnahme
 
Xundheitswelt
ARGE Öko-Tourismus Moorbad Harbach
3970 Moorbad Harbach
Tel.: +43(0)2858/5255-1650
Fax: +43(0)2858/5255-1605
E-Mail: info@xundheitswelt.at
 
 
Sehr geehrte Damen und Herren!
 
Wir bitten um eine Stellungnahme zu ….
 
http://www.krebsforum.at/index.php/topic,6225.msg15087.html#msg15087
 
Bieten Sie eigentlich eine kostenfrteie Raucherentwöhnungstherapie, welche, mit welchen Erfolgen, etc., an?
 
Mit freundlichen Grüßen
 
 
           
                               K f K
       Verein Krebspatienten für Krebspatienten
         Netzwerk Onkologischer Selbsthilfegruppen
                            Österreich
      Wien, St. Pölten, Linz, Salzburg, Innsbruck, Graz
        Zentrale: 1220 Wien, Steigenteschg. 13-1-46
    Krebs-Hotline 9 bis 21 Uhr:  0650-577-2395
    info@krebspatienten.at    www.krebsforum.at
Initiative Rauchfreie Lokale: www.rauchsheriff.at
             Dietmar Erlacher, Bundesobmann
Bereits 400.000 Zugriffe/Monat auf www.krebsforum.at
« Letzte Änderung: 19. Dezember 2012, 00:18 von admin »

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„Ohne Aschenbecher wird so gepafft“

Unterschiedliche Reaktionen löste ein KURIER-Bericht über Probleme mit Rauchern im Waldviertler Moorheilbad Harbach aus.

http://kurier.at/chronik/niederoesterreich/waldviertel/ohne-aschenbecher-wird-so-gepafft/2.052.479
   
Wegen des Rauchverbots in den Gebäuden weichen Raucher im Waldviertler Moorheilbad Harbach auf Bereiche vor den Eingängen aus. „Wir bemühen uns seit mehr als 30 Jahren um eine gesundheitsfördernde Umgebung“, betonen Geschäftsführerin Karin Weißenböck und ärztlicher Leiter Johannes Püspöck. „Aber wenn wir bei den Eingängen keine Aschenbecher aufstellen, wird eben so geraucht“. Für Kurpatienten sei eine einmalige, kostenfreie, aber verpflichtende Raucherberatung vorgesehen, die man aber verweigern könne. Reha-Patienten können weiterführende Unterstützung (Einzeltermine bei einer Gesundheitspsychologin), gratis in Anspruch nehmen. Die Wahrnehmung der Situation ist höchst unterschiedlich. Sie reicht von Nichtrauchern, die keinen Rauchgeruch im Haus wahrnehmen, bis zu solchen, die unglücklich über den Rauchgeruch im Eingangsbereich sind. Leser Helmut Tiefenbacher meint: Nicht nur bei Spitälern und Ambulanzen versammeln sich Raucher und holen die erzwungene Enthaltsamkeit mit tiefen Zügen nach. Auch Bahnhöfe und U-Bahnstationen würden von Rauchern belagert.

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Eigenartig, dass

dieses Kurzentrum schon vor fast zwei Jahren eine hohe Auszeichnung bekam:

Betriebliche Gesundheitsförderung

http://rauchsheriff.at/rauchfrei/index.php?topic=595.msg2426#msg2426

Betriebe über 100 Mitarbeiter:

Moorheilbad Harbach, Niederösterreich