Autor Thema: Wr. Neustadt: Medaustron (Bestrahlungszentrum)  (Gelesen 8700 mal)

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Wr. Neustadt: Medaustron (Bestrahlungszentrum)
« am: 11. Januar 2013, 11:20 »

Tage der Offenen Türe bei Medaustron

www.medaustron.at

« Letzte Änderung: 28. August 2013, 23:04 von admin »

admin

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APA-OTS: 12.+13.1.13, Wr. Neustadt: Medaustron (Bestrahlungszentrum)
« Antwort #1 am: 12. Januar 2013, 09:36 »

LH Pröll: MedAustron bringt "Medizin und Forschung auf Weltniveau"
Übergabe der Ionenquelle in Wiener Neustadt

St. Pölten (OTS/NLK) - In Wiener Neustadt entsteht mit MedAustron zur
Zeit eines der modernsten Krebsbehandlungs- und
Krebsforschungszentren der Welt. Am heutigen Freitag, 11. Jänner, kam
es zur Übergabe der Ionenquelle, einer der wichtigsten Grundlagen für
den Betrieb von MedAustron, das im Vollbetrieb rund 1.400
Patientinnen und Patienten neue Chancen im Kampf gegen den Krebs
eröffnen soll.

"MedAustron bedeutet für unser Land einen unglaublichen Schritt
nach vorne in Sachen Wissenschaft und Forschung", betonte
Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll im Gespräch mit der Moderatorin der
Veranstaltung, Mag. Nadja Mader-Müller. Gleichzeitig könne man durch
den medizinischen Fortschritt "tausenden Menschen Hoffnung geben",
meinte Pröll, der auch die Bedeutung von MedAustron für
zukunftsträchtige Arbeitsplätze und "die Zukunftsperspektive des
Landes Niederösterreich" hervorhob. Der Landeshauptmann: "MedAustron
bringt Medizin und Forschung auf Weltniveau - und das ist auch ein
ordentlicher Schub an Selbstbewusstsein für unser Land."

Niederösterreich habe es sich zum Ziel gemacht, "innovativer als
andere" zu sein, denn "wir wollen Niederösterreich zu einem Land der
Talente und einer Region der Patente machen", so der Landeshauptmann.

Niederösterreich sei ein Land, "das für Forschung und Wissenschaft
unglaublich viel tut", sagte Wissenschaftsminister Dr. Karl-Heinz
Töchterle im Zuge der Veranstaltung. Das Geld für MedAustron sei
"hervorragend investiert", Wiener Neustadt werde "einen guten Klang
in der Forschung bekommen", zeigte sich Töchterle überzeugt.

"Innovation kann der Gesellschaft Gewinn bringen", sagte Prof. Dr.
Rolf Dieter Heuer, Generaldirektor von CERN. Der Fortschritt in
Wiener Neustadt sei "beeindruckend", so Heuer.

"Wir werden eine Punktlandung machen, was Zeit und Kosten
betrifft", informierte der Aufsichtsratsvorsitzende der EBG
MedAustron, Mag. Klaus Schneeberger, über den Stand der Umsetzung
dieses Projektes mit einer Investitionssumme von rund 200 Millionen
Euro. Für Schneeberger ist MedAustron nicht nur "ein Symbol der
Zukunft", sondern auch ein "Symbol der Hoffnung sowie ein Symbol der
Medizin und der Forschung auf höchstem Niveau."

Die Grundsteinlegung für MedAustron in Wiener Neustadt fand im
Jahr 2011 statt, für 2015 sind erste Patientenbehandlungen geplant.
Den Vollbetrieb wird MedAustron im Jahr 2020 aufnehmen. Weltweit
existieren bisher nur drei derartige Ionentherapiezentren. Vom
Fortschritt der Umsetzung von MedAustron kann man sich an diesem
Wochenende bei "Tagen der offenen Tür" überzeugen.

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Wr. Neustadt: Ionenquelle MedAustron
« Antwort #2 am: 12. Januar 2013, 09:44 »







Feierliche Übergabe der Ionenquelle für MedAustron - BILD
Weiterer wichtiger Schritt zur Realisierung des "Jahrhunderprojekts" MedAustron


Fr., 11. Jan. 2013

Personen: Bundesminister Univ.-Prof. Dr. Karlheinz Töchterle, Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll , CERN Generaldirektor Prof. Dr. Rolf-Dieter Heuer und Aufsichtsratsvorsitzender Mag. Klaus

Wiener Neustadt (OTS) - Im Zuge eines feierlichen Festaktes wurde die
Ionenquelle für MedAustron im Beisein des Bundesministers für
Wissenschaft und Forschung Univ.-Prof. Dr. Karlheinz Töchterle vom
Generaldirektor der Europäischen Organisation für Kernforschung CERN
Prof. Dr. Rolf-Dieter Heuer an Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll
übergeben. Diese Ionenquelle stellt das erste Glied in der MedAustron
-Beschleunigerkette dar und erzeugt jene Teilchen, die zur
medizinischen Behandlung von Krebspatienten und für die Forschung
verwendet werden. Damit konnte ein weiterer wesentlicher Schritt zur
Realisierung des Krebsbehandlungs- und Forschungszentrums MedAustron
in Niederösterreich gesetzt werden.

Vom Projektfortschritt beeindruckt zeigten sich die hochkarätigen
Gäste, die sich heute anlässlich der Übergabe der MedAustron
Ionenquelle in Wiener Neustadt eingefunden haben.

"MedAustron bedeutet einen Meilenstein in der Entwicklung des
Gesundheits- und Forschungsstandorts Niederösterreichs. Bis zu 1.400
Patientinnen und Patienten werden hier neue Hoffnung in ihrem Kampf
gegen den Krebs finden. Das Projekt MedAustron wird wesentlich dazu
beitragen, Niederösterreich auf die internationale Landkarte der
Spitzenmedizin und Spitzenforschung zu bringen. MedAustron passt
damit punktgenau in die Strategie des Landes Niederösterreich, unser
Bundesland zu einem Land der Patente zu machen und reiht sich nahtlos
in die Wissenschafts- und Forschungsachse des Landes Niederösterreich
ein. 160 hochqualifizierte Arbeitsplätze werden direkt bei MedAustron
entstehen, weitere 100 Arbeitsplätze im Umfeld durch Zulieferer,
Beherbergungsbetriebe und Spin-offs. Es freut mich, dass es gelungen
ist, gemeinsam mit der dem Bundesland Niederösterreich
partnerschaftlich verbundenen weltbekannten Organisation für
Kernforschung CERN diese Ionenquelle zu entwickeln", hob
Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll hervor.

Der Generaldirektor des CERN Prof. Dr. Rolf-Dieter Heuer
ergänzte:" Das Projekt MedAustron ist ein hervorragendes Beispiel
dafür, wie die Grundlagenforschung am CERN in einem Mitgliedsstaat
vor Ort direkt sichtbar wird und wesentlichen Nutzen für die
Gesellschaft stiften kann. Ich freue mich, dass die hervorragende
Partnerschaft des CERN mit dem Bundesland Niederösterreich dazu
führt, dass aus Forschung Anwendung wird. Ich wünsche dem Projekt
MedAustron, dass die weiteren Schritte zur Fertigstellung ebenso
reibungslos verlaufen und die Arbeiten am Teilchenbeschleuniger
zielstrebig vorangehen."

"Mit MedAustron unterstützt der Bund den Aufbau eines
Therapiezentrums, das vielen Menschen und deren Gesundheit
zugutekommt. Wir investieren damit aber vor allem auch in eine neue
Infrastruktur, die Forschung im Bereich der Strahlenphysik und der
Strahlenbiologie entscheidend vorantreiben wird", so Wissenschafts-
und Forschungsminister Dr. Karlheinz Töchterle. Diese Forschung soll
in Zukunft insbesondere durch eine enge Kooperation mit der
Technischen Universität Wien und der Medizinischen Universität Wien
erfolgen. Die dafür geplanten Professuren werden vom
Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung zusätzlich zu einer
maximalen Investitionssumme von 41 Millionen Euro und maximal 5,5
Millionen Euro pro Jahr für den laufenden Betrieb der
nicht-klinischen Forschung finanziert.

Für den Aufsichtsratsvorsitzenden der EBG MedAustron Mag. Klaus
Schneeberger bedeutet die Übergabe der Ionenquelle "einen weiteren
Quantensprung für das Jahrhundertprojekt MedAustron. Der Standort, an
dem MedAustron realisiert wird, war früher das Symbol des im Krieg
zerstörten Wiener Neustadts. Heute ist dieser Ort ein Symbol für
Bildung, Wissenschaft und Forschung - zusammengefasst ein Symbol der
Zukunft. Hier wird das weltweit erst vierte Zentrum für Ionentherapie
und Forschung dieser Art entstehen. Wir nehmen den heutigen Tag als
Ansporn, weiterhin mit voller Kraft an der Realisierung von
MedAustron zu arbeiten, um den ersten Patienten im Jahr 2015
behandeln zu können." Was die Kosten des Projekts MedAustron
betrifft, gab der Aufsichtsratsvorsitzende bekannt: "Wir liegen voll
im Budgetplan und können sehr zuversichtlich sein, dass wir die
geplanten Investitionskosten von Euro 200 Millionen punktgenau
einhalten. 75% der Gesamtkosten sind bereits fix vergeben, das macht
uns sehr zuversichtlich."

Welche Schritte nun am Weg bis zur ersten Patientenbehandlung noch
gesetzt werden müssen, erklärten die Geschäftsführer der EBG
MedAustron Dr. Thomas Friedrich und Dr. Bernd Mößlacher: "Das heurige
Jahr ist der Installation des Teilchenbeschleunigers, dem Herzstück
der Anlage, gewidmet. Die Jahre 2014 und 2015 stehen dann vor allem
im Zeichen der hochinnovativen und komplexen Medizintechnik - deren
Installation und umfangreichen Tests. Wir werden Ende 2015 mit den
ersten Patientenbehandlungen starten, und dann das Zentrum bis zum
geplanten Vollbetrieb im Jahr 2020 sukzessive ausbauen."

Mit MedAustron entsteht in Wiener Neustadt eines der modernsten
Zentren für Ionentherapie und Forschung in Europa. Unter Verwendung
von Protonen und Kohlenstoffionen werden nach der Fertigstellung des
Zentrums ab 2015 jährlich bis zu 1.400 Patientinnen und Patienten im
Vollbetrieb mit dieser schonenden Behandlung therapiert. Weltweit
existieren erst drei derartige Zentren, die diese beiden
Strahlentherapien an einem Ort gemeinsam anbieten. Dabei versteht
sich MedAustron als ein interdisziplinäres und überregionales
österreichisches Zentrum und wird sich auf die Krebsbehandlung mit
Ionen, die Erforschung und Weiterentwicklung dieser neuen
Therapieform sowie die nicht-klinische Forschung mit Ionen- bzw.
Protonenstrahlen spezialisieren. Dabei werden rund 200 Mio. Euro in
Spitzenforschung investiert.

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Krebstherapie- und Forschungszentrum Med-Austron
« Antwort #3 am: 14. Januar 2013, 00:36 »



Schweizer Teilchen für Wiener Neustadt

12.01.2013 | 18:02 |  von Georg Renner (Die Presse)

Das Krebstherapie- und Forschungszentrum Med-Austron bekam eine Ionenquelle des CERN.

Aus dem Archiv:
    Jedem Tumor seine Dosis an Strahlung (31.03.2012)

Die Veranstaltungshalle Arena Nova. Eine Fachhochschule samt mehreren Studentenheimen. Eine Flugzeugfabrik und ein Erlebnisbad. Es ist eine bunte Nachbarschaft, in der das niederösterreichische Krebstherapie- und Forschungszentrum Med-Austron im Gewerbegebiet von Wiener Neustadt nach und nach Gestalt annimmt.

Eine Gestalt, die am Freitag wieder deutlich konkreter geworden ist: Mit einer großen Feier wurde der von Land, Bund und Stadt finanzierten Institution, in der ab 2015 Strahlentherapien gegen Krebs durchgeführt werden sollen, die Ionenquelle überreicht – nach der Dachgleiche im Vorjahr ein nächster Meilenstein auf dem Weg zur Eröffnung des Areals.

Diese erste von vier Ionenquellen, entwickelt im Europäischen Kernforschungszentrum CERN, mit dem Med-Austron kooperiert, ist das Herzstück des Teilchenbeschleunigers, der die für die Behandlungen nötigen Teilchen liefern wird: aus einem einzigen Proton bestehende Kerne von Wasserstoffatomen sowie schwerere Kohlenstoff-Ionen, deren Kern aus jeweils sechs Protonen und Neutronen besteht. Um die Atomkerne von ihren Elektronen zu trennen, sodass sie zu Ionen werden, wird Wasserstoffgas bzw. Kohlendioxid auf extrem hohe Temperaturen erhitzt. In diesem Plasmazustand streifen die positiv geladenen Kerne die negativ geladenen Elektronen ab und können durch elektrische Felder getrennt werden. Im nächsten Schritt kommen die Ionen in die Beschleunigerkette.

Seltene Therapieform. Nach einem Linearbeschleuniger werden die Teilchen im Kreisbeschleuniger mit rund 80 Meter Umfang – untergebracht in einer großen Halle in Wiener Neustadt – durch elektrische Hochfrequenzfelder auf bis zu 75 Prozent der Lichtgeschwindigkeit gebracht. Sobald sie das entsprechende Tempo haben, werden sie zu den Behandlungsplätzen geführt. Dort müssen die Patienten besonders exakt positioniert und fixiert werden – der Ionenstrahl trifft mit einer Präzision von 0,5 Millimeter auf das erkrankte Gewebe.

Diese Therapie hat den Vorteil, dass – anders als bei klassischen Behandlungen mit Röntgen- und Gammastrahlen – die hinter dem Tumor liegenden Organe nahezu völlig geschont werden. Außerdem ist die Ionentherapie besonders geeignet für Tumore, die als strahlenresistent gelten.

Wenn Med-Austron in zwei Jahren in Betrieb geht, wird es eines von nur vier Instituten weltweit sein, die die Ionentherapie anbieten. Erreicht es 2020 seinen Vollbetrieb, sollen hier bis zu 1400 Patienten pro Jahr in Behandlung sein.

Bei der Übergabe der Ionenquelle zeigte sich CERN-Generaldirektor Rolf-Dieter Heuer beeindruckt von der Anlage: „Med-Austron ist ein Beispiel, wie die Grundlagenforschung am CERN in einem Mitgliedstaat Nutzen für die Gesellschaft stiften kann“, so Heuer. Forschung, wie sie künftig auch in Wiener Neustadt stattfinden soll: Denn neben der Therapie sollen ab 2016 auch nicht klinische Forschungen, etwa im Bereich Strahlenbiologie oder Experimentalphysik, durchgeführt werden.

in Zahlen 200 Millionen Euro
haben Bund, Land Niederösterreich und Wiener Neustadt in die Errichtung von Med-Austron investiert – die Kosten seien „im Plan“, wie es heißt. Das Wissenschaftsministerium schießt außerdem 41 Millionen Euro für begleitende Forschung zu.

160Arbeitsplätze umfasst Med-Austron mit seinem Vollbetrieb ab 2020. Mehr als
ein Dutzend Wissenschaftler wurden dafür bereits am CERN ausgebildet.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 13.01.2013)

http://diepresse.com/home/science/1332049/Schweizer-Teilchen-fuer-Wiener-Neustadt?from=suche.intern.portal

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ORF III TELETEXT    155.1    
   
   155.1 ORF III Kultur und Information Wissenschaft Mittwoch, 28.08. science.talk 21.55h

Ramona Mayer bis 22.25h Ramona Mayer ist Krebsspezialistin und medizinische Leiterin von MedAustron, dem Zentrum für Ionentherapie in Wiener Neustadt. Mit dieser neuen Einrichtung soll es auch in Österreich möglich sein, bestimmte Krebsarten gezielter zu behandeln, ohne dabei benachbartes gesundes Gewebe zu belasten. Im Gespräch mit Barbara Stöckl gibt Ramona Mayer Einblicke in die Arbeit des Medaustron-Zentrums und die dortigen zukunftsweisenden Krebs- Therapiemöglichkeiten. (Wh. Do Fr Sa. Sendezeiten ab S. 311) tv.ORF.at ORFdrei

Jetzt auf TV Österreich III

Wr. Neustadt: Medaustron (Bestrahlungszentrum)

http://tv.orf.at/orf3/stories/2600295/

 Wissenschaft am Mittwoch
science.talk Ramona Mayer

Über die Arbeit in der Krebsforschung und zukunftsweisende Krebstherapiemöglichkeiten spricht die Radiologin und Leiterin von MedAustron Ramona Mayer heute mit Barbara Stöckl.

.
Trailer:
Start / Pause Stumm schalten Leiser Lauter Video zurückspulen

Mittwoch, 28. August, 21.55 Uhr
Wh. Do 02.05 Uhr, 04.30 Uhr und 15.25 Uhr,
Fr 04.25 Uhr und 14.30 Uhr,
Sa 16.35 Uhr


Ramona Mayer ist Krebsspezialistin und medizinische Leiterin von MedAustron, dem Zentrum für Ionentherapie in Wiener Neustadt. Mit dieser neuen Einrichtung soll es auch in Österreich möglich sein, bestimmte Krebsarten gezielter zu behandeln, ohne dabei benachbartes gesundes Gewebe zu belasten. Ab 2015 sollen hier die ersten Behandlungen durchgeführt werden. Dann sollen jährlich bis zu 1.400 Menschen von internationaler Spitzenmedizin profitieren können.

Im Gespräch mit Barbara Stöckl gibt Ramona Mayer Einblicke in die Arbeit des MedAustron-Zentrums und die dortigen zukunftsweisenden Krebs-Therapiemöglichkeiten.
science.talk Ramona Mayer

ORF/ORFIII

Barbara Stöckl, Ramona Mayer

Moderation: Barbara Stöckl

Wissenschaftstalk, 2013

ACHTUNG:
Hier zu sehen!
http://tvthek.orf.at/programs/4039577-Science-Talk/episodes/6585857-science-talk



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Weitere Sendungen dieser Reihe:

    Science.Talk Christian Kanzian

    Barbara Stöckl hat den Philosophen und Präsidenten der ÖLWG Christian Kanzian zum Gespräch geladen. Wittgensteins Art und Weise, Philosophie als Therapie des Sprechens und Denkens zu verstehen und damit Probleme zu lösen, ist ihm sehr sympathisch.
    science.talk mit Gerhard Tucek

    In der Wissenschaftssendung mit Barbara Stöckl gibt der Studiengangsleiter für Musiktherapie an der IMC FH Krems, Gerhard Tucek, Einblicke in seine aktuellen Forschungsprojekte.
    science.talk mit Josef Penninger

    Die Erforschung von Brustkrebs und dessen Entstehung ist eines der Hauptforschungsgebiete des Genetikers. Für seine Arbeit wurde er mit dem „Innovator Award“ des amerikanischen Verteidigungsministeriums ausgezeichnet.
    science.talk mit Ursula Schmidt-Erfurth

    Die Augenspezialistin und Netzhautforscherin Ursula Schmidt-Erfurth leitet die größte Augenklinik Europas und gibt Einblicke in die Entwicklung einer neuen Therapie zur Behandlung der altersbedingten Makuladegeneration.
« Letzte Änderung: 29. August 2013, 01:40 von admin »

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Wr. Neustadt: Volle Strahlendosis gegen den Tumor
« Antwort #5 am: 22. Februar 2014, 19:09 »



 Volle Strahlendosis gegen den Tumor

Bis zu 15 Prozent der Strahlentherapie-Patienten könnten ab 2015 von neuem Verfahren profitieren.

Drei Monate lang haben die Medizinerinnen Univ.-Doz. Ulrike Mock und Univ.-Prof. Ramona Mayer Krankenakten von Strahlentherapie-Patienten durchforstet. Das Ergebnis: 10 bis 15 Prozent all dieser Krebspatienten würden von der Ionentherapie – einer innovativen Form der Strahlentherapie – profitieren. Das wären zwischen 1600 und 2400 jährlich. Diese Zahlen präsentierten die Expertinnen bei einer Enquete zum Thema „Zusammenarbeit in der Ionentherapie“. Sie wurde von dem künftigen Krebstherapie- und -forschungszentrum MedAustron in Wiener Neustadt, NÖ, gemeinsam mit der „Central European Cooperative Oncology Group (CECOG)“ – einem Netzwerk von mehr als 150 Forschungszentren – organisiert.
Weniger Risiko

Die Strahlentherapie mit elektrisch geladenen und beschleunigten Teilchen wird ab Ende 2015 in Wiener Neustadt angeboten. „Diese Teilchen haben ihre höchste biologische Wirksamkeit im Tumor“, sagt die Strahlenmedizinerin Mayer, die auch medizinische Leiterin von MedAustron ist. Die Belastung des gesunden Gewebes davor ist – gegenüber konventioneller Strahlentherapie (Gammastrahlen, Röntgen-, Elektronenstrahlung) – deutlich reduziert, hinter dem Tumor ist fast gar keine Dosis mehr messbar. „Derzeit ist es bei Tumoren etwa in der Nähe des Sehnervs oder bestimmter Hirnnerven oft nicht möglich, die volle notwendige Dosis in den Tumor zu bringen – weil ich sonst den Sehnerv oder Hirnstamm schädigen würde.“

Die neue Form der Strahlentherapie werde sich besonders für bestimmte Tumoren bei Kindern und Jugendlichen eignen, so Mayer. „Ihr Gewebe ist sehr strahlenempfindlich. Durch eine bessere Schonung des gesunden Gewebes kann man das Risiko von Spätfolgen – wie etwa Hormon- oder Wachstumsstörungen – senken.“

„Es handelt sich um ein visionäres Konzept für Patienten aus ganz Zentral- und Südeuropa“, sagt der Onkologe Univ.-Prof. Christoph Zielinski von der MedUni Wien sowie Präsident der Studiengruppe CECOG. „Die Frage für künftige Studien wird sein: Können wir durch eine Kombination verschiedener Behandlungsmöglichkeiten die Effektivität der Therapie noch verbessern?“ Hier gebe es erste Hinweise, dass diese Form der Strahlentherapie – etwa in Kombination mit modernen Antikörper-Präparaten oder Chemotherapie – die Widerstandsfähigkeit (Resistenz) von Tumorzellen gegen Therapien „noch besser durchbrechen“ könne.

Ähnlich Univ.-Doz. Paul Christian Hajek vom Landesklinikum Wiener Neustadt: „MedAustron alleine ist keine Wunderwaffe. Wir setzen große Hoffnungen in die Therapie-Kombination und werden dazu auch Studien durchführen. Die Zusammenarbeit von verschiedenen medizinischen Fachbereichen wird extrem wichtig sein.“ Laut NÖ-Landeshauptmann-Stv. Wolfgang Sobotka werden die Gesamtkosten für MedAustron rund 200 Mio. Euro betragen. Niederösterreich werde mit der MedUni Wien zwei Professuren im Bereich der Strahlenmedizin einrichten: „Wir entwickeln eine Therapie der Zukunft für die Patienten von heute.“
(kurier) Erstellt am 27.11.2013, 06:00


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