Autor Thema: Brustkrebs - Neues in der Diagnostik  (Gelesen 5791 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Sissi

  • Global Moderator
  • Super - User
  • *****
  • Beiträge: 551
  • Geschlecht: Weiblich
Brustkrebs - Neues in der Diagnostik
« am: 17. März 2013, 22:43 »



"Digitale Brust-Tomosynthese" (DBT)


Digitale Brust-Tomosynthese

In der Früherkennung von Mammakarzinomen könnte in Zukunft die "Digitale Brust-Tomosynthese" (DBT) die seit vielen Jahren verwendete Mammografie möglicherweise sogar ersetzen. Mammografie-Aufnahmen sind zweidimensional. Tumoren können dabei hinter dichterem Gewebe verborgen bleiben. Bei der DBT werden aus mehreren Aufnahmen aus unterschiedlichem Winkel per Computer eine 3D-Darstellung der untersuchten weiblichen Brust errechnet. Dadurch sollen sich Karzinome bei Vorsorgeuntersuchungen nicht mehr "verstecken" können.

Martin Yaffe von der Abteilung für Biophysik und Bildgebung der Universität Toronto in Kanada: "Es herrscht Aufregung darüber, dass diese Technik die Genauigkeit bei der Auffindung von Karzinomen erhöhen und die Zahl der neuerlichen Einberufung von Patientinnen mit verdächtigen Befunden reduzieren kann." Dies gelte besonders für junge Frauen mit dichterem Brustgewebe. Groß angelegte klinische Studien sollen jetzt zeigen, ob die Methode in der Praxis wirklich besser ist als die alte Mammografie.


http://derstandard.at/1362108153205/Mehr-Durchblick-bei-zahlreichen-Erkrankungen  (Am Ende!)

Sissi

  • Global Moderator
  • Super - User
  • *****
  • Beiträge: 551
  • Geschlecht: Weiblich






Tomosynthese: Wie eine Mammografie in 3D

Reportage | Eva Tinsobin, 17. Jänner 2013, 13:16

    Mammografie und Tomosynthese werden an diesem Apparat gemeinsam durchgeführt.


    Mammografie und Tomosynthese werden an diesem Apparat gemeinsam durchgeführt.
    Maximal ein wenig unangenehm, aber keineswegs schmerzhaft: Das Einklemmen der Brust zwischen den Platten.
    Alexandra Resch, Röntgenologin und Leiterin des Diagnosezentrums Margareten, ordnet auf dem Schaukasten die alten, nichtdigitalen Mammografiebilder an.
    Befundung am Monitor: Die Thomosynthese-Bilder lassen sich mittels Mauscursor wie ein Film millimeterweise abspielen.
    Die Klammer (links des schwarzen Balkens) von der letzten Brustoperation dieser Patientin ist auf der Aufnahme gestochen scharf zu erkennen.

Das Tomosynthese-Gerät ermöglicht im Wiener Hartmannspital die modernste Form der Brustdiagnostik. Ein Selbstversuch

"Machen Sie bitte Ihren Oberkörper frei", lädt Manuela Linhart, die seit 23 Jahren als medizinisch-technische Fachkraft im Bereich Mammografie tätig ist, in die Umkleidekabine. Eine Minute später stehe ich in einem kleinen, hell ausgeleuchteten Raum, in dem sich ein Sessel, ein Arbeitstisch samt PC und Monitor sowie das Tomosynthese-Gerät befinden. Letzteres sieht aus wie ein "ganz normaler" Mammografie-Röntgenapparat und ermöglicht im Diagnosezentrum Margareten im Wiener Hartmannspital seit gut einem Jahr die modernste Form der Brustdiagnostik.

............... http://derstandard.at/1356426987456/Tomosynthese-Wie-eine-Mammografie-in-3D


Gitti

  • Global Moderator
  • Super - User
  • *****
  • Beiträge: 1.339
  • Geschlecht: Weiblich
Brustkrebsmarker im Blut identifiziert
« Antwort #2 am: 18. März 2013, 20:25 »



18.03.2013
   
   
Brustkrebsmarker im Blut identifiziert

Brustkrebs früh und möglichst schonend für die Patientin zu diagnostizieren, ist das Ziel einer Aachener Forschergruppe unter Leitung von Univ.-Prof. Dr. rer.nat. Edgar Dahl. Die Wissenschaftler der Arbeitsgruppe Molekulare Onkologie am Institut für Pathologie des Universitätsklinikums Aachen haben zwei Tumorsuppressor-Gene identifiziert, die sich mit einem speziellen Verfahren als Brustkrebsmarker im Blut nachweisen lassen. Die Ergebnisse einer ersten Studie haben die Wissenschaftler jetzt in der Zeitschrift "Breast Cancer Research" veröffentlicht.

.............. http://www.journalmed.de/newsview.php?id=40199

Gitti

  • Global Moderator
  • Super - User
  • *****
  • Beiträge: 1.339
  • Geschlecht: Weiblich



28.03.2013
   
   
Weitere Genmutationen als Risikofaktoren für Brust- und Eierstockkrebs entdeckt


In einer bisher einzigartigen konzertierten Aktion haben Krebsforscher aus der Frauenklinik des Universitätsklinikums Erlangen der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) zusammen mit Wissenschaftlern aus mehr als 70 Institutionen weltweit insgesamt 49 neue genetische Risikofaktoren für Brustkrebs und acht neue genetische Risikofaktoren für Eierstockkrebs identifiziert.

.................................. http://www.journalmed.de/newsview.php?id=40312


admin

  • Administrator
  • Super - User
  • *****
  • Beiträge: 5.094
  • Geschlecht: Männlich
7-Tesla-MRT erlaubt noch bessere Diagnose von Brustkrebs
« Antwort #4 am: 27. Februar 2014, 00:28 »




7-Tesla-MRT erlaubt noch bessere Diagnose von Brustkrebs

Wien (OTS) - WissenschafterInnen der MedUni Wien haben in einer
aktuellen Studie weltweit erstmals nachgewiesen, dass sich die
7-Tesla-Ultra-Hochfeld-Magnetresonanztomographie (MRT) klinisch bei
Patientinnen mit Brusttumoren anwenden lässt. Das könnte künftig eine
noch bessere Diagnose von Brustkrebs ermöglichen. Die Arbeit wurde
nun im renommierten Journal "European Radiology" veröffentlicht.

In vorangegangenen Studien mit 7-Tesla-MRT war die Untersuchung der
klinischen Anwendbarkeit bisher auf Grund der zur Verfügung
stehenden, begrenzten Spulentechnik auf eine Brust limitiert. "Die
neue Generation der Spulen erlaubt die beidseitige klinische
Verwendung", erklärt Katja Pinker von der Universitätsklinik für
Radiologie und Nuklearmedizin, Abteilung für Molekulare Bildgebung
der MedUni Wien (Leiter Thomas Helbich), die die Studie in
Kooperation mit dem Exzellenzzentrum Hochfeld-MR (Leitung: Siegfried
Trattnig) und dem Brustgesundheitszentrum der MedUni Wien und des AKH
Wien (Koordinator Michael Gnant) durchgeführt hat.

Personalisierte Diagnose mit erhöhter diagnostischer Genauigkeit
Mit der 7-Tesla-MRT gelingt es, eine hohe diagnostische Genauigkeit
von 96,6 Prozent zu erzielen. Pinker: "Das höher zur Verfügung
stehende Signal bei 7T erlaubt eine höhere Auflösung, die es
ermöglicht Feinheiten und Details besser zu sehen um eine sichere
Diagnose stellen zu können. Zusätzlich ist auch eine Diagnostik auf
molekularer und metabolischer Ebene mit Diffusion-gewichteter oder
Natriumbildgebung und Spektroskopie möglich um Tumoren noch besser
charakterisieren zu können"

Das generelle Ergebnis der Studie: Die beidseitige Ultra-Hochfeld-MRT
der Brust mit 7-Tesla ist problemlos klinisch anwendbar und "erlaubt
eine verbesserte Diagnose von PatientInnen mit Brusttumoren", so die
MedUni Wien-Expertin. "Durch eine zukünftige Ergänzung der
Ultra-Hochfeld-MRT der Brust mit 7-Tesla durch molekulare und
Stoffwechselbildgebung könnte ein weiterer Schritt in Richtung
personalisierte Medizin getan werden, denn nicht jeder Brustkrebs ist
gleich."

Zum Vergleich: Mit der derzeitigen, klinischen Standard-MRT mit einem
3-Tesla-Gerät liegt die diagnostische Genauigkeit bereits auf einem
Top-Niveau bei bis zu 93 Prozent. Die Untersuchungsdauer ist übrigens
gleich lang - egal ob 3-Tesla oder 7-Tesla. Die Patientin verbringt
etwas mehr als fünfzehn Minuten in der Untersuchungsröhre.
Fünf Jahre 7-Tesla-MRT an der MedUni Wien

Der klinische Einsatz von 7-Tesla bei der Untersuchung von
Brusttumoren ist demnach sofort möglich, hängt aber auch von der
Verfügbarkeit ab: Weltweit gibt es nur acht universitäre
Einrichtungen, die ein 7-Tesla-Gerät einsetzen, darunter eines an der
MedUni Wien/AKH Wien. 7-Tesla-MRT gibt es seit fünf Jahren an der
MedUni Wien, es ist das einzige derartige Gerät in Österreich. Das
Exzellenzzentrum für Hochfeld-MR ist weltweit einer der führenden
Forschungsstandorte für diese Technologie.

Medizinische Bildgebung - einer von fünf Forschungsclustern

Die medizinische Bildgebung ist einer von fünf Forschungsclustern der
MedUni Wien. In diesem und den anderen vier Fachgebieten werden in
der Grundlagen- wie in der klinischen Forschung vermehrt Schwerpunkte
gesetzt. Die weiteren vier Forschungscluster sind Medizinische
Neurowissenschaften, Kardiovaskuläre Medizin, Immunologie und
Krebsforschung/Onkologie.

Service: European Radiology

"Clinical application of bilateral high temporal and spatial
resolution dynamic contrast-enhanced magnetic resonance imaging of
the breast at 7 T." Pinker K, Bogner W, Baltzer P, Trattnig S, Gruber
S, Abeyakoon O, Bernathova M, Zaric O, Dubsky P, Bago-Horvath Z,
Weber M, Leithner D, Helbich TH. Eur Radiol. 2013 Dec 5. [Epub ahead
of print].

Tanja

  • Global Moderator
  • Super - User
  • *****
  • Beiträge: 932
  • Geschlecht: Weiblich
Brustkrebs - Neues in der Diagnostik
« Antwort #5 am: 15. Juli 2014, 22:53 »



 Brustkrebs: Auf dem Weg zu einer noch genaueren Diagnose

Erfolg für die MedUni Wien: Wissenschafter wiesen erstmals nach, dass Hochleistungs-Magnetresonanztomografie anzeigen kann, ob ein Tumor "gut" oder "böse" ist.

http://kurier.at/lebensart/gesundheit/brustkrebs-auf-dem-weg-zu-einer-noch-genaueren-diagnose/53.323.616

Tanja

  • Global Moderator
  • Super - User
  • *****
  • Beiträge: 932
  • Geschlecht: Weiblich
Jede zweite Biopsie überflüssig?
« Antwort #6 am: 15. Juli 2014, 22:56 »



 Jede zweite Biopsie überflüssig? Neue Methode: Österreichische Forscher entwickeln eine Kombination bildgebender Verfahren.
      

Bei der Brustkrebs-Diagnose ist es eine der schwierigsten Aufgaben, gutartigen Knoten von bösartigen Tumoren zu unterscheiden. Meist wird daher eine Gewebeprobe entnommen und im Labor eine sogenannte Biopsie gemacht. Mithilfe des kombinierten Einsatzes von Positronen-Emissions-Tomografie (PET) und Magnetresonanztomografie (MRT) ist die Darstellung von Schlüsselprozessen der Brustkrebsentstehung möglich – damit könnte jede zweite überflüssige Brustbiopsie vermieden werden.

Das ist das Ergebnis einer Studie von der Universitätsklinik für Radiologie und Nuklearmedizin in Kooperation mit http://kurier.at/lebensart/gesundheit/neue-methode-bei-brustkrebs-diagnose/72.031.973