Autor Thema: Krebsforschung diverse  (Gelesen 4862 mal)

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Josef

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Krebsforschung diverse
« am: 17. April 2013, 23:50 »




Neuartige Krebsimmuntherapie für den Beginn klinischer Studien bereit


Lawrenceburg, Indiana (ots/PRNewswire) - Die PDS Biotechnology
Corporation präsentierte auf dem World Vaccine Congress in Washington
DC heute eine Zusammenfassung präklinischer Daten, die das
Unternehmen zu seiner führenden Krebsimmuntherapie PDS0101
zusammengestellt hat. Das Produkt beruht auf der bahnbrechenden und
proprietären Nanotechnologie-Impfstoff-Plattform Versamune(TM) des
Unternehmens. Überdies gab PDS Biotechnology bekannt, dass die FDA
dem IND-Antrag (Investigational New Drug) des Unternehmens zugestimmt
hat und PDS0101 fortan an menschlichen Patienten getestet werden
darf.

PDS0101 ist eine erstklassige Immuntherapie, die zur Behandlung von
Krebs und Infektionskrankheiten im Zusammenhang mit dem humanen
Papillomvirus entwickelt wird, darunter Gebärmutterhalskrebs, Kopf-
und Halskrebs sowie zervikale intraepitheliale Neoplasien.
Präsident .............. http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20130417_OTS0002/neuartige-krebsimmuntherapie-fuer-den-beginn-klinischer-studien-bereit?utm_source=2013-04-17&utm_medium=email&utm_term=inline&utm_content=html&utm_campaign=mailabodigest
Alles, was wir uns in der Vergangenheit schwer erkämpfen mussten,
hinterlässt gewisse Spuren auf unserer „zerbrechlichen“ Seele,
doch sollten wir deshalb die Hoffnung auf eine bessere Zukunft nicht verlieren.
Carola-Elke

admin

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Onkologen begrüßen umstrittene EU-Verordnung über klinische Prüfungen

Dienstag, 19. März 2013

Berlin – Die Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie (DGHO) hat die geplante EU-Verordnung über klinische Prüfungen begrüßt. Unabhängige, von Ärzten und Wissenschaftlern initiierte Studien brächten Sicherheit und Fortschritt in die Krebstherapie und retteten damit Menschenleben, sagte der Geschäftsführende Vorsitzende der DGHO, Mathias Freund, am Dienstag in Berlin. Sie seien unentbehrlich, um zum Beispiel die Wirksamkeit bereits zugelassener Arzneimittel zu vergleichen oder die Belastungen durch Nebenwirkungen zu reduzieren. Dabei gehe es insbesondere um Therapieoptimierungsstudien.
„Seit der Richtlinie 2011/20/EG, die mit der 12. Novelle des Arzneimittelgesetzes in deutsches Recht umgesetzt wurde, ist eine schleichende Erosion der Studienlage in vollem Gange“, so Freund. Grund dafür sei, dass diese Richtlinie keinerlei Unterschiede zwischen akademisch initiierten und von der pharmazeutischen Industrie initiierten Studien mache. „Das derzeitige Antragswesen ist ein bürokratischer Albtraum und trifft in erster Linie Universitätskliniken und Versorgungskrankenhäuser, die den hohen Aufwand nicht leisten können“, kritisierte Freund.
Problematisch sei dabei auch, dass akademische Studien ihre Unabhängigkeit zu verlieren drohten. Denn viele Studiengruppen seien mittlerweile gezwungen, neue Medikamente in ihre Studienprotokolle einzubauen, obwohl diese gar nicht Kern ihrer Forschung seien, weil sie die Studie nicht anders finanzieren könnten, so Freund.
Durch die gesetzlichen Auflagen infolge der 12. AMG-Novelle seien die Kosten für akademische Studien etwa um den Faktor vier gestiegen, berichtete der Leiter der Studienzentrale der Deutschen Hodgkin Studiengruppe, Michael Fuchs. Zudem sei die EU-Richtlinie nicht in allen EU-Ländern gleich umgesetzt worden. Die Genehmigungs¬verfahren für multinationale Studien hätten sich dadurch von etwa zwei Monaten auf heute mindestens ein Jahr verlängert.
Kompliziert sei zudem, dass alle 50 Ethikkommissionen der einzelnen Bundesländer und der Universitäten mit einbezogen werden müssten, so Fuchs. Jede der Kommissionen habe eigene Kriterien und verlange unterschiedlich hohe Gebühren. Der administrative Aufwand sei in diesem Zusammenhang „unglaublich groß“ geworden.
Der DGHO zufolge will jedes dritte hämatologisch-onkologische Studienzentrum seine Studienaktivitäten infolge der aktuellen gesetzlichen Regelungen weiter zurückfahren, wie eine aktuelle Umfrage ergeben habe. Daher begrüße die DGHO, dass mit der geplanten neuen EU-Verordnung die Fehler vergangener EU-Regulierungen korrigiert werden sollen.
Bislang war der Verordnungsentwurf der EU vor allem kritisiert worden, unter anderem von der Bundesärztekammer (BÄK) und dem gesundheitspolitischen Sprecher der Europäischen Volkspartei im Europäischen Parlament, Peter Liese. „Wir begrüßen das Ziel der Europäischen Kommission, das Verfahren der klinischen Prüfungen multinational auszurichten und zu entbürokratisieren“, hatten BÄK-Präsident Frank Ulrich Montgomery und Liese erklärt. Dabei dürfe jedoch der Patientenschutz nicht zugunsten eines Ethik-Shoppings verringert werden.
Sie kritisierten, dass in dem Verordnungsentwurf nicht konkret enthalten sei, dass ein Forschungsvorhaben vor Studienbeginn einer unabhängigen, interdisziplinär besetzten Ethikkommission vorgelegt werden müsse, sondern dass die Organisation den Mitgliedstaaten überlassen bleibe. Zudem kritisierten sie, dass künftig ein Mitgliedstaat bei klinischen Prüfungen federführend die Nutzen-Risiko-Bewertung vornehmen soll, wodurch die Einspruchsrechte anderer Staaten, in denen die Prüfung ebenfalls durchgeführt werden soll, erheblich beschnitten würden. © fos/aerzteblatt.de


Jutta

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Nanopartikel: Krebs direkt in der Zelle bekämpfen
« Antwort #2 am: 02. Juni 2013, 20:42 »




Nanopartikel: Krebs direkt in der Zelle bekämpfen

28.05.2013


Speziell ausgerüstete Nanopartikel, die an der LMU entwickelt wurden, sollen zukünftig wie Fähren Wirkstoffe direkt in Krebszellen transportieren;


Forschern der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) ist es gelungen, eine hochflexible Plattform für Nanopartikel zu schaffen, die unterschiedliche Wirkstoffe in verschiedene Krebszellen schleusen können.

Einem Team um Professor Christoph Bräuchle und Professor Thomas Bein von der LMU ist es nun gelungen, eine hochflexible Plattform für Nanopartikel zu schaffen, die zielgerichtet quasi als „Nanofähren“ unterschiedliche Krebszellen ansteuern können und deren „Cargo“ flexibel geändert werden kann. Die Forscher können die Nanoteilchen maßgeschneidert produzieren. „Wir beladen die Partikel flexibel mit Wirkstoffen und schicken sie gezielt auf die Reise in die Zelle. Sie binden sich spezifisch an bestimmte Krebszellen und setzen erst in der Zelle den Wirkstoff frei“, sagt Bräuchle, der wie Bein auch dem Exzellenzcluster „Nanosystems Initiative Munich“ (NIM) angehört. Auf diese Weise lassen sich verschiedene Krebsmedikamente transportieren.

Durch den Einsatz der Nanopartikel entfalten Krebsmedikamente ihre Wirkung erst direkt in der Krebszelle. Damit wird das hochtoxische Medikament nicht bereits vor seinem Eintritt in die Krebszelle wirksam, sondern lediglich in der Krebszelle aktiv. Dadurch werden die bisher oft gefährlichen Nebenwirkungen deutlich reduziert. Zudem ist durch den gezielten Transport eine geringere Dosierung möglich.

Intelligente Nanopartikel, die Medikamente gezielt transportieren, müssen viele Funktionen erfüllen. Sie müssen mit möglichst großen Mengen des Medikaments beladen werden können und sie benötigen eine Hülle, die biologisch-kompatibel ist und die Liganden besitzt, die wie Fühler an die Rezeptoren von Krebszellen andocken können. Sind die Partikel in der Zelle, müssen sie durch ein Signal dazu gebracht werden, den Wirkstoff freizusetzen. „Es ist außerordentlich schwierig, alle diese Voraussetzungen mit einem einzigen Partikel zu erfüllen. Wir haben ein System entwickelt, das dies prinzipiell erlaubt und eine generelle Plattform bietet, auf der sowohl das Medikament wie auch die Zielzellen gewechselt werden können“, sagt Bein.

Die Forscher arbeiten mit mesoporösen Nanopartikeln aus Siliziumdioxid, die eine große Porenoberfläche haben und im Körper nicht toxisch abgebaut werden. Das Nanoteilchen wird mit einer Doppel-Lipid-Membran verschlossen, die der Zellmembran sehr ähnlich ist, und die sich durch Fotoaktivierung öffnen lässt. In ihrem Versuch haben die Forscher unterschiedliche Liganden verwendet, die auf Gebärmutterhalskrebszellen und Leberkrebszellen zielen. Durch den Einsatz eines Fotosensibilisators wird das Nanopartikel von seiner Hülle photochemisch befreit und setzt schließlich den Wirkstoff frei. „Entscheidend ist dabei, dass der Fotosensibilisator mit rotem Licht und nicht, wie bisher, mit blauem Licht arbeitet. Das ist weniger toxisch für die Zelle und erlaubt es, tiefer in das Gewebe einzudringen", sagt Veronika Weiß, die im Rahmen ihrer Doktorarbeit an diesem Projekt arbeitet. Ihre Kollegin Alexandra Schmidt ergänzt dazu: „Außerdem ist wichtig, dass der Fotosensibilisator direkt an das Nanopartikel angebunden ist, sodass seine Wirkung auf die direkte Umgebung des Nanopartikels begrenzt bleibt und nicht zerstörerisch in größeren Bereichen der Zelle wirken kann.“

MEDICA.de; Quelle: LMU München

Tanja

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AKH-Wien-Krebsforschung Innere Medizin ff.
« Antwort #3 am: 10. Juni 2013, 22:49 »


http://www.meduniwien.ac.at/krebszentrum/index2.php?section=research

Forschung

Die Publikationen, die unter Mitwirkung von MitarbeiterInnen der Universitätsklinik für Innere Medizin I in den letzten Monaten veröffentlicht wurden, finden Sie im Kapitel "Publikationen" bei der Kurzvorstellung der einzelnen MitarbeiterInnen der Abteilungen und Stationen der Universitätsklinik für Innere Medizin I:

Klinische Abteilung für Onkologie
Klinische Abteilung für Hämatologie und Hämostaseologie
Klinische Abteilung für Infektiologie und Tropenmedizin
Klinische Abteilung für Palliativmedizin
KMT Knochenmarktransplantation
Intensivstation
Allgemeinstation (vorübergehend geschlossen)
Institut für Krebsforschung


EU Documents on Good Laboratory Practice
The EU Documents on Good Laboratory Practice are published in the Official Journal of the European Communities, and are also available on the EU Commission‹s website regarding GLP.
Good Laboratory Practice


Neue Struktur der Research Cluster und Technology Platforms
innerhalb des Comprehensive Cancer Center (CCC)
(Koordinator: Maria Sibilia; Stv. Walter Berger)

Research Clusters:

TUMOR:

1. Genetics & Epigenetics
(Koord. Christian Singer - Stv. Sabine Zöchbauer)

2. Immunology & Inflammation
(Koord. Michael Bergmann - Stv. Sylvia Knapp)

3. Toxicology, adverse drug effects, and cancer prevention
(Koord. Bettina Grasl-Kraupp - Stv. Manuela Schmidinger)

4. Experimental Therapy & Drug Resistance
(Koord. Robert Mader - Stv. Walter Berger)

5. Microenvironment, Vasculature & Metastasis
(Koord. Medhat Shehata - Stv. Dontscho Kerjaschki)

6. Cell Signaling and Metabolism
(Koord. Thomas Grunt - Stv. Brigitte Marian)

7. Biomarker development
(Koord. Martin Filipits - Stv. Peter Dubsky)

8. Diagnostic and therapeutic techniques
(Koord. Thomas Helbich - Stv. Dietmar Georg)


Technology Platforms:

•  Animal Models & Imaging
(Koord. Maria Sibilia - Stv. Thomas Helbich)

•  Histology & Pathology
( Koord. Renate Kain - Stv. Margaretha Rudas)

•  Bioinformatics
(Koord. Arndt von Haeseler - Stv. Ingo Ebersberger)

Richi

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Neues Webportal soll Mediziner in der Krebsforschung unterstützen
« Antwort #4 am: 02. Juli 2013, 22:45 »



Neues Webportal soll Mediziner in der Krebsforschung unterstützen

Dienstag, 2. Juli 2013

Stuttgart – Ein neues Webportal namens „Granatum“ soll Ärzte und Grundlagen­wissen­schaftler in der Onkologie unterstützen. Die offen zugängliche IT-Plattform stellt Wissen über Methoden und bereits bekannte Wirkstoffe in der Krebsforschung zur Verfügung.

Entwickelt hat „Granatum“ das Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik FIT, die Europäische Kommission unterstützt das Projekt. Die Forscher können über das Portal auf Daten zugreifen, die sie benötigen, um komplexe Experimente im Bereich der Krebs-Chemoprävention vorzubereiten und Vorstudien auf Basis großer, bereits verfügbarer Datenquellen anzulegen. Sie können außerdem ihr Wissen und experimentelles Datenmaterial gemeinsam erarbeiten und nutzen, kombinieren und so neue Erkenntnisse schneller gewinnen.

zum Thema

    www.Granatum.de

Über die Vernetzung und ............. http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/55002

Richi

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Kostenlose Online-Krebsenzyklopädie zur Diagnose und Behandlung von Krebs

Oslo, Norwegen (ots/PRNewswire) -

http://www.Oncolex.org ist eine nicht gewinnorientierte
Online-Informationsquelle zu Krebs, die Medizinern aktuelle und
detaillierte Informationen zur Behandlung von Krebserkrankungen
bietet. Da die Website sich ständig unter direkter Mitarbeit
anerkannter medizinischer Spezialisten weiterentwickelt, bleibt
Oncolex in Bezug auf neuartige Behandlungen und Technologien, die das
Gebiet der Krebsdiagnose und -behandlung transformieren, stets auf
dem neuesten Stand. Für jeden Krebstyp werden Diagnose, Behandlung
und Nachbehandlung anhand von Textbeiträgen, Illustrationen,
Animationen, Foto- und Videomaterialien gründlich erläutert. Norweger
nutzen Oncolex seit 2006; diese einzigartige Ressource ist jetzt auch
in englischer Sprache verfügbar.

(Photo: http://photos.prnewswire.com/prnh/20130613/619054-info )

Oliver Bogler, Professor für Neurochirurgie am MD Anderson Cancer
Center, erklärt:

"MD Anderson ist begeistert von der Zusammenarbeit mit unseren
Partnern von der Universitätsklinik Oslo an der Bearbeitung der
Inhalte von Oncolex. Wir sind stolz darauf, an diesem wegweisenden
Beitrag zu dieser neuen Art von Krebsressource teilzuhaben, und
freuen uns über die Möglichkeiten, die sie für die Weiterbildung von
Krebsspezialisten aus aller Welt bietet."

Inhalt

Oncolex enthält theoretische und praktische Informationen zur
Behandlung unterschiedlicher Krebsformen, darunter Beschreibungen der
Vorgehensweise bei der Diagnose, Prognose, Chirurgie sowie der
medikamentösen Behandlung und der Strahlentherapie. Es werden alle
Krebsarten abgedeckt; dabei werden Verfahren zur Krebsdiagnose sowie
zur Bestimmung der Stufe und der möglichen Ausbreitung des
Krebsgeschwulsts erläutert. Auch Einzelheiten wie die verwendeten
chirurgischen Instrumente und histologische Analysen auf Zellebene
werden beschrieben.

Oncolex bietet seinen Besuchern einen vollständigen Kurs, um ihnen
die komplexen Details der Krebstherapie zu vermitteln. Videos aus dem
Operationssaal liefern Chirurgen mit Krebspatienten sowie
Medizinstudenten in der Ausbildung spezielle Einblicke.

Ausserdem stehen benutzerdefinierbare Suchoptionen zur Verfügung,
damit die Benutzer Informationen zum Beispiel zu chirurgischen
Eingriffen oder zur Strahlentherapie herausfiltern können.

Benutzer

Nur wenige Krankenhäuser und Kliniken verfügen über einen ansässigen
Krebsspezialisten. Oncolex dient als leicht zugängliche Ressource für
Mediziner, die bei der Behandlung und Informierung ihrer
Krebspatienten spezialisierte Informationen benötigen.

Viele Krebspatienten oder ihre Angehörigen und Freunde suchen
routinemässig Rat im Internet. Leider bietet das Internet sowohl
zutreffende als auch irreführende Informationen. Oncolex wird ständig
überarbeitet und geprüft und sorgt so dafür, dass seine Informationen
aktuell sind.

Beitragende

Mehr als 100 Krebsspezialisten vom Norwegian Radium Hospital der
Universitätsklinik Oslo und dem MD Anderson Cancer Center in Houston
haben zu den Inhalten von Oncolex beigetragen. Sie sind angesehene,
bekannte Ärzte mit vielen Jahren an Erfahrung in der Krebsbehandlung,
Chirurgie, Nachbehandlung von Patienten und der medizinischen
Forschung.

http://www.oncolex.org

http://www3.mdanderson.org/streams/FullVideoPlayer.cfm?%78ml=cfg%2FOn
colex

Kontakt:
Chefredakteur
Havard Danielsen
h.e.danielsen@medisin.uio.no
Tel +47-2293-5617

admin

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Krebsforschung: Meilenstein erklärt Ursachen
« Antwort #6 am: 24. August 2013, 00:55 »




Krebsforschung: Meilenstein erklärt Ursachen

21 entscheidende Mutationen identifiziert, die zu Tumoren führen



Hinxton (pte007/16.08.2013/11:45) - Ein Forscherteam unter der Leitung des Wellcome Trust Sanger Institute http://sanger.ac.uk hat laut eigenen Angaben einen Meilenstein in der Krebsforschung gesetzt. Es hat 21 wichtige Mutationen identifiziert, die für den Großteil der Tumore verantwortlich sind. Die in Nature http://nature.com veröffentlichten Veränderungen des genetischen Codes sind für 97 Prozent der 30 häufigsten Krebsarten verantwortlich. Das Erkennen der Ursachen der Mutationen könnte laut BBC zu neuen Behandlungsansätzen führen. Einige Ursachen wie Rauchen sind bekannt. Mehr als die Hälfte der Ursachen sind aber bis heute ein Rätsel.

Es kommt zur Bildung eines Tumors, wenn eine Zelle nicht mehr richtig funktioniert. Im Laufe ihrer Existenz nimmt eine Zelle eine ganze Reihe von Mutationen auf, die Zellen in tödliche Tumore verwandeln können. Diese wachsen unkontrolliert. Das Team um Mike Stratton suchte nach den Ursachen für diese Mutationen. Das Forschungsprojekt war Teil der bisher umfangreichsten Analyse des Krebsgenoms. Ultraviolette Strahlung oder Rauchen schädigen die DNA, führen zu Mutationen und erhöhen so die Wahrscheinlichkeit einer Krebserkrankung.

Mutationen hinterlassen charakteristische Spuren

Jede Mutation hinterlässt aber eine einzigartige Spur, eine Art von Markenzeichen. Dieses genetische Graffiti zeigt, ob Rauchen oder UV-Strahlung die DNA verändert hat. Die Wissenschaftler suchten jetzt nach weiteren Beispielen für derartige Graffitis. Sie analysierten 7.042 Proben der 30 häufigsten Krebsarten. Gefunden wurden 21 unterschiedliche Signaturen, die 97 Prozent der Mutationen entsprechen, die zu Krebs führen können. Stratton erklärte gegenüber der BBC, dass damit identifiziert werden könnte, was eine Krebserkrankung wirklich verursacht hat. Das sei laut dem Wissenschaftler ein wirklich entscheidender Schritt. "Diese Erkenntnis erlaubt uns Einblicke in Bereiche, von denen wir zuvor nicht einmal wussten, dass sie existieren."

Signaturen erklären Ursache für Krebserkrankung

Gefunden wurden Signaturen, die mit der Alterung und dem Immunsystem des Körpers in Zusammenhang stehen. Zellen reagieren auf Virusinfektionen, indem sie eine Klasse von Enzymen aktivieren, die die Viren so lange mutieren, bis sie nicht mehr funktionieren können. "Wir gehen davon aus, dass es dabei zu einem Kollateralschaden kommt. Das eigene Genom wird ebenfalls verändert und kann aufgrund der zahlreichen Mutationen viel eher zu einer Krebszelle werden. Das ist also ein doppelschneidiges Schwert." Zwölf der gefundenen Signaturen konnten bisher von den Wissenschaftlern noch nicht erklärt werden.

hilde

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Tumorstammzellen erkennen, markieren, angreifen
« Antwort #7 am: 31. August 2013, 00:37 »



30.08.2013
   
   
Tumorstammzellen erkennen, markieren, angreifen: Biomarker unterstützen Strahlentherapie von morgen

Die Strahlentherapie von Krebserkrankungen könnte in Zukunft gezielt auf Stammzellen ausgerichtet werden, die für Tumorwachstum und Metastasenbildung verantwortlich sind. Um Tumorstammzellen im Körper von Krebspatienten aufzuspüren, arbeiten deutsche Wissenschaftler derzeit an der Entwicklung spezieller Biomarker: Gelingt es, die gefährlichen Krebszellen mithilfe der Marker sicher zu orten, könnten sie mit leistungsstarken Bestrahlungsgeräten ins Visier genommen und "abgetötet" werden. Nach Einschätzung der Deutschen Gesellschaft für Radioonkologie (DEGRO) wird das Erkennen und Markieren von Tumorstammzellen die Krebsbehandlung in Zukunft grundlegend verändern.

Krebstumoren wurden lange Zeit als eine Masse gleichartiger Zellen angesehen, die sich unkontrolliert vermehren und in der Lage sind, Metastasen auszubilden. In den letzten Jahren haben Wissenschaftler jedoch erkannt, dass nicht alle Krebszellen gleich sind. Diese Heterogenität der Tumorzellen wird in der Forschung mit zwei unterschiedlichen Modellen zu erklären versucht. Das eine geht davon aus, dass der Tumor biologisch homogen ist und alle Krebszellen die Fähigkeit haben, das Tumorwachstum anzustoßen. Das andere Modell geht von einem grundlegenden Unterschied zwischen den Krebszellen aus. Professor Dr. med. Michael Baumann von der Technischen Universität Dresden und Präsident der DEGRO: "Zum unbegrenzten Wachstum tragen im Wesentlichen nur einige wenige Stammzellen bei." Im Tierexperiment könne man sehen, dass die Tiere erkranken, wenn Tumoren mit Stammzellen verpflanzt werden. Ohne Stammzellen im Tumor blieben die Tiere gesund, erläutert der DEGRO-Präsident.
 
Um Tumorstammzellen von "normalen" Krebszellen zu unterscheiden, nutzen die Forscher im Labor spezielle Antikörper, mit deren Hilfe sie die Eiweiße auf der Oberfläche der Tumorstammzellen markieren. Schwieriger ist es, die gefährlichen Zellen im Patienten aufzuspüren: Dies wird erst durch die Entwicklung von Biomarkern zunehmend möglich. "Mithilfe der Positronen-Emissions-Tomografie oder auch der Kernspintomografie können wir die Biomarker und damit die Stammzellen sichtbar machen", berichtet Prof. Baumann. "Daraus ergeben sich völlig neue Perspektiven für die Strahlentherapie."
 
Je genauer die Tumorstammzellen markiert werden könnten, desto zielsicherer können sie später angegriffen werden. Die Radiotherapie ist hier ein wirksames Mittel, da hochdosierte Strahlen Stammzellen in einem breiten Spektrum von Tumoren abtöten und die modernen Geräte die Strahlen genau auf die Bereiche des Tumors fokussieren können, in denen zuvor eine Konzentration von  Stammzellen nachgewiesen wurden. "Außerdem ist es möglich, die Strahlendosis innerhalb des Tumors zu variieren", sagt der DEGRO-Präsident, der zudem Direktor des 2005 gegründeten interdisziplinären Forschungszentrums OncoRay in Dresden ist. Erklärtes Forschungsziel von OncoRay ist es, "die Heilung von Krebserkrankungen durch eine biologisch individualisierte, technologisch optimale Strahlentherapie zu verbessern."
 
Um die Stammzellen gezielt vernichten zu können, arbeiten die Forscher http://www.journalmed.de/newsview.php?id=41385

Tanja

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AOK und Deutsche Krebshilfe empfehlen Krebsbehandlung in spezialisierten Zentren

Freitag, 6. September 2013

Berlin – Die AOK Rheinland/Hamburg fordert in ihrem Onkologie-Report 2013, Krebs­patienten weitestgehend in dafür zertifizierten Zentren zu. Aus dem Bericht geht hervor, dass in Nordrhein-Westfalen und Hamburg bei Brustkrebs 80 Prozent der Erkrankten in einem zertifizierten Zentrum behandelt wurden. Bei anderen Krebsarten wie Lungen- oder Prostatakrebs waren es laut der Kasse aber nur rund ein Fünftel der Patienten, bei Darmkrebs ein Drittel. „Dieser niedrige Anteil dürfte auch bundesweit ein Problem darstellen“, sagte Günter Wältermann, Vorstandschef der Landes-AOK bei der Vorstellung des Berichtes in Berlin.

Nötig sei dazu, die Zentren nach einheitlichen Standards zu zertifizieren. Dies könnte laut der Kasse das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen übernehmen.
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Auch die Deutsche Krebshilfe befürwortet die Betreuung der Patienten in spezialisierten Zentren: „Es ist eines der wichtigsten Ziele der Deutschen Krebshilfe, dass jeder Krebs­patient in Deutschland Zugang zu qualitätsgesicherter Diagnostik und Therapie auf dem aktuellen Stand des medizinischen Wissens erhält.

Daher hat die Organisation das Förderschwerpunktprogramm ‚Onkologische Spitzen­zentren‘ ins Leben gerufen“, erklärte die Deutsche Krebshilfe gegenüber dem Deutschen Ärzteblatt. Die Spitzenzentren hätten die Aufgabe, Standards in der Diagnostik, Behand­lung und Betreuung von Krebserkrankungen zu erarbeiten, Krebspatienten nach einheit­lichen Prozessen und Konzepten zu versorgen sowie die Krebsforschung voranzu­bringen. „Neue Erkenntnisse aus den Laboren der Wissenschaftler sollen rasch in die klinische Praxis überführt werden, damit sie zeitnah den Patienten zugutekommen“, fordert die Deutsche Krebshilfe.

zum Thema

    zum Onkologie-Report 2013

aerzteblatt.de

    Pläne für neues Interdisziplinäres Tumorzentrum in Freiburg vorgestellt
    Krebsforschung:Neues Webportal soll Mediziner unterstützen

Der Onkologie-Report weist darauf hin, dass höheres Alter einer der Hauptrisikofaktoren für das Auftreten von Krebs ist.
Deshalb sei ......... http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/55764

Sissi

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Krebsforschung: Mit Bakterien und Fieber Tumore vertreiben?
« Antwort #9 am: 22. Dezember 2013, 17:29 »
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Mit Bakterien und Fieber Tumore vertreiben?

Eine vor über 120 Jahren entwickelte und später vergessene Immuntherapie wird wiederentdeckt.


20.12.2013 | 18:18 |  von Jürgen Langenbach  (Die Presse)

Als dem jungen kanadischen Arzt William Coley 1890 sein erster Patient wegstarb – an einem Sarkom, einem Krebs des Stützgewebes –, durchforstete er die Fachliteratur. Er fand einen Fall, bei dem bei einem Patienten ein Sarkom verschwunden war, nachdem er sich eine bakterielle Hautinfektion zugezogen hatte. Er spürte den Mann auf, sieben Jahre nach der spontanen Heilung war er noch gesund. Coley vertiefte sich weiter in die Literatur und fand viele Beschreibungen von Tumoren, die verschwanden, nachdem sich die Betroffenen mit irgendetwas infiziert hatten.

Also ging er in den Menschenversuch und verabreichte einem Sarkompatienten Bakterien, Streptococcus pyogenes, sie können Scharlach auslösen. Sie taten es nicht, nach sechs Wochen war der Patient den Tumor los. So therapierte Coley vier Jahrzehnte lang, er experimentierte auch mit Bakterienmischungen. Und er hatte Erfolg: 1999 verglichen Forscher seine Heilungsraten mit denen der modernen Strahlen- bzw. Chemotherapie: Coleys Patienten überlebten im Durchschnitt 8,9 Jahre, heute sind es sieben. Allerdings starben ihm auch Patienten, und zwar an der Kur, sie bekamen zu hohes Fieber. Das kommt (oft), wenn die Bakterien die Abwehrkräfte wecken, auf dass sie sich gegen Tumore wenden (Nature, 504, S.84).

 
Die Wächterzellen wecken!

Denn die entgehen ihnen: Die Wächter des Immunsystems – die dendritischen Zellen – bemerken sie nicht bzw. zu wenig. Bei Bakterien ist das anders, allerdings gibt es über den exakten Mechanismus dieser Immuntherapie – etwa über die Rolle des Fiebers – nur Hypothesen. Daran mag es liegen, dass sich nur wenige Pharmafirmen auf das neue alte Terrain vortasten. Und daran: „In der Medikamententwicklung ist es sehr schwierig, eine Zulassung für ein Bakterienextrakt zu erhalten“, berichtet Uwe Hohbom, der an der Uni Gießen auf Coleys Spuren wandelt. (jl)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 21.12.2013)

Richi

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Forscher: Überleben nach Krebsdiagnose hängt vom Wohnort ab
« Antwort #10 am: 01. Februar 2014, 00:17 »




Forscher: Überleben nach Krebsdiagnose hängt vom Wohnort ab

Freitag, 31. Januar 2014

Heidelberg – Das Überleben nach einer Krebsdiagnose hängt in Deutschland vom Wohnort ab. Das zeigt eine heute veröffentlichte Analyse des Deutschen Krebsfor­schungs­zentrums (DKFZ) in Heidelberg. Patienten aus den wirtschaftlich schwächsten Landkreisen haben demnach schlechtere Überlebenschancen, vor allem in den ersten drei Monaten nach der Diagnose. Die Forscher stützten sich dabei auf Daten von rund einer Million Krebspatienten.

Bekannt ist schon lange, dass weltweit wohlhabende Krebspatienten bessere Überlebens­­chancen haben als arme Patienten. Für Deutschland gab es bislang keine entsprechenden Untersuchungen. 

Die Forscher werteten nun die Daten von zehn der 16 deutschen Landeskrebsregister aus. Die Analyse auf der Basis der Landkreise umfasst eine Million Patienten, die zwischen 1997 und 2006 an einer der 25 häufigsten Krebsarten erkrankt waren. Die einzelnen Kreise wurden auf ihre sozioökonomische Situation hin untersucht, die unter anderem das Pro-Kopf-Einkommen, die Arbeitslosenquote oder die kommunalen Ein- und Ausgaben berücksichtigt.

Erkrankte aus dem sozioökonomisch schwächsten Fünftel der Landkreise starben nach ihrer Krebsdiagnose demnach früher als Krebspatienten in allen übrigen Regionen. Dies galt für alle 25 Krebsarten, wobei der Effekt in den ersten drei Monaten nach der Diagnose am deutlichsten ausfiel: Patienten aus den wirtschaftlich schwächsten Landkreisen hatten in dieser Zeitspanne ein um ein Drittel (33 Prozent) höheres Risiko zu sterben. Neun Monate nach Diagnose lag der Unterschied noch bei 20 Prozent, in den darauf folgenden vier Jahren blieb er bei stabil bei 16 Prozent.

zum Thema

    Abstract der Studie
    Pressemitteilung des DKFZ

Die genauen Ursachen für die erhöhte Sterblichkeit in den ärmeren Kreisen sind noch unklar. Nach Meinung ..... http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/57437