Autor Thema: Leukämie - Therapien  (Gelesen 4693 mal)

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Jutta

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Leukämie - Therapien
« am: 05. Mai 2013, 00:26 »




Ganzkörperbestrahlung mit geringen Nebenwirkungen

Neue Behandlungsmethode bei Leukämie


Linz (OTS) - Erstmals in Österreich ist ein an Leukämie erkrankter
Patient mit einer neuartigen Behandlungsmethode bestehend aus
Chemotherapie, Ganzkörperstrahlentherapie und Blut-Stammzelltherapie
behandelt worden. In enger Kooperation haben Hämato-Onkologen des
Krankenhauses der Elisabethinen Linz und Strahlentherapeuten des
Krankenhauses der Barmherzigen Schwestern Linz diese neue Methode
erfolgreich bei einem Patienten angewendet. Eine neuartige Software
ermöglicht, dass die Stärke der Strahlentherapie in den verschiedenen
Körperregionen gezielt gesteuert und dadurch empfindliche Organe wie
Hirn, Lunge und Leber geschont werden. Dies stellt eine Abnahme an
kurz- und langfristigen Nebenwirkungen in Aussicht.

Im Juli 2012 wurde vom Krankenhaus der Elisabethinen Linz ein Patient
(männl., Mitte 40) zur Ganzkörperbestrahlung mit der Diagnose akute
lymphatische Leukämie an die Abteilung für Radio-Onkologie des KH der
Barmherzigen Schwestern Linz überwiesen. Auf Basis von Bildern aus
der Computertomographie wurde die auf das Krankheitsbild abgestimmte
Dosisberechnung vorgenommen. Es konnten Dosisreduktionen um 30% bis
50 % in Hirn, Lunge und Leber erreicht werden. Diese Reduktion
bedeutet eine deutliche Verbesserung gegenüber den herkömmlichen
Methoden der Ganzkörperbestrahlung. Zurzeit (neun Monate nach der
Behandlung) ist der Patient krankheitsfrei und zeigt keine
Spätwirkungen.

Ganzkörperbestrahlung - TBI (total body irradiation)

In bestimmten Fällen einer Leukämie oder Lymphom-Erkrankung ist
zusätzlich zur Chemotherapie eine Bestrahlung des gesamten Körpers
notwendig. Der Zweck dieser Maßnahme ist hauptsächlich die Zerstörung
des Blut bildenden Knochenmarks, damit keine weiteren bösartigen
weißen Blutkörperchen gebildet werden können. Diese Art der
Radiotherapie kann auch Nebenwirkungen zur Folge haben. Diese treten
sowohl bei der Behandlung bzw. wenige Wochen danach auf. Nicht ganz
selten sind auch Spätschäden im Bereich der inneren Organe zu
erwarten. Zusätzlich ist unmittelbar nach der TBI eine
Knochenmark-Transplantation oder Stammzell-Transplantation notwendig,
um die Patienteneigene Blutbildung wieder in Gang zu bringen.

Reduktion von Akutreaktionen und möglichen Spätschäden

Bei den bisherigen Methoden einer TBI, wie sie an einzelnen
österreichischen Universitäten durchgeführt wird, wird die Lunge nur
teilweise abgeschirmt. Bei der am KH der Barmherzigen Schwestern Linz
eingesetzten Methode kann selektiv, je nach Angaben der
Hämato-Onkologen, die Bestrahlung des Zielgebietes ideal geplant und
in umgebenden Organen die Dosis bis auf 50 % der notwendigen
Knochenmarksdosis reduziert werden. Dies stellt eine Reduktion von
Akutreaktionen im Bereich des Gehirns, der Lunge und der Leber und
auf lange Sicht möglicherweise auch der Spätschäden in Aussicht.

Strahlentherapie am KH der Barmherzigen Schwestern Linz

An der Abteilung für Radio-Onkologie werden Patienten mit
Tumorerkrankungen durch hochenergetische Röntgenstrahlen behandelt.
Mit Hilfe dieser Strahlen- oder Radiotherapie lässt sich eine
Vielzahl von Tumorerkrankungen heilen oder deren Symptome lindern.
Die Strahlentherapie wird häufig auch in Kombination mit anderen
Behandlungsmodalitäten wie der Chirurgie oder der Chemotherapie
appliziert (multimodale Therapie). Die Abteilung am KH der
Barmherzigen Schwestern Linz behandelt im Jahr ca. 2.200 Patienten an
fünf Strahlengeräten (Linearbeschleunigern) und zählt damit zu den
größten radio-onkologischen Abteilungen im deutschsprachigen Raum.
Neben den häufigen Krebserkrankungen wie Brustkrebs, Prostatakarzinom
und Darmtumoren werden auch Patienten mit Lymphdrüsentumoren
(Lymphomen) und Leukämien behandelt. Einer der Hauptschwerpunkte der
Abteilung ist der Einsatz neuer hochpräziser
Strahlentherapietechniken, wie der intensitätsmodulierten
Strahlentherapie (IMRT), der bildgeführten Strahlentherapie (IGRT)
oder der volumetrischen Arc-Therapie (VMAT) in der Tumorbehandlung.

1. Interne Abteilung des Krankenhauses der Elisabethinen Linz
Hämatologie mit Stammzelltransplantation, Hämostaseologie und
medizinische Onkologie

An der Abteilung wird medizinische Hilfe für Menschen mit Blut-,
Blutgerinnungs-, Lymphgewebe- und Tumorerkrankungen angeboten. Neben
der Behandlung von häufigen Tumorerkrankungen wie Brustkrebs oder
Dickdarmkrebs liegt ein Schwerpunkt der Abteilung in der Therapie von
akuten und chronischen Leukämien und bösartigen
Lymphknotenerkrankungen (Lymphom). Zu den Therapiemöglichkeiten
gehören moderne Antikörper- und Immuntherapien, eine altersgerechte
Behandlung und eine individualisierte Begleittherapie.

Stammzellentransplantation

Eine besondere Therapieform ist die sogenannte
Stammzelltransplantation, welche bei Patienten durchgeführt wird, bei
denen klassische Therapieformen wie Chemotherapie nicht ausreichen,
um eine Heilung zu erzielen. Die 1. Interne Abteilung des
Krankenhauses der Elisabethinen ist in Österreich nach dem AKH Wien
das zweitgrößte Zentrum für die Transplantation von eigenen
(autologen) und körperfremden (allogenen) Blutstammzellen. Seit 1992
wurden hier mehr als 700 Transplantationen vollzogen. Diese
hochspezialisierte Therapie steht Patienten aus den verschiedenen
Spitälern in Oberösterreich bei Bedarf zur Verfügung. Die Abteilung
erfüllt die hierzu gewünschten gesetzlichen Auflagen, wie eine
internationale Zertifizierung nach JACIE (Joint Accreditation
Committee ISCT EBMT).

Eine Stammzelltransplantation besteht aus drei Abschnitten:

1. Die Suche nach geeigneten Stammzellen für die Transplantation: Je
nach Erkrankung können eigene oder passende Stammzellen eines
Geschwisterteils herangezogen werden. Für Patienten ohne einen
passenden Geschwisterspender besteht die Möglichkeit einer
"Fremdspendertransplantation". Der passende unverwandte Spender für
einen bestimmten Patienten kann nur durch intensive internationale
Zusammenarbeit gefunden werden. Über 20 Millionen Spender befinden
sich im internationalen Computer-Netzwerk und stehen für jeden, der
eine Spende benötigt, zur Verfügung. Das österreichische
Stammzell-Register steht in Verbindung mit dem internationalen
Computernetzwerk und bringt in dieses auch die Daten von ca. 50 000
österreichischen Spendern mit ein. Alternativ stehen heutzutage auch
Stammzellen aus Nabelschnurblut zur Verfügung.

2. "Konditionierung": in dieser Phase der Transplantation erhält der
Patient eine Chemotherapie mit oder ohne zusätzliche
Strahlentherapie, um Platz und gute Ausgangsbedingungen für das
Anwachsen der zu transplantierenden Blutstammzellen im Knochenmark zu
schaffen.

3. Die Nachsorge in der Phase der fehlenden Blutbildung (u.a. das
Verhindern von schwersten Infektionen im Rahmen der vorübergehenden
hochgradigen Immunschwäche) und die Verhinderung und Therapie von
Abstoßungsreaktionen (Graft versus host - Erkrankung) mittels
medikamentöser Immunsuppression. Diese Phase beginnt mit der
Transplantation und umfasst zumindest mehrere Monate nach
Transplantation.

admin

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USA: Hohe Therapiekosten schaden Leukämiepatienten
« Antwort #1 am: 11. Mai 2013, 22:36 »



USA: Hohe Therapiekosten schaden Leukämiepatienten

Freitag, 10. Mai 2013
dpa

Washington – Die Kosten für die Krebsbehandlung haben in den USA immense Höhen erreicht und können dazu führen, dass Patienten unter- oder unbehandelt bleiben, weil sie sich die Behandlung nicht leisten können. Darauf machen 120 Experten für chronisch mMyeloische Leukämie (CML) aus mehr als 15 Ländern auf fünf Kontinenten in einem Forum-Artikel in Blood aufmerksam, dem Journal der American Society of Hematology, (doi: 10.1182/blood-2013-03-490003).

Seit der Einführung der Tyrosinkinase-Hemmer (TKHs) vor mehr als zehn Jahren ist die geschätzte Zehn-Jahres-Überlebensrate von Patienten mit CML von 20 Prozent auf mehr als 80 Prozent gestiegen. Die Betroffenen haben ..... http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/54344

Werner

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Leukämie - Präsentation einer neuen Behandlungsmethode
« Antwort #2 am: 17. Mai 2013, 00:17 »




Einladung PK: Leukämie - Präsentation einer neuen Behandlungsmethode

Termin
Apr
15
Einladung zur Pressekonferenz: Leukämie - Präsentation einer neuen Behandlungsmethode

Termin herunterladen (.vcs) Termin herunterladen (.ics) TEROTS_20130415_91502099_0 CI H
Ort: Seilerstätte 4 4010, Linz
Datum: 15.04.2013
Zeit: 10:00:00

Linz (OTS) - Erstmals in Österreich ist ein an Leukämie erkrankter
Patient mit einer neuartigen Behandlungsmethode bestehend aus
Chemotherapie, Ganzkörperstrahlentherapie und Blutstammzelltherapie
behandelt worden. In enger Kooperation haben Hämato-Onkologen des
Krankenhauses der Elisabethinen Linz und Strahlentherapeuten des
Krankenhauses der Barmherzigen Schwestern Linz diese neue Methode
erfolgreich bei einem Patienten angewendet. Eine neuartige Software
ermöglicht, dass die Stärke der Strahlentherapie in den
verschiedenen Körperregionen gezielt gesteuert und dadurch
empfindliche Organe wie Hirn, Lunge und Leber gezielt geschont
werden. Dies führt zu einer Abnahme an kurz- und langfristigen
Nebenwirkungen. Die Spezialisten der Krankenhäuser der Barmherzigen
Schwestern und Elisabethinen Linz präsentieren Ihnen dieses
österreichweit einzigartige Therapiekonzept, welches in Linz
angeboten wird.

Ihre Gesprächspartner:
Prim. Univ.-Prof. Dr. Hans Geinitz, Univ.-Doz. Dr. Josef Hammer
Abteilung Radio-Onkologie, KH Barmherzige Schwestern Linz

Prim. Univ. Doz. Dr. Ansgar Weltermann
Interne Abteilung - Hämatologie mit Stammzelltransplantation, KH der
Elisabethinen Linz

Wir würden uns freuen, Sie bei der Pressekonferenz begrüßen zu
dürfen.

Anmeldungen bitte bei Herrn Claus Hager, MBA, MSc unter
0732/7677-4884 oder claus.hager@bhs.at

Werner

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Nicht-chemotherapeutischer Leukämie-Behandlungen
« Antwort #3 am: 17. Mai 2013, 00:19 »




Vielversprechende Versuchsergebnisse nicht-chemotherapeutischer Leukämie-Behandlungen werden auf 18. Jahrestagung der European Hematology Association (EHA) in Stockholm vom 13. bis 16. Juni 2013 präsentiert

Amsterdam (ots/PRNewswire) -

Das Wort "Leukämie" lässt uns schaudern und Schlimmes ahnen. Die
Dinge haben sich jedoch zum Besseren gewandt. Bei Kindern mit akuter
lymphatischer Leukämie (ALL) liegt die Heilungsrate bei 90 %. Bei
Erwachsenen hingegen sieht die Sache nicht so gut aus. Die
vorherrschende Leukämieform bei Erwachsenen ist die akute myeloische
Leukämie (AML) und die meisten Patienten sind über 60 Jahre alt. Auch
wenn das Alter hinsichtlich der dürftigen Ergebnisse, die bei
erwachsenen Patienten zu beobachten sind, als wichtiger Faktor gilt,
ist jetzt klar, dass die akute Leukämie bei älteren Patienten eine
ganz andere Krankheit ist, die von Natur aus resistent gegen die
traditionelle Chemotherapie ist.

Um welche neuen Erkenntnisse handelt es sich? Die aktuellen
Untersuchungen zielen darauf ab, die Verwendung von monoklonalen
Antikörpern zu bewerten. Diese monoklonalen Antikörper lagern sich an
spezifischen Molekülen (Antigene) an, die auf Leukämiezellen zu
finden sind. Dies hat die Immunzerstörung der leukämischen Zellen zur
Folge. Andere Medikamente, die den Methylierungsstatus der DNA
verändern, sogenannte hypomethylierende Stoffe, und Medikamente, die
Prozesse innerhalb der leukämischen Zellen verhindern, werden derzeit
untersucht. Es besteht die Hoffnung, dass die Toxizität, die durch
eine herkömmliche Chemotherapie zustande kommt, verringert werden
kann und die Behandlung wirksamer wird.

Bei der chronischen lymphatischen Leukämie, eine bei Erwachsenen
auftretende Krankheit, werden ein humanisierter monoklonaler
Antikörper gegen CD20 sowie hypomethylierende Wirkstoffe untersucht.
Neuere Medikamente, die Tyrosinkinase oder P13K-Delta hemmen, wecken
grosses Interesse, nicht zuletzt wegen des Erfolgs der
Tyrosin-Kinase-Inhibitoren bei chronischer myeloischer Leukämie.
Solche Medikamente sind attraktiv, da sie oral verabreicht werden,
was für die Patienten sehr wichtig ist. Ausserdem verursachen sie
keine Knochenmarksuppression. Die Ergebnisse von Studien, in denen
diese neuen Wirkstoffe untersucht wurden, werden auf der
18.EHA-Jahrestagung vorgestellt. Es bleibt zu hoffen, dass sich die
grossangelegten klinischen Studien mit neueren Wirkstoffen als
wirksam erweisen werden und nur zu begrenzter Toxizität bei diesen
beiden chronischen Leukämien führen.

Pressegespräch: Freitag, 14. Juni 2013 von 08:30 - 10:00 Uhr CET in
der Stockholmmässan.

Für Pressemitglieder ist die Anmeldung kostenlos. Um Ihren
persönlichen Link für die Akkreditierung zu erhalten, schicken Sie
bitte eine E-Mail mit Ihrer Anfrage und einem Berechtigungsnachweis
an communication@ehaweb.org.

http://www.ehaweb.org

Tanja

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Chronischer myeloischer Leukämie - Therapien
« Antwort #4 am: 11. August 2013, 23:02 »




23.07.2013    Wenn die Krankheit nicht sofort anspricht
   
   Eine Therapie mit Tyrosinkinasehemmern ist bei chronischer myeloischer Leukämie womöglich auch dann noch langfristig gut wirksam, wenn die Krankheit erst nach sechs Monaten auf die Behandlung anspricht [mehr...]

http://www.krebsgesellschaft.de/news_detail,4063,,235102,detail.html

admin

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Leukämie - Info + Therapien
« Antwort #5 am: 11. November 2015, 01:14 »