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christina62

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Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?
« am: 13. Juni 2007, 19:56 »

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?


 
Migräne ist eine komplexe Krankheit mit vielen Symptomen, Schweregraden und Ausprägungen. Daher gibt es zu ihrer Therapie auch kein Patentrezept, das bei jedem Patienten angewendet werden kann. Migräne ist nicht heilbar. Dennoch gibt es verschiedene Behandlungsmöglichkeiten, die das Leben mit Migräne erleichtern und es ein ganzes Stück lebenswerter machen. Die Behandlung besteht einerseits darin, während einer Migräneattacke die Schmerzen und die Begleiterscheinungen zu reduzieren. Andererseits soll die Häufigkeit und die Schwere der Anfälle reduziert werden, mit dem Ziel, die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern.


 
Eine Migränebehandlung muss in enger, ständiger und vertrauensvoller Zusammenarbeit zwischen dem Arzt und dem Patient geschehen. Welche Medikamente sinnvoll sind, hängt vom Einzelfall und der Schwere der Migräneattacken ab. Kopfschmerzexperten setzen gegen eine leichte Migräneattacke andere Medikamente ein als gegen mittlere und schwere Attacken. Durch gezielte nicht-medikamentöse Maßnahmen kann oft zusätzlich eine Besserung erreicht werden.


 
Einige Migräneattacken lassen sich oft mit relativ unkomplizierten Maßnahmen behandeln. Sind die Schmerzen nicht sehr intensiv, müssen nicht immer Medikamente eingesetzt werden: Beispielsweise hilft es vielen Betroffenen, sich in einen abgedunkelten, ruhigen Raum zurückzuziehen und ein wenig zu ruhen oder zu schlafen. Häufig lindert auch ein kühlender Eisbeutel die Beschwerden.


 
Bei vielen Patienten sind schmerzstillende und entzündungshemmende Medikamente aus dem Bereich der Rheuma-Mittel gut gegen Migräne wirksam. Diese Medikamente wirken nicht nur schmerzstillend, sondern sie haben auch einen Einfluss auf die Entzündungsvorgänge an den Blutgefäßen.


Viele dieser Präparate, wie zum Beispiel Medikamente mit dem Wirkstoff Acetylsalicylsäure sind in der Apotheke auch ohne Rezept erhältlich, ebenso wie andere Wirkstoffe aus dieser Gruppe, z. B. Ibuprofen oder Naproxen.
Die Hauptnebenwirkung ist eine Reizung der Magenschleimhaut. Bei manchen Menschen können sich Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre entwickeln. Paracetamol oder Metamizol (verschreibungspflichtig) besitzen diese Nebenwirkung nicht, wirken allerdings auch nicht entzündungshemmend. Bei gelegentlicher Einnahme sind alle diese Medikamente in der Regel gut verträglich. Trotzdem sollte die Behandlung mit frei verkäuflichen Medikamenten bei Migräne sowie die Häufigkeit der Einnahme und ihre Dosierung mit dem behandelnden Arzt besprochen werden und im Kopfschmerzkalender notiert werden.


 
Viele Migränepatienten leiden während der Attacke unter heftiger Übelkeit und Erbrechen. Ihnen bereitet es Schwierigkeiten, Tabletten zu schlucken und bei sich zu behalten. Da der Magen-Darm-Trakt während des Migräneanfalls nur eingeschränkt arbeitet, werden Tabletten während des Anfalls nur langsam vom Körper aufgenommen. Aus diesem Fall kann es hilfreich sein, Medikamente vor der Einnahme aufzulösen oder nicht als Tablette, sondern als Zäpfchen anzuwenden. Außerdem hat es sich bewährt, eine Viertelstunde vor dem eigentlichen Schmerzmittel Medikamente gegen Erbrechen einzunehmen, die einerseits die Begleiterscheinungen wie Übelkeit und Erbrechen reduzieren, andererseits durch eine Steigerung der Beweglichkeit des Verdauungstraktes die Aufnahme der Schmerzmittel ermöglichen. Diese Medikamente sind in der Regel verschreibungspflichtig.


 
Reichen diese Behandlungsstrategien nicht aus, werden spezielle Migräne-Medikamente eingesetzt, die alle verschreibungspflichtig sind. Heute werden überwiegend Medikamente aus der Gruppe der so genannten Triptane eingesetzt. Der Wirkstoff Sumatriptan und dessen Verwandte wurden speziell für die Behandlung schwerer Migräneattacken entwickelt. Sie wirken an den Wänden der Blutgefäße wie Serotonin und führen so zu einer Engstellung der erweiterten Adern. Die früher häufig eingesetzten ergotaminhaltigen Medikamente führen ebenfalls zu einer Verengung der, die über Stunden bis Tage anhalten kann. Da bei der Behandlung mit Medikamenten aus dieser Gruppe Nebenwirkungen sehr viel häufiger schwere Nebenwirkungen auftreten, werden sie nur noch in Einzelfällen eingesetzt.


 
Beide Substanzgruppen dürfen bei Krankheiten der Herzkranzgefäße und einer arteriellen Verschlusskrankheit mit Durchblutungsstörungen nur mit Vorsicht angewendet werden, weil sie nicht nur auf die Blutgefäße im Gehirn verengend wirken. Da sich die Wirkung beider Substanzgruppen massiv verstärken würde, dürfen sie in keinem Fall miteinander kombiniert eingesetzt werden. Bei einer Behandlung mit Triptanen treten gelegentlich Druck- und Engegefühle im Brustkorb auf. Manche Patienten leiden nach der Einnahme auch an Müdigkeit oder Benommenheit. Triptane stehen heute nicht nur als Tabletten, sondern auch als Zäpfchen oder als Nasenspray zur Verfügung. Der Wirkstoff wird über die Nasenschleimhaut ähnlich schnell wie bei einer Spritze aufgenommen.


 
Da am Anfang einer Migräneattacke (während der Aura) die Blutgefäße im Gehirn eng gestellt sind, dürfen Triptane, die ja eine weitere Verengung bewirken, während dieser Phase nicht eingesetzt werden. Die ohnehin stark eingeschränkte Durchblutung könnte sonst weiter herabgesetzt werden.


 
Alle Medikamente, die gegen Kopfschmerzen eingesetzt werden, können bei häufiger und langfristiger Einnahme selber Kopfschmerzen auslösen. Deshalb sollte die Einnahmehäufigkeit immer mit dem Arzt besprochen werden. Ist an mehr als zehn Tagen im Monat die Einnahme von Medikamenten gegen Migräneanfälle notwendig, sollten zusätzlich andere Maßnahmen ergriffen werden, die helfen, Anfällen vorzubeugen.


 
Quelle: meduniqa
Jeder Tag ist ein kleines Leben.



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Jutta

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Kopfschmerzen - Akupunktur
« Antwort #1 am: 29. April 2008, 17:39 »
Mit Akupunktur den Kopfschmerz lindern

Ich leide oft an starken Kopfschmerzen, die offenbar von Nacken-Verspannungen ausgelöst werden. Kann mir Akupunktur helfen?

Bei einem solchen vertebragenen Kopfschmerz ist Akupunktur sehr wirksam: Sie kann die Verspannungen im Nacken lösen und damit die Schmerzen deutlich reduzieren oder sogar ganz verschwinden lassen.

Wie sieht es bei Migräne aus?

Die Mehrheit der Migränepatienten spricht recht gut auf Akupunktur an. Es gibt immer wieder Patienten, bei denen die Migräne für einen gewissen Zeitraum völlig verschwindet. Bei anderen verringern sich zumindest die Häufigkeit und die Intensität der Anfälle signifikant. Dadurch kann auch die Medikamenteneinnahme deutlich reduziert werden. Darüber hinaus erhöht die Akupunktur ganz allgemein das Wohlbefinden. Wie lange die Wirkung anhält ist sehr individuell und lässt sich nicht vorhersagen - bei vielen Patienten zumindest ein Jahr lang, bei anderen auch deutlich länger - bis zu mehreren Jahren.

Hilft Akupunktur auch gegen Beschwerden, die durch Wetterfühligkeit ausgelöst werden?

Das Ansprechen des Körpers auf Wetterveränderungen lässt sich reduzieren, die Symptome gehen zurück.

Welche Möglichkeiten bestehen bei Kindern mit Kopfschmerzen?

Auch hier gibt es gute Erfolge. Bei Kindern werden die Akupunkturpunkte aber nicht mit Nadeln, sondern mit dem Laser stimuliert.

Wie viele Behandlungen sind notwendig?

Etwa zehn, eine pro Woche. Eine Behandlung dauert zirka 20 Minuten. Genadelt wird am ganzen Körper, maximal sind es insgesamt 16 Nadeln. Neben dieser Körperakupunktur kann zusätzlich auch die Ohrakupunktur oder die japanische Akupunkturmethode Ynsa angewandt werden. Nebenwirkungen sind bei fachmännischer Anwendung nicht zu erwarten.

Kurier 29. April 2008

Jutta

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Kopfschmerzen? Akupunktur auch bei mir? Antworten ........
« Antwort #2 am: 29. April 2008, 17:46 »
Der Kurier antwortet online:

http://www.kurier.at/freizeitundgesundheit/gesundheit/

bzw.
auf http://www.kurier.at/interaktiv/experten/152957.php

Hilfe, mein Kopf brummt

Sprechen Sie mit Dr. Daniela Stockenhuber am Mittwoch, 30.4., von 14 bis 15 Uhr, Tel.: 01 / 526 57 60 oder richten Sie Ihre Frage über das Online-Formular in der rechten Spalte Ihre Frage an sie. Um Fragen stellen zu können, müssen Sie angemeldet sein. Ihre Fragen werden selbstverständlich anonym beantwortet.

Antwort von Dr. Daniela Stockenhuber


Weitere Fragen an Dr. Daniela Stockenhuber:

    * » Verspannungs-Kopfschmerz
    * » Migräne und Akupunktur
    * » Wetterfühligkeit


    * » Kopfschmerz bei Kindern
    * » Behandlungszahl

    * 1/6
« Letzte Änderung: 29. April 2008, 17:48 von Jutta »

Evi

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Kopfschmerzen, Wetterfühligkeit
« Antwort #3 am: 29. April 2008, 18:24 »
Jeder zweite Deutsche ist davon überzeugt, auf bestimmte Wetterlagen mit körperlichen oder psychischen Beschwerden zu reagieren.
Für andere rangiert Wetterfühligkeit unter dem Titel Hypochondrie.

Luftdruck, Temperatur und Feuchtigkeit spielen für Wetterfühligkeit eine Rolle

Es sind vor allem Kopfschmerzen, gefolgt von Abgeschlagenheit, Schlafstörungen, Müdigkeit, Gelenkschmerzen, Gereiztheit, Niedergeschlagenheit und vielem mehr, was Betroffene wetterbedingte Beschwerden nennen. So lautet das Ergebnis einer Untersuchung zu Wetterfühligkeit, die Wetterexperten in Zusammenarbeit mit dem Allensbach Institut durchgeführt haben. Knapp 50 Prozent der Befragten bejahen, dass die Wetterlage ihre Gesundheit beeinflusst. Dabei werten sie vor allem stürmisches Wetter und den Wechsel von kalt zu warm als problematisch.

Für Wetterfühlige
Test:
Wetterfühligkeit auf dem Prüfstand
Hypochondrie:
Krankhafte Angst vor Krankheit
Ändert sich das Wetter, verzeichnen Kliniken mehr Geburten, und auch die Unfallstatistik zeigt Änderungen. Diplom-Meteorologin Eva Wanka hat eine Untersuchung im Großraum München durchgeführt und die Einsatzdaten von Polizei und Berufsfeuerwehr genutzt. Die Ergebnisse: „Bei großer Hitze kommt es zu rund 25 Prozent mehr Unfällen, vor allem im häuslichen Bereich und an der Arbeitsstätte.“ Gewalttaten wie Vergewaltigungen, Messerstechereien und Schießereien häufen sich im Zusammenhang mit einem Tiefdruckgebiet. Doch nicht immer wirkt der Wetterwechsel negativ: Rasche Luftdruckschwankungen vor einem Wechsel zu schönem Wetter sind mit 14 Prozent weniger internistischen Notfällen, z. B. Herzinfarkten, verbunden. Und unter Föhneinfluss, also dem warmen Fallwind aus Mittelgebirgen und den Alpen, passieren weniger Unfälle als sonst. Dabei galt der Föhn bislang als eine der bekanntesten Ursachen für wetterbedingte Beschwerden.

Luftdruck, Feuchtigkeit und Temperatur

Erklären lassen sich diese Phänomene nicht – wie noch einiges beim Thema Wetterfühligkeit. Fest steht allerdings, dass Feuchtigkeit, Luftdruck und Temperatur für diese gesundheitlichen Beeinträchtigungen ausschlaggebend sind.

Doch die genauen Zusammenhänge mit den Befindlichkeitsstörungen der Wetterfühligen seien nicht geklärt, hier bestehe noch Forschungsbedarf, erklärt die medizinische Klimatologin Angela Schuh. Auch über die Wirkweise zwischen Wetter und Organismus gibt es bis heute nur Hypothesen, die allerdings äußerst interessant sind. „Exakte Ergebnisse gibt es nur zur Gruppe der besonders Gefährdeten und was der Wetterwechsel bei ihnen auslösen kann“, stellt sie fest. Medizinmeteorologe Klaus Bucher gibt Beispiele dazu: „Im Fall von Herz- und Kreislauf-Erkrankungen, aber auch von Rheuma kennt man inzwischen die Zusammenhänge. Hier wirken Luftdruck, bzw. Temperatur und Feuchtigkeit direkt.“


Fachliche Beratung: Dr. rer. nat. Klaus Bucher, Medizinmeteorologe beim Deutschen Wetterdienst, Freiburg; Prof. Dr. med. habil. Dr. rer. biol. hum. Angela Schuh, Leiterin des Schwerpunkts medizinische Klimatologie am Institut für Gesundheits- und Rehabilitationswissenschaften, Ludwig-Maximilians-Universität München; Dr. rer. biol. hum. Eva Wanka, Meteorologin am Institut und Poliklinik für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin, Ludwig-Maximilians-Universität München


Tanja

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Riskante Nachtruhe, Schlaftabletten sollen Sterberisiko erhöhen
« Antwort #4 am: 24. März 2012, 14:35 »


Riskante Nachtruhe, Schlaftabletten sollen Sterberisiko erhöhen

http://derstandard.at/1330389832227/Riskante-Nachtruhe-Schlaftabletten-sollen-Sterberisiko-erhoehen

28. Februar 2012 13:33 Allein in den USA nehmen den Autoren zufolge fünf bis zehn Prozent der Erwachsenen im Jahr 2010 Schlaftabletten.

Bedenken und Fragen zur Sicherheit von Schlaftabletten - Ab 18 Schlafmittel-Anwendungen im Jahr soll die Gefahr des vorzeitigen Todes auf das Vierfache steigen

London - Sie ermöglichen Millionen Menschen eine Nachtruhe - doch Schlaftabletten erhöhen laut einer Studie das Sterberisiko deutlich und fördern bei häufiger Einnahme sogar die Entstehung von Krebs.

Bereits weniger als 18 Dosen im Jahr erhöhen die Gefahr eines vorzeitigen Todes, wie Wissenschafter im "British Medical Journal" (BMJ) schreiben. Obwohl die Zahl der gestorbenen Probanden insgesamt recht klein war, gab es signifikante Unterschiede in den Gruppen.

Gefahr zu sterben steigt mit Höhe der Dosis

Allein in den USA nahmen den Autoren zufolge fünf bis zehn Prozent der Erwachsenen im Jahr 2010 Schlaftabletten. Das Team schloss mehr als 10.500 Menschen, die im Schnitt über zweieinhalb Jahre Schlafmittel verordnet bekamen, in die Studie ein. Das Durchschnittsalter der Probanden betrug 54 Jahre.
Zum Vergleich beobachteten die Wissenschafter 23.500 Menschen, die im gleichen Zeitraum keine solchen Medikamente einnahmen. Faktoren wie Geschlecht, Alter, Lebensstil und eventuelle gesundheitliche Probleme berücksichtigte das Team ebenfalls.

"Die Ergebnisse zeigen einen Zusammenhang zwischen der Einnahme von Schlaftabletten und einem erhöhten Sterberisiko", schreiben die Autoren. Die Gefahr zu sterben, steige mit der Höhe der Dosis.

Vierfaches Sterberisiko ab 18 Dosen im Jahr

Bei den Patienten, die bis zu 18 Dosen im Jahr nahmen, war das Risiko zu sterben demnach 3,5-fach höher, als bei denen, die keine Schlafmittel nahmen. Bei denen, die zwischen 18 und 132 Mal im Jahr zur Tablette griffen, war das Sterberisiko vierfach, bei denen, die jährlich mehr als 132 Dosen nahmen sogar fünffach erhöht.
"Diese Zusammenhänge betrafen alle Altersgruppen, am stärksten waren sie aber bei denjenigen zwischen 18 und 55 Jahren", schreiben die Forscher. Die Autoren betonen zudem, dass die Studie nicht zwingend Ursache und Wirkung aufzeigt - aber die Ergebnisse bestätigten ältere Studien, dass Schlaftabletten das Sterberisiko erhöhten.

Krebsrisiko steigt

Auch die Gefahr an Krebs zu erkranken steigt der Studie zufolge mit der Einnahme von Schlafmitteln an: Bei denjenigen, die besonders häufig Pillen schluckten, erhöhte sich das Risiko einer Krebsdiagnose demnach um 35 Prozent.

"Obwohl die Autoren nicht beweisen konnten, dass Schlafmittel einen vorzeitigen Tod verursachen, haben ihre Analysen viele andere mögliche Gründe ausgeschlossen. Deshalb werfen diese Ergebnisse wichtige Bedenken und Fragen über die Sicherheit von Beruhigungsmitteln und Schlaftabletten auf", kommentierte BMJ-Chefredakteur Trish Groves die Studie. (APA)

Schlafmittel & Co: Süchtig nach Medikamenten
Tagesroutine belohnt mit besserem Schlaf
Wie Schlafmittel süchtig machen


Werner

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Welche Gefahren bergen Schlafmittel?
« Antwort #5 am: 25. Mai 2013, 21:13 »





Welche Gefahren bergen Schlafmittel?

Sie befinden sich hier: interessante Artikel » Gesundheit

(Zentrum der Gesundheit) - Der Schlaf dient sowohl der körperlichen als auch der geistigen Entspannung und Erholung. Daher ist ein gesundes Schlafverhalten für unsere physische und psychische Gesundheit ausserordentlich wichtig. Den meisten Menschen ist dieser Fakt bekannt. Doch was tun, wenn Sorgen, Ängste und andere Umstände diese für uns so wichtige Ruhephase boykottieren? In diesem Fall hilft scheinbar nur eines: ein wirkungsvolles Schlafmittel muss her. Doch wie hoch der Preis für den künstlich erzeugten Schlaf letztlich ist, wissen die meisten Betroffenen nicht.

Schlafmittelverbrauch nimmt rasant zu

Derzeit nehmen bereits über 25 Prozent aller Amerikaner regelmässig Schlaftabletten ein, wobei zu diesem Zweck jährlich rund 18 Millionen Dollar für verschreibungspflichtige Präparate und zusätzlich etwa 600 Millionen Dollar für verschreibungsfreie Medikamente ausgegeben wird. Diese Zahlen belegen einerseits, wie ernst das Problem der Schlafstörung mittlerweile geworden ist und andererseits, wie gross die Schlafmittel-Abhängigkeit unserer Gesellschaft geworden ist. In Deutschland wird die Zahl der Schlafmittelabhängigen derzeit auf 1,5 Millionen Menschen geschätzt und auch in der Schweiz steigt die Anzahl der Menschen, die regelmässig Medikamente zum Schlafen benötigen, stetig an.
Abhängig und krank durch Schlafmittel

Vielleicht ist diese Entwicklung damit zu erklären, dass sich die Menschen heutzutage generell nur selten eigenständig um ihre Gesundheit kümmern. Möglicherweise ist der durchschnittliche Bürger jedoch auch einfach zu faul, sich über alternative Möglichkeiten zur Behebung von Schlafstörungen zu informieren. Wie dem auch sei - in beiden Fällen bleibt die Tatsache unbeachtet, dass nicht pflanzliche Schlafmittel gravierende Nebenwirkungen hervorrufen und bekanntermassen zur Abhängigkeit führen.

Die Nebenwirkungen von Schlafmitteln reichen von Kopfschmerzen und Übelkeit über Tagesmüdigkeit und Konzentrationsstörungen bis hin zu Stoffwechselstörungen und Depressionen. Die am häufigsten verschriebenen Medikamente sind so genannte Tranquilizer (Benzodiazepine), Antidepressiva und Neuroleptika.
Zuerst verkaufen und dann testen?

In der Vergangenheit ist es leider schon häufiger vorgekommen, dass zugelassene Medikamente im Nachhinein wieder vom Markt genommen werden mussten, da sie scherwiegende Nebenwirkungen aufzeigten. So gab es auch immer wieder Rückrufaktionen von verschiedenen Beruhigungstabletten und Schlafmitteln. Eine dieser aufsehenerregenden Rückrufaktion betraf beispielsweise ein Antihistamin namens Methapyrilen. Medikamente mit diesem Wirkstoff wurden damals zurückgerufen, weil sich herausstellte, dass diese Substanz toxisch und krebserregend ist.

Solche Vorfälle zeigen deutlich, dass Medikamente oft nicht ausreichend getestet werden, bevor sie auf den Markt kommen. Desweiteren ist es auch kein Wunder, wenn bei vielen Menschen der Gedanke aufkommt, dass die Hersteller dieser Medikamente ahnungslose Patienten als Versuchskaninchen zu missbrauchen scheinen.
Schlafmittel verändern das Schlafverhalten

Die Auswertung einiger Schlafstudien belegt, dass Schlaftabletten die Schlafzyklen verändern, indem die R.E.M-Phase (Rapid Eye Movement) unterdrückt wird. Als REM-Phase bezeichnet man den zweiten Teil des Tiefschlafs - die Traumphase. Dieser Schlafabschnitt ist immens wichtig für das psychische Gleichgewicht, denn das Träumen ermöglicht eine psychische Entspannung und Gelöstheit.

Versuchsreihen haben gezeigt, dass Schlafunterbrechungen in der REM-Phase negative Auswirkungen auf die Psyche und die mentale Stimmung haben. Veränderungen der REM-Phase stehen auch mit Depressionen und anderen psychischen Leiden in Verbindung.

Da Schlaftabletten die REM-Phase beeinflussen, können diese ebenfalls zur Beeinträchtigung der psychischen Gesundheit führen.
Der gesunde Schlafzyklus

Ein erwachsener Mensch schläft etwa 6 bis 8 Stunden täglich, in denen er vier Schlafzyklen durchläuft. Diese Zyklen dauern insgesamt etwa 90 Minuten an. Danach wechseln sich der so genannte Delta-Schlaf und die REM-Phase - beides Zyklen der 4. Phase - gegenseitig ab. Während in der ersten Hälfte des Schlafs der Delta-Schlaf überwiegt und der REM-Schlaf nur schwach ausgeprägt ist, kehrt sich dieses Verhältnis im Laufe der zweiten Schlafhälfte um. Jetzt dominieren intensive REM-Phasen und die Delta-Schlafphasen werden entsprechend kürzer und schwächer. Der vollständige Ablauf der einzelnen Schlafzyklen ist immens wichtig für unsere Gesundheit.
Die einzelnen Schlafzyklen

In der frühen Einschlafphase befinden wir uns im Halbschlaf. Der Blutdruck, die Herzfrequenz und die Atmung werden gleichmässiger; das Bewusstsein schwindet langsam.

Phase 1: Die erste Schlafphase wird in der Regel von Muskelspasmen begleitet, es folgt die Verlangsamung des Pulses und die Muskelentspannung tritt ein.

Phase 2: Sie tritt nach ungefähr 5 bis 10 Minuten ein. Jetzt werden die Hirnwellen aktiver und die Augen bewegen sich schnell von der einen zur anderen Seite. Nach weiteren 20 Minuten folgt die nächste Phase.

Phase 3: Die Hirnwellen verlangsamen sich. Die Muskeln sind vollständig entspannt, der Atem ist langsam und gleichmässig.

Phase 4: Diese Phase bezeichnet man auch als den Delta-Schlaf. Nach etwa 20 Minuten beginnt dann die Phase des REM-Schlafs, in welcher es - wie der Name bereits vermuten lässt - zu extrem schnellen Augenbewegungen kommt. Zu diesem Zeitpunkt ist der Herzschlag ungleichmässig und die Hirnaktivität ähnelt jener des Wachzustandes. Wir befinden uns jedoch in einer Art Lähmungszustand der verhindert, dass die im Traum ausgeführten Bewegungen auch in der Wirklichkeit stattfinden.
Schlafmittel beeinträchtigen wichtige Körperfunktionen

Die Einnahme von Schlafmitteln bringt durch die Unterdrückung der REM-Phase den gesamten Schlafrhythmus durcheinander. Auf diese Weise wird auch das komplexe Zusammenspiel verschiedener lebenswichtiger Körperfunktionen, die während des Schlafens stattfinden (Hormonproduktion, Aktivierung des Immunsystems, Zellerneuerung, Entgiftung etc.) immens beeinträchtigt, so dass die regelmässige Einnahme von Schlafmitteln letztlich physisch und psychisch krank macht. Eine kurzfristige Einnahme derartiger Medikamente kann in speziellen Situationen noch hilfreich und daher auch angemessen sein. Von einem langfristigen Gebrauch ist jedoch generell dringend abzuraten.
Tipps für einen erholsamen Schlaf

    Sorgen Sie tagsüber für ausreichend Bewegung.
    Nehmen Sie abends nur leichte Mahlzeiten zu sich, damit Ihr Verdauungssystem zur Ruhe kommt.
    Trinken Sie abends nur wenig, so dass Ihr Schlaf nicht durch den Blasendrang unterbrochen wird.
    Machen Sie vor dem Zubettgehen spezielle Atemübungen, die den Schlaf fördern.
    Ein warmes Vollbad am Abend mit entspannenden Zusätzen (Hopfen, Melisse, Baldrian etc.) kann wahre Wunder bewirken.
    Gehen Sie ins Bett sobald Sie müde werden.
    Dunkeln Sie Ihr Schlafzimmer ab, aber lassen Sie nach Möglichkeit das Fenster geöffnet. Andernfalls lüften Sie das Zimmer gut durch, bevor Sie sich schlafen legen.
    Verscheuchen Sie Ihre negativen Gedanken und suchen Sie in Ihrer Phantasie nach einem schönen Ort, an dem Sie sich wohl und geborgen fühlen. Bleiben Sie in Ihren Gedanken genau dort und geniessen Sie das wunderbare Gefühl, bis Sie zufrieden einschlafen.

Alternative Therapieformen

Bei langanhaltenden Schlafproblemen sollte darüber hinaus immer nach der Ursache der Schlafstörung geforscht werden. Manchmal ist es leicht, den Auslöser zu erkennen. Private oder berufliche Probleme wirken sich bekanntermassen auch auf das Schlafverhalten aus. Aber es gibt auch tiefgründige Ursachen wie Angstzustände, Depressionen und andere psychische Belastungen, die den Betroffenen den Schlaf rauben. Die Verschreibung starker Schlafmittel kann hier sicher nicht als sinnvolle Therapie angesehen werden. Derartige Schlafstörungen sollten von erfahrenen Therapeuten diagnostiziert und alternativ behandelt werden. Bei den alternativen Behandlungsarten steht nicht das Symptom "Schlafstörung", sondern der ganze Mensch mit all seinen Ängsten, Sorgen und Nöten im Mittelpunkt der Therapie.

Besonders hervorzuheben ist in diesem Zusammenhang die kognitive Verhaltenstherapie. Aber auch andere naturheilkundliche Therapien wie die traditionelle chinesische Medizin (TCM), Ordnungstherapie, klassische Homöopathie, Lichttherapie oder Entspannungstherapie können Betroffenen helfen, wieder zu einem gesunden Schlafverhalten zurückzufinden.
Schlafmittel sind keine Lösung

Sie sehen, dass Schlafstörungen nicht als unveränderbares Schicksal hingenommen werden sollten. Anstatt sich in die Abhängigkeit von Schlafmitteln zu begeben, können Sie selbst einiges zu einem erholsamen Schlaf beitragen. Und zum Glücks gibt es auch noch ganzheitlich praktizierende Therapeuten, denen die Behandlung Betroffener mit gesundheitsgefährdenden Schlafmitteln ebenfalls alles andere als sinnvoll erscheint :-)
Quellen:

    Mirsalis JC. "Genotoxicity, toxicity, and carcinogenicity of the antihistamine methapyrilene." Mutat Res. 1987 May;185(3):309-17. (Genotoxizität, Toxizität und Karzinogenität des Antihistamins Methapyrilen.) [Quelle als PDF]
    Schneider-Helmert D. "Why low-dose benzodiazepine-dependent insomniacs can't escape their sleeping pills." Acta Psychiatr Scand. 1988 Dec;78(6):706-11. (Warum sich niedrig-dosierte Benzodiazepin-abhängige Schlaflose ihren Schlaftabletten nicht entziehen können.) [Quelle als PDF]
    NPS Medicinewise "The sleep cycle" 27 Nov 2012 (Der Schlafzyklus) [Quelle als PDF]
    Wiegand MH (1995) "Schlaf, Schlafentzug und Depression. Experimentelle Studien zum therapeutischen Schlafentzug." Berlin/Heidelberg/New York: Springer


Lesen Sie mehr unter: http://www.zentrum-der-gesundheit.de/schlafmittel-schaedlich-ia.html?utm_source=nl&utm_medium=newsletter&utm_campaign=NL13052#ixzz2UKUBhYTu



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Edi

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Kopfschmerz - Therapie Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?
« Antwort #6 am: 09. September 2013, 23:55 »



Kopfschmerz ist keine Einbildung

Fachgerechte Therapien können Häufigkeit und Intensität der Attacken deutlich reduzieren.

   
   http://kurier.at/lebensart/gesundheit/kopfschmerz-ist-keine-einbildung/24.987.087

Sie zählen zu den häufigsten Schmerzformen: Kopfschmerzen. „Alleine von Migräne sind bis zu 15 Prozent der Bevölkerung betroffen“, sagt der Neurologe Priv.-Doz. Gregor Brössner, Leiter der Kopfschmerzambulanz an der Klinik für Neurologie der MedUni Innsbruck. Neue Medikamente und Therapieformen helfen einem großen Teil der Patienten.

KURIER: Was kann eine gute Migränetherapie erreichen?

Gregor Brössner: Das Ziel der Attackentherapie ist, dass die Patientin oder der Patient innerhalb von zwei Stunden schmerzfrei ist oder die Schmerzintensität zumindest deutlich reduziert ist und auch die Lebensqualität während der Attacke steigt. Das bedeutet, dass die oder der Betroffene im besten Fall auch während der Attacke arbeitsfähig bleibt. Dies kann – bei fachgerechter Anwendung – häufig bereits mit herkömmlichen Schmerzmitteln bzw. mit speziellen Migräne-Medikamenten – Triptanen – erreicht werden. Unbehandelte Attacken dauern meist ein bis zwei Tage.

Gleichzeitig kann man mit vorbeugend eingesetzten Medikamenten – etwa Betablocker, Antiepileptika, Kalziumantagonisten – die Zahl der Attacken reduzieren. Hier ist das Ziel eine Halbierung der Häufigkeit. Bei fachgerechter Behandlung durch einen Neurologen gelingt dies auch in den meisten Fällen. Unrealistisch ist zu glauben, man nimmt ein Medikament und ist unmittelbar danach schmerzfrei.

Wann wird Botox eingesetzt?

Die seit wenigen Monaten in Österreich zugelassene vorbeugende Therapie mit Botulinumtoxin kommt bei Patienten mit chronischer Migräne zum Einsatz: Diese Patienten haben an mehr als 15 Tagen im Monat Kopfschmerzen, davon sind zumindest acht Tage mit Migräneattacken. Und sie sprechen auf andere vorbeugende Medikamente unzureichend an. Den Patienten wird an 31 Stellen rund um den Kopf Botulinumtoxin injiziert, nach zwölf bzw. 24 Wochen wird die Therapie wiederholt. Bei einem Teil der Betroffenen kommt es zu einer deutlichen Verringerung der Anfall-Häufigkeit. Wie lange der Effekt anhält, wissen wir allerdings noch nicht, Langzeiterfahrungen mit der Therapie gibt es noch keine.

Welche Behandlungsmöglichkeiten der Migräne gibt es noch?

Regelmäßiger Ausdauersport hat sich sehr bewährt, sehr gute Daten gibt es auch zum Biofeedback: Auf den Nacken geklebte Elektroden messen die Muskelspannung, die auf einem Bildschirm angezeigt wird. Unter Anleitung eines Physiotherapeuten lernt man, mithilfe von Atem-, Entspannungs- und Konzentrationstechniken – wie etwa der progressiven Muskelentspannung nach Jacobson – seine Muskelspannung zu reduzieren. Bei der Akupunktur ist die Datenlage widersprüchlich, in manchen Studien zeigten sich positive Effekte, in anderen nicht. Belegt ist auch eine Wirkung ergänzender Magnesiumeinnahme.

Helfen Diäten oder Verzicht auf Lebensmittel wie Schokolade?

Meistens sehr wenig. Die Schokolade wird in der Mehrheit der Fälle zu Unrecht verdächtigt. In der Vorphase einer Migräneattacke, vor dem Auftreten der Kopfschmerzen, kommt es durch die Abläufe im Gehirn zum Heißhunger, zum „Food Craving“. In unseren Breiten stillt man ihn meistens mit Schokolade, aber man könnte genauso gut Gummibären essen, dann würden diese als Auslöser beschuldigt werden. Wenn jemand wirklich den Eindruck hat, dass ein bestimmtes Lebensmittel Migränesymptome verstärkt, soll man dieses eine Produkt weglassen. Diäten hingegen führen häufig zu Frustration und Stress – und Stress verstärkt Migränesymptome.

Wie diagnostiziert ein Neurologe die Kopfschmerzursache?

Unser erster Schritt ist es zu unterscheiden: Ist der Kopfschmerz die Erkrankung selbst – wie bei Migräne, Cluster- oder Spannungskopfschmerz –, dann ist es ein primärer Kopfschmerz. Oder ist er nur das Symptom einer anderen Erkrankung wie z. B. einer Gehirnblutung oder eines Gehirntumors. Ist ein solcher sekundärer Kopfschmerz ausgeschlossen, basiert die exakte Diagnose einer primären Kopfschmerzerkrankung auf einer genauen Anamnese, also auf den Erzählungen des Patienten. Deshalb ist eine gute Arzt-Patienten-Beziehung wichtig.

Wie reagiert die Umgebung?

Viele Betroffene sagen, dass sie sich nicht ernst genommen fühlen und unter dem Vorurteil leiden, sie würden sich die Schmerzen einbilden. Dabei ist heute wissenschaftlich unumstritten, dass dieser nichts mit Einbildung zu tun hat. Mit neuen bildgebenden Verfahren – funktioneller Magnetresonanztomografie – können wir den Schmerz teilweise sogar sichtbar machen. Wir wissen heute, dass das Gehirn von Patienten mit Migräne oder Clusterkopfschmerz während einer Attacke ganz einfach anders funktioniert. Außerdem sind in den vergangenen Jahren einige genetische Ursachen für Migräne entdeckt worden, die Teilbereiche der Neurobiologie dieser Erkrankung erklären.

Über den Autor

    Ernst Mauritz

    Ernst Mauritz

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Missbräuchliche Verwendung
Schmerz durch Schmerzmittel

Übermäßige Anwendung ist gefährlich.

Wer regelmäßig ohne ärztliche Kontrolle rezeptfreie Schmerzmittel gegen Kopfschmerzen einnimmt, riskiert, dass die Schmerzen stärker und häufiger werden: „Ein ursprünglicher Grundkopfschmerz kann sich durch einen übermäßigen Gebrauch von Medikamenten verschlechtern“, sagt Neurologe Brössner. Wer länger als drei Monate an mehr als zehn Tagen im Monat Schmerzmittel gegen Kopfschmerzen einnimmt, hat gemäß Definition bereits einen solchen „schmerzmittelbedingten Kopfschmerz“ im Rahmen dieser Chronifizierung.

„Wahrscheinlich kommt es zu einer Filterfunktionsstörung. Reize, die normalerweise nicht schmerzhaft sind, werden plötzlich als schmerzhaft wahrgenommen.“ Überdies können auch andere Organe geschädigt werden. „In solchen Fällen muss man dann – ambulant oder stationär – einen Schmerzmittelentzug machen, was sehr unangenehm sein kann. Aber das ist die Voraussetzung, um die Zahl der Attacken wieder zu reduzieren und auch die Attacken selbst wieder gut behandeln zu können“, betont Brössner.

Infos
Wo Sie Informationen zum Thema Kopfschmerz bekommen
Neurologie-Gesellschaft

Die „Österreichische Gesellschaft für Neurologie“ (ÖGN) ist die Dachorganisation der Neurologen. Auf www.oegn.at gibt es Infos über neurologische Erkrankungen – von Demenz und Epilepsie über Migräne, Multiple Sklerose bis zu Parkinson und Schlaganfall.
Kopfschmerz-Gesellschaft

Umfassende Patienten-Infos bietet auch die Homepage der Österreichischen Kopfschmerzgesellschaft: www.oeksg.at
Weltkongress

Die österreichische Neurologie genießt international einen ausgezeichneten Ruf – ein Grund dafür, dass Wien vom 21. bis 26. 9. die Gastgeber-Stadt des 21. World Congress of Neurology (WCN 2103) sein wird. Der Weltkongress der Neurologie ist die größte und wichtigste Veranstaltung dieses medizinischen Fachgebietes. 8000 bis 10.000 Teilnehmer werden erwartet.


http://kurier.at/lebensart/gesundheit/kopfschmerz-ist-keine-einbildung/24.987.087

(kurier) Erstellt am 02.09.2013, 05:47
« Letzte Änderung: 10. September 2013, 01:16 von Edi »

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Thema Schlaf
« Antwort #7 am: 02. März 2019, 19:44 »



Noch eine Meldung zum Thema Schaf:

Ist es eigentlich gesund, lange zu schlafen und ein Mittagsschläfchen zu halten? Dieser Frage ging die amerikanische Gesellschaft für Schlafmedizin nach. Bisher gilt das Unterschreiten der Mindestschlafdauer von sieben bis neuen Stunden als ungesund, viel Schlaf gilt als gesundheitsförderlich.
 
Das Fazit der Studie überrascht: Demnach sollte man nachts ausreichend, aber nicht zu viel schlafen und auf einen Mittagsschlaf verzichten. Denn Kurz- und Langschläfer hatten in der Studie ein erhöhtes Sterberisiko und bekamen mehr Herzinfarkte sowie Schlaganfälle. Allerdings handelt es sich um epidemiologische Daten, die Hinweise liefern derzeit noch keine Beweise für Zusammenhänge.
 
Die durchschnittliche Schlafdauer lag demnach bei 8 Stunden täglich. Bei einer Schlafdauer von 8 bis 9 Stunden erhöhte sich das Risiko um 5 %, bei 9 bis 10 Stunden um 17 %. Bei täglich mehr als 10 Stunden Schlaf stieg das Risiko um 41 %. Auch Kurzschläfer (weniger als 6 Stunden täglich) hatten ein um 9 % erhöhtes Risiko.