Autor Thema: Gesundheitsverantwortliche - nicht für Gesundheit?  (Gelesen 7506 mal)

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Anmerkung:

Wenn sogar Nichtraucherräume, mit Abtrennung zum Raucherraum, derart durch giftige und krebsauslösende Stoffe belastet sind,

dann kann sich jeder, sicher auch Raucher, vorstellen, wie noch ärger die Belastung in Nichtraucherräumen ist, wo ständig die Raucherraumtüre offen ist!

Solche "Unternehmer" müssen daher regelmäßig angezeigt werden,

wofür hier nähere Hinweise stehen:

http://www.rauchsheriff.at/rauchfrei/index.php?topic=570.msg2202#msg2202


 

Studie: Rauch-Ultrafeinstaub in Österreichs "Nichtraucher-Zimmern"

(Wien, 13-05-2013) - Der wissenschaftliche Beweis, dass offenbar die österreichische Rauchschutzpolitik mit getrennten Räumen in Lokalen nicht wirkt: Manfred Neuberger vom Institut für Umwelthygiene der MedUni Wien und Co-Autoren haben jetzt mit Tests in Wiener Gastronomielokalen nachgewiesen, dass in den "Nichtraucher-Räumen" weiterhin eine hohe Belastung mit Ultrafeinstaub - etwas weniger als halb soviel wie in Raucher-Räumen von Tabakgenießern - vorhanden ist.

"Die österreichische Regelung für die Gastronomie ist eine Augenauswischerei. Da wird eine Sicherheit vorgespiegelt, die nicht vorhanden ist", kommentierte Neuberger gegenüber der APA die Ergebnisse seiner Studie.

Die Experten hatten zwischen 6. November 2010 und 6. Juni 2011 unangemeldet Luftproben in 134 per Zufall ausgesuchten Gasträumen von 16 Wiener Kaffeehäusern, 51 Bars und Pubs, 14 Restaurants und sieben Diskotheken genommen. In 20 der Lokale war Rauchen erlaubt, in 46 gab es extra als solche ausgewiesene Nichtraucher-Räumlichkeiten. Bestimmt wurde erstmals die Zahl der Ultrafeinstaub-Partikel pro Kubikzentimeter Luft.

Der Wissenschafter: "Das war zumindest vier Monate nach dem Ende der 'Übergangsregelungen' bezüglich der Tabakgesetzgebung. Alle Lokale hätten also die gesetzlichen Bestimmungen erfüllen müssen. Ultrafeinstaub geht ganz tief in die Lunge hinein und auch direkt in das Blut. Damit werden direkt Organschäden und Teile des Herz-Kreislauf-Risikos (durch "Passivrauchen", Anm.) in Zusammenhang gebracht.

Die Ergebnisse der Wissenschafter sprechen eindeutig gegen die Unterteilung in Raucher- und Raucher/-Nichtraucher-Lokale, wenn es um die Luftbelastung geht. Die Autoren der Studie: "Die höchste Konzentration an Partikeln wurde in Raucherlokalen und Raucher-Räumen mit median 66.011 pro Kubikzentimeter registriert. Sogar Nichtraucher-Räume in unmittelbarer Nähe zu Raucher-Räumen waren hoch kontaminiert (median 25.973 Partikel pro Kubikzentimeter)." In Nichtraucherlokalen waren es median auch noch 7.408 Partikel pro Kubikzentimeter.

Neuberger und seine Co-Autoren: "Wir schließen daraus, dass die in Österreich geltende Tabak-Gesetzgebung beim Schutz der Kunden in Nichtraucher-Räumen in Lokalen nicht wirksam ist. Gesundheitsschutz von Nichtrauchern und Beschäftigten bezüglich der Ultrafeinstaub-Partikel ist ungenügend, sogar in ausgeschilderten Nichtraucher-Räumlichkeiten. Teilweise Rauchverbote mit getrennten Räumlichkeiten haben hier versagt."

Am 31. Mai ist Welt-Nichtrauchertag. Aus diesem Anlass veröffentlichte die britische Medizin-Fachzeitschrift "The Lancet" vergangene Woche eine ganze Reihe von wissenschaftlichen Artikeln mit dem Thema Tabakkonsum bzw. Tabakgesetzgebung. Auf der Titelseite der Ausgabe der in Ärztekreisen weltweit zu den angesehensten Publikationen zählenden Zeitschrift heißt es: "Das Rauchen tötet mehr Europäer als jeder andere vermeidbare Faktor. Prävention ist möglich. Alles was benötigt wird, ist der politische Wille dazu."

Service: Original Article in Journal of Exposure Science & Environmental Epidemiology
Manfred Neuberger, Hanns Moshammer and Armin Schietz: "Exposure to ultrafine particles in hospitality venues with partial smoking bans"; Journal of Exposure Science and Environmental Epidemiology , (8 May 2013) | doi:10.1038/jes.2013.22

Von: APA (ww,lor)

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AM LAND GIBT ES OFT ...................
« Antwort #1 am: 22. Oktober 2013, 23:38 »



AM  LAND  GIBT  ES  OFT 


KEIN  EINZIGES  GASTHAUS  MIT  gesetzl.  NICHTRAUCHERSCHUTZ




Daher ist das Ergebnis der Umfrage der Bezirksblätter nicht verwunderlich!




Voting der Woche



Mehrfachstimmen durch IP-Adresse-Speicherung nicht möglich!



22.10.2013


Sollte Rauchen in Lokalen gänzlich verboten werden?


JA         84.13%

NEIN              15.87%




http://www.meinbezirk.at/niederoesterreich/waidhofen-an-der-ybbs/


Meldungen laut:

http://www.rauchsheriff.at/rauchfrei/index.php?topic=570.msg2202#msg2202


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EU-Wahl-Termin rückt näher
« Antwort #2 am: 20. Mai 2014, 23:18 »

EU-Wahl-Termin rückt näher


EU-Wahl-Termin rückt näher.

Welche Partei (Nichtraucherschützer) überhaupt noch wählbar?


60 Minuten Stellungnahmen aller im Parlament vertretenen Parteien

https://www.youtube.com/watch?v=vGoFKfeFmfk
« Letzte Änderung: 20. Mai 2014, 23:27 von admin »

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Umstrukturierung des Wiener Gesundheitssystems: Offener Brief der Ärztekammer an Gesundheitsstadträtin Wehsely und WGKK-Obfrau Reischl
Angestellte und niedergelassene Ärzte fordern Reformpartnerschaft mit Stadt Wien und WGKK – Szekeres: „Ansonsten haben wir einen ‚No Point of Service‘“

Wien (OTS) - Der Vorstand der Ärztekammer für Wien hat am Dienstagabend eine Resolution für eine Umstrukturierung des Wiener Gesundheitssystems beschlossen. Aufgrund der aktuellen Entwicklungen rund um neue Arbeitszeitmodelle in den Spitälern, die auch umfassende Auswirkungen auf das Kassensystem im niedergelassenen Bereich haben, fordern die Wiener angestellten und niedergelassenen Ärzte gemeinsam die Stadt Wien und die Wiener Gebietskrankenkasse auf, in eine Reformpartnerschaft einzusteigen, um das Wiener Gesundheitssystem für die Zukunft weiterhin solidarisch zu gestalten. "Wenn nun nicht rasch gehandelt wird, stehen die Patientinnen und Patienten bald vor einem ‚No Point of Service‘", so Ärztekammerpräsident Thomas Szekeres.****

Der Vorstand der Ärztekammer für Wien hat zudem weitere Geldmittel beschlossen, um allfällige Kampf- und Streikmaßnahmen sowie Kampagnen im Sinne der Spitalsärzteschaft und auch der niedergelassenen Ärzteschaft durchführen zu können.

Nachstehend der offene Brief im vollen Wortlaut:

"Sehr geehrte Stadträtin Wehsely,
sehr geehrte Obfrau Reischl,

die aktuellen Entwicklungen rund um neue Arbeitszeitmodelle in den Wiener Spitälern bedeuten nicht nur Leistungskürzungen und längere Wartezeiten in den Spitälern, sondern auch umfassende Auswirkungen auf das Kassensystem im niedergelassenen Bereich. Um die Versorgung der Wiener Bevölkerung vor den Herausforderungen des medizinischen Fortschritts, der Demografie der Bevölkerung unter Berücksichtigung von medizinischen Notwendigkeiten, der Arbeitsbelastung und Arbeitsverdichtung bei den Ärztinnen und Ärzten und anderen Gesundheitsberufen, sowie einem möglichst effizienten Ressourceneinsatz öffentlicher Mittel weiterhin im bisherigen Niveau zu garantieren, fordern die Ärztekammer für Wien und ihre beiden Kurien der angestellten und der niedergelassenen Ärzte gemeinsam eine Umstrukturierung des Wiener Gesundheitswesens. Daher hat der Vorstand der Ärztekammer für Wien in seiner Sitzung am 31. März 2015 eine Resolution beschlossen.

Die Ärztekammer für Wien fordert in dieser Resolution die Stadt Wien und die Wiener Gebietskrankenkasse auf, gemeinsam mit den niedergelassenen und angestellten Ärzten Wiens in eine Reformpartnerschaft einzusteigen, um das Wiener Gesundheitssystem für die Zukunft weiterhin solidarisch zu gestalten.

Die Umstrukturierung des Wiener Gesundheitswesens muss unbedingt folgende zentrale Maßnahmen beinhalten:
- Reduzierung der Rettungszufahrten zu Spitälern durch Ausbau des Ärztefunkdienstes
- Stärkung der Position der Hausärzte
- Vermehrung der Kassenplanstellen, vor allem im fachärztlichen Bereich durch mehr Gruppen- und Einzelpraxen zur Entlastung
der Spitalsambulanzen
- Strukturen, die ausreichend (fach-)ärztliches Personal in allen Abteilungen Wiens garantieren, um die Arbeitszeitgrenzen einzuhalten, die Arbeitsbelastung und Arbeitsverdichtung zu reduzieren, und eine qualifizierte Ausbildung von Ärztinnen und Ärzten in Ausbildung zu garantieren
- eine gesicherte Ausbildung von künftigen Ärztinnen und Ärzten, u.a. durch eine gesicherte Lehrpraxisfinanzierung

Diese Maßnahmen können nur erreicht werden, wenn die beiden Hauptverantwortlichen des Wiener Gesundheitswesens, die Stadt Wien und die Wiener Gebietskrankenkasse, diese Reformmaßnahmen gemeinsam mit der Ärzteschaft einleiten und die dafür notwendigen finanziellen Mittel bereitstellen. Nur durch eine derartige Strukturveränderung im Wiener Gesundheitswesen wird es gelingen, dass die Versorgung der Bevölkerung weiterhin solidarisch gewährleistet ist und auch für die Ärzteschaft attraktive Arbeitsbedingungen geschaffen werden.

Wir ersuchen Sie, sich gemeinsam mit dem Vorstand der Ärztekammer für Wien zu einem solidarischen, sozialen Wiener Gesundheitswesen, in dem alle Patientinnen und Patienten unabhängig von ihrer sozialen Lage rasch nach dem State of the Art der Medizin durch Wiener Ärztinnen und Ärzte versorgt werden, zu bekennen und so rasch wie möglich eine partnerschaftliche Zusammenarbeit für die Umstrukturierung des Wiener Gesundheitswesens mit uns zu starten.

Mit freundlichen Grüßen

MR Dr. Johannes Steinhart
Vizepräsident und Obmann der Kurie niedergelassene Ärzte

Dr. Hermann Leitner
Vizepräsident und Obmann der Kurie angestellte Ärzte

ao. Univ.-Prof. Dr. Thomas Szekeres
Präsident"
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Ärztekammer Wien

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Brief an Gesundheitsverantwortliche - nicht für Gesundheit?
« Antwort #4 am: 21. September 2015, 21:30 »


Offener Brief an BM Dr. Sabine Oberhauser, Ärztekammer-Präsident Dr. Artur Wechselberger und HVB-Vorsitzenden Mag. Peter McDonald.
Im Auftrag von Univ.-Prof. Dr. Manfred Maier dürfen wir nachfolgenden offenen Brief veröffentlichen

Wien (OTS) - Sehr geehrte Frau Bundesministerin Dr. Oberhauser!
Sehr geehrter Herr Präsident Dr. Wechselberger!
Sehr geehrter Herr Verbandsvorsitzender Mag. McDonald!

Vor kurzem hat Frau Bundesministerin Sabine Oberhauser Eckpunkte für ein Gesetz zur Regelung der geplanten Primary Health Care Center vorgestellt. Die unmittelbar darauf folgenden Proteste der Ärztekammer und die ihnen folgenden Reaktionen und Stellungnahmen verschiedener Institutionen des österreichischen Gesundheitswesens in den Medien veranschaulichen deutlich, wie es um die Kommunikationskultur in Österreich bestellt ist. In meiner Funktion als akademischer Vertreter des Faches Allgemeinmedizin an der Medizinischen Universität Wien nehme ich diese letzte, leider sehr exemplarische, Entwicklung zum Anlass, um auf folgende Aspekte hinzuweisen:

- Es ist schwer nachvollziehbar, warum Teilinformationen bzw. Eckpunkte eines in Ausarbeitung befindlichen Gesetzes vorgestellt werden und dieser Ankündigung ein sofortiger Protest folgt, ohne dass der ausgearbeitete Gesetzesentwurf auf dem Tisch liegt, interpretiert und diskutiert werden kann.

- Es ist auch nicht nachvollziehbar, warum es dieses Gesetz zum jetzigen Zeitpunkt überhaupt geben soll, zumal die Implementierung der Primary Health Care Zentren an Pilotstandorten erfolgt und evaluiert werden muss. Warum wartet man nicht die Ergebnisse der Evaluierung ab, um daraus für die Erstellung des Gesetzes auf Daten basierende Schlüsse ziehen zu können?

- Das international anerkannte, evidenzbasierte Modell der Primary Health Care Teams und das darauf aufbauende Konsenspapier der Bundeszielsteuerungskommission vom Juni 2014 wird vielfach missverständlich und beliebig zugunsten der eigenen Interessen interpretiert.

- Die Primärversorgung und damit die medizinische Grundversorgung durch Ärzte für Allgemeinmedizin soll aufgewertet und gestärkt werden, schenkt man den mittlerweile jahrzehntelangen Ankündigungen und Absichtserklärungen Glauben. Die Realität sieht anders aus: die Ausbildung der Studierenden an der Medizinischen Universität Wien im Fach Allgemeinmedizin wurde von einem Pflicht- zu einem Wahlfach umgewandelt, frei gewordene Assistentenstellen für den wissenschaftlichen Nachwuchs werden nicht nachbesetzt, die Weiterbildung zum Arzt für Allgemeinmedizin (z.B. Lehrpraxis) hinkt immer weiter hinter den internationalen Entwicklungen nach und die Reform der Primärversorgung von Einzelpraxen zu künftigen Aufgaben gewachsenen Primärversorgungsteams wird bekämpft. Jede dieser Fehlentwicklungen ist für sich schon schlimm genug, der kumulative Effekt im gleichen Zeitraum und für dieselbe Generation von jungen Ärzten ist jedoch fatal.

- Die seit Juni dieses Jahres geltende neue Ärzteausbildungsordnung und ihre Umsetzung haben bereits in kurzer Zeit zu deutlichen negativen Konsequenzen geführt. Wie ich erfahren habe, haben Krankenhäuser wenig Interesse, Medizin-AbsolventInnen für den Common Trunk aufzunehmen, wenn sie die Absicht haben, später das Fach Allgemeinmedizin zu ergreifen. Den Bewerbern werden bereits vor dem Common Trunk Verträge für spätere Facharztausbildungsstellen vorgelegt und jene KollegInnen, die sich trotzdem für Allgemeinmedizin entscheiden, bekommen eine geringere Bezahlung!

- Ein großer Teil der Absolventen der medizinischen Universitäten verlässt Österreich, um zumindest ihre Weiterbildung unter besseren Bedingungen im Ausland zu absolvieren. Zusammen mit der laufenden Pensionierungswelle von niedergelassenen Ärzten hat sich damit innerhalb weniger Jahre in Österreich aus einem Ärzteüberschuss ein Ärztemangel ergeben.

- Kassenärztliche Planstellen für Allgemeinmediziner können immer häufiger nicht mehr nachbesetzt werden, insbesondere im ländlichen Raum. Eines der letzten Beispiele ist die Wildschönau in Tirol. In Anbetracht der geschilderten Gesamtsituation ist dies nicht weiter verwunderlich; darüber hinaus trägt noch die unsinnige Regelung für Hausapotheken sowie die Nichtbeachtung der geänderten Berufsvorstellungen von jungen ÄrztInnen wesentlich zu dieser Entwicklung bei. Dieses derzeit in ländlichen Regionen bereits vorhandene Problem kann in Bälde unschwer auch für städtische Bereiche vorhergesagt werden.

In Anbetracht der hier nur kurz angesprochenen Fakten und Entwicklungen sehe ich für alle beteiligten Institutionen dringenden und ernsthaften Handlungsbedarf, um ihrer Verantwortung zur Aufrechterhaltung der gesundheitlichen Versorgung der Bevölkerung auch in Zukunft nachkommen zu können. Deshalb appelliere ich an alle, zu einer neuen Kultur der gemeinsamen und sachorientierten Kommunikation zu finden sowie unterschiedliche Aufgaben, Leistungen und Standpunkte der Beteiligten in dieser Diskussion zu respektieren, damit die höchst unbefriedigenden Entwicklungen rund um die medizinische Grundversorgung in Österreich beendet werden. Es ist allerhöchste Zeit, möglichst rasch ein Gesamt-Sanierungskonzept für eine zeitgemäße Primärversorgung auch in Österreich umzusetzen.

Mit der Bitte um Kenntnisnahme und freundlichen Grüßen
Univ. Prof. Dr. Manfred Maier
Rückfragen & Kontakt:

Univ.-Prof. Dr. Manfred Maier
Medizinische Universität Wien, Zentrum für Public Health
Abteilung für Allgemein- und Familienmedizin (Abteilungsleitung)
Kinderspitalgasse 15/1.OG, 1090 Wien
Tel. +43-1-40160-34603 o. 34601, Fax 934600
E-Mail: manfred.maier@meduniwien.ac.at
« Letzte Änderung: 21. September 2015, 22:45 von admin »

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Gesundheitsverantwortliche - nicht (richtig) für Gesundheit?
« Antwort #5 am: 19. Dezember 2015, 11:53 »


"Ein neuer Besen kehrt besser?"

Nach Schelling und McDonald, jetzt Ulrike Rabmer-Koller die Vorsitzende des Hauptverbandes der Sozialversicherungsträger.


Wer gesünder lebt, soll (finanzielle) Vorteile haben


Die Krankenkassen haben von nun an eine Chefin: Ulrike Rabmer-Koller

Wirtschaftskammer-Vizepräsidentin Ulrike Rabmer-Koller ist die erste Frau an der Spitze des Hauptverbandes. Sie will die Kassen sanieren und – nach dem Vorbild der SVA – Anreizsysteme zur Prävention schaffen.

15.12.2015 | 18:15 |   (Die Presse)

Wien. Stichwörter wie Kassenfusionen oder – noch schlimmer – Kassenschließungen wollte Ulrike Rabmer-Koller am Dienstag weder hören noch in den Mund nehmen. Mit solchen Ansagen kann man sich im Imperium der österreichischen Sozialversicherungen ziemlich schnell ziemlich viele Feinde machen – und das wollte die 49-jährige Unternehmerin aus Altenberg bei Linz vermeiden. Immerhin war gestern ihr erster Arbeitstag. Am Vormittag war sie einstimmig zur Vorsitzenden des Hauptverbandes der Sozialversicherungsträger gewählt worden.

Und deshalb sagte Rabmer-Koller fürs Erste nur, dass sie Kosten senken wolle, damit die Kassen wieder in die schwarzen Zahlen kommen. Die Details dazu sollten gemeinsam, mit allen Beteiligten, erarbeitet werden. Auf staatliche Zuschüsse werde man allerdings verzichten, denn das widerspreche ihrem Selbstverständnis als Unternehmerin und Mitglied im ÖVP-Wirtschaftsbund: „Ich will mit den vorhandenen Mitteln auskommen.“

Neben der Sanierung möchte sich Rabmer-Koller vor allem der Prävention widmen. Immer wieder sprach sie am Dienstag, in einem Gespräch mit Journalisten, über Anreize – insbesondere über jene, die es für SVA-Versicherte gibt. Die Selbstständigenversicherung vergibt Boni, wenn Gesundheitsziele erreicht werden. Bis hin zu einer Halbierung der Selbstbehalte.

 
„Eigenverantwortung stärken“

Dieses Modell legt die neue Hauptverbandschefin allen Kassen ans Herz, wenn auch nicht per Forderung: „Ich sage nur, ich würde mir das wünschen.“ Das heiße nicht, dass nun alle Selbstbehalte einführen sollten. Aber man könne mit Gutscheinen arbeiten. Die SVA vergibt nämlich auch den „Gesundheitshunderter“, den man im Wellnessbereich einlösen kann. So etwas, meint Rabmer-Koller, stärke die Eigenverantwortung und führe dazu, dass die Österreicher länger gesund bleiben. Denn im Schnitt sind sie 21 Jahre ihres Lebens krank.

Die Gesundheitsreform, die ihr Vorvorgänger, Hans Jörg Schelling, heute Finanzminister, und ihr Vorgänger, Peter McDonald, mittlerweile ÖVP-Generalsekretär, begonnen haben, will Rabmer-Koller fortführen. Dazu gehören: die Primärversorgungszentren, in denen bis Ende 2016 zumindest ein Prozent der Bevölkerung behandelt werden soll, die Reform der Kuren, die Elektronische Gesundheitsakte (Elga), die seit der Vorwoche in Betrieb ist, und die medizinische Erstauskunft per Telefon und Internet, Teweb genannt, die nächstes Jahr starten soll.

Vizepräsidentin der Wirtschaftskammer wird Rabmer-Koller bleiben. Präsident Christoph Leitl hat sie im Juni nach Wien geholt, davor ist sie zwölf Jahre lang Vizepräsidentin in Oberösterreich gewesen. Kammerintern gilt Rabmer-Koller als mögliche Nachfolgerin Leitls, der in den nächsten Jahren übergeben will. Sie wäre dann die erste Kammerchefin. Zunächst aber ist sie die erste Frau an der Spitze der Sozialversicherungen. (pri)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 16.12.2015)




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RÜCKTRITT - Neue Vorsitzende des Hauptverbandes nicht für Gesundheit?
« Antwort #6 am: 19. Dezember 2015, 11:57 »
a4512x




Neue Kassen-Chefin gegen Erhöhung der Tabaksteuer

"Die" kann gleich wieder abdanken, wenn sie dem Töten an Passivraucher zustimmt!"

1 Schachtel Zigaretten soll 9,99 kosten, das ist dann die beste Raucherentwöhnung!

.... Dem Vorstoß von ÖVP-Gesundheitssprecher Erwin Rasinger, der vergangene Woche via KURIER eine Erhöhung der Tabaksteuer gefordert hat, um zusätzliche Mittel für Präventionsmaßnahmen aufzustellen, erteilt sie eine Absage: "Ich bin gegen zusätzliche Steuern." Mit einem effizienteren Einsatz der vorhandenen Mittel ließe sich auch so mehr für die Prävention tun.


http://kurier.at/politik/inland/neue-kassen-chefin-gegen-erhoehung-der-tabaksteuer/169.822.913



« Letzte Änderung: 23. Dezember 2015, 19:28 von Werner »

Dietmar E.

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ANZEIGEN - JETZT: rund 70 % aller Wirte immer noch GESETZWIDRIG!
« Antwort #7 am: 16. Januar 2016, 22:19 »
x4631y



ANZEIGEN - JETZT: rund 70 % aller Wirte gesetzwidrig!


Siehe: http://www.rauchsheriff.at/rauchfrei/index.php?topic=1073.msg6351#msg6351

"Zu meiner Zeit gab es Dinge, die tat man, und Dinge, die man nicht tat, ja, es gab sogar eine korrekte Art, Dinge zu tun, die man nicht tat." (Sir Peter Ustinov)