Autor Thema: Tumormarker  (Gelesen 10032 mal)

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Tumormarker
« am: 31. August 2013, 16:01 »


Besonders nach einer Tumorerkrankung werden Zumormarker bestimmt.



Tumormarker

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Tumormarker sind Proteine, Peptide oder andere biologische Substanzen im Blut, die im Gewebe oder anderen Körperflüssigkeiten vorkommen. Deren erhöhte Konzentration kann auf einen Tumor oder das Rezidiv eines Tumors hindeuten. Aufgrund oft geringer Spezifität sind sie, mit Ausnahme von AFP und β-hCG, nicht zum „Krebs-Screening“, sondern nur zur Verlaufskontrolle geeignet.
Beispiele einzelner Vertreter

    Alpha-1-Fetoprotein (AFP) bei Leberzellkarzinom und gonadalen und extragonadalen Keimzelltumoren
    Bence-Jones-Protein beim Multiplen Myelom
    Beta-hCG (beta-Untereinheit des humanen Choriongonadotropin) bei Keimzelltumoren des Ovars und nicht-seminomatösem Tumoren des Hodens
    CA 15-3 beim Brustkrebs (Mammakarzinom) oder Eierstockkrebs (Ovarialkarzinom)
    CA 19-9 und CA 50 beim Bauchspeicheldrüsenkrebs (Pankreaskarzinom)
    CA-125 beim Eierstockkrebs (Ovarialkarzinom)
    Calcitonin (humanes Calcitonin, hCT), beim medullären Schilddrüsenkarzinom
    Carcino-Embryonales Antigen (CEA) bei Darmkrebs, Pankreaskarzinom sowie Adenokarzinom der Lunge
    Cytokeratin-21-Fragment (CYFRA 21-1) und Serpin B4 (SCC) bei allen Varianten des Lungenkrebses (Bronchialkarzinoms)
    Homovanillinsäure beim Neuroblastom
    5-Hydroxyindolessigsäure beim Karzinoid
    Katecholamine, Vanillinmandelsäure beim Phäochromozytom
    Laktat-Dehydrogenase (LDH) bei Keimzelltumoren
    Laktat-Dehydrogenase Isoenzym 1 (LDH-1) bei Keimzelltumoren; eine routinemäßige Bestimmung wird in den gängigen Leitlinien jedoch noch nicht empfohlen
    Metanephrine beim Phäochromozytom
    MUC1 beim nicht kleinzelligen Bronchialkarzinom (NSCLC)
    NSE beim kleinzelligen Bronchialkarzinom (SCLC), Neuroblastom sowie seminomatösen Keimzelltumoren
    Plazentare alkalische Phosphatase (PLAP) bei seminomatösen Keimzelltumoren
    Prostataspezifisches Antigen (PSA) bei Prostatakrebs (Prostatakarzinom)
    Prostataspezifisches Membranantigen (PSMA) bei Prostatakrebs
    Tumor M2-PK bei Brustkrebs, Nierenzellkarzinom, Bronchialkarzinom, Kolorektales Karzinom, Pankreaskarzinom, Ovarialkarzinom, Prostatakarzinom, Magenkarzinom, Speiseröhrenkrebs, Zervixkarzinom
    Thyreoglobulin (Tg) in jeder Konzentration beim papillären oder follikulären Schilddrüsenkarzinom

Weitere Vertreter

    β2-Mikroglobulin (β2-M), CA 54-9, CA 72-4, CA 195, Cancer Associated Serum Antigen (CASA), C-Peptid, Gastrin, Glucagon, Glucose-6-phosphat-Isomerase (GPI), Insulin, Neopterin, nukleäres Matrixprotein 22 (NMP 22), Ostase, P53-Autoantikörper, Paraproteine, Prolaktin (PRL), Protein S-100, Serpin B4 (SCC), Schwangerschaftsspezifisches β1-Glykoprotein (SP-1), Tumor-assoziiertes Glykoprotein 12 (TAG 12), Thymidinkinase (TK), tissue polypeptide antigen (TPA), Tissue polypeptide specific antigen (TPS), Tumor M2-PK, Vasoaktives intestinales Polypeptid (VIP), Transketolase-like-1-Protein (TKTL1)

Siehe auch   .......... http://de.wikipedia.org/wiki/Tumormarker

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Tumormarker AFP ist ....
« Antwort #2 am: 31. August 2013, 16:11 »



AFP (alpha-Fetoprotein, AFP)
http://www.netdoktor.at/laborwerte/afp-8489

AFP ist ein Eiweiß, das hauptsächlich in der Leber und im Dottersack des ungeborenen Kindes hergestellt wird. Im Körper des Erwachsenen ist es nur noch in kleinsten Restmengen vorhanden.
Was ist AFP?
In welchen Fällen wird der AFP-Wert bestimmt?
AFP ist der Tumormarker erster Wahl bei Leberkrebs. Erhöhte Werte finden sich auch bei akuter oder chronischer Leberentzündung und Leberzirrhose, wie sie etwa durch übermäßigen Alkoholgenuss verursacht sein kann.
Erhöhte AFP-Werte können zusätzlich bei Tumoren der männlichen Hoden und des weiblichen Eierstockes auftreten.
Woraus wird der AFP-Wert bestimmt?
Bestimmt wird AFP im Regelfall aus dem Blutserum aber auch aus dem Pleura-Erguss und aus der Flüssigkeit, die bei Bauchhöhlenwassersucht entsteht.
Grenzwerte
    alte Einheit   SI-Einheit
Erwachsene   7,5 µg/l   8,3 IU/ml
In der Schwangerschaft   40 - 500 µg/l   33,2 - 415 IU/ml
In welchen Fällen ist der AFP-Wert zu niedrig?
Eine Abweichung nach unten tritt in der Regel für diesen Wert nicht auf.
In welchen Fällen ist der AFP-Wert zu hoch?
Der AFP-Wert ist zu hoch bei:
Leberkrebs
Leberentzündung (Hepatitis)
Leberzirrhose
Tumoren der Hoden
Tumoren des Eierstocks
________________________________________
Autor:
Andreas Lenz
Redaktionelle Bearbeitung:
Oliver Maric
________________________________________
Stand der Information: Januar 2001


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https://www.gesundheit.gv.at/Portal.Node/ghp/public/content/labor/referenzwerte/Alpha-Fetoprotein_AFP_KH.html

Alpha-Fetoprotein (AFP)
AFP ist ein Eiweißstoff, der in der Leber des ungeborenen Kindes (Fetus) gebildet wird. Bei bestimmten Tumorerkrankungen (Lebertumoren, embryonalen Tumoren) kann AFP im Blut erhöht sein.
LOINC-Code: 1834-1/AFP SerPl-mCnc
Warum wird AFP im Blut bestimmt?
AFP ist ein Eiweißstoff, der in der Leber des ungeborenen Kindes (Fetus) gebildet wird. Aus diesem Grund ist AFP auch im Blut der Mutter erhöht.

In der Medizin wird AFP vor allem als sogenannter „Tumormarker“ für bestimmte Tumorerkrankungen (Lebertumore, embryonale Tumore) eingesetzt. Das bedeutet, dass nach der Diagnose eines Tumors in den oben erwähnten Organen AFP im Blut bestimmt wird. Die Höhe der Messwerte dient dabei zur Beurteilung
des bisherigen Erkrankungsverlaufs,
der Prognose (Abschätzung des weiteren Erkrankungsverlaufes) sowie
des Therapieerfolges.
Hinweis Die Messung von AFP bzw. anderer Tumormarker im Blut sollte nicht als Suchtest für eine Tumorerkrankung eingesetzt werden, denn dieser Laborwert kann auch bei einer Reihe von gutartigen Erkrankungen erhöht sein.   Weitere Einsatzgebiete der AFP-Messung sind die
Abklärung möglicher kindlicher Missbildungen oder Entwicklungsstörungen im Verlauf der Schwangerschaft (AFP-Messung im Blut der Mutter) sowie die
Verlaufskontrolle bei Patientinnen/Patienten mit chronischer Virushepatitis, da diese Personen ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung eines bösartigen Lebertumors haben.
Was bedeuten erhöhte AFP-Werte im Blut?
AFP kann einerseits bei einer Reihe von gutartigen Erkrankungen bzw. Prozessen im Blut erhöht sein:
Lebererkrankungen (Hepatitis, Zirrhose)
während der Schwangerschaft
Auf der anderen Seite kann AFP aber auch bei bestimmten Tumorerkrankungen im Blut erhöht sein:
Lebertumore
embryonale Tumore (Keimzelltumore, embryonales Karzinom etc.)
Veränderte AFP-Werte in der Schwangerschaft:
erhöhte AFP-Werte:
Mehrlingsschwangerschaften
kindliche Missbildungen (beispielsweise Neuralrohrdefekte)
erniedrigte AFP-Werte:
beispielsweise bei Down-Syndrom des Kindes
Tumormarker
Unter dem Begriff Tumormarker werden im Blut sowie in anderen Körperflüssigkeiten (z.B. Ergüssen) zirkulierende (humorale Tumormarker) bzw. auf der Zelloberfläche lokalisierte (zelluläre Tumormarker wie z.B. Hormonrezeptoren beim Mammakarzinom) Makromoleküle subsumiert. Bei diesen Stoffen handelt es sich zumeist um Proteine mit einem Kohlenhydrat- oder Lipidanteil, deren Auftreten und Konzentrationsänderungen mit dem Entstehen und Wachstum von Tumoren in Verbindung gebracht werden kann.

In der Diagnostik erlaubt die Bestimmung der Tumormarker Rückschlüsse auf das Vorliegen, den Verlauf sowie die Prognose einer Krebserkrankung. Den größten Stellenwert hat dabei die Verlaufskontrolle des jeweiligen Markers.
Hinweis In der Regel sind Tumormarker als Suchtest Vorsorge für eine Tumorerkrankung ungeeignet!    Generell sollte bei der Tumordiagnostik immer der folgende Stufenplan eingehalten werden:
Stufe 1: Indikationsstellung für eine Tumordiagnostik (z.B. Abklärung einer Verschattung im Lungenröntgen, eines Knotens beim Abtasten der Brust, eines Geschwürs in der Darmspiegelung etc.)
Stufe 2: Mikroskopischer Nachweis von Krebszellen (Zytologie) und/oder Krebsgewebe (Histologie)
Stufe 3: Bestimmung von Tumormarkern (Zell-Tumormarker, Gewebs-Tumormarker, Blut-Tumormarker)
Bei diesem Stufenplan zur Abklärung eines Tumorverdachtes sind die einzelnen Stufen eins bis drei immer genau wie bei einer Stiege zu nehmen – nämlich eine nach der anderen.
Referenzwert
Einheit   Referenzbereich           
    Männer bis 18 Jahre   Männer über 18 Jahre   Frauen bis 18 Jahre   Frauen über 18 Jahre
µg/l (Mikrogramm pro Liter)   < 10 µg/l   < 10 µg/l   < 10 µg/l   < 10 µg/l
In der Schwangerschaft bis 420 µg/l               

Hinweis Von einzelnen Laborwerten darf niemals auf das Vorliegen einer Krankheit geschlossen werden. Denn leichte Abweichungen vom Referenzbereich kommen auch bei Gesunden vor. Außerdem können die Ergebnisse auch von der Untersuchungsmethode abhängen (nicht alle Labors verwenden die gleiche Methode). Mehr Informationen finden Sie hier: Was ist normal?
 Zurück zu Tabelle mit Laborwerten
Weitere Laborwerte
CA 125 (C125)
CA 15-3 (C153)
CA 19-9 (C199)
CA 72-4 (C724)
Carcinoembryonales Antigen (CEA)
CYFRA 21-1 (CYFR)
Neuronenspezifische Enolase (NSE)
Prostataspezifisches Antigen (PSA)
SCC-Antigen (SCC)
Zuletzt aktualisiert am: 05.05.2012

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http://www.med4you.at/laborbefunde/lbef_afp.htm

REFERENZ-
BEREICH:
   Bereich   Einheit
0-10   µg/l
Detaillierte, altersabhängige Referenzbereiche
im Blut und anderen Körperflüssigkeiten

   
          
ERHÖHUNG:
   Leberkarzinom (Leberkrebs)
Keimzelltumoren (Teratome, Dottersacktumoren) des Hodens
Keimzelltumoren (Teratome, Dottersacktumoren) der Eierstöcke
Selten erhöht bei Magenkrebs, Bauchspeicheldrüsenkrebs, Dickdarmkrebs oder Gallengangskrebs. Noch seltener bei Lungenkrebs.
Erhöhungen auch bei Kindern unter 1 Jahr und bei Frauen in der Schwangerschaft.

Gutartige Erkrankungen:
Leberzirrhose, akuter Virushepatitis (=Leberentzündung), chronisch aktive Virushepatitis, bei manchen Erkrankungen des Kindesalters (Virushepatitis, Ebstein-Barr Virus Infektion = Infektiöse Mononukleose, Gallengangsfehlbildungen, Gallestauung und anderen seltenen Erkrankungen)
   

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http://www.medizinfo.de/labormedizin/tumormarker/afp.shtml
Tumormarker: Alpha-Fetoprotein (AFP)
Siehe auch:
MedizInfo®Krebs
Das Alpha-Fetoprotein (AFP) wird vom ungeborenen Kind (Fetus) in verschiedenen Organen gebildet. Bei Erwachsenen deuten erhöhte AFP-Konzentrationen im Blut auf verschiedene Tumorerkrankungen sowie auf gutartige Krankheiten der Leber hin.
 
Normalwert   Für Erwachsene gelten folgende Anhaltswerte:
unter 6 kIU/Liter: normal
unter 60-500 kIU/Liter: "Graubereich", in dem die Konzentrationserhöhung eventuell auf eine Tumorerkrankung hindeutet, aber auch auf eine gutartige Lebererkrankung zurückzuführen sein kann
Die Abkürzung "IU" steht für "International Units" (deutsch: internationale Einheiten), "k" für "Kilo" (bedeutet 1000, so wie "kg" für "1000 g" steht); 1 kIU entspricht also 1000 internationalen Einheiten.
 
Bei folgenden bösartigen Tumorerkrankungen kann es zu erhöhten AFP-Konzentrationen kommen:
•   Lebertumor (Leberzellkarzinom, hepatozelluläres Karzinom); sehr hohe Werte von über 1200 kIU/Liter sind quasi beweisend für diesen Tumor
•   Hodentumoren
•   Eierstocktumoren
•   Magentumoren
•   Gallenwegstumoren
•   Bauchspeicheldrüsen-(Pankreas-)Tumoren
•   Lungen-(Bronchial-)Tumoren
•   Brust-(Mamma-)Tumoren
•   Dickdarm-(Kolon-)Tumoren
•   Enddarm-(Rektum-)Tumoren
Bei allen diesen Tumoren ist die Absiedlung von Tochtergeschwülsten (Metastasen) in der Leber möglich.
Gutartige Erkrankungen, die mit einer AFP-Konzentrationserhöhung einhergehen können, sind:
•   alkoholische Hepatitis
•   alkoholische Leberzirrhose
•   akute, durch Viren bedingte Leberentzündung (akute Virushepatitis)
•   chronische Leberentzündung (chronische Hepatitis)