Autor Thema: 8.1.14, Phoenix TV: Stammzellen (Luftröhreersatz); Kampf dem (Brust)Krebs  (Gelesen 1742 mal)

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22.15 Uhr

Lebensretter Stammzellen - Das Wunder von Krasnodar - 1. Transplantation Luftröhre

http://www.phoenix.de/content/phoenix/die_sendungen/lebensretter_stammzellen_/783688?datum=2014-01-08

Es klingt wie Science-Fiction: Wissenschaftler entnehmen Stammzellen aus der Hüfte einer Patientin, stellen ein künstliches Organ für sie her und retten ihr damit das Leben. Es ist die Geschichte von Julia Tuulik. Seit einem Unfall hatte die 34-jährige Balletttänzerin aus Sankt Petersburg ein zwei Zentimeter großes Loch in der Luftröhre. Aus Nanofasern wurde eine künstliche Luftröhre hergestellt, mit ihren Stammzellen besiedelt und dann transplantiert: eine einmalige Operation, bei der Spezialisten aus der ganzen Welt zusammenarbeiteten und auf die Tausende Patienten, die auf eine Organtransplantation warten, ihre Hoffnungen setzen.

Stammzellen gelten als Wunderwaffe der Medizin. "Das große Ziel wird irgendwann sein, dass man keine Spenderorgane mehr braucht, sondern das Gleiche mit synthetischem Material nachbauen und mit den Zellen des Organempfängers besiedeln kann", so sieht es Philip Jungebluth, der unter der Leitung von Paolo Macchiarini an einem einzigartigen Forschungsprojekt arbeitet.

Jungebluth, Macchiarini und einem Team von Wissenschaftlern am Karolinska Institutet in Stockholm gelang es, eine künstliche Luftröhre aus Nanofasern herzustellen und diese mit Hilfe von Stammzellen zu besiedeln. Dieses Organ wurde im Juni 2011 einem 36-jährigen Mann aus Eritrea eingepflanzt. Es schien ein großer Durchbruch in der Medizin gelungen zu sein, der mehr als ein Hoffnungsschimmer für Tausende kranker Menschen bedeutete, die dringend auf eine Organspende warten. Eine zweite Luftröhren-Transplantation Ende 2011 verlief zwar erfolgreich, doch der Patient, ein US-Amerikaner, starb vier Monate später. Ärzte und Wissenschaftler standen zwei Monate lang wegen ihrer neuen Operationsmethode in der Kritik, bevor die amerikanischen Gesundheitsbehörden feststellten: Todesursache Lungenentzündung.
Die 34-jährige Julia Tuulik, eine ehemalige Balletttänzerin aus St. Petersburg, hatte seit einem Autounfall vier Jahre zuvor ein zwei Zentimeter großes Loch in der Luftröhre. Sie hatte Probleme beim Sprechen, durfte nicht baden oder schwimmen, konnte ihren kleinen Sohn nicht halten und wäre schon mehrmals fast erstickt. Niemand konnte ihr helfen, bis sie sich an Paolo Macchiarini wandte.
Paolo Macchiarini und das Wissenschaftlerteam aus Stockholm standen bei dieser Operation vor einer noch größeren Herausforderung: Bei Julia Tuulik musste auch noch ein Teil des Kehlkopfs mit transplantiert werden. Und sie brauchten weitere Unterstützung: Ein Spezialist aus Ohio fabrizierte die Nanofasern, in Harvard wurde ein Bioreaktor konstruiert, in dem die Stammzellen die künstliche Luftröhre besiedeln sollten. Am Transplantationszentrum in Krasnodar, einer südrussischen Stadt am Schwarzen Meer, sollte die Operation stattfinden. Im Juni 2012 war es dann so weit.

Die Dokumentation zeichnet zudem ein Porträt der Wissenschaftler, vor allem des Chirurgen und Stammzellenforschers Paolo Macchiarini. Sie zeigt auch, welch hohes Risiko die Wissenschaftler eingehen. Doch zwei Tage nach der Operation präsentierte sich Julia Tuulik der Presse. In einem sehr emotionalen Moment spricht sie zum Publikum - zum ersten Mal mit einer intakten Luftröhre.


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23.10h

Mein indischer Doktor, Kampf gegen den (Brust)Krebs

http://www.phoenix.de/content/phoenix/die_sendungen/mein_indischer_doktor_/783693?datum=2014-01-08

Von dem Wunsch beseelt, sein Wissen auf den Prüfstand zu stellen, folgt Professor Thomas Tursz, ein anerkannter französischer Onkologe und Leiter des Instituts Gustave Roussy in Villejuif bei Paris, seiner ehemaligen Patientin Nella Banfi nach Südindien. Denn dort wurde Nella mithilfe indischer Medizin von ihrem Krebsleiden geheilt.

Nella Banfis Geschichte ist bewegend: Aufgrund ihrer Krankheit geriet sie in die aufreibende Maschinerie der modernen Medizin, musste Operationen und verschiedene Behandlungen über sich ergehen lassen und war ständig von Ängsten und Zweifeln geplagt. Schließlich entschied sie sich, ergänzend zu den westlichen Heilmethoden, für einen anderen Weg und wurde wieder gesund. Professor Thomas Tursz, ein anerkannter französischer Onkologe und Leiter des Instituts Gustave Roussy in Villejuif bei Paris, folgt seiner ehemaligen Patientin nach Indien, um eine völlig andere als die ihm bekannte westliche Medizin zu entdecken.

Die Dokumentation will weder Lehren erteilen, noch beansprucht sie die Wahrheit für sich. Vielmehr zeigt sie, dass die Globalisierung auch positive Seiten hat, dann nämlich, wenn sie die Begegnung verschiedener Kulturen und Traditionen fördert und gegenseitige Bereicherung und das Voneinanderlernen ermöglicht. Außerdem veranschaulicht der Dokumentarfilm, wie durch die Verbindung von traditioneller Medizin, Wissenschaft und moderner Medizin der Patient ins Zentrum des Heilungsprozesses rückt und der Mensch, nicht nur die Krankheit behandelt wird. Der ebenso tiefgründige wie unterhaltsame Dialog zwischen der westlichen Allopathie und den seit 5.000 Jahren existierenden ayurvedischen Behandlungsmethoden wirft ein völlig neues Licht auf Krankheit und Heilung - zwei universelle Themen, die jeden Menschen betreffen

« Letzte Änderung: 09. Januar 2014, 00:13 von admin »