Autor Thema: Prostakrebs: Forschung mit .......  (Gelesen 12589 mal)

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Werner

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Prostakrebs: Forschung mit .......
« am: 04. Juli 2007, 21:46 »
Die Ernährung ist äußerst wichtig, um Prostatakrebs nicht zu bekommen oder vielleicht eine kleinere gutartige Wucherung zum Stillstand zu bringen.

2 von 3 Männer bekommen den Prostatakrebs, mit unzerschiedlichen Auswirkungen. Daher ist es wichtig, rechtzeitig vorzusorgen, z. B. mit der Vorsorge-Untersuchung!

Die Forschung findet immer wieder neue Mittel, um gegen die Problematik der wuchernden Prostata anzukämpfen.


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« Letzte Änderung: 06. Juli 2007, 09:36 von admin »

Werner

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Prostakrebs: Forschung mit Vit. E
« Antwort #1 am: 04. Juli 2007, 21:48 »

http://www.promann-hamburg.de/Texte/PNAS2002-7408.pdf

US-Forscher haben in Laborversuchen herausgefunden, auf welche Weise Vitamin E Prostata-Krebs bekämpft. Das Team um Yu Zhang von der Rochester-Universität im US-Staat New York zeigte, dass das Vitamin die Bildung einer Andockstelle für männliche Geschlechtshormone in den Krebszellen hemmt.

Da dieser "Androgen-Rezeptor" für das Fortschreiten der Erkrankung notwendig sei, werde so das weitere Wachstum der Zellen gestoppt, berichten die Wissenschaftler in der aktuellen Ausgabe des amerikanischen Fachblatts "Proceedings of the National Academy of Sciences" ("PNAS", Bd. 99, S. 7408).
Die Forscher beobachteten darüber hinaus, dass Vitamin E das Wachstum der entarteten Zellen besser unterdrückt als der häufig gegen Prostata-Krebs eingesetzte Wirkstoff Flutamid




http://www.vitaminforschung.org/newslet/nl_0282.html
Zhang Y., Ni J., Messing E.M., Chang E., Yang C.R., Yeh S.
Rochester, NY, USA
Vitamin E succinate inhibits the function of androgen receptor and the expression of prostate-specific antigen in prostate cancer cells
Proc. Natl. Acad. Sci. USA, 99, 7408-7413, 2002

Moderat dosiertes Vitamin E senkte in der ATBC-Studie bei Rauchern das Prostata-Krebsrisiko. Zhang et. al suchten nach den Wirkungsmechanismen unter Verwendung von wasserlöslichem Vitamin-E-Succinat (VES), das das Wachstum zahlreicher Krebszellen hemmt. Im Frühstadium sind fast alle Prostata-Krebszellen Hormon-abhängig. Daher wurde die Androgen-abhängige humane LNCaP-Prostatakrebszelllinie verwendet.
VES hemmte effektiv das Prostata-Krebszellwachstum. Während das Antiandrogen Hydroxiflutamid (HF) das Wachstum einiger Tumore hemmt, blieben die LNCaP-Zellen durch HF unbeeinflusst. Die Kombination von VES mit HF führte interessanterweise jedoch zu einer potenzierten Wachstumshemmung. Das Prostata-spezifische Antigen (PSA) ist ein wichtiges Androgen-reguliertes Gen, das als Marker für Prostatakrebs verwendet wird. VES unterdrückte selektiv die Expression von PSA in den LNCaP-Zellen.
Weiterführende Untersuchungen ergaben, dass VES auch die Expression des Androgenrezeptors unterdrückt, der nicht nur auf die Entwicklung der Prostata und des Prostatakrebses Einfluss nimmt, sondern auch auf die PSA-Expression. Andere Versuche ergaben, dass die spezifische VES-Wirkung auf den Androgenrezeptor während der Transkription erfolgt.
Diese neuen Erkenntnisse über die Unterdrückung des Androgen-abhängigen Prostatakrebszellwachstums und der PSA-Expression durch Vitamin E lassen neue Konzepte für die Prävention und Therapie von Prostatakrebs erwarten.

Gitti

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Prostakrebs: Magnetflüssigkeits-Hyperthermie
« Antwort #2 am: 23. März 2008, 17:54 »
Magnetflüssigkeitshyperthermie (MFH) zur Behandlung des Prostatakarzinoms

Eine alternative Tumorbehandlung, die bei Kontraindikationen für eine Radikaloperation durchgeführt werden kann und auch beim Prostatakrebs angewendet wird, ist die Hyperthermie. Unter dem Begriff der Hyperthermie versteht man eine Erhitzung eines Organs oder eines Körperteils auf über 42 ƒC. Diese Erwärmung führt zu einer direkten Zerstörung der Tumorzellen, bei geringeren Temperaturen verstärkt sie die Wirkung einer zuvor oder anschließend verabreichten Strahlentherapie. Daher wird die Hyperthermie meistens mit der Strahlentherapie kombiniert.

Für die Erhitzung der Prostata ist die Einführung von Hitzequellen in das Organ erforderlich. Diese erhitzen jedoch oft auch umliegende Strukturen oder Organe, die nicht behandelt werden sollen. Bei der Magnetfeld-Hyperthermie werden metallische, magnetische Teilchen oder Stifte in die Prostata eingelegt und anschließend unter Einfluß eines magnetischen Feldes erhitzt. Damit kann man gezielt nur die Prostata der gewünschten Hitzetherapie aussetzen. Die Hyperthermie mit sogenannten Thermoseeds wurde an der Urologischen Klinik der Charité, Campus Mitte unter Prof. Loening entwickelt und wird in Verbindung mit externer Strahlentherapie erfolgreich bei Patienten mit Prostatakarzinom eingesetzt.

Eine neue Form der Magnetfeld-Hyperthermie ist die Hyperthermie mit magnetischen Flüssigkeiten (MFH), die in der Abteilung für Strahlenheilkunde am Campus Virchow der Charité (Direktor Prof. Dr. Dr. R. Felix) entwickelt wurde. Dabei handelt es sich um magnetische Nanopartikel, die in Flüssigkeit suspendiert und direkt in das zu erhitzende Organ eingespritzt werden. Nach Anlegen eines magnetischen Wechselfeldes nehmen diese kleinsten Eisenteilchen die Energie auf und geben sie in Form von Wärme an das umgebende Gewebe ab. Die Energieaufnahme und anschließende Erhitzung ist dabei wegen der hohen Anzahl der Nanopartikel pro Volumen und der sich daraus ergebenden enormen Oberfläche ungleich höher als es mit bisher bekannten Methoden möglich war. Darüberhinaus geht das magnetische Feld bei der MFH kaum Wechselwirkungen mit dem übrigen Gewebe ein, woraus keine unerwünschte Erhitzung anderer Organe oder auch Abschwächung der Hyperthermie im Tumorbereich resultiert. Durch die Kombination der physikalischen Eigenschaften der magnetischen Nanopartikel und der Methode der Magnetfeldhyperthermie kann somit eine bessere Steuerbarkeit und eine höhere Temperatur im Zielgewebe erreicht werden. Dieses innovative Hyperthermiekonzept wird bereits klinisch bei verschiedenen Tumoren eingesetzt.

In Zusammenarbeit mit dem Centrum für Biomedizinische Nanotechnologie in Berlin (CBN, Leiter Dr. A. Jordan) und der Klinik für Strahlenheilkunde am Campus Virchow wurde die MFH an unserer Klinik in einem Tiermodell des Prostatakarzinoms getestet. Dabei zeigte sich ein deutlicher Effekt durch die Hyperthermie allein sowie in Kombination mit einer Strahlentherapie. Aufgrund der ermutigenden Ergebnisse ist die klinische Erprobung der MFH bei Patienten mit einem Prostatakarzinom geplant. Eine erste klinische Studie, im Rahmen derer zunächst Patienten mit einem lokalem Progreß, also einem erneuten Fortschreiten des Prostatakarzinoms nach vorangegangener Bestrahlung oder Operation, behandelt werden sollen, wird voraussichtlich im August 2004 beginnen. Dabei muß zunächst vor allem die Verträglichkeit der MFH bei Patienten mit einem Prostatakarzinom untersucht werden, bevor die Methode als primäre Behandlung des Prostatakarzinoms eingesetzt werden kann. Bei positivem Ausgang dieser Studie ist die anschließende Erprobung der MFH in Kombination mit Strahlentherapie bei Patienten mit einem Prostatakarzinom vorgesehen.

Geri

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Hustenmittel gegen Prostatakrebs?
« Antwort #3 am: 23. Dezember 2008, 18:17 »
Noscapin reduziert Tumorwachstum im Tierversuch

22.12.08 - Das seit Jahrzehnten als Antitussivum eingesetzte Noscapin erwies sich in Tierversuchen auch als wirksam gegen das Wachstum von Prostatakarzinomen.

Ein Forscherteam um Dr. Israel Barken, Gründer der Prostate Cancer Research and Educational Foundation in San Diego (USA) testete Noscapin an Mäusen. Die Substanz habe das Tumorwachstum um 60 Prozent und die Metastasierung um 65 Prozent reduziert, berichtet Barken in "Anticancer Research".

Noscapin ist http://www.aerztlichepraxis.de/artikel_urologie_prostata_noscapin_122994459073.htm

admin

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Prostakrebs und Acetylsalicylsäure (ASS)
« Antwort #4 am: 17. März 2013, 23:13 »



Patienten mit Prostata­karzinom könnten von ASS profitieren

Freitag, 31. August 2012

Dallas – Regelmäßig Acetylsalicylsäure (ASS) einzunehmen, könnte Patienten mit einem therapierten Prostatakarzinom nützen. Das haben Wissenschaftler des Southwestern Medical Centers der University of Texas in einer neuen, multizentrischen Studie heraus­gefunden. Wie sie im Fachmagazin Journal of Clinical Oncology (doi: 10.1200­/JCO.­2011.41.0308) beschreiben, profitieren nach ihren Ergebnissen vor allem Patienten mit schweren Formen der Erkrankung von der regelmäßigen Einnahme des ASS.

Experimentelle Studien hatten laut den Forschern im Vorfeld Hinweise darauf gegeben, dass ASS und andere Antikoagulantien das Wachstum von Tumoren bremsen und mitunter sogar Metastasen verkleinern können. Bislang fehlten laut den Autoren dazu aber ausreichende klinische Daten. Die Wissenschaftler aus Dallas unter der Leitung von Kevin Choe wollten jetzt prüfen, ob die Einnahme von Antikoagulanzien mit dem Mortalitätsrisiko nach einem Prostatakarzinom assoziiert ist.

Dazu analysierten sie ...... http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/51463/Patienten-mit-Prostatakarzinom-koennten-von-ASS-profitieren


Werner

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Statine könnten Prognose bei Prostatakrebs verbessern
« Antwort #5 am: 08. Mai 2013, 01:01 »



Statine könnten Prognose bei Prostatakrebs verbessern

Dienstag, 7. Mai 2013

Seattle – Patienten mit einem Prostatakarzinom hatten in einer prospektiven Beobachtungsstudie ein fünffach niedrigeres Sterberisiko, wenn sie Statine eingenommen hatten (Prostate 2013; doi: 10.1002/pros.22671).

Das Team um Janet Stanford vom Fred Hutchinson Cancer Research Center in Seattle hatte 1.001 Patienten begleitet, bei denen zwischen 2002 und 2005 ein Prostata­karzinom diagnostiziert worden war. Etwa ein Viertel der Patienten hatte Statine eingenommen, um einen zu hohen Cholesterinwert zu senken. In den ersten sechs Jahren starben 123 Patienten, davon 39 am Prostatakarzinom.

Überraschenderweise war die prostatakrebsspezifische Sterberate unter den Anwendern von Statinen fünfmal niedriger als bei Nichtanwendern (1 versus 5 Prozent). Diese Assoziation hatte auch nach einer Multivariat-Analyse Bestand, in der andere mögliche Erklärungen wie Alter, Rauchen, Body-Mass-Index, Tumoreigenschaften, Behandlung und anderes berücksichtigt wurden. Es blieb bei einer Hazard Ratio auf einen Tod am Prostatakarzinom von 0,19 (95-Prozent-Konfidenzintervall; 0,06-0,56).

zum Thema

    Abstract der Studie in Prostate
    Pressemitteilung des Fred Hutchinson Cancer Research Center

Für Stanford sind die Ergebnisse ........... http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/54323

Werner

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Prostatakrebs: Gen-Signatur steigert Rezidivrisiko
« Antwort #6 am: 11. Mai 2013, 23:15 »

Prostatakarzinom: Gen-Signatur steigert Rezidivrisiko

Dienstag, 16. April 2013

Boston – Ein Test, der die Expression von 32 Genen im Tumorgewebe bestimmt, hat in einer Studie in den Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS 2013; 110: 6121–6126) die Vorhersage von Rezidiven und Metastasen beim Prostatakarzinom deutlich verbessert.

Die Aggressivität des Prostatakarzinoms lässt sich durch Gleason-Score, Tumorstadium, Randschnitt und den präoperativen PSA-Wert nur sehr ungenau abschätzen. Einige Patienten entwickeln innerhalb kurzer Zeit Metastasen, bei anderen bleibt der Tumor über viele Jahre auf die Prostata beschränkt.

Chin-Lee Wu vom Massachusetts General Hospital in Boston und  ......... http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/54072/Prostatakarzinom-Gen-Signatur-steigert-Rezidivrisiko

admin

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Prostatakrebs-Studie PREFERE
« Antwort #7 am: 02. Februar 2014, 00:58 »



Prostatakrebs-Studie PREFERE


Vor genau einem Jahr, im Januar 2013, fiel der Startschuss für die deutsche Prostatakrebs-Studie PREFERE, eine der größten klinischen Studien auf dem Gebiet der Onkologie. Die Urologen sind mit dem Start zufrieden, jedoch ist noch viel zu tun.

Sie soll erstmals alle vier empfohlenen Therapien zur Behandlung eines lokal begrenzten Prostatakarzinoms miteinander vergleichen. Die Studie wird von einem großen Bündnis aus Deutscher Krebshilfe sowie den gesetzlichen und privaten Krankenversicherungen industrieunabhängig finanziert, unterstützt von der Deutschen Gesellschaft für Urologie e. V. (DGU), dem Berufsverband Deutscher Urologen e.V. (BDU), der Deutschen Gesellschaft für Radioonkologie, der Deutschen Krebsgesellschaft und dem Bundesverband Prostatakrebs Selbsthilfe. Jetzt ziehen die Urologen eine erste Bilanz.

„Wir sind mit dem Start zufrieden“, sagt der urologische Studienleiter Prof. Michael Stöckle. Rund drei Viertel der erforderlichen Krankenhäuser haben sich bundesweit bereits erfolgreich dem aufwendigen Verfahren zur Qualitätssicherung unterzogen und können seit durchschnittlich drei Monaten als Studienzentren Patienten in die Studie aufnehmen. 80 Männer mit einem Niedrigrisiko-Karzinom wurden bereits rekrutiert. „Jetzt im zweiten Jahr müssen die Zahlen allerdings deutlich ansteigen, damit wir bis 2016 auf die erforderliche Zahl von mehr als 7000 Studienteilnehmern kommen“, sagt Prof. Stöckle. Ohne die Beteiligung möglichst vieler niedergelassener Urologinnen und Urologen, die ihre Patienten über die Studie informieren, ist das jedoch nicht möglich. Aus dem Grund appellieren DGU-Generalsekretär Prof. Oliver Hakenberg und BDU-Präsident Dr. Axel Schroeder noch einmal an alle Urologen, sich an der Studie zu beteiligen. „Die erforderlichen PREFERE-Informationsmaßnahmen für die niedergelassenen Urologen werden bundesweit angeboten“, betont Schroeder.

Vier Therapieverfahren im Test

Die Patientenrekrutierung erfolgt nach exakten Vorgaben: Bei Verdacht auf Prostatakrebs stellt der Urologe seine Diagnose. Wenn der Patient die Auswahlkriterien erfüllt, informiert ihn der Arzt über die vier leitliniengerechten Therapiemöglichkeiten und die Studie. Signalisiert der Patient Teilnahmebereitschaft, händigt ihm der Urologe das Aufklärungsvideo mit der Begleitbroschüre aus und überweist ihn an ein Studienzentrum. Dort wird die Gewebeprobe durch einen besonders erfahrenen Pathologen nochmals beurteilt, um die exakte Diagnose zu sichern. Anschließend wird der Patient nach Überprüfung  randomisiert, das bedeutet, dass der Tumorkranke von den vier zurzeit empfohlenen Behandlungsformen maximal zwei ablehnen darf, dann aber nach dem Zufallsprinzip einer der zwei oder drei anderen Therapiealternativen zugeordnet wird - eines der besten wissenschaftlichen Verfahren in der medizinischen Forschung, das dennoch häufig Misstrauen auslöst. „Viele Menschen haben grundsätzlich erst einmal Angst, an einer Studie teilzunehmen“, weiß Stöckle. Die Patienten befürchten, dass sie dann keine optimale Behandlung bekommen oder dass sie durch die Randomisierung (Zuordnung in eine Behandlungsgruppe nach dem Zufallsprinzip) Willkürlichkeit ausgesetzt sind und keinen Einfluss mehr auf die Behandlung nehmen können. „Dabei muss bedacht werden, dass die Patienten immer, auch wenn sie sich in Absprache mit dem behandelnden Arzt für eine Therapie entscheiden, willkürlich entscheiden.“ Denn bislang fehle der qualitativ höchste Nachweis der Gleichwertigkeit der vier Behandlungsstrategien in Bezug auf die Tumorheilung. Genau aus dem Grund soll mithilfe der PREFERE-Studie nach den Maßstäben der evidenzbasierten Medizin erforscht werden, ob eine Behandlungsform den anderen in irgendeiner Weise über- oder unterlegen ist. Zu den Behandlungsoptionen gehören die radikale Prostatektomie (operative Entfernung der Prostata), die perkutane Strahlentherapie (Bestrahlung von außen), die Low-Dose-Brachytherapie (Bestrahlung von innen mittels implantierter Seeds) oder die Active Surveillance (aufmerksame Beobachtung).

Die Therapie, die der Patient nach der Randomisierung erhält, wird gemäß der aktuellen S3-Leitlinie durch erfahrene Spezialisten in den Studienzentren mit nachgewiesen hoher Behandlungsqualität durchgeführt. Danach übernimmt der niedergelassene Urologe die Nachsorge des Patienten bis zum Ende der Studie 2030, mindestens jedoch über einen Zeitraum von 13 Jahren.

Dass eine Studie stets langsam anläuft, ist für Stöckle ein bekanntes Phänomen. „Viele Patienten, aber auch einige Mediziner, müssen erst eine mentale Hemmschwelle überwinden, bevor sie sich zu einer Teilnahme bereit erklären“, sagt er. Es habe hohe Priorität, dass in Deutschland hinsichtlich Forschungsstudien größere Akzeptanz geschaffen und bezüglich der PREFERE-Studie das Wissen um deren Sinnhaftigkeit vermittelt werde: „Jeder Betroffene muss lernen, dass medizinischer Fortschritt, gerade in Kernfragen wie dem Prostatakarzinom, nur mit Studien möglich ist!“ Besonders PREFERE gilt als große Chance für die deutsche Urologie, gemeinsam mit den Fachbereichen Strahlentherapie, Pathologie und Medizinphysik ein einzigartiges Projekt mit internationaler Bedeutung durchzuführen. „Aufgrund ihrer Ergebnisse werden wir zukünftigen Prostatakrebspatienten evidenzbasierte verlässliche Behandlungsempfehlungen geben können.“

Um die Teilnahme zu vereinfachen, werden zurzeit die Einschlusskriterien überarbeitet.  Informationen dazu und zu der Studie gibt es unter www.prefere.de

(DGU/ms)


http://www.biermann-medizin.de/fachbereiche/urologie/medizin-forschung/urologen-appellieren-zur-teilnahme-prefere

Josef

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Alles, was wir uns in der Vergangenheit schwer erkämpfen mussten,
hinterlässt gewisse Spuren auf unserer „zerbrechlichen“ Seele,
doch sollten wir deshalb die Hoffnung auf eine bessere Zukunft nicht verlieren.
Carola-Elke

Josef

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Prostakrebs: Virtuelle Biobank online
« Antwort #9 am: 26. Dezember 2014, 22:14 »
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Prostatakrebs: Testosteron kann Androgenresistenz durchbrechen
« Antwort #10 am: 21. Januar 2015, 20:14 »




Paradox bei Prostatakrebs: Testosteron kann Androgenresistenz durchbrechen

Freitag, 9. Januar 2015

Seattle -  Eine hochdosierte Therapie mit Testosteron, beim Prostatakarzinom normaler­weise absolut kontraindiziert, kann in Einzelfällen die Resistenz durchbrechen, zu der es bei Hormontherapien im fortgeschrittenen Stadium früher oder später kommt. US-Urolo­gen berichten in Science Translational Medicine (2015; 7: 269ra2) über ihre Erfahrungen mit der sogenannten bipolaren Androgen-Therapie.

Testosteron ist beim Prostatakarzinom kontraindiziert, da es die Proliferation der Krebs­zellen fördert. Im fortgeschrittenen Tumorstadium besteht ein häufiger Therapieansatz sogar in der Ausschaltung der männlichen Geschlechtshormone. Früher wurde dies durch eine chirurgische Entfernung der Hoden erreicht. Heute wird meistens eine „medikamentöse Kastration“ bevorzugt, die als Androgendeprivationstherapie oder auch kurz als Hormontherapie bezeichnet wird.

Bei vielen Patienten verkleinern sich die Metastasen zunächst, doch über kurz oder lang ....... http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/61405

Richi

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Prostakrebs: Prostata Op. ja oder nein? Vortrag in Salzburg 3.2.15, 19h
« Antwort #11 am: 02. Februar 2015, 02:13 »



Prostata - Operation ja oder nein?

28.01.2015 - 08:51 | Kommentieren

Die SN-Reihe "Meine Gesundheit 2015" startet am kommenden Dienstag.

Prostata - Operation ja oder nein?

Am kommenden Dienstag, 3. Februar, findet der erste Vortrags- und Diskussionsabend in der die SN-Reihe "Meine Gesundheit 2015" statt. Die insgesamt sieben Veranstaltungen stehen unter dem Generalthema "Operation ja oder nein?" Am ersten Abend geht es um aktuelle Entwicklungen in der Behandlung des Prostatakarzinoms.

Ein Prostatakrebs macht im frühen Stadium, in dem er noch heilbar ist, keine Beschwerden. Vorsorge heißt daher: Es muss gezielt nach einem möglichen Tumor in der Prostata gesucht werden, damit rechtzeitig behandelt werden kann.

Das Problem ist, dass der sogenannte PSA-Wert nicht nur bei einem Prostatakarzinom erhöht ist, sondern auch bei einer Entzündung oder einer gutartigen Vergrößerung der Prostata. Als Regel gilt: Wenn der PSA-Wert niedrig ist, kann man ein Prostatakarzinom mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit ausschließen. Aber umgekehrt liegt bei einem erhöhten PSA-Werts nicht zwangsläufig ein Karzinom vor. Wenn der PSA-Wert hoch ist, ist eine Biopsie bisher die einzige Methode für eine endgültige Diagnose.

Und wann ist eine Operation unerlässlich? Günter Janetschek, Vorstand der Universitätsklinik für Urologie in Salzburg und einer der beiden Referenten bei den SN, sagt: "Wir Urologen haben bisher bei Prostatakarzinomen im Anfangsstadium zu viel operiert. Wir versuchen daher intensiv, maßgeschneiderte Therapieprogramme zu entwickeln." Gleichzeitig sei bei den lokal fortgeschrittenen Tumoren zu wenig operiert worden. Das Argument sei gewesen, dass vor allem für ältere Patienten die Lebensqualität ohne Operation besser sei. Man wollte ihnen Impotenz und Inkontinenz ersparen und hat das Karzinom in Kauf genommen, weil es im Alter meist nur langsam wächst.

"Der Fortschritt für diese Patienten ist jetzt", so Janetschek, "dass die Operationsmethoden wesentlich besser geworden sind und Nebenwirkungen weniger oft und weniger stark auftreten. Daher können wir heute Patienten mit lokal fortgeschrittenem Tumor eine operative Therapie anbieten, die mehr Vorteile als Nachteile bringt. Intensiv geforscht wird an einer fokalen Therapie. Diese versucht, nur jenen Teil des Organs zu behandeln, der vom Tumor befallen ist. "Bei Tumoren an Leber, Nieren oder Lunge ist diese Therapie bewährt", sagt Janetschek. "Jetzt wird sie zunehmend beim Prostatakarzinom eingesetzt. Dabei können umgebende Nervenbahnen besser geschont werden."

Dienstag, 3. Februar, 19.00 Uhr, SN-Saal: Günter Janetschek, Klinikvorstand, und Walter Hauser, Urologe: Prostata - Operation ja oder nein?
Karolingerstr. 40, Sbg., Eintritt frei.

Werner

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Große Prostatakrebs-Studie braucht mehr Teilnehmer
« Antwort #12 am: 20. März 2015, 02:00 »



18.03.2015
   
Gesundheitspolitik   
   
   
Urologen appellieren für stärkere Akzeptanz von PREFERE: Große Prostatakrebs-Studie braucht mehr Teilnehmer


Deutschlands Urologen bringen es auf den Punkt: Eine der wichtigsten Studien zur optimalen Behandlung von Prostatakrebs gerät ins Wanken, weil nicht genügend betroffene Männer an ihr teilnehmen. Die von Deutscher Krebshilfe und Krankenkassen finanzierte PREFERE-Studie soll als größte deutsche Therapiestudie zum lokal begrenzten Niedrig-Risiko-Prostatakarzinom wissenschaftlich-klinisch klären, welche der vier gängigen Behandlungsvarianten der bessere Therapieweg ist. Die Deutsche Gesellschaft für Urologie e. V. (DGU) unterstützt die Studie, für die 7.000 Teilnehmer mit der Diagnose "frühes Prostatakarzinom" vorgesehen sind. Aktuell liegt die Zahl der Studienpatienten, die sich in ihrer Behandlung einer Zufallsauswahl unterwerfen, weit hinter den Erwartungen zurück. "Die Planung der Rekrutierungszahlen war viel zu optimistisch", sagt Prof. Dr. Oliver Hakenberg, der gegenwärtig auch ein Akzeptanzproblem der Studie sieht. Der DGU-Generalsekretär weiter: "7.000 Männer in vier Jahren in die Studie einzuschließen ist eine gigantische Zahl, die so nicht zu erreichen ist. Wir brauchen einen deutlich längeren Atem für dieses große Projekt."


Seit knapp einem Jahr läuft die aktive Rekrutierung für die 2013 aufgelegte PREFERE-Studie, mehr als 2.000 Männer wurden dafür bisher gescreent, aber nur gut 200 wurden in die Studie eingeschlossen. "Insbesondere die Geldgeber der Studie sind enttäuscht", so Prof. Dr. Hakenberg. Er sieht eine Ursache für die schleppende Rekrutierung auch darin, dass es "manchen Männern nur schwer zu vermitteln ist, dass eine zufällige Zuteilung zu einem Therapiearm nach wissenschaftlichem Kenntnisstand sinnvoll sein kann“.
 
Die vier Behandlungsoptionen beim lokal begrenzten Prostatakrebs sind die radikale Prostatektomie (operative Entfernung der Prostata), die perkutane Strahlentherapie (Bestrahlung von außen), die Low-Dose-Brachytherapie (Bestrahlung von innen mittels implantierter Seeds) und Active Surveillance (aufmerksame Beobachtung). Nach abermaliger Kontrolle der Diagnose und eingehender Beratung können PREFERE-Studienpatienten maximal zwei der vier Behandlungsvarianten ablehnen, bevor sie nach dem Zufallsprinzip einer der verbleibenden Therapiealternativen zugeordnet werden. In der Regel sind es die niedergelassenen Urologen, die Prostatakrebs-Patienten über die vier leitliniengerechten Therapiemöglichkeiten sowie über die Studie informieren.

Die DGU hat die PREFERE-Studie von Anfang an nachhaltig unterstützt und beworben. DGU-Generalsekretär Prof. Dr. Oliver Hakenberg appelliert an alle Urologen, stärker zur Akzeptanz der Studie beizutragen und Patienten über dieses Studienangebot zu informieren. Bestehende Hemmschwellen könnten durch intensive Information überwunden werden. Auch Strahlentherapeuten sollten infrage kommende Männer stärker für die Studie interessieren. "Die Anstrengungen, dieses große Studienprojekt zum Laufen zu bekommen, müssen im Interesse aller betroffenen Männer deutlich vorangetrieben werden. Nur durch derartige Studien kann evidenzbasiert die optimale Behandlung künftiger Patienten geklärt und medizinischer Fortschritt erzielt werden", so Prof. Hakenberg. Sowohl für Patienten als auch für Ärzte und Studienzentren bietet die Deutsche Krebshilfe sehr umfangreiches Informationsmaterial zur PREFERE-Studie im Internet unter www.prefere.de an.

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Urologie e. V.

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Checkpoint-Inhibition kann auch bei Prostatakrebs funktionieren


Der Checkpoint-Inhibitor Pembrolizumab ist bei PD-L1-positivem metastasierten kastrationsresistenten Prostatakrebs (mCRPC) wirksam.

Dies zeigt die Phase-II-Studie KEYNOTE-199.

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