Autor Thema: Vorsorge, Achtung BK-Risikoerhöhung: Ja/Nein  (Gelesen 6633 mal)

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Schnecke

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Vorsorge, Achtung BK-Risikoerhöhung: Ja/Nein
« am: 04. Juli 2007, 22:08 »
Relaxer erhöhen Krebsrisiko nicht

Deutsches Ärzteblatt

Boston – Haar Relaxer sind offenbar nicht mit einem erhöhten Brustkrebsrisiko bei afroamerikanischen Frauen assoziiert. Darauf weisen Wissenschaftler der Boston University in der Maiausgabe des Journals Cancer Epidemiology Biomarkers & Prevention hin (2007; 16: 1035-1037). Millionen von Frauen in den USA benutzen so genannte Relaxer. Hierbei handelt es sich um Kosmetikartikel, die natürliche oder dauergewellte Locken zu glattem Haar verwandeln.

Bisher standen Färbemittel im Verdacht, diverse Krebsarten auszulösen, was jedoch in Studien nicht belegt werden konnte. Das Krebsrisiko von Relaxern hingegen wurde bis zur Studie der Wissenschaftler des Slone Epidemiology Center der Boston University nicht untersucht. Die Arbeitsgruppe um Lynn Rosenberg analysierte Daten der Black Women's Health Study. An dieser Follow-Up-Studie nahmen zwischen 1997 und 2003 rund 59.000 schwarze Frauen in den USA teil. Den Forschern standen Daten zu über 266.000 Personenjahren zur Verfügung. Sie fanden darin 574 gesicherte Fälle von Brustkrebs. Sie konnten jedoch keinen Zusammenhang zwischen dem Benutzen von Relaxern und dem Auftreten von Brustkrebs feststellen.

„In der vorliegenden Studie von afroamerikanischen Frauen konnte weder ein erhöhtes Brustkrebsrisiko für die Dauer der Relaxeranwendung, der Benutzungshäufigkeit, dem Alter bei der ersten Benutzung, Anzahl der damit verbundenen Verbrennungen noch dem Typ des benutzten Relaxers festgestellt werden“, fasst Rosenberg zusammen. „Somit liegt der empirische Beweis vor, dass Haar Relaxer nicht karzinogen auf die Brust wirken und nicht zur höheren Inzidenz von Brustkrebs bei jungen Afroamerikanerinnen im Vergleich zu jungen weißen Frauen beitragen“, folgern die Wissenschaftler. © hil/aerzteblatt.de
Links zum Thema

» Abstract in Cancer Epidemiology Biomarkers & Prevention

» Slone Epidemiology Center der Boston University

» Black Women's Health Study

» Howard University Cancer Center


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« Letzte Änderung: 06. Juli 2007, 09:34 von admin »

Gitti

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Vorsorge für Frauen, kritisch gesehen
« Antwort #1 am: 12. November 2007, 12:29 »
Vorsorge-Checks - Welche Untersuchungen Frauen tatsächlich nutzen

Früherkennungs-Checks beim Arzt sollen helfen, Volkskrankheiten wie Krebs oder Diabetes möglichst früh zu erkennen, damit beste Chancen auf vollständige Heilung bestehen. Wie die
Zeitschrift Vital in ihrer aktuellen Ausgabe berichtet, sind einige Untersuchungen jedoch durchaus umstritten. Beim Mammografie-Screening etwa raten Experten, den Nutzen der Untersuchung gegen die Risiken einer Strahlenbelastung oder von verfälschten Ergebnissen abzuwägen. Ähnliches gelte für eine Darmspiegelung, bei der – in seltenen Fällen – ernsthafte Verletzungen nicht auszuschließen seien.

Viele der Checks werden inzwischen immer häufiger als private Zusatzleistung (IGel = individuelle Gesundheitsleistung) angeboten, die Kasse zahlt sie nur in Ausnahmefällen. Rund 18 Millionen Frauen und Männer waren im vergangenen Jahr bereit, dafür selber in die Tasche zu greifen. “Aber nicht alles ist wirklich sinnvoll”, beklagt die Frauenärztin Dr. Edith Bauer, die im Vorstand des Arbeitskreises Frauengesundheit für die Fachgruppe der Gynäkologinnen zuständig ist. Sie hat die 11 wichtigsten Früherkennungsuntersuchungen und IGel-Leistungen für Frauen ausführlich bewertet. Ergebnis: Zahlreiche Tests sind unzuverlässig oder nur bedingt aussagekräftig, darunter auch die Ultraschalluntersuchung von Gebärmutter und Eierstöcken. Unerlässlich dagegen die jährliche Krebsfrüherkennung durch Abstrich in der gynäkologischen Praxis sowie der Gesundheits-Check-up, der ab 35 alle zwei Jahre durchgeführt werden sollte.

Allen Patientinnen rät Bauer, grundsätzlich nachzufragen, wenn eine angebotene Leistung nicht über die Krankenkasse abgerechnet werden kann. “Lassen Sie sich nicht drängen und informieren Sie sich immer ausgiebig über Nutzen und Risiken.”


Tanja

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BK-Risiko-Rechner
« Antwort #2 am: 12. Dezember 2007, 09:51 »

Leider nicht in deutsch, aber .....


Die amerikanische Website breastcancerprevention von NSABP bietet einen

Brustkrebsrisiko-Rechner (li. Navigationsleiste)

http://www.breastcancerprevention.org/

Gitti

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Brustkrebs Vorsorge
« Antwort #3 am: 04. August 2008, 09:05 »

Durch das regelmäßige Abtasten der Brust lassen sich Knoten frühzeitig erfühlen.

Jährlich erkranken in Deutschland rund 55.000 Frauen an Brustkrebs. Dass diese zunächst erschreckende Diagnose kein Todesurteil sein muss, zeigen internationale Studien. Danach können fast 80 Prozent der Frauen geheilt werden, bei denen der Tumor im Frühstadium entdeckt wurde. Voraussetzungen dafür sind regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen und die monatliche Selbstkontrolle der Brust.

Jede Patientin benötigt eine speziell auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Therapie. Dabei kann eine Chemotherapie bereits vor der Operation eingesetzt werden, um die Chancen auf eine brusterhaltende Operation zu erhöhen. Dies ist heute bei über zwei Dritteln der betroffenen Frauen der Fall. Verantwortlich dafür sind Medikamente, welche die weitere Zellteilung und damit die Ausbreitung des Krebses verhindern. Gute Ergebnisse erzielten Inhaltsstoffe der Eibe, wie z.B. der Wirkstoff Docetaxel. Durch seine Gabe im Frühstadium wird der Tumor nicht nur verkleinert, sondern die Rückfallquote gegenüber einer standardmäßigen Chemotherapie sinkt um 32 Prozent.
Tipp für die Selbstkontrolle der Brust: Eine wasserfeste Duschkarte erklärt das richtige Abtasten Schritt für Schritt.

Zahlreiche Informationsbroschüren sowie die Duschkarte gibt es beim
OnkoLogic Service, Postfach 103145, 60101 Frankfurt oder unter Fax: 069-6612456-8399, E-Mail: onkologic-service@mslpr.de

Gitti

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Früherkennung Brustkrebs
« Antwort #4 am: 04. August 2008, 09:07 »
Das monatliche Abtasten der Brust kann Leben retten

Wichtig ist es, darauf zu achten, wie sich die Brust direkt unter der Haut und in der Tiefe anfühlt.

Mit 40 Prozent aller Krebsneuerkrankungen ist Brustkrebs in Deutschland die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Das Erkrankungsrisiko steigt ab dem 40. Lebensjahr mit zunehmendem Alter allmählich an. Grund genug für Frauen, nicht nur regelmäßig zur Vorsorgeuntersuchung zu gehen, sondern auch einmal im Monat die Brüste aufmerksam im Spiegel anzuschauen und sie in aller Ruhe abzutasten. Denn hierbei lassen sich Knoten bereits in doppelter Kirschkerngröße erkennen. In diesem Frühstadium können fast 80 Prozent der Betroffenen geheilt werden.

Tipps für die Selbstuntersuchung

Wann ist der günstigste Zeitpunkt für eine solche Selbstuntersuchung? Vor den Wechseljahren eignet sich hierfür die Woche nach dem Beginn der letzten Regel am besten, da die Brust dann besonders weich ist. Wichtig ist es, systematisch vorzugehen und besonders darauf zu achten, wie sich die Brust direkt unter der Haut und in der Tiefe anfühlt. Weitere Tipps und eine komplette Anleitung zur Selbstkontrolle der Brust gibt es in Form einer kostenlosen, wasserfesten Duschkarte bei OnkoLogic Service, Postfach 103145, 60101 Frankfurt, oder per E-Mail (onkologic-service@mslpr.de). Fördert die Selbstuntersuchung etwas Ungewöhnliches zu Tage, etwa Wölbungen, Rötungen oder Entzündungen an der Oberfläche, oder ist ein harter Knoten zu spüren, dann gilt es, umgehend einen Arzt zu konsultieren.

Keine Panik bei bestätigtem Verdacht

Sollte sich bei der ärztlichen Untersuchung der Krebsverdacht tatsächlich bestätigen, so ist dies heutzutage kein Grund zur Panik. Wichtig ist natürlich, umgehend eine für die Patientin maßgerechte Therapie einzuleiten.
In der Regel kommen dabei vier Behandlungsformen zum Einsatz: die Operation sowie die Strahlen-, Chemo- oder Hormontherapie. Gerade die Chemotherapie hat in jüngster Zeit ihren Schrecken verloren. Vor und nach der Operation haben sich zum Beispiel Inhaltsstoffe der Eibe bewährt. So erzielt der Wirkstoff Docetaxel, allein oder in Kombination mit herkömmlichen Medikamenten, sehr gute Ergebnisse.

Gitti

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So senken Sie Ihr Brustkrebs-Risiko
« Antwort #5 am: 05. Oktober 2008, 16:06 »

Vorsorge

Brustkrebs-Vorsorge: 5.000 Frauen in Österreich erkranken jährlich an Brustkrebs. Experten beantworten die wichtigsten Fragen zum Thema.

 
Brustkrebs ist die häufigste Tumor-Art bei Frauen: Allein in Österreich erkranken jährlich 5.000 daran. Mit anderen Worten: Jede achte bis neunte Frau wird hierzulande im Laufe ihres Lebens mit der Schreckensdiagnose konfrontiert. So weit die alarmierende Statistik.

Mehr Untersuchungen
„Was sich in den vergangenen Jahren aber deutlich gebessert hat, ist die Inanspruchnahme von entsprechenden Früherkennungsuntersuchungen wie etwa der Mammografie“, freut sich Doris Kiefhaber, Geschäftsführerin der Österreichischen Krebshilfe. Dass die Anzahl der durchgeführten Mammografien um etwa 25 Prozent gestiegen ist, könne als „schöner Erfolg“ für die jährliche Pink Ribbon Aktion gewertet werden, mit der auf das Thema „Brustkrebs“ aufmerksam gemacht werden soll. Die rosa Schleife („Pink Ribbon“) ist das internationale Symbol der Solidarität mit Brustkrebspatientinnen – und Ausdruck der Hoffnung auf Heilung.

Infos
Zum Auftakt des „Brustkrebsmonats Oktober“, stellten wir einem Experten-Team die wichtigsten Fragen zum aktuellen Thema:

Ist Brustkrebs heutzutage vermeidbar?
„Die Antwort darauf ist leider: Nein. Und deshalb ist es auch ein Thema, das alle Frauen betrifft“, erklärt Doris Kiefhaber. Die Häufigkeit der Erkrankung steigt mit zunehmendem Alter an und erreicht ein Maximum zwischen dem 55. und 75. Lebensjahr. Gynäkologe Paul Sevelda: „Man kann aber in den letzten Jahren auch bei jüngeren Frauen einen Anstieg der Erkrankungsrate feststellen.“

Was sind denn die größten Risikofaktoren?
Grundsätzlich wird das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, von Ernährungsfaktoren, hormonellen Faktoren und Erbfaktoren geprägt. „Das größte Erkrankungsrisiko weisen jene Frauen auf, in deren Familien Brustkrebs bereits aufgetreten ist“, so Experte Sevelda. Faktoren für ein gering erhöhtes Risiko sind etwa Kinderlosigkeit, fehlende Stilltätigkeit, geringe körperliche Aktivität, die kombinierte Hormonersatztherapie für Frauen im Wechsel (Östrogene und Gestagene) sowie Übergewicht.

Kann man mittels Gen-Tests klären, ob man gefährdet für Brustkrebs ist?
Man kann. Die Frage ist aber, ob dies sinnvoll ist: „Gen-Tests werden nur gemacht, wenn es die Krankengeschichte der Patientin erlaubt; also wenn zum Beispiel mehr als zwei Brustkrebserkrankungen in der Familie aufgetreten sind. Das ist bei etwa fünf Prozent aller Frauen der Fall“, informiert Paul Sevelda. Da die Analyse sehr aufwendig und die Finanzierung nicht geklärt ist, kann es bis zum Ergebnis oft Jahre dauern. Ist der Test positiv, so hat die Betroffene „ein 80%iges Risiko, an Brustkrebs zu erkranken. Dann kann man überlegen – wie dies in Amerika sehr häufig praktiziert wird – die Brüste prophylaktisch entfernen zu lassen“, erklärt Sevelda.

Was können Frauen selbst tun, um ihr Risiko zu senken?
Sehr viel. „Entscheidend sind ein gesunder Lebensstil und rechtzeitige Vorsorgeuntersuchungen“, meint Doris Kiefhaber. Erster Schritt: Werden Sie aktiv! „Egal, welche Sportart Sie bevorzugen: Nützen Sie jede Gelegenheit zu vernünftigem Ausgleichssport“, rät Paul Sevelda. Wichtig dabei sei die Regelmäßigkeit. Und: „Viele Frauen spüren dabei nicht nur ihren Körper wieder, sondern entdecken auch das Gefühl des Zeitnehmens für sich selbst. Auch Stress lässt sich am besten durch Bewegung in der freien Natur abbauen.

Gibt es eine Anti-Krebs-Diät?
Fest steht, dass gesunde Ernährung wesentlich zur Senkung des Krebsrisikos betragen kann. „Biologisches Obst und Gemüse erweist sich als besonders wertvoll: Den enthaltenen sekundären Pflanzenstoffen kann eine positive Wirkung in der Krebsprävention ausgesprochen werden“, weiß Sevelda. Und: „Diese Stoffe sind auch für die Färbung der Lebensmittel verantwortlich. Essen Sie daher täglich rotes, gelbes und grünes Obst und Gemüse!“ Letzteres in Kombination mit Fisch und Salaten hält Sie zudem schlank. Sevelda: „Übergewicht wird für 20 Prozent aller Krebstodesfälle bei Frauen verantwortlich gemacht.“

In Diskussionen wird oft der Sinn von Früherkennungsuntersuchungen wie der Mammografie angezweifelt. Zu Recht?
Doris Kiefhaber: „Lassen Sie sich nicht verunsichern! In Österreich gibt es einen Konsens zwischen medizinischen Fachgruppen, der besagt, dass die Mammografie als Brustkrebsfrüherkennungsuntersuchung für Frauen ab 40 in einem Intervall von längstens zwei Jahren zu empfehlen ist. Dieser Empfehlung schließt sich die Krebshilfe an. Denn: Je früher Brustkrebs erkannt wird, umso höher sind die Heilungschancen.“

Ist die Strahlendosis bei der Mammografie gefährlich?
Die technische Entwicklung der Geräte wurde in den vergangenen Jahren immer besser. Sevelda: „Die modernen Geräte halten die Strahlenbelastung so gering, dass sie mit der eines Transatlantikflugs vergleichbar ist. Das Risiko, damit Brustkrebs zu verursachen, ist unmessbar klein geworden.“ Doris Kiefhaber ergänzt: „Verbesserungswürdig ist aber die Qualitätssicherung. Wir empfehlen daher jeder Frau, den Arzt zu fragen, wie viele Mammografien er pro Jahr befundet. Und achten Sie darauf, dass im Befund die sogenannten BIRADS-Kriterien angegeben sind.“ Ärzte mit einem Qualitätszertifikat finden Sie unter: www.krebshilfe.net

Kann die Mammografie eventuelle Brustkrebserkrankungen zu hundert Prozent feststellen?
Experte Sevelda: „Nein. Bei etwa zehn Prozent wird der Krebs nicht entdeckt. Etwa, wenn das Brustgewebe sehr dicht ist. Aber es ist nach wie vor die beste Früherkennungsmethode.“

Ersetzt sie das monatliche Abtasten der Brust?
Nein. „Denn jedes zweite Mammakarzinom wird immer noch von der Frau selbst entdeckt“, weiß Sevelda. Er rät daher, die Brust einmal im Monat – am besten nach der Regelblutung – unter der Dusche abzutasten und die Achselhöhlen zu untersuchen: „Warnsignale sind Knoten, einseitige Sekretion aus der Brustwarze, Größenveränderungen oder Ekzeme“, so der Mediziner. Diese Symptome können völlig harmlose Ursachen haben oder auf eine Krebserkrankung hinweisen. Eine weitere Abklärung ist wichtig: Sie kann Leben retten.

Kampf dem Brustkrebs: Alle Infos zum Thema auf madonna24.at


Autor: Kristin Pelzl-Scheruga (MADONNA)

Evi

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Brustkrebsvorsorge: Mammographie entdeckt auch viele harmlose Tumoren
« Antwort #6 am: 01. August 2009, 11:45 »
27.07.2009

Brustkrebsvorsorge: Mammographie entdeckt auch viele harmlose Tumoren

(NAM) Nicht jeder Brustkrebs, der im Rahmen von Vorsorgeuntersuchungen entdeckt wird, muss behandelt werden. Das behaupten dänische Forscher, die wissenschaftliche Daten aus fünf Ländern ausgewertet haben. Demnach verläuft jede dritte Brustkrebserkrankung ungefährlich. Allerdings besteht derzeit keine Möglichkeit, sicher zwischen harmlos und tödlich verlaufenden Varianten zu unterscheiden.

Karsten Jørgensen und Peter Gøtzsche vom Nordic Cochrane Centre in Kopenhagen analysierten die Ergebnisse von landesweiten Mammographie-Sreenings in Großbritannien, Kanada, Australien, Schweden und Teilen Norwegens aus den Jahren 1970 bis 2006. Es zeigte sich, dass durch die Vorsorgeuntersuchungen eine große Anzahl von Tumoren der Brust entdeckt und behandelt wurden, die ansonsten wahrscheinlich klinisch unauffällig verlaufen wären und nicht zum Tod der betroffenen Patientinnen geführt hätten. Es handelt sich dabei um Krebsformen, die sehr langsam wachsen oder sich sogar spontan zurückbilden – ohne Vorsorgeuntersuchung wären sie niemals diagnostiziert worden.

Die Autoren kritisieren, dass die Entdeckung der ungefährlichen Tumoren für die betroffenen Frauen nur nachteilige Auswirkungen hatte, da sie entweder die Folgen einer unnötigen aber nebenwirkungsreichen Therapie ertragen oder mit der Angst vor einem tödlichen Tumor leben mussten. Für diese Patientinnen wäre es demnach besser gewesen, sie hätten die Mammographie abgelehnt.

Experten warnen jedoch davor, die Früherkennung mittels Mammographie zu unterlassen. Julietta Patnick, die Leiterin des britischen Cancer Screening Programmes, betonte gegenüber der BBC, dass die Mammografie einer von acht Frauen mit Brustkrebs das Leben rette, weil ihr Tumor ohne das Screening erst in einem fortgeschrittenem Stadium entdeckt worden wäre. Frauen sollten vor einer Mammographie daher genau über Nutzen und Risiken aufgeklärt werden, damit sie eine eigenständige Entscheidung treffen können. JG

Eine Meldung der Nachrichten Agentur Medizin

Quelle: BMJ (2009); 339: b1425

Link zur Studie (PDF): http://www.bmj.com

admin

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BM. Stöger zur Brustkrebs Vorsorge
« Antwort #7 am: 05. Oktober 2010, 23:47 »

Es war glaublich in Wien, in der Praterstraße, in der SPÖ.
Gesundheitsstadträtin Wehsely wollte im Streitgespräch ein flächendeckenden Brustkrebsfrüherkennungsprogramms.
Stöger: Nur über meine Leiche.
Dann ist es so weit, denn nach der Wien-wahl sei er sein, war, gewesen, heißt es!



Stöger: "Entwicklung des flächendeckenden Brustkrebsfrüherkennungsprogramms geht in nächste Phase"
Utl.: Internationale Experten beraten am 1. Dezember über Ablauf der Untersuchungen =

   Wien (OTS/BMG) - "Mit dem von mir in Auftrag gegebenen nationalen
Programm zur Früherkennung von Brustkrebs soll Brustkrebs früher
entdeckt und somit die Sterblichkeit deutlich gesenkt werden", so
Gesundheitsminister Alois Stöger über das von ihm initiierte
Programm. Je früher Brustkrebs entdeckt wird, desto größer sind die
Heilungschancen. Stöger: "Durch richtige und rasche Diagnose wird
aber auch die Lebensqualität von Erkrankten massiv verbessert, da
schneller mit der passenden Therapie begonnen werden kann."

Das neue Programm soll die unterschiedlichen Projekte in den
Bundesländern vereinheitlichen und so allen Frauen einen einfachen
Weg zur Früherkennung bieten. Systematisch sollen so alle Frauen
zwischen 50 und 69 alle zwei Jahre zur Früherkennung eingeladen
werden. Das betrifft rund eine Million Frauen.

Derzeit werden noch Abstimmungen am Ablauf der Untersuchungen, der
Sammlung und der Auswertung der Daten sowie der bestmöglichen
Qualitätssicherung getroffen. Ein Ziel des Programm ist es, den Weg
nach der Feststellung der Erkrankung weiterzuverfolgen: "Wir wollen
die Frauen nach der Mammografie nicht alleine lassen, sondern sie
weiterbegleiten", so Stöger.

Am 1. Dezember trifft sich auf Einladung des Gesundheitsministers ein
international hochkarätig besetztes Expertengremium, um den Ablauf
der Vorsorgeuntersuchung zu beraten. Danach wird eine
Qualitätsrichtlinie nach dem Bundesqualitätsgesetz den Ablauf des
Früherkennungsprogramms festlegen.

Zahlen über Brustkrebs in Österreich:

- Jährlich gibt es 4.600 Brustkrebs-Neuerkrankungen in Österreich.
- 28 Prozent aller bösartigen Tumorneubildungen bei Frauen sind
Brustkrebs. Es ist damit das häufigste Karzinom bei Frauen.
- 1.500 Frauen versterben jedes Jahr an Brustkrebs.
- Die Sterblichkeit bei Brustkrebs geht leicht zurück.

Rückfragehinweis:

~
   Bundesministerium für Gesundheit
   Thomas Kvicala, Pressesprecher
   Radetzkystraße 2, 1030 Wien
   Tel.: +43/1/71100-4506 , Fax: +43/1/71100-14304
   thomas.kvicala@bmg.gv.at
   http://www.bmg.gv.at
« Letzte Änderung: 05. Oktober 2010, 23:47 von admin »