Autor Thema: Ärzte in Krankenhäusern arbeiten bis 49 Stunden  (Gelesen 2005 mal)

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Jutta

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Ärzte in Krankenhäusern arbeiten bis 49 Stunden
« am: 28. März 2014, 23:54 »



Ist richtig!

Aber nicht in der Woche!

Sondern durchgehend, am Stück, und das ist .........!




Ärztekammer

24.03.2014

Ärztekammer begrüßt Debatte über Arbeitszeitenrichtlinien in Spitälern

Leitner: Zu hohe Wochenarbeitszeiten können nur reduziert werden, wenn überlange Dienste gekürzt werden


Wien (OTS) – Die Ärztekammer begrüßt die aktuell aufgeflammte Diskussion über zu lange Arbeitszeiten in den Spitälern. „Es wäre dringend notwendig, Maßnahmen zu setzen, um die enormen Arbeitsbelastungen zu reduzieren“, erklärt Hermann Leitner, Vizepräsident und Obmann der Kurie angestellte Ärzte der Ärztekammer für Wien. Vor allem die maximalen Arbeitszeiten während überlanger Dienste von bis zu 49 Stunden am Stück seien „ein echtes Problem“.

Laut EU-Arbeitszeitrichtlinie darf die maximale durchschnittliche Arbeitszeit von Spitalsärzten 48 Stunden pro Woche nicht überschreiten. „In Österreich sind wir davon aber weit entfernt“, so Leitner. „Je nach Betriebsvereinbarung sind sogar bis zu 49 Stunden am Stück und 72 Stunden pro Woche möglich.“ In erster Linie sei es ein Problem genau dieser überlangen Dienste an Wochenenden, die dann zwingend ein Überschreiten der Wochenarbeitszeit zur Folge hätten.

Hier müsse angesetzt werden. „Ohne eine deutliche Reduzierung der Dienstlängen ist es unmöglich, die Wochenarbeitszeit zu reduzieren“, erklärt Leitner. Abgesehen von arbeitsrechtlichen Problemen bedeuten überlange Dienste unzumutbare Belastungen für die Ärztinnen und Ärzte. Dass es unter solchen Voraussetzungen auch zu negativen Folgen hinsichtlich der Behandlungsqualität und damit zu einer Schlechterstellung für die Patientinnen und Patienten kommen könne, versteht sich dabei von selbst. Leitner: „Ich erwarte mir jetzt ein rasches Handeln der Regierung, um die derzeitige Situation nachhaltig zu verbessern.“

Gitti

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ÖH Med Wien solidarisiert sich mit Ärztinnen des AKH Wien

Die unmenschlichen Arbeitszeiten von Ärzten und Ärztinnen in Österreichmüssen ein Ende haben und endlich der europäischen Norm angepasst werden.


Wien (OTS) - Die ÖH Med Wien erklärt sich mit der heutigen
Betriebsversammlung an der Medizinischen Universität Wien solidarisch
und unterstützt die einstimmig verabschiedete Resolution
vollinhaltlich. Die in den letzten Tagen und Wochen wieder
aufgekommene Debatte über wöchentliche Höchstarbeitszeiten ist ein
Symptom der fantasielos geführten Gesundheitspolitik in Österreich.
Jährlich verlassen hunderte gut ausgebildete Jungärzte und
Jungärztinnen das Land. In Deutschland, der Schweiz oder den
Skandinavischen Ländern gibt es eine bessere Ausbildung und
Höchstarbeitszeiten von 48h/Woche bei oftmals höherer Bezahlung. In
Österreich müssen JungärztInnen häufig zusätzlich zur
Grundarbeitszeit viele Nacht- und Wochenenddienste absolvieren um ein
angemessenes Monatsgehalt zu erreichen.

"Die KrankenanstaltenträgerInnen müssen endlich ein klares
Bekenntnis zu menschlichen Arbeitszeiten für Ärzte und Ärztinnen
formulieren." so die Vorsitzende der ÖH Med Wien, Sarah Schober.
"Österreich hat die meisten MedizinabsolventInnen pro Jahr in der
gesamten OSCE, aber sehr viele flüchten vor den schlechten
Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen ins Ausland." fügt der zweite
stellvertretende ÖH Med Wien-Vorsitzende Lukas Wedrich hinzu. Die
immer wieder angeführte Argumentation, dass lange Arbeitszeiten zu
qualitativ hochwertiger Ausbildung führen, ist absurd. "Niemand würde
in ein Verkehrsflugzeug steigen, dessen Besatzung seit mehr als zwölf
Stunden im Einsatz ist. Aber von Ärzten und ÄrztInnen wird von der
Politik verlangt, nach mehr als 20 Stunden durchgehender Arbeit eine
Operation durchzuführen." hält der erste stellvertretende ÖH Med
Wien-Vorsitzende Falk Preißing fest.

Jetzt ist ein breites Bekenntnis der KrankenanstaltenträgerInnen
sowie der politisch Verantwortlichen gefordert, um
PatientInnenversorgung, Wissenschaft und universitäre Ausbildung
gleichzeitig zu fördern und zu ermöglichen. Die Ausbildung der
Medizinstudierenden leidet unter der großen Belastung der lehrenden
Ärzte und Ärztinnen. Vorallem in Hinblick auf das Klinisch-praktische
Jahr müssen hier massiv Kapazitäten geschaffen werden.