Autor Thema: Depression - Ernährung ff.  (Gelesen 1397 mal)

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Jutta

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Depression - Ernährung ff.
« am: 24. Mai 2014, 23:57 »



Forschungsteam entschlüsselt, wie Magnesium gegen Depressionen wirkt


Wien (OTS) - Magnesium wird als gängiges Medikament für viele
Anwendungen und unter anderem als Antidepressivum eingesetzt.
Entsprechend den Anwendungsmöglichkeiten sind die Wirkungsmechanismen
von Magnesium vielfältig, die Wirkungen an den einzelnen
Neurotransmitter-Rezeptoren waren jedoch bisher großteils nicht
bekannt. Eine Forschungsgruppe unter Leitung der MedUni Wien konnte
nun einen wichtigen Mechanismus identifizieren.
Magnesiummangel kann beim Menschen depressive Wirkungen entfalten.
Die WissenschafterInnen stellten sich deshalb die Frage, welche
Neurotransmitter-Rezeptoren (genauer: Rezeptorkomplexe, denn es sind
die Komplexe, die die Gehirnfunktionen ausführen, nicht die einzelnen
Untereinheiten der Rezeptoren) in der Gehirnregion
Hypothalamus/Amygdala bei einem Magnesiummangel betroffen sind. Als
verantwortlich wurde der sogenannte
N-methyl-D-aspartat-Rezeptor-GluN1-Komplex identifiziert. Dieser
Rezeptorkomplex verändert sich bei Magnesiummangel und arbeitet
infolge nur eingeschränkt.
Interdisziplinäres Forschungsteam unter Leitung der MedUni
Wien
Die Entdeckung dieses Rezeptorkomplexes ist das wichtigste Ergebnis
einer soeben im neurowissenschaftlichen Top-Journal "Brain Structure
and Function" (Impact-Faktor 7,8) veröffentlichten Studie, die unter
der Leitung von Gert Lubec, Leiter der
Grundlagenforschung/Neuroproteomics an der Universitätsklinik für
Kinder- und Jugendheilkunde der MedUni Wien, erstellt wurde.
Studie legt Basis für die Entwicklung neuer
Magnesium-Medikamente
Zur Untersuchung des Wirkungsmechanismus führten die ForscherInnen
zunächst im Tiermodell einen Magnesiummangel herbei. Danach
untersuchten sie die Auswirkungen auf das Verhalten sowie die
Rezeptorkomplexe im Gehirn. Als Folge der Magnesiumrestriktion (=
Magnesiummangel) zeigten die Tiere erwartungsgemäß ein depressives
Verhalten. Als Ursache wurde mit dem
N-methyl-D-aspartat-Rezeptor-GluN1-Komplex ein Rezeptorkomplex
gefunden, dessen Funktionen durch den Magnesiummangel eingeschränkt
werden. Dazu Lubec: "Wir konnten eine klar negative Wirkung von
Magnesiummangel auf ein ansonsten wohldefiniertes Rezeptorsystem
feststellen. Das ist nicht nur vom Grundlagenaspekt her interessant,
sondern auch von pharmakologischem Interesse." Konkret sind damit
spezifische Studien möglich, welche die Wirkung von Magnesium auf den
beschriebenen Rezeptorkomplex näher untersuchen. Als Resultat sind in
weiterer Folge neue Magnesium-Medikamente denkbar.
Hypothalamus und Amygdala
Beim Hypothalamus handelt es sich um das wichtigste Steuerzentrum des
vegetativen Nervensystems. Bereits sehr geringe Störungen dieses
kleinen aber äußerst wichtigen Zwischenhirnareals können die
menschliche Lebensfähigkeit intensiv beeinflussen. Die auch als
"Mandelkern" bekannte Amygdala ist ein Kerngebiet des menschlichen
Gehirns und wirkt hormonregulierend. Die Amygdala ist wesentlich an
der Entstehung von Angst beteiligt und spielt allgemein eine wichtige
Rolle bei der emotionalen Bewertung und Wiedererkennung von
Situationen sowie der Analyse potenzieller Gefahren.
Service: Brain Structure and Function
Dietary magnesium restriction reduces amygdala-hypothalamic GluN1
receptor complex levels in mice. Ghafari M, Whittle N, Miklósi AG,
Kotlowsky C, Schmuckermair C, Berger J, Bennett KL, Singewald N,
Lubec G. Brain Struct Funct. 2014 May 8. PMID: 24807818