Autor Thema: Übergewicht ist .......  (Gelesen 4213 mal)

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hilde

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Übergewicht ist .......
« am: 06. März 2009, 15:18 »
Mittwoch, 25. Februar 2009

Medizin Studie: Übergewicht so ungesund wie Rauchen

Stockholm – Schwedische Rekruten, die bei der Musterung übergewichtig oder adipös waren, hatten ein gleich hohes Risiko, vor dem 45. Lebensjahr zu sterben, wie schlanke, die regelmäßig Zigaretten rauchten. Kamen beide Faktoren zusammen, war das Sterberisiko nach den Ergebnissen einer Kohortenstudie im Britischen Ärzteblatt (BMJ 2009; 338: b496) fast verfünffacht.

http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=35557

Josef

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Vitamin-D-Mangel macht Übergewicht noch riskanter
« Antwort #1 am: 26. Juli 2012, 22:21 »


Vitamin-D-Mangel macht Übergewicht noch riskanter

Isulinresistenz bei Kombination der Faktoren 32-mal so wahrscheinlich

Übergewicht: Diabetes-Risiko bei zuwenig Vitamin D höher


Sacramento/Bochum (pte003/26.07.2012/06:10) - Menschen, die sowohl übergewichtig sind als auch Vitamin-D-Mangel aufweisen, haben ein besonders hohes Risiko für Insulinresistenz und in Folge auch Diabetes. Das zeigen Forscher der Drexel University School of Public Health http://publichealth.drexel.edu in einer Studie. "Vitaminmangel und Adipositas sind individuelle Risikofaktoren für Insulinresistenz, in Kombination erhöht sich das Risiko jedoch noch deutlich", sagt Studienautor Shaum Kabadi.

32-fache Gefahr

20 Mal häufiger sind Menschen häufiger als andere von Insulinresistenz betroffen, wenn sie zwar adipös sind, hinsichtlich des Vitamin-D-Spiegels jedoch keine Probleme haben. Tritt das Übergewicht gemeinsam mit dem Vitaminmangel auf, erhöht sich die Gefahr allerdings auf das 32-Fache. "Es ist jedoch nicht klar, ob Adipositas selbst einen niedrigen Vitamin D-Spiegel verursacht oder ob das Umgekehrte zutrifft", erklärt Forschungsleiter Longjian Liu.

Indizien statt Risikofaktoren

Auf dieses Henne-Ei-Problem verweist auch der Mediziner Helmut Schatz, Sprecher der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie http://www.endokrinologie.net , gegenüber pressetext. Als einzige zulässige Aussage der Studie wertet der Experte, dass es Indikatoren für den Zusammenhang zwischen Übergewicht, Vitamin D-Mangel und Diabetes gibt. "Das sind dann aber noch keine konkreten Risikofaktoren", so Schatz.

Zu früh für Vitamin-D-Empfehlung

Laut Schatz sind positive Effekte einer Vitamin-D-Gabe nur in bestimmten Fällen gesichert. Dazu gehören etwa Rachitis bei Säuglingen, Knochenleiden, chronische Niereninsuffizienz, Nebenschilddrüsenschwäche sowie die Prävention bei älteren Menschen, die Osteoporose- und sturzgefährdet sind. Für Krankheitsbilder wie Krebs, Herzkreislaufleiden, Diabetes, Multiple Sklerose, Immun- und Infektionskrankheiten liegen Schatz zufolge bislang nicht genügend valide Daten vor.

(Ende)
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Josef

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Fettsucht: Menschen essen viel zu viel
« Antwort #2 am: 26. Juli 2012, 22:24 »

Fettsucht: Menschen essen viel zu viel

Sport ist wichtig, "reicht aber einfach nicht aus"

Hazda-Volk: Im Stoffwechsel kein Unterschied zum modernen Menschen



New York (pte006/26.07.2012/10:00) - Die Vorstellung, dass Sport im Kampf gegen die Fettsucht wichtiger ist als die Ernährung, wird jetzt von Wissenschaftlern des Hunter College http://www.hunter.cuny.edu widerlegt. Eine Studie über Hazda, die auch heute noch als Jäger und Sammler leben, weist darauf hin, dass die Menge der benötigten Kalorien eine festgelegte menschliche Eigenschaft ist.

Das legt nahe, dass Menschen der westlichen Welt eher durch übermäßiges Essen fettsüchtig werden als durch eine bewegungsarme Lebensweise. Laut BBC wird 2015 einer von zehn Menschen fettsüchtig sein. Laut Daten der Weltgesundheitsorganisation http://www.who.int betrifft das Thema Übergewicht zu diesem Zeitpunkt bereits einen von drei Menschen weltweit.

Nahrung versus Bewegung

Es wird allgemein angenommen, dass vor allem der Lebensstil der westlichen Welt für diese Fettsucht-Epidemie verantwortlich ist. Mehrere Faktoren spielen dabei eine Rolle. Dazu gehören Lebensmittel mit einem hohen Anteil an Zucker und Fett, große Portionen und ein Lebensstil mit wenig Bewegung, bei dem Autos und Maschinen den Großteil der körperlichen Arbeit abnehmen.

Das relative Gleichgewicht zwischen zuviel Nahrung und mangelnder Bewegung wird immer wieder diskutiert. Einige Experten schätzen, dass der Kalorienbedarf des Menschen seit der industriellen Revolution drastisch gesunken ist und daher einen größeren Risikofaktor für Fettsucht darstellt als die Veränderung der Ernährung.

Urvolk unterscheidet sich nicht

Die aktuelle in PLOS ONE http://www.plosone.org veröffentlichte Studie hat diese Theorie überprüft. Das Team um Herman Pontzer konzentrierte sich dabei auf den Energieverbrauch der in Tansania lebenden Hazda. Die Mitglieder dieser Volksgruppe dienten dabei als Modell für einen urzeitlichen Lebensstil. Diese rund 1.000 Menschen jagen Tiere, sammeln Beeren, Wurzeln und Früchte und das alles zu Fuß. Sie verwenden Bögen, kleine Äxte und Grabstöcke. Die Hazda verwenden keine modernen Werkzeuge oder Waffen.

Ein Team aus Wissenschaftler aus Amerika, Tansania und Großbritannien ermittelte für die Studie den Energieverbrauch von 30 Mitgliedern dieser Volksgruppe, die zwischen 18 und 75 Jahre alt waren. Es zeigte sich, dass sie körperlich viel aktiver waren. Wurden jedoch Größe und Gewicht ebenfalls berücksichtigt, wurde klar, dass sich ihre Stoffwechselrate nicht von der in der westlichen Welt lebenden Menschen unterschied.

Pontzer betonte, dass alle angenommen hatten, dass die Jäger und Sammler jeden Tag Hunderte Kalorien mehr verbrauchen würden als Erwachsene in Amerika und Europa. Die Studienergebnisse waren daher laut dem Wissenschaftler eine Überraschung und zeigten wieder einmal die Komplexität des menschlichen Energieverbrauchs auf.

"Einfach zu viel Essen"

Der Experte betonte aber auch, dass körperliche Bewegung und Sport für die Gesundheit wichtig seien. "Für mich ist der Hauptgrund, dass die Menschen in der westlichen Welt fett werden, dass sie einfach zu viel essen und nicht dass sie sich zu wenig bewegen. Sport ist wichtig für die Gesundheit, aber das reicht nicht aus, um schlank zu bleiben. Da hilft nur eines: weniger essen."

(Ende)
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Übergewicht ist .....: u. a. Darmbakterien
« Antwort #3 am: 27. September 2015, 22:34 »

18.09.2015
   
   
   
Ernährung, Umwelt, Genetik und Zusammensetzung der Darmbakterien nehmen Einfluss auf das Körpergewicht


Auf der Suche nach den Ursachen für Stoffwechselerkrankungen wie Adipositas und Diabetes hat ein Team aus Wissenschaftlern des Helmholtz Zentrums München und US-Kollegen ein ganzes Netzwerk an Einflussfaktoren aufgedeckt. Neben der Ernährung, der Umwelt und der Genetik spielt auch die Zusammensetzung der Darmbakterien eine Rolle. Die Ergebnisse sind im Journal Cell Metabolism nachzulesen.

"Unsere Ergebnisse bestätigen, dass das Darm-Mikrobiom sehr leicht durch die Nahrung und Umgebung beeinflusst werden kann", beschreibt Erstautor Dr. Siegfried Ussar vom Institut für Diabetes und Adipositas (IDO) die Ergebnisse. "Die Auswirkungen dieser Veränderungen auf den Organismus hängen jedoch stark von den genetischen Voraussetzungen des Einzelnen ab." Die Autoren schlussfolgern aus den komplexen Zusammenhängen, dass bei Stoffwechselerkrankungen in Zukunft noch mehr auf individualisierte Therapieansätze gesetzt werden sollte, um den besten therapeutischen Erfolg zu erzielen.

Fokus stärker auf dem individuellen genetischen Hintergrund

Denn laut den Wissenschaftlern haben ihre Ergebnisse auch Auswirkungen auf aktuelle Forschungsvorhaben, die darauf abzielen, Adipositas durch den Transfer von Darm-Bakterien zu begegnen. Vorhergehende Arbeiten konnten bereits zeigen, dass das Darm-Mikrobiom sich zwischen schlanken und adipösen Personen unterscheidet. Dementsprechend laufen aktuell Studien, die versuchen zu klären, ob sich ein Transfer bestimmter Darm-Bakterien positiv auf metabolische Krankheiten auswirkt. "Unsere Erkenntnisse legen nahe, dabei den Fokus stärker auf den individuellen genetischen Hintergrund des Empfängers zu richten", blickt Ussar voraus.

Weniger Gewicht in neuer Umgebung - aber nur mit den richtigen Genen

Für ihre Experimente untersuchten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler drei unterschiedliche Tiermodelle aus unterschiedlicher Haltung und mit unterschiedlich genetisch vorprogrammierten Stoffwechsel-Eigenschaften, wie beispielsweise Adipositas. Sie verglichen diese Exemplare mit solchen, die über mehrere Generationen im Joslin Diabetes Center von Prof. C. Ronald Kahn im US-amerikanischen Boston gehalten wurden. "Interessanter Weise führte veränderte Nahrung und Umgebung bei einer bestimmten genetischen Ausgangslage zu einem Rückgang des Übergewichts", beschreibt Ussar, dessen Arbeitsgruppe auch Teil des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung (DZD) ist. "Ist der genetische Hintergrund allerdings ein anderer, spielt die neue Umgebung keine Rolle mehr."

Zwei Erkenntnisse stellen die Autoren besonders heraus: "Zum einen liefert die Studie neue Hinweise für die Auswertbarkeit und Übertragbarkeit von in vivo Versuchen zwischen Laboren“, so Erstautor Ussar. "Darüber hinaus können wir aus den Untersuchungen mit Tiermodellen auch erste Rückschlüsse auf die Anwendbarkeit beim Menschen ziehen."


Literaturhinweis:
Ussar, S. et al. (2015). Interactions between Gut Microbiota, Host Genetics and Diet Modulate the Predisposition to Obesity and Metabolic Syndrome, Cell Metabolism, DOI: 10.1016/j.cmet.2015.07.007
http://dx.doi.org/10.1016/j.cmet.2015.07.007


Quelle: Helmholtz Zentrum München - Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt


http://www.journalmed.de/newsview.php?id=46392


« Letzte Änderung: 27. September 2015, 23:12 von admin »