Autor Thema: HPV-Impfung  (Gelesen 8709 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Berti

  • Neu_hier
  • *
  • Beiträge: 12
  • Geschlecht: Männlich
HPV-Impfung
« am: 20. August 2007, 19:31 »
Ich hatte vor einiger Zeit hier mal folgenden Beitrag gepostet (in einem Thread "Nebenwirkungen - und auch schon erste Tote...") , der (u.a.) seltsamerweise(oder auch nicht!) gelöscht wurde:
Zitat
Gefunden auf http://aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=28591 :
       
Nachrichten · Medizin

FDA: Erste UAW-Verdachtsfälle nach HPV-Impfung mit Gardasil®
Freitag, 25. Mai 2007

Washington – Bei der amerikanischen Arzneibehörde FDA sind seit der US-Zulassung der HPV-Vakzine Gardasil im Juni 2006 1.637 Berichte über mögliche unerwünschte Arzneimittelwirkungen (UAW) eingegangen.

Nach dem Freedom of Information Act sind US-Behörden verpflichtet, allen Bürgern Einblick in interne Dokumente zu gewähren. Die Verbraucherschutzorganisation Judicial Watch hat auf dieser Grundlage eine Anfrage an die FDA gestellt und auch eine Antwort erhalten. Die beiden Dokumente, die Judicial Watch auf ihrer Internetseite publiziert, listen 1.637 Meldungen auf, die dem Vaccine Adverse Event Reporting System bis zum 11. Mai 2007 mitgeteilt wurden. Darunter waren 371 schwere Ereignisse wie Fazialis-Lähmungen, Guillain-Barré-Syndrome und Krampfanfälle sowie drei Todesfälle.

Für Judicial Watch lesen sich die Berichte wie ein „Horrorkatalog“, während ein Vertreter der FDA gegenüber der Presse keinen Handlungsbedarf signalisierte. Ein Sprecher der Centers of Disease Control and Prevention (CDC) bemerkte, dass zwei der drei Todesfälle durch thromboembolische Ereignisse verursacht wurden. Beide Mädchen hätten orale Kontrazeptiva eingenommen, zu deren möglichen Nebenwirkungen thromboembolische Ereignisse zählen. Das dritte Mädchen starb an einer Myokarditis, die vor der Impfung bestanden hatte. Die zeitliche Assoziation mit der Impfung könnte deshalb reiner Zufall gewesen sein.

Unter den 1.637 Patientinnen mit UAW-Verdacht waren 42 Schwangere. Bei 16 Schwangeren kam es zu einem Abort, bei zwei weiteren wurden Fehlbildungen beobachtet. Da Gardasil® kein Lebendimpfstoff ist, hält John Iskander, der Leiter der Immunisation Safety Office der CDC einen kausalen Zusammenhang für unwahrscheinlich.

Die australischen Medien berichteten vor wenigen Tagen über 29 Mädchen einer katholischen Schule, die sich nach der Impfung nicht wohl fühlten und teilweise im Krankenhaus behandelt wurden. Die Gesundheitsbehörden hätte eine Untersuchung veranlasst, hieß es. © rme/aerzteblatt.de


Links zum Thema

» Pressemitteilung von Judicial Watch

» PDF zu den Todesfällen

» PDF zu allen Meldungen

» Vaccine Adverse Event Reporting System


Hierzu ergänzend mal folgender Link
http://www.impfkritik.de/pressespiegel/2007081701.htm


Frage: Wird das jetzt hier wieder gelöscht? Wenn ja, warum eigentlich?????????????
Diese permanenten "Lobhubeleien" hier sind meiner Meinung nach nicht nur äußerst peinlich! Eine "Steuerung"(von wem auch immer) will ich aber auf jeden Fall (erstmal)nicht unterstellen!

Nur mal so grundsätzlich: Wer sich impfen lassen will, der soll es halt tun - aber hoffentlich nicht nur auf Grund von Pharma-Werbeaktionen!

Ein Hoch auf den HIER probagierten Mündigen Patienten !!!!!!
 
LG Berti 
« Letzte Änderung: 01. September 2007, 19:47 von admin »

Tanja

  • Global Moderator
  • Super - User
  • *****
  • Beiträge: 932
  • Geschlecht: Weiblich
Gebärmutterhalskrebs, HPV-Impfung
« Antwort #1 am: 30. August 2007, 11:52 »
Hallo Berti,

ich habe dich wahrscheinlich schon von wo anders kennen gelernt. Da hattest du auch eine sehr "eigenwillige" Einstellung.
Es ist gut, wenn man Infos bekommt die man nachlesen kann. Ideal wäre dann aber, wenn man bei negative Infos auch die Contras erwähnt, und nicht so übertrieben etwas bringt.

Hast du nicht auch eine Homepage?

Wenn es in Deutschland jeden Tage einige Tote wegen Gebärmutterkrebs gibt, ist dies viel tragischer, als deine "Geschichterln", welche die oberste Sanitätsbehörde widerlegt hat, nachdem die Fälle genau überprüft wurden. Todesursache bzw. Auftreten von Komplikationen waren nicht im Zusammenhang der HPV - Impfung.

Deinen früheren Beitrag habe ich auch gelesen und mich wunderte es, dass er erst nach einiger Zeit gelöscht wurde. Auf Rückfrage habe ich auch erfahren, dass du nicht gewillt warst, "offen" (siehe vor) zum Thema zu stehen, sondern einen eher radikalen Standpunkt eingenommen hast. Und dann hat natürlich ein Administrator Pflichten zu erfüllen, z.B.einen Beitrag zu löschen oder wen überhaupt zu sperren. Ich aber finde dieses Forum sehr "locker"!

Erzähl mal Postives von dem was du weißt. Die HPV-Impfung wurde mit gutem Grund vor einiger Zeit ins Impfschutzprogramm übernommen - Kosten werden also bezahlt.

Gruß Tanja

Berti

  • Neu_hier
  • *
  • Beiträge: 12
  • Geschlecht: Männlich
HPV-Impfung
« Antwort #2 am: 01. September 2007, 02:15 »
Hallo Tanja

Du scheinst mich mit einem anderen Berti zu verwechseln, denn ich hatte noch nie eine eigene Homepage.

Ich frage mich, warum Du deine Fragen seinerzeit nicht öffentlich im Thread gestellt hast, sondern Dich das Thema erst nach Löschung so sehr interessiert hat, daß Du Dich fragend an den Admin gewandt hast. Waren wahrscheinlich auch "gute Gründe".
Deine jetzigen (vom Admin und auch anderen unwidersprochenen) Andeutungen wie "radikal" und "sperren" zeigen mir, daß zusätzlich auch von "Mitgliedern" keine Diskussion gewünscht wird.
Da ist ja die Werbetante im Fernsehen informativer, die ihre (eigene?) Tochter demonstrativ zur Impfung schickt und beschwörend zur Nachahmung auffordert! Wird nur noch übertroffen von den tollen 0EuroHandyAngeboten, bei denen man garantiert noch zusätzlich 1.000 Euro geschenkt bekommt!

In einem Punkt muß ich Dir allerdings Recht geben: Es ist wichtig, daß die Kosten der Impfung von den Krankenkassen getragen werden! Sollten unverschämterweise die Kosten aus eigener Tasche bezahlt werden müssen, wären die Umsätze der Pharmaindustrie und damit auch deren Gewinne auf Dauer um ein Vielfaches geringer. Logisch, oder?

Ich werde jetzt erst einmal ein Forum suchen, das nicht ganz so "locker" ist wie dieses. Und werde mich wie gewünscht hier erst wieder melden, wenn ich Positives zum Thema zu berichten weiß, versprochen!

Bis dahin Tschüß, Berti
« Letzte Änderung: 01. September 2007, 19:45 von admin »

Berti

  • Neu_hier
  • *
  • Beiträge: 12
  • Geschlecht: Männlich
HPV-Impfung
« Antwort #3 am: 02. September 2007, 00:38 »
Hallo Tanja

Habe 3 Positive Links gefunden:

Unerwünschte Wirkungen der HPV-Impfung
Information des Grazer Frauengesundheitszentrums, 30. Mai 2007
http://www.fgz.co.at/Unerwuenschte-Wirkungen-der-HPV-Impfung.339.0.html
Zitat
"Es besteht kein Grund für eine übereilte Impfung", rät Sylvia Groth allen Frauen zu Besonnenheit.

 
Hier eine interessante und sehr informative Linkliste des Grazer Frauengesundheitszentrums zur HPV-Impfung zur Besinnung
http://www.fgz.co.at/Links.193.0.html#content1010


Petition an den Deutschen Bundestag zur Rücknahme der Zulassung des Impfstoffs GARDASIL
http://www.gegenpropaganda.org/html/petition_show.php?nr=6


Ich hoffe, Dir mit diesen 3 Links zunächst gedient zu haben. Könntest Du mir vielleicht noch nähere Informationen zu der von Dir erwähnten "Widerlegung der obersten Sanitätsbehörde" geben?

LG Berti
« Letzte Änderung: 03. September 2007, 13:15 von admin »

Berti

  • Neu_hier
  • *
  • Beiträge: 12
  • Geschlecht: Männlich
HPV-Impfung
« Antwort #4 am: 04. September 2007, 20:45 »
Der neue Krebsimpfstoff:[
Nur eines ist sicher - die Nebenwirkungen
Die globale Begeisterung für den weltweit ersten Krebsimpfstoff GARDASIL
scheint kaum noch Grenzen zu kennen. Soll ich also meinen Töchtern zu der
Impfung raten? Ein Blick auf die Fakten aus der Sicht eines Vaters.
weiter gehts hier http://www.impf-report.de/infoblatt/20070102-krebsimpfstoff.pdf
Wirklich Interessierten empfehle ich ergänzend auch noch folgenden Artikel:
Zeitschrift "Raum&Zeit", Heft 144, 2006
Eine neue Attacke auf Patientinnen
Schon der Gedanke, einem Krebsgeschehen mit Impfungen beizukommen,
wirkt grotesk. Zeigen die bisherigen Erkenntnisse doch, wie komplex die
biochemischen und seelischen Hintergründe dieser Krankheit sind. Angeblich
sind die Wissenschaftler jetzt aber so weit, gegen Gebärmutterhalskrebs
impfen zu können. Doch mit welchem Nutzen?
Der Medizinjournalist Thomas Hein prüfte die Arbeiten der Forscher und sah
deren Argumentationsgebäude haltlos in sich zusammenstürzen...
Weiter hier: https://ssl.kundenserver.de/ehlers-verlag-gmbh.de/ehlers_archiv/index.php?action=showdetails&from=list&pageNr=1&productId=4587fcb719606&sid=59b3468542527d43eefec59c83287f37
Nur zu blöd, daß sich 3,50 EUR kein Mensch leisten kann oder will!!!!!
Ich wiederhole nochmal aus meinem Einleitungsbeitrag:
Wer sich impfen lassen will, die solls unbedingt tun! Aber wenn es um die eigenen Kinder geht, sollte doch wohl eine besondere Verantwortung gelten, unabhängig von den Kosten, oder?
LG Berti


Hallo Berti,
ich wurde von einem User auf deinen "Beitrag" aufmerksam gemacht und mußte einiges ändern!
Ich habe dich schon vor etlichen Wochen zur persönlichen Diskussion über die Art deiner Tätigkeiten in unserem Forum einerseits und über deine Vorwürfe anderseits eingeladen. Dies wolltest du nicht, dein gutes Recht. Und ich lasse mich nicht von dir nötigen, mein gutes Recht!
Dann bist du auf Tauchstation gegangen und beginnst seit kurzer Zeit wieder mit Rundumschlägen.
Daher letztmals:
Als Administrator habe ich Pflichten und Rechte. Diesen kam und komme ich nach. Bitte gründe dein eigenes Forum, wo du verantwortlich bist für das Tun "deiner" User. 
Deine letzte Chance: Berichte neutral, ohne deinen Senf (entschuldige), und lass Moderatoren und Admin in Ruhe; das nächste Mal erfolgt kommentarlos Löschung und Sperre!
Dietmar Erlacher, Administrator
« Letzte Änderung: 05. September 2007, 23:02 von admin »

Berti

  • Neu_hier
  • *
  • Beiträge: 12
  • Geschlecht: Männlich
Sorry Admin!
« Antwort #5 am: 05. September 2007, 19:50 »
Sorry vielmals lieber Dietmar!

Ich wollte doch nur diese Initiative aus Deiner Heimatstadt http://www.gebaermutterhalskrebs.or.at unterstützen mit der dort ausdrücklich gewünschten Aufforderung zur Verbreitung von aufklärenden Informationen.

Vielen Dank für Deine vorsorgliche Warnung. Aber ich jedenfalls finde diese Initiative trotzdem unterstützenswert und toll, supertoll, megatoll ...

Aber nun gut, ich gelobe Besserung!

LG Berti


Hallo Berti,

wie du leicht nachsehen kannst, habe ich alle deine Links belassen, die vielen sehr kritischen und den jetzigen, zustimmenden.
Mittlerweile sind nicht nur viele Staaten einschl. Deutschland dafür, sondern auch alle Bundesländer in Österreich. Die österreichische Krebshilfe hat sogar bundesweit Infobroschüren aufgelegt mit der Aufforderung zur HPV-Impfung.
In Graz, wo vor längerer Zeit ein kritisches Papier erstellt wurde, übernimmt die Steiermärkische Krebshilfe sogar die Kosten der Impfung für alle Kinder im Spital - vor den Vorhang!

Unsere Bemühungen und Ziele vom www.krebsforum.at laufen generell dahin hinaus, dass wir hier ein Austausch- und Informationsforum sind, wodurch es mehr informierte (mündige) Krebspatienten geben soll, die dann - gemeinsam mit dem Arzt ihres Vertrauens - eine bestmögliche Entscheidung treffen können.

LG.

Dietmar Erlacher, Administrator
« Letzte Änderung: 05. September 2007, 23:05 von admin »

Dietmar E.

  • Global Moderator
  • Super - User
  • *****
  • Beiträge: 1.889
  • Geschlecht: Männlich
HPV-Impfung
« Antwort #6 am: 22. September 2007, 21:11 »

Kreuzprotektion:

Der HPV-Vierfachimpfstoff beugt auch präkanzerösen Zervixläsionen vor,
die durch weitere krebsauslösende Typen humaner Papillomviren verursacht werden



20.9.07 - Ergebnisse, die jetzt auf dem ICAAC-Kongress vorgestellt wurden, belegen, dass der HPV-Vierfachimpfstoff durch Kreuzprotektion Schutz vor präkanzerösen Läsionen bietet, die durch zehn weitere Virustypen hervorgerufen werden.

   Erste Ergebnisse einer Subanalyse zweier großer Phase-III-Studien zeigen: der HPV-Vierfachimpfstoff gegen Gebärmutterhalskrebs (gegen die HPV-Typen 6, 11, 16, 18), kann auch präkanzeröse Läsionen der Zervix (CIN2/3, AIS) verhindern, die durch zehn weitere krebsauslösende Typen humaner Papillomviren (HPV) ausgelöst werden, gegen die der Impfstoff nicht direkt gerichtet ist. Die Ergebnisse wurden auf der 47. Jahreskonferenz der ICAAC in Chicago (USA) präsentiert.

   Dies sind die ersten publizierten Ergebnisse, die zeigen dass ein Impfstoff gegen Gebärmutterhalskrebs vor präkanzerösen Läsionen schützt, die von HPV-Typen verursacht werden, gegen die der Impfstoff nicht direkt gerichtet ist.

   "Der Schutz vor präkanzerösen Läsionen, die von weiteren Virustypen verursacht werden,  zeigt, dass der HPV-Vierfachimpfstoff kreuzprotektiv wirken kann. Deswegen kann der Impfstoff einen zusätzlichen Schutz vor Zervixkarzinomen bieten, die durch andere Virustypen verursacht werden als diejenigen, gegen die der Impfstoff direkt gerichtet ist", so Patrick Poirot, Vizepräsident Medical and Scientific Affairs von Sanofi Pasteur MSD.

   Während einer mittleren Beobachtungsdauer von drei Jahren ab Beginn der Impfung verhinderte der HPV-Vierfachimpfstoff 38% präkanzeröser Läsionen der Zervix (CIN 2/3, AIS), die durch die HPV-Typen 31, 33, 35, 39, 45, 51, 52, 56, 58 oder 59 hervorgerufen werden. Diese weiteren zehn Virustypen verursachen in Europa ca. 16 % und weltweit bis zu 22 % aller Zervixkarzinome.

   "Es gibt einen klaren Unterschied zwischen der Prävention von Erkrankungen, die  durch die Virustypen verursacht werden, gegen die der Impfstoff direkt gerichtet ist, und dem Potenzial für ein gewisses Ausmaß eines indirekten Schutzes durch Kreuzprotektion. Wie erwartet, ist die kreuzprotektive Wirksamkeit niedriger als die direkte Wirksamkeit, da sich die weiteren Virustypen von den vier Virustypen, gegen die der Impfstoff direkt gerichtet ist, unterscheiden. Der Hauptnutzen der HPV-Impfung liegt in der direkten Protektion", kommentiert Patrick Poirot. "Der HPV-Vierfachimpfstoff hat eine bis zu 100%ige Wirksamkeit gegen präkanzeröse und frühe zervikale Läsionen, gegen präkanzeröse Läsionen der Vulva und der Vagina sowie gegen Genitalwarzen  gezeigt,  die von den HPV-Typen 6, 11, 16 und 18 verursacht werden, gegen die sich der Impfstoff direkt richtet. Eine kreuzprotektive Wirksamkeit von 38% bezüglich zehn weiterer krebsauslösender Virustypen stellt einen signifikanten Zusatznutzen dar."

   Schätzungen zufolge verursachen die HPV-Typen 6, 11, 16 und 18 in Europa unter den HPV-bedingten Erkrankungen insgesamt 75 % aller Fälle von Gebärmutterhalskrebs, 95 % der Vulva- und Vaginalkarzinome, 70 % der präkanzerösen Läsionen der Zervix, 50 % der frühen zervikalen Läsionen, 80 % der präkanzerösen Läsionen der Vulva und der Vagina sowie 90 % der Genitalwarzen.

   Der HPV-Vierfachimpfstoff bietet einen breiteren und früheren Nutzen, der sich nicht nur auf die Prävention von Gebärmutterhalskrebs erstreckt. Der breiter gefächerte Nutzen ergibt sich daraus, dass der HPV-Vierfachimpfstoff auch Schutz vor Läsionen der Zervix und der Vulva sowie vor Genitalwarzen bietet. Und der Nutzen wird früher spürbar, da diese Läsionen - insbesondere frühe Läsionen der Zervix und Genitalwarzen - sich viel rascher entwickeln als Gebärmutterhalskrebs und häufig schon innerhalb weniger Monate nach Infektion mit den Viren auftreten.
"Zu meiner Zeit gab es Dinge, die tat man, und Dinge, die man nicht tat, ja, es gab sogar eine korrekte Art, Dinge zu tun, die man nicht tat." (Sir Peter Ustinov)

Tanja

  • Global Moderator
  • Super - User
  • *****
  • Beiträge: 932
  • Geschlecht: Weiblich
HPV-Impfung
« Antwort #7 am: 29. September 2007, 23:19 »

Die Österreichische Initiative gegen Gebärmutterhalskrebs hält fest:

HPV-Impfung ist eine der sichersten Impfungen unserer Zeit.
Einzelne Meldungen an Presse und politische Entscheidungsträger bezogen sich in den letzten Tagen auf einen Artikel im deutschen „Ärzteblatt“ (http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=28591) – dieser wurde allerdings falsch und ohne medizinisches Fachwissen interpretiert. „Solche Meldungen verunsichern und laufen Gefahr, einen großen Teil unserer Aufklärungsarbeit zunichte zu machen – es ist uns daher ein wichtiges Anliegen, dies richtig zu stellen“, so Univ.-Prof. Dr. Paul Sevelda, Präsident der Österreichischen Krebshilfe und Mitglied des medizinischen Beirates der Initiative. „Diese Meldungen müssen differenziert betrachtet werden. Bei der Impfung gegen Humane Papillomviren handelt es sich um eine der sichersten Impfungen unserer Zeit.“

Meldungen verunsichern unnötig – falsche Interpretation und verkürzte Darstellung

Der Artikel im Deutschen Ärzteblatt besagt, dass bei der Amerikanischen Arzneimittelbehörde seit der US-Zulassung des HPV-Impfstoffes 1.637 Berichte über mögliche unerwünschte Arzneimittelnebenwirkungen eingegangen sind. Auch im Rahmen des Artikels wird bereits festgehalten, dass diese Ergebnisse nicht mit dem Impfstoff assoziiert werden: „Da Gardasil kein Lebendimpfstoff ist, hält John Iskander, der Leiter der Immunisation Safety Office der CDC einen kausalen Zusammenhang für unwahrscheinlich.“

Zur korrekten Interpretation dieser Daten ist folgendes festzuhalten: Jede körperliche Beeinträchtigung, die in zeitlichem Zusammenhang mit der Verabreichung des Impfstoffes steht, gelangt in den USA dem „Center of Disease Control an Prevention“ zur Meldung - völlig unabhängig vom tatsächlichen Zusammenhang. D.h. dass bei rund 2 Millionen in den USA geimpften Dosen in 0,08% der Fälle ein solcher Report einlangte. „Alles, bis hin zu Autounfällen und deren körperliche Folgen fällt hier hinein“, erklärt Prof. Sevelda.

Auch die drei Todesfälle stehen demnach in keinerlei Zusammenhang mit der Impfung: „Ein Sprecher des Centers of Disease Control and Prevention (CDC) bemerkte, dass zwei der drei Todesfälle durch thromboembolische Ereignisse verursacht wurden. Beide Mädchen hätten orale Kontrazeptiva eingenommen, zu deren möglichen Nebenwirkungen thromboembolische Ereignisse zählen. Das dritte Mädchen starb an einer Myokarditis, die
vor der Impfung bestanden hatte.“ Auch die dokumentierte Rate der Fehlgeburten und aller anderen Beeinträchtigungen entspricht dem statistischen Wert.

Der HPV-Impfstoff unterscheidet sich durch die angewandte Technologie klar von anderen Präparaten. „Statt abgeschwächter oder toter Viren enthält der HPV-Impfstoff nachgebildete leere Hüllen, so genannte VLP (virus like particles), die keine DNA, also kein genetisches Material enthalten. Der Impfstoff ist daher ausgesprochen sicher.
„Wir ersuchen alle Verantwortlichen, von einer durch solche falsch interpretierten Meldungen entstehenden Verunsicherung der Frauen Abstand zu nehmen. Die Medienvertreter möchten wir einladen, sich bei Fragen an uns zu wenden und den medizinischen Hintergrund mit Experten zu diskutieren“, so Prof. Sevelda.

Rückfragenhinweis
Univ.-Prof. Dr. Paul Sevelda, Präsident der Österreichischen Krebshilfe, Vorstand der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe am KH Hietzing
E-Mail: paul.sevelda@wienkav.at
Österreichische Initiative gegen Gebärmutterhalskrebs
Katharina Stemberger
c/o Dr. Andrea Hasner; eXakt PR, Wällischgasse 8, 1030 Wien, Tel.: +43 (1) 890 27 76/12,
Fax: +43 (1) 890 27 76/15, E-Mail: hasner@exakt-pr.at

Jutta

  • Global Moderator
  • Super - User
  • *****
  • Beiträge: 957
  • Geschlecht: Weiblich
Re: HPV-Impfung
« Antwort #8 am: 01. Oktober 2008, 23:11 »
Ärzte Zeitung, 29.09.2008

HPV-Impfung schützt auch Frauen mit ausgeheilter Läsion

Vakzine verhindert Reinfektion mit demselben Virustyp

HAMBURG (stü). Die gegen humane Papillomviren (HPV) gerichtete Vierfach-Impfung schützt junge Frauen vor viralen Infektionen und damit assoziierten Vorstufen des Zervixkarzinoms sowie vor Genitalwarzen. Neuen Studiendaten zufolge profitieren auch Frauen, die bereits eine HPV-Infektion durchgemacht haben, von der Impfung.

Der hohe Schutzeffekt der Impfung bei jungen Frauen, die noch keinen Kontakt mit HPV hatten, ist belegt. Aber was ist mit jenen Frauen, die bereits eine Infektion mit HPV 6, HPV  11, HPV 16 oder HPV 18 durchgemacht haben - das sind die Virustypen, gegen die sich der Impfstoff richtet?

Diese Frage beantwortete Privatdozentin Monika Hampl aus Düsseldorf beim Kongress der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe: "Aus der Praxis wissen wir, dass viele Frauen mit ausgeheilter HPV-Infektion erneut eine Läsion entwickeln können," berichtete Hampl. Bei solchen Frauen reicht der natürlich erworbene Antikörper-Titer vermutlich nicht aus, um eine Re-Infektion und damit einhergehende Läsion durch denselben HPV-Typ zu verhindern.

Daten von Frauen aus Phase-II/III-Studien wurden analysiert.

Dieses Manko kann wahrscheinlich die HPV-Impfung ausgleichen, indem sie den natürlichen Antikörper-Titer hebt und somit verhindert, dass Betroffene sich erneut infizieren. Hampl stellte dazu Daten des tetravalenten Impfstoffes Gardasil® vor. Für die Analyse waren Daten der Phase-II/III-Studien verwendet worden, und zwar speziell von Frauen, die eine ausgeheilte HPV-Infektion hatten.

Dabei mussten zwei Kriterien zu Studienbeginn erfüllt sein: Ein negativer PAP-Abstrich und gleichzeitig der Nachweis von Antikörpern gegen HPV 6, HPV 11, HPV 16 oder HPV 18 im Serum. 1243 Frauen in der Impf-Gruppe und 1283 Frauen in der Placebo-Gruppe erfüllten diese Voraussetzungen.

Nach einer Beobachtungsphase von vier Jahren waren in der Placebo-Gruppe 15 Fälle von Feigwarzen aufgetreten, in der Impf-Gruppe wurden keine solchen Läsionen beobachtet. "Wir können bei diesen Frauen das spätere Auftreten einer Läsion, bedingt durch Reinfektion mit demselben HPV- Typ, durch Boosterung des spezifischen HPV-Antikörper-Titers verhindern," sagte Hampl auf einem von Sanofi Pasteur MSD unterstützten Symposium. Der Impfstoff sei bei diesen Frauen mit einer Wirksamkeit von 100 Prozent hocheffektiv.

Die Immunisierung mit dem Vierfach-Impfstoff erfolgt dreimal i.m. in den Monaten 0, 2 und 6. In bisherigen Studien hielt der Schutz über den gesamten Zeitraum von fünf Jahren an. Die Vakzine wurde allgemein gut vertragen. Die häufigsten unerwünschten Wirkungen waren lokale Reaktionen an der Einstichstelle wie Schmerzen und Schwellungen.

Geri

  • Global Moderator
  • Super - User
  • *****
  • Beiträge: 674
  • Geschlecht: Männlich
Re: HPV-Impfung
« Antwort #9 am: 19. August 2009, 22:44 »
HPV: Gardasil-Impfung sicher – Kritik am Marketing

Atlanta/New York City – Die HPV-Impfung hat sich in den ersten zweieinhalb Jahren ihrer Anwendung in den USA als sicher erwiesen. Nach einer Studie im US-amerikanischen Ärzteblatt (JAMA 2009; 302: 750-757) waren Synkopen die einzige auf die Impfung zurückzuführende Komplikation. Public Health- Forscher kritisieren indes das Marketing des Herstellers.

In den USA sind die Hersteller von Impfstoffen verpflichtet, ihnen bekannt gewordene Zwischenfälle an das Vaccine Adverse Event Reporting System oder VAERS weiterzuleiten, das von den beiden Behörden Centers for Disease Control and Prevention (CDC) und der Food and Drug Administration (FDA) eingerichtet wurde.

http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/37770/HPV_Gardasil-Impfung_sicher_-_Kritik_am_Marketing.htm