Autor Thema: Mögliches Frühwarnsystem entdeckt  (Gelesen 5071 mal)

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Erika

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Mögliches Frühwarnsystem entdeckt
« am: 11. Oktober 2007, 14:45 »
Lungenkrebs:
Mögliches Frühwarnsystem entdeckt
Ein Abwehr-Eiweiß könnte künftig helfen, den häufig tödlich verlaufenden Krebs früh genug für eine Therapie zu entdecken
 
Rauchen ist nach wie vor der größte Risikofaktor für Lungenkrebs
W&B und Lizenzgeber
Eiweiße des körpereigenen Abwehrsystems könnten als Frühwarnsystem für Lungenkrebs verwendet werden, berichten Forscher des britischen Nottingham City Hospital im Fachmagazin Thorax. Lungenkrebs verläuft sehr häufig tödlich, weil er meist erst sehr spät entdeckt wird, obwohl es mehr als 20 Jahre dauert, bis die Krankheit sich entwickelt. Ein Frühwarnsystem wäre deshalb für die Patienten sehr wertvoll.

Die Forscher untersuchten das Blutplasma von 50 gesunden Freiwilligen und 104 Patienten, die an unterschiedlichen Formen des Lungenkrebses litten. Sie suchten nach gegen den eigenen Körper gerichteten Antikörpern. Dabei fanden sie heraus, dass sieben Antikörper gegen feste Tumoren in Lunge, Brust, Eierstöcken und Prostata bei den Patienten vorhanden waren. Diese Antikörper könnten bereits früh ein Hinweis auf eine Krebserkrankung sein, wenn der Tumor als solcher noch nicht auffindbar ist.

In der Zukunft könnte damit ein Bluttest noch lange vor einer Röntgenaufnahme den Hinweis auf Lungenkrebs liefern. Bevor das jetzt entdeckte Verfahren in der Klinik eingesetzt werden kann, müssen jedoch noch größere Studien den Zusammenhang zwischen Blutwerten und Lungenkrebs bestätigen. Das dürfte einige Jahre dauern.
Thorax/GesundheitPro.de; 11.10.2007
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Geri

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Neuer Bluttest identifizierte Patienten mit Lungenkrebs
« Antwort #1 am: 17. Juli 2008, 00:52 »
16/07/08,21:42, Elsevier Von Nancy Walsh

Neuer Bluttest identifizierte Patienten mit Lungenkrebs

TORONTO (EGMN) – Ein Genexpressionsprofil von Lymphozyten des peripheren Bluts identifizierte in einer Querschnittsstudie mit 230 Teilnehmern Lungenkrebspatienten mit einer Genauigkeit von 87 Prozent.

Der neue Test, der sich in einer frühen Entwicklungsphase befindet, hatte eine Empfindlichkeit von 85 Prozent und eine Spezifität von 87 Prozent, berichtete Dr. Anil Vachani auf einer internationalen Konferenz der American Thoracic Society.

Die Studie umfasste 140 Patienten mit Lungenkrebs und 90 ohne.

„Wir haben auf vorläufige Weise gemeinsam mit Wissenschaftlern des Wister Institute gezeigt, dass wir mit einer 24-Gen-Signatur eine 87-prozentige Genauigkeit in der Unterscheidung zwischen Krebs und Kontrollen hatten“, sagte Dr. Vachnani von der University of Pennsylvania, Philadelphia, auf einer Pressekonferenz.

Lungenkrebs ist immer noch schwierig zu diagnostizieren, und bei vielen Patienten werden Lungenrundherde per Zufall im Thorax-Röntgen oder -CT entdeckt. Der nächste Diagnoseschritt ist problematisch, da eine Nadelbiopsie des Thorax schwierig ist und eine Bronchoskopie eine Anästhesie erfordert und das Risiko von Blutung und Atelektase mit sich bringt. Der Knoten wird daher oft chirurgisch entfernt, wobei sich häufig herausstelle, dass der Knoten gutartig war und der Patienten gar nicht an Krebs leidet, sagte Dr. Vachani.

Ein Bluttest, der bei Patienten mit Lungenrundherden eingesetzt werden könnte,
wäre eindeutig hilfreich, und ........... http://www.univadis.de/medical_and_more/de_DE_News_Article_Medical?profileAOI=16&profileAOIName=Lungenheilkunde&articleItemId=2346e51e67e827bebf158e68b6db4d34