Autor Thema: Die Bedeutung der Ernährung bei Krebs  (Gelesen 13220 mal)

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hellameyer

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Die Bedeutung der Ernährung bei Krebs
« am: 19. Oktober 2007, 17:21 »
Die Bedeutung der Ernährung bei Brustkrebs
Liebe Betroffene!
Ich möchte als Brustkrebspatientin auf die große Bedeutung der Ernährung bei der Krebsbehandlung hinweisen. Vier Jahre nach meiner Brustkrebsoperation bin ich nach Aussagen der Ärzte gesund und konnte deshalb vorzeitig die Hormonbehandlung mit einem Aromatasehemmer beenden. Ich unterzog mich nach der Diagnose Brustkrebs der Regulierenden Krebsbehandlung, auf die ich selbst großen Einfluss nehmen konnte. Sehr wichtig bei dieser Behandlung ist die Ernährung. Sie beeinflusst neben negativen Stressfaktoren am stärksten den Säure-Basen-Haushalt. Er ist deswegen von großer Bedeutung, weil die Krebskrankheit sich nur in einem gestörten Säure-Basen-Milieu entwickeln kann. Dieses wird in der Schulmedizin nicht gesehen.
Ich stellte mich auf eine Vollwerternährung um, meide seitdem Zucker und alle Speisen, die raffinierten Zucker enthalten, sowie alle Weißmehlprodukte, da sie Säurebilder sind. Obst, Gemüse und Salate esse ich jetzt wesentlich mehr und Fleisch weniger als früher.
Einzelheiten über die regulierende Krebsbehandlung erfährt man über die Suchmaschine Google.
Gruß
Hella Meyer-Barthel


hellameyer

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Re: Die Bedeutung der Ernährung bei Krebs Teil 2
« Antwort #1 am: 19. Oktober 2007, 17:23 »
Liebe Betroffene!
Den Ausführungen über die Bedeutung der Ernährung (Teil 1) möchte ich noch folgendes hinzufügen: Die Ernährung ist ein wichtiger Faktor der regulierenden Krebsbehandlung, die auf einem neuen, wissenschaftlich begründeten Denkansatz basiert.

Bei einer Krebsbehandlung ist die Säure-Basen-Balance, die von einer gesunden Ernährung am stärksten beeinflusst wird, von großer Bedeutung. Darauf hingewiesen wurde, dass Zucker und zuckerhaltige Speisen sowie Weißmehlprodukte zu meiden sind, da sie Säurebilder sind. Dieses ist wie folgt zu begründen:

Die Krebszelle bezieht ihre Energie aus der Gärung, giert deshalb nach Zucker, und die Normalzelle bezieht ihre Energie aus der Atmung. Dieses ist bekannt seit den bedeutenden Erkenntnissen über die Vorgänge in den Krebszellen von Prof. Dr. Otto Warburg (Nobelpreis 1931).

Zu meiner Situation: Regelmäßige Kontrollen durch Sonographien, Blutanalysen und Tumormarker führten zu der Aussage meiner Ärzte, dass ich gesund bin. Um das Risiko eines Rückfalls erheblich zu verringern, ist es allerdings erforderlich, dass ich meine jetzige Lebensweise fortführe.

Gruß
Hella Meyer-Barthel

Jutta

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Krebs füttert sich durch ......
« Antwort #2 am: 19. Oktober 2007, 21:45 »
Servus Hella,

wenn das so einfach wäre:
Zucker zu x % weg lassen und immer tief durch atmen!
Keinerlei (Zusatz)Süßstoff, auch nicht versteckt, auch nicht Honig, auch nicht ..........
Funktioniert das? Eher nicht!
Aber was ist dann die Alternative, seit 1931, zu der "wir" uns auch bereit erklären könnten?
Wer ein PET machte weiß, Glucose trinken, dann PET, zeigt Tumor irgendwo im Körper.
Wir wollen gegen den Krebs kämpfen. Wir ernähren uns gut. Wir nehmen Nahrungsergänzungsmittel!
Füttern wir damit den Krebs, dass er Metastasen legt?
Gruß
Jutta

Sissi

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Zucker ist "Krebs falscher Ernährung" - und Stevia .....?
« Antwort #3 am: 27. Januar 2009, 18:20 »

Zuckerkonkurrent Stevia wird von der EU ausgebremst

Stevia scheint ein Zauberkraut zu sein: Es ist 300 Mal süßer als Fabrikzucker, hat aber
fast keine Kalorien.
Doch seit mehr als zehn Jahren verhindern EU-Lebensmittelüberwacher die Zulassung
der Pflanze als Lebensmittel.

PLUSMINUS – heute Abend, 27.01.2009, um 21.50 Uhr im Ersten.
Die Sendung wird in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch um 5.05 Uhr wiederholt.

Aktuelle Informationen zur Sendung: www.plusminus.de
Bei Fragen zu dieser Sendung wenden Sie sich bitte an: plusminus@ndr.de

admin

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Ernährung bitte möglichst ohne Zucker (und Weißmehl): Hohe Krebsgefahr
« Antwort #4 am: 09. September 2010, 00:35 »
Krebs liebt Fructose

Krebszellen ernähren sich bekanntlich gerne von Zucker. Forscher fanden heraus, dass sie sich mit raffiniertem, also industriell hergestelltem Fruchtzucker jedoch viel schneller teilen und ausbreiten können als mit gewöhnlichem Haushaltszucker.

Lesen Sie den ganzen Text:

Krebs liebt Fructose

http://www.zentrum-der-gesundheit.de/krebs-zucker-ia.html?et_cid=11&et_lid=272020


Nachvollziehbar!
Bei meinem ersten "PET" musste ich einige Zeit vorher schnell eine große Menge "flüssigen Zucker" zu mir nehmen.
Es hieß, ein evtl. Tumor nimmt ganz gierig Zucker auf und somit kann man ihn ggf. finden!
« Letzte Änderung: 09. September 2010, 00:35 von admin »

Tanja

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Zuckerarten - ein Überblick
« Antwort #5 am: 15. September 2012, 01:50 »
http://www.lifeline.de/ernaehrung-und-fitness/gesunde-ernaehrung/gut-zu-wissen/kurztipps/zuckerarten-ein-ueberblick-id33237.html#utm_source=lifeline&utm_medium=newsletter&utm_content=artikelteaser2&utm_campaign=newsletter-06-september-2012

Gut zu wissen

Zuckerarten - ein Überblick

kristallzucker_92376512.jpg
    Haushaltszucker hat viele Geschwister: Dextrose, Saccharose oder Maltodextrin zählen dazu.
    Istockphoto

Zucker versüßt das Leben und ist an sich nichts Schlechtes. Bei zu viel davon kann das negative Auswirkungen haben: Bei manchen führt Zucker zu Müdigkeit, Darmproblemen oder Depressionen. Deshalb sollte Haushaltszucker möglichst selten auf dem Speiseplan stehen. Nur der Hinweis "zuckerfrei" oder "kristallzuckerfrei" ist kein Freibrief, weil Zucker viele Geschwister hat. Erfahren Sie mehr über Dextrose, Saccharose, Maltodextrin und weitere Arten.
Dextrose

...wird auch als Glukose bezeichnet und genießt als Traubenzucker einen guten Ruf. Dieser Zucker ist zwar in Weintrauben enthalten, wird industriell aber aus Mais- oder Kartoffelstärke gewonnen. Ob pur als Bonbon, Tablette oder Pulver oder als süßende Zutat in Ketchup oder Wurst ist Traubenzucker genau wie üblicher Haushaltszucker ein reines Kohlenhydrat ohne Vitamine, Mineralstoffe oder andere Nährstoffe. Er ist halb so süß, liefert aber genau so viele Kalorien wie Haushaltszucker und ist ebenso kariesfördernd.

Auch als schneller Energielieferant für Sportler ist dieser Zucker nicht so gut geeignet wie es die Werbung verspricht. Denn die Energie ist schnell wieder verbraucht und bringt ein neues Leistungstief mit sich. Ein Stück Obst, das neben Traubenzucker auch noch reichlich Vitamine und Mineralstoffe liefert, ist die bessere Alternative.
Invertzucker

...entsteht durch Kochen von Zucker mit verdünnter Säure. Dabei wird der süße Geschmack um etwa 20 Prozent verringert.
Laktose

...auch Milchzucker genannt, kommt natürlicherweise in Milch und Milchprodukten vor. Milchzucker wirkt leicht abführend. Vorsichtig sollten diejenigen sein, die unter einer Milchzucker- oder Lactose-Unverträglichkeit zu leiden haben. Für sie sind Milchzucker sowie auch viele Milchprodukte nicht geeignet.
Maltodextrin

...wird meist aus Stärke hergestellt.
Malzextrakt

...wird aus gekeimter und gerösteter Gerste (Malz) gewonnen.
Malzzucker

...wird auch Maltose genannt. Er wird aus Malz gewonnen und schmeckt 40 Prozent weniger süß als "normaler" Zucker.
Saccharose

...ist nichts anderes als normaler weißer Haushaltszucker oder Kristallzucker.

Wer über den wahren Gehalt von Zucker in Lebensmitteln Bescheid wissen möchte, sollte unbedingt einen Blick auf die Zutatenliste werfen. Hier müssen alle Bestandteile, auch alle Zuckerarten, in absteigender Reihenfolge aufgeführt sein.

Autor: Lifeline
Veröffentlicht am: 03. September 2012
Letzte Aktualisierung: 03. September 2012

admin

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KONSUMENT: "Versteckter" Zucker in Lebensmitteln
« Antwort #6 am: 27. September 2012, 21:28 »



KONSUMENT: "Versteckter" Zucker in Lebensmitteln
Bezeichnungen "light" und "ohne Zuckerzusatz" kein Garant für zuckerarme Produkte

Wien (OTS/VKI) - Wie viel "versteckter" Zucker in verarbeiteten
Lebensmitteln stecken kann, zeigt eine Untersuchung des Vereins für
Konsumenteninformation (VKI) zu 40 Produkten, darunter Getränke,
Milchprodukte und eingelegtes Gemüse. Beispielsweise entspricht der
Zuckergehalt von 100 Gramm Bio-Rote Rüben von Spar Natur Pur drei
Stück Würfelzucker. Schlechte Nachrichten gibt es auch für
ernährungsbewusste Liebhaber von Near-Water-Getränken: Mit einem
Viertelliter Vöslauer Balance Ananas Grapefruit nimmt man ebenfalls
umgerechnet drei Stück Würfelzucker zu sich.

Es geht aber noch mehr: In einer Flasche des Kindergetränkes Rauch
Yippy Cherry (0,33 Liter) stecken neun Stück Würfelzucker, in einem
Viertelliter Multivitaminsaft von Clever gar zehn Stück Zucker. Auch
Auslobungen wie "light", "zuckerreduziert" oder "ohne Zuckerzusatz"
sagen nichts über den tatsächlichen Zucker- und Kaloriengehalt aus:
Ein Viertelliter des New Lifestyle Trink Joghurt Vanille mit 0,1
Prozent von Hofer enthält umgerechnet elf Stück Würfelzucker, die
gleiche Menge des Nöm Fasten Molkedrink Apfel Karotte mit 0,1 Prozent
immerhin noch fünf Stück. Die Details zum Test gibt es im
Oktober-KONSUMENT. Die Tabelle zu sämtlichen getesteten Produkten ist
auf www.konsument.at veröffentlicht.

"Die Auslobung ,ohne Kristallzucker' bedeutet nicht automatisch,
dass keinerlei Arten von Zucker zugesetzt wurden", erläutert
VKI-Ernährungswissenschafterin Katrin Mittl. "Das Produkt kann
durchaus Fruchtzucker (Fruktose), Traubenzucker (Dextrose) oder
andere Zuckerarten enthalten. Ist kein Zucker in der Zutatenliste zu
finden, kann dennoch natürlicherweise Zucker im Produkt enthalten
sein - hier gibt die Nährwerttabelle Auskunft. Zutaten, die auf -ose
enden bzw. -zucker oder -sirup im Wortstamm haben, weisen auf eine
Zuckerart oder zuckerhaltige Süßungsmittel hin."

Ob zugesetzt oder natürlich enthalten, ob Haushalts-, Frucht-,
Trauben- oder anderer Zucker: Alle liefern jeweils 4 kcal pro Gramm.
Für einen gesunden Menschen macht es keinen Unterschied, ob diese
oder jene Zuckerart konsumiert wird. Grundsätzlich gilt: Je weiter
vorne sich der Zucker auf der Zutatenliste befindet, desto
zuckerhaltiger ist in der Regel das Produkt. Ein genauer Blick lohnt
sich auch auf die Nährwerttabelle: Hier müssen der Gesamtzuckergehalt
und der Kaloriengehalt angegeben werden.

Stark zuckerhaltig ist auch der derzeit so beliebte Bubble Tea,
dem sich die aktuelle Ausgabe des Testmagazins KONSUMENT ebenfalls in
einem eigenen Beitrag widmet: Ein Viertelliter des getesteten Cha Cha
Fruit Bubble Tea enthielt umgerechnet neun Stück Würfelzucker. Doch
nicht nur aufgrund des hohen Zuckergehalts ist Bubble Tea als
Durstlöscher nicht geeignet: Viele Bubble Teas sind kein natürliches
Teegetränk, sondern zuckerhaltige Softdrinks, denen synthetische
Farbstoffen zugesetzt werden. Welche Farb- und Konservierungsstoffe
konkret enthalten sind, muss beim Verkauf über die Theke allerdings
nicht angegeben werden.

Die Details zum Test gibt es auf www.konsument.at und im
Oktober-KONSUMENT.

Josef

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Zucker, notwendig?
« Antwort #7 am: 30. Oktober 2012, 22:10 »

Den Zucker, den der Körper benötigt, kann er aus Kohlehydraten selbst herstellen.

Eine Familie aus Schenefeld verzichtet eine Woche lang auf Zucker.

Ob das gut geht?

http://www.ndr.de/ratgeber/verbraucher/lebensmittel/markt7347.html
« Letzte Änderung: 01. November 2012, 15:51 von admin »
Alles, was wir uns in der Vergangenheit schwer erkämpfen mussten,
hinterlässt gewisse Spuren auf unserer „zerbrechlichen“ Seele,
doch sollten wir deshalb die Hoffnung auf eine bessere Zukunft nicht verlieren.
Carola-Elke

Jutta

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Zucker, nein danke, nicht notwendig - Zeitbombe Zucker
« Antwort #8 am: 01. November 2012, 14:08 »

Nicht umsonst stehen diese Zucker-Beiträge unter Krebs, hier Brustkrebs!


45 Min - Zeitbombe Zucker: Dokumentation

High Definition Untertitel

Montag, 29. Oktober 2012, 22:00 bis 22:45 Uhr [VPS 22:00]

Der Zuckerkonsum in Deutschland steigt ständig: Inzwischen verbraucht der Deutsche pro Kopf und Jahr mehr als 34 Kilogramm Zucker. Aber welche Folgen hat das? Macht Zucker süchtig oder gar krank, wie es inzwischen viele Wissenschaftler annehmen?

"45 Min" will wissen: Wie gefährlich ist Zucker? Die Dokumentation folgt einer norddeutschen Familie im Alltag und beobachtet deren Ess- und Einkaufsgewohnheiten. Dabei zeigt sich, dass Zucker in fast allen Produkten zu finden ist, offen, aber vor allem versteckt. Mediziner, Ernährungs- und Suchtexperten liefern den neuesten Stand der Forschung. Und Politiker werden mit der Frage konfrontiert, warum vor den Folgen des übermäßigen Zuckerkonsums nicht gewarnt wird.


Video-Link: http://www.ndr.de/fernsehen/livestream217.html


http://www.ndr.de/suche10.html?query=Zucker



« Letzte Änderung: 01. November 2012, 15:53 von admin »

Evi

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Zucker? Bitte möglichst wenig! Denn ....
« Antwort #9 am: 21. Februar 2013, 14:17 »



Warum bekommt man wohl vor der speziellen bildgebenden Untersuchung "Zucker" verabreicht?

Da schon vor zig Jahren festgestellt wurde, dass sich die Krebszellen auf "Zucker" stürzen, denn scheinbar ist das DER Stoff, den Krebszellen wollen/brauchen.

Oder?



http://derstandard.at/1360681654569/Zucker-macht-nicht-suechtig-oder-zuckerkrank?ref=nl


Sissi

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Honig, Braunzucker, Zucker ......
« Antwort #10 am: 29. März 2013, 17:25 »




27.03.2013: Ostern

Die drei größten Zucker-Mythen

Brauchen wir jeden Tag eine bestimmte Menge Zucker? Ist brauner Zucker gesünder als weißer? Und ist Honig gesünder als Zucker? Wir stellen drei Mythen über den Zucker vor und entzaubern sie zusammen mit Dr. Ulrike Kreinhoff von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung.

Brauner Zucker ist gesünder als weißer
Honig ist gesünder als Zucker
Der Mensch braucht täglich eine Mindestmenge Zucker
Brauner Zucker ist gesünder als weißer

27.03.2013, 21:00 Uhr Brauner Zucker ist ein Zwischenprodukt bei der Herstellung von weißem Zucker. Lediglich die noch vorhandenen Sirup-Reste sind nicht entfernt worden. Dadurch bekommt er seine braune Farbe. Brauner Zucker enthält tatsächlich Spuren von Mineralstoffen, davon aber so wenig, dass sie für die Ernährung keine Rolle spielen. Wegen seines leichten Karamell-Geschmacks wird er gerne zum Süßen von Getränken oder zum Backen verwendet. Er ist aber nicht gesünder als weißer Zucker.

 Honig ist gesünder als Zucker

Honig gilt als besonders gutes Nahrungsmittel wegen seines intensiven Aromas und seines natürlichen Geschmacks. Viele Menschen glauben, dass er gesünder sei als Zucker, weil er ein reines Naturprodukt ist, das von Bienen hergestellt wurde. Tatsächlich besteht Honig neben Spuren von Vitaminen, Mineralstoffen und Enzymen aber zu 80 Prozent aus Zucker und zu 20 Prozent aus Wasser, ist also eigentlich nur eine übersättigte Zuckerlösung. Honig haftet auch leicht an den Zähnen und verursacht bei mangelnder Zahnpflege genauso Karies wie Zucker. Honig ist deshalb als Nahrungsmittel nicht gesünder als Zucker.

 Der Mensch braucht täglich eine Mindestmenge Zucker

Schon am Morgen beim Frühstück mögen viele Menschen Süßes. Das gibt ein gutes Gefühl und soll Schwung bringen für den Tag. Ist Zucker deshalb als Nervennahrung nötig? Tatsächlich brauchen das Gehirn und andere Organe einen bestimmten Zuckerbaustein, die Glukose, um gut funktionieren zu können. Die Glukose können wir aber aus verschiedenen anderen Lebensmitteln wie Getreide, Brot oder Kartoffeln beziehen.

Zucker ist dafür nicht nötig - eine Mindestmenge davon brauchen wir also nicht. In Maßen ist Zucker aber erlaubt. Rund zehn Prozent des täglichen Kalorienbedarfs dürfen aus Zucker bestehen. Das sind für einen Erwachsenen maximal 60 Gramm oder umgerechnet etwa 20 Stück Würfelzucker am Tag. Doch Vorsicht: die stecken schon in einem 250 ml-Glas Orangensaft und einem großen Fruchtjoghurt.

Autor: Rainer Terzo


http://www.hr-online.de/website/fernsehen/sendungen/index.jsp?rubrik=80363&key=standard_document_47911245


Sissi

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Sie schreiben, Zucker ist böse. Er macht dick, dumm, kriminell.
« Antwort #11 am: 29. März 2013, 17:34 »



Hans-Ulrich Grimm: "Zucker ist das Böseste"

 16.03.2013 | 18:35 |  von Karin Schuh (Die Presse)

Die Lebensmittelindustrie ist das Feindbild des deutschen Autors. Grimm über Der deutsche Autor über das "Suchtmittel" Zucker und die Verflechtungen zwischen Politik und Zuckerindustrie.


Der Autor und einstige „Spiegel“-Journalist Hans-Ulrich Grimm kämpft seit Jahren gegen die Lebensmittelindustrie. In seinem Buch „Garantiert gesundheitsgefährdend“, das am 20.März erscheint, widmet er sich dem Zucker. „Die Presse am Sonntag“ traf Grimm im Rahmen des Symposiums „Anständig essen“ in Bad Gastein.

Zukunftsweisende Ideen, tiefgreifende Theorie und Praxisanwendungen aus der Mobile Marketing Szene präsentiert von nationalen und internationalen Speakern sowie eine optimale Networking Plattform – am 23.5. 2013 beim Mobile Marketing Innovation Day! Weitere Informationen »
 
Sie schreiben, Zucker ist böse. Er macht dick, dumm, kriminell. Ist das nicht übertrieben?

Hans-Ulrich Grimm: Zucker ist das Böseste, was es gibt. Das Problem ist: Eigentlich braucht der Mensch Zucker. Wenn der Körper mit dem Stoff nichts anfangen könnte, könnte er auch keinen Schaden anrichten. Da er aber Zucker braucht, kann dessen exzessiver Konsum weitreichende Folgen haben.

Sollen wir also nur natürlichen Zucker, der in Obst vorkommt, essen?

Obst im Übermaß ist auch problematisch. Früher gab es bei uns nur Obst im Sommer. Der liebe Gott hat das so eingerichtet, dass man dann zugreift und sich Vorräte anlegt. Deswegen kann der Körper Zucker in Fett verwandeln und umgekehrt. Zucker wird in die Leber eingelagert für schlechte Zeiten, in denen er wieder umgewandelt werden kann. Heute haben wir aber einen Zucker-Overkill, die Leber verfettet. 20 Prozent der Bevölkerung leiden an nicht-alkoholischer Fettleber. Deswegen sollte Zucker gesetzlich reglementieren werden, fordern Mediziner.

Machen Verbote ihn nicht interessanter?

Wenn man davon ausgeht, dass Zucker ein Suchtmittel ist, kann man ihn mit Drogen vergleichen. An jeder Ecke steht ein Cola-Automat, es gibt aber nicht an jeder Haltestelle oder im Kinderkrankenhaus einen Heroinautomaten. Zucker wirkt im Gehirn wie ein Suchtmittel, also sollte man ihn so handhaben.

Soll Zucker verboten werden?

Das hieße, von einem Extrem ins andere zu fallen. Der Staat fördert seit Jahrhunderten Zucker. Früher haben Könige ihre Paläste mit den Einnahmen aus Zucker finanziert. Heute gibt es in London die International Sugar Organisation (ISO), eine Einrichtung zur Förderung des Zuckerkonsums, die EU ist Mitglied. Momentan geht es nicht um ein Verbot, momentan wird Zucker gefördert. Politik und Industrie sind verflochten.

Dann bleibt also der Konsument über. Was kann man dagegen tun?

Es ist völlig vermessen, auch nur zwei Minuten darüber nachzudenken, was sich global ändern kann. So mächtig sind wir nicht. Natürlich können Menschen alles, was von Menschen gemacht ist, auch ändern. Aber wenn da so gewaltige Interessen dahinter sind: 165 Millionen Tonnen Zucker werden pro Jahr produziert. Aber jeder kann sich abkoppeln. Grob geschätzt dauert es 300 Jahre, bis sich etwas ändert.

Lebensmittelskandale wirken meist nicht lange. Warum ist uns das so egal?

Mir hängt es nach dem dritten Skandal auch zum Hals raus. Was die Bedrohung der Volksgesundheit betrifft, ist das Erlaubte viel schlimmer als das Skandalisierte. Der eigentliche Skandal ist Coca Cola, der größte Einzel-Emittent von Zucker; es ist für zehn Prozent des globalen Ausstoßes verantwortlich. Ich war in Genf bei der Weltgesundheitsversammlung, es ging um nicht-übertragbare Krankheiten wie Diabetes oder Krebs. 35 Millionen Menschen sterben daran jährlich. Nur 14 Prozent kommen vom Rauchen, der Rest: Zucker.

Nur Zucker? Nicht auch Fett?

Das müsste man einzeln untersuchen. Aber an vielen Stellen, wo man bisher Fett in Verdacht hatte, ist es Zucker. Cholesterin beispielsweise, die Blutfette: häufig nur verwandelter Zucker, gespeichert für schlechte Zeiten.

Ist ein Schmalzbrot gesünder als eine Torte?

Ein Schmalzbrot fand ich schon immer viel gesünder, aber ich bin kein Mediziner. Ich überlege nur, was evolutionär an uns angepasst ist. Fett zu leben bedeutet auch gut zu leben, wie die Made im Speck. Es gibt nur ein schlechtes Fett: industriell hergestellte Transfette.

Aber wir kennen auch das süße Leben.

Zucker gibt es aber nirgends in der Natur pur. Das ist der große Unterschied.

Bleibt die Beschäftigung mit gesunder Ernährung eigentlich ein Elitethema?

Eigentlich müsste es ein Massenthema sein. Ungesunde Ernährung wird aber sogar gefördert. Red Bull unterstützt ein Krankenhaus, in dem übergewichtige Kinder behandelt werden, bekommt aber auch Zuschüsse von der EU, an die zehn Millionen. Das System hat zwei Seiten: Einerseits wird auf der Zuckerseite unglaublich viel Geld verdient. Dietrich Mateschitz ist der reichste Österreicher. Andererseits gibt es das Folgen-Business. Durch Diabetes wird in Deutschland ein Umsatz von 48Mrd. Euro im Jahr gemacht. Bei Kongressen werden neben Insulinpillen Eis, Cola und Mars verteilt. Diabetologen sind darauf existenziell angewiesen. Ohne Blutzuckeranstieg keine Zuckerkrankheit.

Arbeiten die bewusst zusammen?

Nein, ich glaube nicht. Aber final kann man das ganz klar sagen, es gibt auf beiden Seiten Gewinner, dazwischen Verlierer. Früher gab es ein Gesundheitswesen, bei dem der Patient schnell gesund werden musste, damit er wieder arbeiten konnte. Heute gibt es eine Gesundheitswirtschaft, in der der Kranke gebraucht wird.

Was bedeutet das für die Betroffenen?

Die Dicken, die Armen braucht man als Patienten, also stellt man ihnen Cola-Automaten vor die Nase. Das Tragische ist, dass man ihnen die Schuld gibt. Bei Drogen werden die Abhängigen als Opfer gesehen, die Dealer als Täter. Bei Zucker ist der Abhängige der Täter.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 17.03.2013)



Gitti

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Zucker, und Krebs
« Antwort #12 am: 11. Februar 2015, 14:37 »




Bitte keinen Zucker, egal in welcher Form und Menge!!!


Wenn HIER unbedingt, dann ......

http://www.ndr.de/ratgeber/verbraucher/Zucker-zum-Backen,zucker186.html

Josef

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3.3.15: Zeitbombe Zucker
« Antwort #13 am: 28. Februar 2015, 01:24 »



03.03.2015

ARTE

16:05 Uhr

Zeitbombe Zucker Ein Film von Ute Jurkovics und Christine Buth | Einsfestival Tipp
Statistisch gesehen verzehrt jeder Deutsche mehr als 34 Kilogramm Zucker pro Jahr. Dabei brauchen wir den Stoff gar nicht. Kohlenhydrate aus Brot oder Nudeln liefern die Energie, die unser Körper benötigt. Daraus kann er dann selbst Zucker herstellen. Zucker liefert unserem Körper nichts außer überflüssigen Kalorien, die uns bekanntermaßen dick werden lässt. Wissenschaftler finden aber immer mehr Hinweise, dass Zucker uns auch krank macht.
Alles, was wir uns in der Vergangenheit schwer erkämpfen mussten,
hinterlässt gewisse Spuren auf unserer „zerbrechlichen“ Seele,
doch sollten wir deshalb die Hoffnung auf eine bessere Zukunft nicht verlieren.
Carola-Elke