Autor Thema: beim Einkaufen aufpassen  (Gelesen 2287 mal)

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Erika

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beim Einkaufen aufpassen
« am: 13. November 2007, 13:45 »
Nachdem ja bald die Weihnachts- und Geschenkekaufzeit beginnt, hier ein Artikel zum Thema aus dem deutschen Ärzteblatt.  Also bitte beim Einkaufen aufpassen, lieber weniger kaufen, aber von der Qualität her gut.

China bestätigt Verwendung giftiger Substanzen in Spielzeug-Sets
Montag, 12. November 2007
 

Peking –  Nach einem erneuten Rückruf in den USA von giftigem Spielzeug aus China haben die Behörden in Peking Produktmängel eingeräumt und ein Exportverbot verhängt. Erste Tests der beanstandeten Bastelsets hätten giftige Substanzen nachgewiesen, teilte die Behörde für Produktsicherheit nach einem Bericht der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua am Samstag mit.

Nach dem Verschlucken von Teilen der Spiele „Aqua Dots“ und „Bindee“ waren zuvor in den USA zwei Kinder ins Koma gefallen. In Deutschland rief der Textilhändler Peek & Cloppenburg mehrere tausend Kinder-Jeans zurück, die mit einem verbotenen krebserregenden Farbstoff behandelt worden waren.

Die chinesischen Behörden verhängten am Freitag ein Ausfuhrverbot für „Aqua Dots“-Kreativsets für Kinder und leiteten eine Untersuchung ein. Das Produkt des australischen Unternehmens Moose sei in der Fabrik Wangqi in der südchinesischen Stadt Shenzhen hergestellt worden, zitierte Xinhua die zuständige Aufsichtsbehörden. Im Rahmen seiner Untersuchung habe China die USA gebeten, Hinweise auf mögliche Methoden zur Analyse der festgestellten giftigen Chemikalien zu geben, hieß es weiter.

Die US-Verbraucherschutzbehörde hatte am Mittwoch 4,2 Millionen der Kreativkästen zurückgerufen, bei denen Kinder mit Perlen Mosaikbilder legen können, die dann mit Wasser zusammengeklebt werden. „Die Beschichtung der Perlen, durch die diese beim Kontakt mit Wasser zusammenkleben, enthält eine Chemikalie, die nach dem Verschlucken giftig werden kann“, hieß es in der Warnung der Behörde. Kinder, die die Kugeln verschlucken, könnten „ins Koma fallen, Atemstillstand oder Anfälle erleiden“.

Ebenfalls am Mittwoch hatten die Behörden Australiens ein landesweites Verbot eines ähnlichen Spielzeugkastens mit Namen "Bindeez" verhängt, da die Perlen eine Substanz freigaben, die auch unter dem Namen K.O-Tropfen bekannt ist. Drei Kinder mussten ins Krankenhaus eingeliefert werden, weil sie nach dem Verschlucken der Perlen bewusstlos wurden.

Peek & Cloppenburg teilte am Freitag mit, die von der Firma verkauften blauschwarzen Jeans für Jungen von Größe 92 bis 176 seien mit einem verbotenen Farbstoff behandelt worden. Aus dem Azo-Farbstoff könnten geringe Mengen von sogenannten aromatischen Aminen freigesetzt werden, die als solche krebserregend sein können. Allerdings gebe es keinen Nachweis, dass auch das Tragen entsprechend gefärbter Textilien krank mache. Dennoch forderte die Firma dazu auf, die Hosen zurückzugeben. Der Kaufpreis werde erstattet.

China ist der weltgrößte Spielzeugexporteur. Im vergangenen Jahr lieferte es 22 Milliarden Spielzeuge ins Ausland. Spielzeug und andere Produkte „made in China“ gerieten in den vergangenen Monaten immer wieder wegen möglichen Gesundheitsrisiken in die Schlagzeilen. © afp/aerzteblatt.de

Mein Lebensmotto: Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann; Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.